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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.03.2017

Überzeugt mit coolen Charakteren, einer dystopischen Welt der anderen Art und einer überwiegend spannenden Handlung

Water & Air
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Auf das neue Buch von Laura Kneidl habe ich mich schon ziemlich lange gefreut. Light & Darkness und ihre Elemente der Schattenwelt Trilogie haben mir schon gut gefallen, aber irgendwie hatte ich im Gefühl ...

Auf das neue Buch von Laura Kneidl habe ich mich schon ziemlich lange gefreut. Light & Darkness und ihre Elemente der Schattenwelt Trilogie haben mir schon gut gefallen, aber irgendwie hatte ich im Gefühl gehabt, dass Water & Air da noch einen drauf setzen würde - und mein Gefühl hat mich auch nicht getrogen. Zwischenzeitlich war ich so neugierig, dass ich mir beinahe schon das eBook gekauft hätte, das einen Monat vor der Taschenbuchausgabe erschienen ist, aber dann habe ich von der tollen Vorbestellaktion von Carlsen gehört, bei der es zum Buch eine illustrierte Postkarte mit Kenzie und Callum dazu gab und da konnte ich einfach nicht widerstehen - heute (mehr als eine Woche nach dem Erscheinungstermin) ist meine Karte dann auch mal angekommen, worüber ich mich echt gefreut habe. Die Karte ist nämlich wirklich hübsch, schöner zumindest als das Cover, das ich leider etwas zu mainstream finde und nicht unbedingt ein eyecatcher ist.

Wie gesagt habe ich mich sehr auf Water & Air gefreut und bin deshalb sehr froh, dass der Klappentext hält was er verspricht. Auf der Rückseite steht "packend, romantisch, mit einzigartigen Schauplätzen" und dem kann ich mich nur vollkommen anschließen. Für einen guten Mordfall bin ich sowieso immer zu haben und gerade mit dem dystopischen Setting war das richtig spannend. Gegen Ende wurde es zwar trotz sich überschlagender Ereignisse etwas langatmig (das Buch hat aber auch viele Seiten), aber insgesamt hat mir die Handlung dennoch gut gefallen. Die Welt die Laura Kneidl in ihrem neuen Werk geschafften hat ist wirklich faszinierend und so umfassend und detailreich beschrieben, dass man sich die beiden Kolonien, die unterschiedlicher nicht sein könnten, bildlich vorstellen kann. An einigen Stellen waren es mir fast schon zu viele Beschreibungen und irgendwann habe ich die zugegeben auch nur noch überflogen, aber die Autorin hat mit dem worldbuilding dennoch alles richtig gemacht.
Mit Kenzie und Callum hat Laura Kneidl zwei Charaktere geschaffen, die einfach total coole Socken sind.
Kenzie ist ein unglaublich toughes Mädchen, sehr hartnäckig und sie kämpft für das Leben das sie leben will, was mir sehr gut gefallen hat. Gleichzeitig kümmert sie sich auch sehr um ihre Freunde und Mitmenschen und beschließt beinahe sofort, dass sie den Mörder, der die Luftkolonie gehörig auf Trab hält, finden muss.
Ihr Gegenstück Callum ist wirklich genau das - ich finde die beiden ergänzen sich ganz wunderbar. Wo Callum schwach wurde war Kenzie für ihn da und andersherum. Die beiden alleine sind schon toll, aber beide zusammen sind echt unschlagbar.
Der Schreibstil der Autorin las sich locker und flüssig und die Seiten sind so schnell dahin geflogen wie ich es schon länger nicht mehr bei einem "echten" Buch hatte (normalerweise lese ich auf meinem Kindle nämlich viel schnell als wenn ich ein richtiges Buch aufschlage). Den einzigen klitzekleinen Kritikpunkt den ich habe, ist, dass mir der eine oder andere Dialog etwas zu gestelzt klang. Ab und an hauen die Charaktere Sätze raus, die man zwar so schreiben würde, aber eigentlich nicht unbedingt so sagen denke ich. Das hat mich allerdings nicht wirklich gestört, da die Dialoge sich größtenteils sehr flüssig lesen ließen.

Insgesamt ist Water & Air meiner Meinung nach das bisher beste Buch der Autorin, mal eine Dystopie der etwas anderen Art, schön spannend und alles in allem einfach nur ein klasse Roman!

Veröffentlicht am 11.07.2017

Feel Again

Feel Again
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Feel Again war eines der Bücher, auf das ich richtig doll hingefiebert hatte, weil es nämlich zu einer der wenigen richtig guten New Adult Reihen gehört. Ich war so heiß auf dieses Buch, dass ich mehr ...

Feel Again war eines der Bücher, auf das ich richtig doll hingefiebert hatte, weil es nämlich zu einer der wenigen richtig guten New Adult Reihen gehört. Ich war so heiß auf dieses Buch, dass ich mehr als eine Woche vorher jeden Tag in die Buchhandlung meines Vertrauens (okay, die einzige größere Buchhandlung in meiner Umgebung...) geschaut habe, ob es nicht schon früher vorrätig ist - das Glück hatte ich nämlich mit Trust Again. Und tatsächlich hatte ich Feel Again schon ein paar Tage vor Erscheinungsdatum in den Händen und habe es auch noch an dem Tag verschlungen.
Mittlerweile haben wir Juli.
Joa. Finde den Fehler...
Da ich heute allerdings einen extrem produktiven Tag habe (ehrlich, heute habe ich mehr geschafft als die letzte Woche zusammengerechnet), habe ich mir gedacht, sollte ich meine verbliebene Motivation nutzen und mich an dieses Problemkind setzen.
So, das war's jetzt auch mit dem Geplapper vorneweg - los geht's mit der eigentlichen Rezension:

Vorne weg noch: Ich bin eigentlich niemand der gerne die Playlists anhört, die Autoren so in ihre Bücher packen, aber ich hatte schon vorher auf Monas Blog einen Post zu Liedern gelesen, die sie bei Feel Again inspiriert haben und habe mir darauf hin die Lieder von Banks angehört und holy hell... ich habe ohne Witz einen Monat lang nichts anderes gehört als The Altar von Banks. So ein verdammt gutes und inspirierendes Album! Also, hört es euch an

Aber gut, jetzt geht es wirklich los:

Die Geschichte um Sawyer und Isaac hat mich von der ersten Seite an in ihren Bann gezogen. Beide kannte ich ja schon aus Begin Again und Trust Again und zu dem Zeitpunkt habe ich mir die beiden irgendwie nicht sonderlich gut als Paar vorstellen können. Weil Sawyer kein Beziehungsmensch ist, das hat man deutlich gemerkt und das merkt man auch am Anfang von Feel Again noch. Sie ist ein starker Charakter, sehr eigensinnig, manchmal auch egoistisch und sie versucht ihre Mitmenschen größtenteils auf Abstand zu halten.
Auftritt Isaac: Ein bisschen ziemlich nerdig, zieht sich schräg an und ist einfach das komplette Gegenteil von Sawyer. Denn Isaac ist jemand der sich um andere kümmert und für sie da ist, ganz unabhängig davon wie es ihm selbst dabei geht.
Wie man sieht sind die beiden auf den ersten Blick also ziemlich unterschiedlich - aber genau deswegen haben Sawyer und Isaac als Paar auch so gut funktioniert. In beiden steckt nämlich noch sehr viel mehr, das die beiden bei dem jeweils anderen an die Oberfläche bringen.
Was mir besonders gut an den beiden gefallen hat, war, dass die beiden nicht nur als Paar sondern auch als Freunde gut funktioniert hatten. Dadurch hat man gemerkt, dass die beiden wirklich etwas füreinander empfinden, dass sie sich wichtig geworden sind und nicht einfach nur körperliche Anziehung zwischen ihnen herrscht.
Innerhalb kürzester Zeit habe ich Sawsaac ins Herz geschlossen und ich bin mir immer noch nicht sicher ob ich Sawyer und Isaac oder Dawn und Spencer lieber mag. Alle vier sind wahnsinnig tolle Charaktere und ich habe mich jedes Mal gefreut wenn die letzteren beiden als Nebencharaktere aufgetaucht sind.
Neben Dawn und Spencer tauchen aber auch Allie und Kaden hier und da noch einmal auf, was ich ganz nett fand, aber besonders die neu eingeführten Charaktere haben es mir wieder angetan: Isaacs Familie ist einfach nur wahnsinnig toll und sein Mitbewohner Gian ist der Brüller, ich habe herzlich über ihn lachen müssen.

Besonders interessant fand ich dieses Mal auch die Themen die die Autorin hier angesprochen hat und die für mich fast der kleine ausschlaggebende Punkt sind, warum ich Feel Again vielleicht noch lieber mochte als Trust Again. Aber es ist wirklich ein Kopf an Kopf Rennen, keine Frage.
Zum einen hätten wir da slut shaming, womit zu rechnen gewesen ist und was immer mal wieder aufkam. Ein weiterer kritischer (aber irgendwie auch nicht wirklich kritischer) und interessanter Punkt war Isaacs "Vergangenheit" (ich möchte an dieser Stelle nicht spoilern), aber ich fand es gut, dass Sawyer keine große Sache daraus gemacht hat, zumal Isaacs Geschichte absolut nachvollziehbar war. Außerdem noch Sawyers Vergangenheit, die ich hier ebenfalls nicht vorweg nehmen möchte, die ihren Charakter und ihr Verhalten aber sehr gut erklärt und verständlich macht.
Die Themen sind alle an sich nicht unproblematisch, aber ich mochte es wie sie umgesetzt wurden.

Mittlerweile habe ich auch absolut gar nichts mehr an Monas Schreibstil auszusetzen, wie ich mit Freude sagen kann. (Wenn ich da an Schattentraum zurück denke... da liegen Welten zwischen, meiner Meinung nach.)
Die Seiten sind nur so dahin geflogen.
Ich habe mit Sawyer und Isaac mitgefiebert, das ein oder andere Mal richtig über sie lachen müssen, mit ihnen gelitten. Die beiden haben mich ganz schnell völlig für sich eingenommen gehabt.
Die Geschichte war an den richtigen Stellen witzig, hat mich in den richtigen Momenten mitgerissen und mit Sawyer leiden lassen und war hier und da tatsächlich auch sehr sexy - aber was hätte man von Sawyer auch anderes erwartet?

Letztendlich lässt sich nur festhalten, dass Feel Again mich vollkommen überzeugen konnte. Wie gesagt, vielleicht sogar der beste Teil dieser Trilogie. Ich bin mir nach wie vor unschlüssig, aber jedenfalls kann ich sagen, dass Feel Again einen keinesfalls enttäuscht. So möchte ich New Adult immer geschrieben sehen.

Veröffentlicht am 18.05.2017

Sehr lesenswert, aber die Charaktere haben mich nicht vollkommen mitgerissen

Der letzte erste Blick
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Bisher mochte ich die meisten von Bianca Iosivonis Büchern, besonders ihre HUNTERS Trilogie und ihren New Adult Roman Was auch immer geschieht. Ihre anderen Bücher habe ich zwar auch gelesen, aber die ...

Bisher mochte ich die meisten von Bianca Iosivonis Büchern, besonders ihre HUNTERS Trilogie und ihren New Adult Roman Was auch immer geschieht. Ihre anderen Bücher habe ich zwar auch gelesen, aber die haben mich leider nicht so sehr von den Socken gerissen und leider, leider zähle ich Der letzte erste Blick auch in letztere Kategorie. Meine Erwartungen an das Buch waren recht hoch, da ich wie gesagt Was auch immer geschieht richtig klasse fand und auch von der Leseprobe begeistert war.

"Es ist nicht gerade die feine Art, das erste Semester damit zu beginnen jemandem die Nase zu brechen, Miss Lance."

Ist der erste Satz nicht toll? Ich fand ihn super, habe selten bei einem ersten Satz so schmunzeln müssen. Auch die ersten Kapitel haben mir noch richtig gut gefallen, ab dem dritten oder vierten wurde es allerdings schon kritisch, da ich vollkommen überfordert mit all den Personen war, die einem da vor die Füße geschmissen wurden. Die Geschichte wird sowohl aus Emerys als auch aus Dylans Sicht erzählt, was mir grundsätzlich sehr gut gefallen hat (sonst hätte ich Dylan glaube ich sehr, sehr unsympathisch gefunden wegen etwas das er getan hat), aber während einer Party werden mit einem Mal alle Nebencharaktere auf einmal eingeführt und da man sich dann zum einen merken musste, wer wer ist und dann auch noch wie jeweils Emery und Dylan zu ihnen stehen, war das gar nicht so einfach. Während des Lesens kam es tatsächlich vor, dass ich einen (zugegeben unwichtigen) Nebencharakter vollkommen vergessen hatte und erstmal hundert Seiten zurückblättern musste. Dennoch mochte ich die ganze Clique später sehr gerne und ich freue mich schon alle im nächsten Band wiederzusehen.

Hier und da hatte ich nicht nur meine Probleme damit mir zu merken, welcher Charakter denn nun wer war, sondern auch damit, dass einige Nebencharaktere recht flach geblieben sind und man kaum etwas über sie erfährt. Das ist in Ordnung, da es hauptsächlich natürlich um Emery und Dylan geht, aber trotzdem hätte ich gerne noch mehr über Elle, Luke und Tate erfahren. Mason könnte mir dagegen gestohlen bleiben. Mit Emerys Mitbewohner konnte ich mich nicht so recht anfreunden, dafür hat er mir zu viel Mist verzapft, auch, wenn er sicherlich kein schlechter Mensch ist.

Was mir an dem Buch sehr gut gefallen hat, war, dass wir zum einen mit Emery eine starke, sehr eigensinnige Protagonistin hatten und dann ausnahmsweise mal keinen Bad Boy. Dylan war praktisch die Definition von Good Guy - und mir ehrlich gesagt fast schon zu langweilig. Sein "Geheimnis" wurde recht schnell aufgedeckt und hat mich absolut nicht mitgerissen. Emerys dafür umso mehr. Es hat recht lange gedauert, bis man wirklich erfährt, was ihr in der Highschool passiert ist, obwohl man recht früh Vermutungen anstellen kann und ich finde, dass die Autorin das Thema toll umgesetzt hat, ohne jetzt viel Spoilern zu wollen Emery tat mir zwischenzeitlich wirklich leid und ich habe auch mit mir mitgelitten und mitgefiebert, aber dann gab es auch wieder Momente, in denen ich sie gerne geschüttelt hätte. Sie hat nämlich partout etwas gegen die guten Kerle. Ihre Begründung verstehe ich zwar, aber etwas übertrieben fand ich das trotzdem. Aus Prinzip etwas gegen Bad Boys haben - okay, verstehe ich total. Aber gegen die Kerle die dich gut behandeln? Hm...
Emery macht im Laufe der Geschichte allerdings eine gewaltige Wandlung durch, was für mich einer der positivsten Punkte an dem Buch war. Ich fand es schön am Ende zu sehen, dass sie sich weiterentwickelt hat.

Die Interaktion zwischen Emery und Dylan hat mir Größtenteils ganz gut gefallen. Zwischendrin fand ich ihre Streiche fast schon zu kindisch, aber dann waren auch wieder welche dabei, die mich tatsächlich zum Lachen gebracht haben. Das mit der Fernbedienung fand ich richtig witzig und muss ich mir auf jeden Fall merken!

Insgesamt lies sich Der letzte erste Blick auf jeden Fall toll lesen, es war gut geschrieben und die Charaktere waren allesamt nicht unsympathisch, mir hat nur das gewisse Etwas gefehlt, das das Buch für mich sehr gut gemacht hätte. So hatte ich zwar Spaß beim Lesen, aber ich bin jemand der sehr schnell beim Lesen heult und das auch wirklich oft, aber Emerys und Dylans Geschichte war zum Teil zwar sehr dramatisch, aber sie hat bei mir keine Tränen hervorgerufen, was ich etwas schade fand. Ansonsten ist Der letzte erste Blick aber auf jeden Fall lesenswert und eines der guten Bücher im New Adult Bereich, die man ruhigen Gewissens weiterempfehlen kann.

Veröffentlicht am 01.05.2017

Leider absolut nicht mein Fall...

Leda & Silas 1: Regenbogenzeit
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Regenbogenzeit ist ein Roman, der bei Impress veröffentlicht wurde, was heißt, dass das eBook mit 3,99€ sehr erschwinglich ist. Ein Preis, bei dem man sich immerhin nicht ärgern muss ein Buch gekauft zu ...

Regenbogenzeit ist ein Roman, der bei Impress veröffentlicht wurde, was heißt, dass das eBook mit 3,99€ sehr erschwinglich ist. Ein Preis, bei dem man sich immerhin nicht ärgern muss ein Buch gekauft zu haben, sollte es einem nicht gefallen. Ich bin ehrlich gesagt nur aufgrund des Coverwechsels auf die Bücher aufmerksam geworden und weil ich der Autorin auf Instagram folge, ansonsten hätte mich der Titel irgendwie nicht so sehr angesprochen, zumal er nicht wirklich etwas über das Buch verrät und was einen erwartet. Nachdem ich dann allerdings den Klappentext gelesen habe, hatte ich mich durchaus auf Regenbogenzeit gefreut, denn die Thematik klang durchaus spannend und das ist die Grundidee an sich auch - für mich hat es nur leider an ein paar Stellen hier und da gehapert und das hat es mir leider nicht erlaubt das Buch so richtig genießen zu können.
Aber ich fange erstmal mit den positiven Dingen an:
Das Setting, das die Autorin sich ausgesucht hat, ruft eine tolle Stimmung hervor, was ein großer Pluspunkt des Buches war. Zwar hätte ich mir die Schlachtfabrik fast noch blutiger gewünscht, aber das ist wahrscheinlich Ansichtssache. Die Szenen im Dorf gefielen mir größtenteils recht gut, die die allerdings dann in… puh, war es Berlin? Ich habe das Buch vor ein paar Wochen gelesen und weiß schon nicht mehr genau wo die Hälfte des Buches spielt, das sagt glaube ich genug… jedenfalls hat mir der Part eher weniger gefallen, was auch daran lag, dass ich einen der später auftauchenden Charaktere absolut nicht leiden konnte.
Aber zurück an den Anfang: Mit Leda wird uns eine starke Protagonistin präsentiert, die sehr hartnäckig ist und sich durch nichts und niemanden von ihrem Vorhaben abringen lässt. Das alles hat mir sehr gut an Leda gefallen und alles in allem war es zumindest nicht unangenehm aus ihrer Sicht zu lesen - bis Silas aufgetaucht ist. Das war es nämlich auch leider schon fast, was mir positives an Regenbogenzeit aufgefallen ist.
Sobald der männliche Protagonist auf der Bildfläche aufgetaucht ist, hat Leda sich total verändert und kam aus dem Schwärmen gefühlt nicht mehr raus. Das ging mir nach kurzer Zeit auf den Keks und auch, dass das zwischen Leda und Silas ein typischer Fall von Instalove ist, hat mir alles andere als gut gefallen. Die beiden scheinen von Anfang an irgendeine Verbindung zu haben, sonst würden sie nicht so viel Zeit miteinander verbringen, aber das wieso wird mir leider nicht klar. Besonders schade fand ich, dass das Buch eigentlich von der Handlung darauf ausgelegt zu sein schien den Tod von Ledas Mutter aufzuklären, aber bestimmt fünfzig Prozent des Buches sind reine Lovestory und das hat mich irgendwann einfach genervt, zumal man dauernd darauf gestoßen wird, dass Leda und Silas einander so viel bedeuten etc., aber es passiert einfach nichts zwischen den beiden. Bis ganz zum Ende musste man warten und zwischendrin gab es einen Haufen Drama, den man aus meiner Sicht auch hätte streichen können.
Während der zweiten Hälfte des Buches, die in Berlin (?) spielt, taucht außerdem Ledas alte Mitbewohnerin und Freundin Joanna auf, die mir so dermaßen auf die Eierstöcke ging mit ihrem Verhalten, das sich zwischendurch zwar minimal bessert, aber auch nicht wirklich. Warum Leda überhaupt mit ihr befreundet ist, war mir absolut schleierhaft.
Worauf das ganze am Ende hinausläuft war für mich leider auch ziemlich schnell klar, weshalb nicht mal der gewollte Überraschungseffekt das Buch herumreißen konnte. Zum Schluss war ich irgendwie einfach nur noch froh, dass es vorbei war und ich bin mir ziemlich sicher, dass ich nicht mehr zu dem zweiten Band greifen werde, aber ich denke ich werde der Autorin noch eine Chance geben, ihr Buch Winterzauber in New York steht nach wie vor auf meiner Wunschliste.

Veröffentlicht am 25.04.2017

Mysteriös, magisch und sehr mitreißend

Caraval
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Caraval war eines dieser Bücher, an dem ich in der Buchhandlung einfach nicht vorbeigehen konnte. Ich habe länger mit dem Gedanken gespielt mir einfach das eBook zu holen, da ich fand, dass das Buch sehr ...

Caraval war eines dieser Bücher, an dem ich in der Buchhandlung einfach nicht vorbeigehen konnte. Ich habe länger mit dem Gedanken gespielt mir einfach das eBook zu holen, da ich fand, dass das Buch sehr vielversprechend klang, der Preis und einige nicht ganz so positive Rezensionen haben mich allerdings davon abgehalten. Als ich es dann allerdings in der Buchhandlung entdeckt hatte, musste ich es mitnehmen und habe auch sofort angefangen das Buch zu verschlingen. Der Schreibstil von Stephanie Garber ist fantastisch, liest sich sehr locker und leicht und hat mich schon auf den ersten Seiten gefesselt. Wie die Welt und vor allem natürlich Caraval beschrieben wurde hat mir richtig gut gefallen. Das ganze Mysteriöse und Magische, das mit Caraval verbunden war, hat mich ziemlich schnell in den Bann gezogen und zusammen mit Scarlett habe ich mitgefiebert, ob sie es schafft die Hinweise rechtzeitig zu entschlüsseln, um Tella zu finden.
Ein riesiger Pluspunkt an Caraval war für mich, dass die Autorin den Hauptaugenmerk auf die Suche nach Tella gelegt hat und auf die Beziehung zwischen den beiden Schwestern. Scarlett und Tella standen deutlich im Vordergrund, obwohl Julian auch eine wichtige Rolle gespielt hat, aber was sich zwischen ihm und Scarlett romantisch anbahnt wurde finde ich bis zum Ende ziemlich im Hintergrund gehalten, was ich toll fand. Was die Beziehungen zwischen den einzelnen Charakteren angeht, hat die Autorin hier für mich die perfekte Balance gefunden.
Ein weiteres Highlight war das Ende, das mich vollkommen aus den Socken gehauen hat. Gegen Ende häuften sich die WTF-Momente immer mehr, wo teilweise nicht mehr klar war, was denn nun Realität ist und was nicht und es sind immer mehr Dinge ans Tageslicht gekommen, mit denen ich nicht gerechnet hatte und obwohl mich das Ende sehr begeistert hat, war es mir fast schon zu rasant. Ein paar der Dinge, die am Ende enthüllt werden und Knall auf Fall passieren, hätten ruhig auch etwas früher in der Geschichte vorkommen können, denn der Mittelteil ist zwar nicht langweilig, zieht sich im Vergleich zum Ende aber etwas hin. Das ist aber auch so ziemlich mein einziger Kritikpunkt, ansonsten habe ich Caraval wirklich genossen und freue mich nach dem fast schon Cliffhanger sehr auf den nächsten Teil!