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Veröffentlicht am 06.02.2019

Ein Lehrstück über die Liebe

Die zehn Lieben des Nishino
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"Die zehn Lieben des Nishino" von Hiromi Kawakami handelt von eben jedem Nishino. Aus der Sicht von zehn Frauen, mit denen er eine mehr oder weniger lange Beziehung hatte, wird der Bedeutung der Liebe ...

"Die zehn Lieben des Nishino" von Hiromi Kawakami handelt von eben jedem Nishino. Aus der Sicht von zehn Frauen, mit denen er eine mehr oder weniger lange Beziehung hatte, wird der Bedeutung der Liebe nachgegangen. Nishino, welcher wohl als eine Art Frauenheld bezeichnet werden kann, ist es kein Mal in seinem Leben gelungen, eine dauerhafte erfüllte Liebe zu finden.

In zehn Kapiteln, welche aus der Sicht von zehn unterschiedlichen Frauen quer durch die Lebensphasen Nishinos erzählt werden, nimmt die Autorin einen mit auf eine kleine Reise durch Nishinos Leben. Alle Geschichten drehen sich um die Liebe und deren Flüchtigkeit. Auf sehr ruhige Art gelingt es Kawakami den Leser gefangen zu nehmen und sich mit Nishino der Frage zu stellen, was die Liebe ist und wann man wirklich liebt. Und schließlich: Warum hat die Liebe keinen Bestand?

Der Roman hat mir sehr gut gefallen und ließ sich, Dank der schönen und leichten Schreibweise der Autorin, schnell lesen. Abschließend wurde man nachdenklich zurückgelassen: Über die Flüchtigkeit der Liebe unserer modernen Zeit.

Veröffentlicht am 19.11.2018

Geistreiche Träume

Mörderische Renovierung
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"Mörderische Renovierung" von Edgar Cantero handelt von ... und bereits hier ist es schwer die richtigen Worte zu finden. Denn es handelt sich um keine Spukgeschichte im eigentlichen Sinne und auch um ...

"Mörderische Renovierung" von Edgar Cantero handelt von ... und bereits hier ist es schwer die richtigen Worte zu finden. Denn es handelt sich um keine Spukgeschichte im eigentlichen Sinne und auch um keine "Renovierung", wie es der deutsche Titel suggerieren soll. Nein, es handelt sich um etwas anderes. Ein junges europäisches Paar zieht in ein mysteriöses Anwesen, das sog. Axton House, in Richmond ein. In diesem Haus sind seit Anbeginn einige höchst ungewöhnliche Dinge geschehen. Die Rede ist von gesichteten Geistern und u. a. zwei Vorbesitzern, die sich aus dem gleichen Fenster, in den Tod gestürtzt haben. Was hat es mit diesen Geschichten auf sich? Schnell fühlen sich die beiden Neuankömmlinge von diesen Geheimnissen angezogen und werden verwickelt in eine Geschichte, die sie sich so kaum vorgestellt haben ...

Zunächst einige Worte vorweg zur Aufmachung des Buches, bevor ich zu meiner Meinung komme. Das Buch ist zweifelsfrei sehr ansprechend gestaltet, sowohl vom Cover, als auch der inneren Gestaltung. Geschrieben ist es nicht in einem fortlaufenden Fließtext, sondern in einzelnen Tagebucheinträgen, Notizen, Video- und Audioaufzeichnungen, die widergegeben werden und Briefen. Das macht das Lesen sehr abwechslungsreich und authentisch.

Was mich jedoch an der Geschichte gestört hat, war die Handlung selbst. Mit dieser konnte ich mich bis zum Ende hin nicht anfreunden. Für mich kam nicht genug Spannung auf und ich die vielen Geheimnisse und Rätsel sind für mich am Ende der Bedeutungslosigkeit anheimgefallen. Die Auflösung am Ende habe ich schließlich nur noch überflogen.

Fazit: Leider hat das Buch meine Erwartungen nicht erfüllen können.

Veröffentlicht am 06.11.2018

Dem Mythos May auf der Spur

Das Flimmern der Wahrheit über der Wüste
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Ich habe bereits vor diesem Buch einige Werke von Karl May gelesen. Natürlich auch die Winnetou Bände und seitdem hat es mich gepackt. Dass das Leben von May äußerst interessant war und er ein doch ungewöhnliches ...

Ich habe bereits vor diesem Buch einige Werke von Karl May gelesen. Natürlich auch die Winnetou Bände und seitdem hat es mich gepackt. Dass das Leben von May äußerst interessant war und er ein doch ungewöhnliches Leben geführt hat, habe ich bereits gewusst. Die blühende Fantasie dieses Mannes schenkte uns nicht nur so viele tolle Romane, sondern auch eine unglaubliche Lebensgeschichte.

Das Buch von Philipp Schwenke begleitet May auf seiner ersten Orientreise. Gekonnt und sehr unterhaltsam vermischt Schwenke hier Historie und Fiktion und zeichnet ein faszinierendes Bild von May nach. Die Erzählweise hat hierbei besonders herausgestochen. Keinen Moment habe ich mich gelangweilt.

Mein Fazit daher: Für Fans von Karl May eine Pflichtlektüre und für alle anderen ein kleiner Einblick in die Welt Mays.

Veröffentlicht am 20.08.2018

Was für ein Drachenleben!

Gork der Schreckliche
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Von twinklingletters
"Gork der Schreckliche" handelt von dem gleichnamigen Drachen, welcher ein ziemlich hartes Leben unter seinesgleichen führt. Der junge Gork muss sich nämlich auf dem Drachenplaneten ...

Von twinklingletters
"Gork der Schreckliche" handelt von dem gleichnamigen Drachen, welcher ein ziemlich hartes Leben unter seinesgleichen führt. Der junge Gork muss sich nämlich auf dem Drachenplaneten Blegwesia in der WarWigs Akademie beweisen: Er muss furchteinflößend sein und einen besonders großen Willen zur Macht haben, um unter den anderen Drachen bestehen zu können und am Ende seiner Ausbildung zusammen mit der Drakonette seines Herzens einen fremden Planeten zu erobern und sich fortzupflanzen. Bloß doof, dass Gork alles andere als böse ist. Ganz im Gegenteil für einen Drachen zeigt er zu viele Gefühle und sein Wille zur Macht ist kaum der Rede wert. Doch als der Tag der Eierlege kommt, will er seinem Schwarm Runcita erobern und sie bitten seine Eier zu legen. Na ob dass mal gut geht ...

Gabe Hudson ist mit dem Drachen Gork ein sehr humorvoller und liebenswerter Charakter gelungen. Die Geschichte um den jugendlichen Drachen und seine Probleme in der Drachenwelt sind herrlich amüsant und voller Action. Man kann einfach nicht anders, als mit Gork mitzufiebern, ob er sein Glück findet und es ihm am Ende gelingt seinen Weg zu gehen.

Eine tolle Geschichte für alle Fantasyfans und Freunde gefährlich grüner Drachen!

Veröffentlicht am 20.08.2018

Liebe über alle Grenzen hinweg

Die englische Fotografin
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"Die englische Fotografin" von Dinah Jefferies handelt von der jungen Engländerin Eliza. Diese ist als Kind im Indien des frühen 20. Jh. aufgewachsen. Als ihr Vater bei einer Parade in Delhi bei einem ...

"Die englische Fotografin" von Dinah Jefferies handelt von der jungen Engländerin Eliza. Diese ist als Kind im Indien des frühen 20. Jh. aufgewachsen. Als ihr Vater bei einer Parade in Delhi bei einem Attentat ums Leben gekommen ist, hat sie das Land zusammen mit ihrer Mutter verlassen. Wieder zurück in England hat sie ihre Liebe zum Fotografieren entdeckt und sich Dank eines Auftrages wieder auf den Weg zurück nach Indien machen können, welches ihr trotz des schrecklichen Ereignisses in der Vergangenheit immer noch sehr am Herzen liegt. Bei ihrem Auftrag lernt sie die Fürstenfamilie von Rajputana kennen und verliebt sich in Jay, den Bruder des Maharadschas. Von Anfang an steht ihre Liebe uner einem schlechten Stern. Denn es ist unmöglich, dass die beiden zusammen sein können. Ihre Liebe würde sowohl von indischer, als auch von englischer Seite nicht akzeptiert werden. Und dann ist Jay auch noch einer indischer Prinzessin versprochen ...

Dinah Jefferies ist mit diesem Roman eine schöne romantische Geschichte gelungen, eingehüllt in die sinnliche Atmosphäre Indiens. Die Handlung weißt jedoch stellenweise einige Schwächen auf und auch das Ende ist etwas zu arg auf ein Happyend herausgearbeitet. Aber es ist nicht destotrotz eine schöne Geschichte, gespickt mit einigen Fakten begzüglich dem Unabhängigkeitsbestreben Indiens.

Fazit: Eine schöne leichte Liebegeschichte unter exotischem Panorama.