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Veröffentlicht am 11.08.2019

Hochspannung mit einem japanischen Touch

Inspektor Takeda und das doppelte Spiel
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Buchmeinung zu Henrik Siebold – Inspektor Takeda und das doppelte Spiel

„Inspektor Takeda und das doppelte Spiel“ ist ein Kriminalroman von Henrik Siebold , der 2019 im Aufbau Verlag erschienen ist. Dies ...

Buchmeinung zu Henrik Siebold – Inspektor Takeda und das doppelte Spiel

„Inspektor Takeda und das doppelte Spiel“ ist ein Kriminalroman von Henrik Siebold , der 2019 im Aufbau Verlag erschienen ist. Dies ist der vierte Band in der Serie um den japanischen Inspektor Kenjiro Takeda.

Zum Autor:
Daniel Bielenstein (* 31. Juli 1967 in Bonn) ist ein Journalist und Schriftsteller. Er lebt in Hamburg.
Unter dem Pseudonym Henrik Siebold schreibt er Kriminalromane, in deren Mittelpunkt der in Hamburg ermittelnde, japanische Inspektor Kenjiro Takeda steht.
Für seine zahlreichen Kurzgeschichten ist er vielfach ausgezeichnet worden, seinen Durchbruch schaffte er 2003 mit seinem ersten Roman "Die Frau fürs Leben". Es folgten weitere Unterhaltungsromane, die um das Liebesleben moderner Großstadt-Singles kreisen.
Bielenstein veröffentlichte auch Bücher unter dem Pseudonym Philip Tamm, z. B. "Billigflieger", "Herrengedeck", "Zwei wie wir".

Klappentext:
Inspektor Takeda, mittlerweile beinahe in Hamburg heimisch geworden, wird zu einem Fall gerufen, der ihn besonders erschüttert. In einem hässlichen Gewerbehof wird die Leiche eines Mannes gefunden, der brutal hingerichtet wurde. Und der Tote ist ein Landsmann und prominent obendrein: Ryūtarō Matsumoto ist ein Profifußballer, der beim HSV unter Vertrag steht. Takeda und seine Kollegin Claudia Harms vermuten zunächst ein Verbrechen im Fußballmilieu. Doch dann entdecken sie mysteriöse Dinge in der Vergangenheit des Spielers, die bis in hohe Yakuza-Kreise in Japan reichen. Und sie entschließen sich, gegen jede Vorschrift zu einer heimlichen Reise nach Japan.

Meine Meinung:
Mich hat dieses Buch in weiten Teilen begeistert, vor allem die beiden Hauptfiguren Kenjiro Takeda und Claudia Harms überzeugen. Beide haben nicht nur positive Eigenschaften und wirken sympathisch. Zusätzlich offenbaren beide Seiten zunehmendes Verständnis für die Kultur des jeweils anderen. Kurze Kapitel, meist aus der Sicht der Hauptfiguren geschildert, sorgen für zusätzliches Tempo und für zusätzliche Spannung. In Japan zeigt sich, dass Takeda sehr gut vernetzt ist. Seine Ermittlungsmethoden wirken manchmal etwas überraschend, vor allem wenn die Yakuza ins Spiel kommt. Japanische Lebensweisen und Anschauungen spielen eine große Rolle im Zuge der Ermittlungen, Etwas verstört haben mich Takedas Kampfkunsteinlagen, die ich von diesem ruhigen Ermittler nicht erwartet hatte. Der Japantrip hinterlässt Spuren und doch findet der Fall in Hamburg seinen Abschluss. Insgesamt haben mir die in Hamburg spielenden Szenen besser gefallen als jene in Japan. Hier waren Harms und Takeda Menschen, während in Japan vor allem Takeda übermenschliche Eigenschaften zeigen durfte. Der Plot war ungewöhnlich und überzeugend und die sehr hohe Spannung über lange Zeit und die japanischen Denkansätze machen das Buch besonders.

Fazit:
Ein sehr gelungener Kriminalroman, der mit Plot, Figuren und Spannung überzeugt. Auch wenn mir der Japanausflug nicht ganz so gut gefallen hat, reicht es zu fünf von fünf Sternen (90 von 100 Punkten) und einer klaren Leseempfehlung für die Freunde der Spannungsliteratur.

Veröffentlicht am 11.08.2019

Ein ruhiger Krimi mit einer überaus sympathischen Hauptfigur

Algorithmus
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Buchmeinung zu Wolfgang Glagla – Algorithmus

„Algorithmus“ ist ein Kriminalroman von Wolfgang Glagla, der 2019 bei epubli erschienen ist. Dies ist bereits der achte Band in der Serie um den Hannoveraner ...

Buchmeinung zu Wolfgang Glagla – Algorithmus

„Algorithmus“ ist ein Kriminalroman von Wolfgang Glagla, der 2019 bei epubli erschienen ist. Dies ist bereits der achte Band in der Serie um den Hannoveraner Kommissar Richard Tackert.

Zum Autor:
Wolfgang Glagla, Jahrgang 1955, lebt in Hannover.
Schon seit dem sechszehnten Lebensjahr begleitet der Wunsch nach Kreativität sein Leben. Musik, das Fotografieren, bildende Kunst, und natürlich das Schreiben sind zu einem festen Bestandteil geworden.

Klappentext:
Manch ein Außenstehender würde vermutlich behaupten wollen, dass sich ein fast sechzigjähriger Kriminalbeamter in seiner Freizeit besser nicht mit so ungewöhnlichen Aktivitäten wie Demos, dem Christopher-Street-Day oder Auseinandersetzungen mit Nachbarn widmen sollte.
Aber nicht so Richard Tackert.
Er würde diesen Leuten entgegnen, dass schon viel zu häufig ein Fall gelöst wurde, weil genau dieses ein Bestandteil der Ermittlung war.
Nämlich sein Leben zu leben und sich nicht zu verbiegen.
Dass hin und wieder der Zufall eine Rolle spielt, wie im aktuellen Fall, würde er aber für sich behalten.

Meine Meinung:
Die Hauptfigur Richard Tackert ist ein Sympathieträger der besonderen Art, denn er ist einfach ziemlich normal. Er pflegt das eigene Denken und das Familienleben und er sorgt für ein gutes Betriebsklima bei der Mordkommission. Er lässt seinen Mitarbeitern Freiräume und bei Fehlern gibt es er Hinweise und fährt nicht gleich aus der Haut. Dies spiegelt sich auch in dem ruhigen Erzählstil der Kriminalgeschichte wieder. Im Gegensatz dazu steht die Vielzahl ernster Themen, die im Buch angesprochen werden und doch meist nur angerissen werden können. Der Fall gestaltet sich schwieriger als erwartet und die Ermittlungen kommen nicht so recht voran, bis eine zufällige Beobachtung zur Lösung führt. Das Buch ist angenehm zu lesen, weckt einige Emotionen und bietet Stoff zum Nachdenken. Dabei kommt die Spannung aber leider etwas zu kurz.

Fazit:
Ein ruhiger, angenehm zu lesender Kriminalroman mit einer überaus sympathischen Hauptfigur, dem ein wenig die Spannung fehlt, auch weil zu viele Themen angerissen werden. Von mir gibt es knappe vier von fünf Sternen (70 von 100 Punkten) und eine Leseempfehlung für die Freunde ruhiger Kriminalromane.

Veröffentlicht am 06.08.2019

startet schwach, steigert sich aber deutlich

Herrentag
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Buchmeinung zu Hans-Henner Hess – Herrentag

„Herrentag“ ist ein Kriminalroman von Hans-Henner Hess, der 2013 im DuMont Buchverlag erschienen ist. Die ungekürzte Lesung durch Martin Baltscheit ist 2018 ...

Buchmeinung zu Hans-Henner Hess – Herrentag

„Herrentag“ ist ein Kriminalroman von Hans-Henner Hess, der 2013 im DuMont Buchverlag erschienen ist. Die ungekürzte Lesung durch Martin Baltscheit ist 2018 bei Audible Studios erschienen.

Zum Autor:
Hess verbrachte seine Jugend im Schatten der Berliner Mauer mit Tagträumen, Nachtwandeln und dem Züchten von winterharten Zierkakteen. Einer verlorenen Wette wegen wurde er Jurist. Seine Erfahrungen im Justizalltag verarbeitet er nun in flotten Krimis um den Meininger Anwalt Fickel und dessen alles überragende Exfrau, die Oberstaatsanwältin Gundelwein.

Klappentext:
Der Fickel steht als Rechtsanwalt am Meininger Gericht auf der Karriereleiter ganz unten. Er ist Terminvertreter (im Fachjargon »Terminhure«) und springt in Verhandlungen ein, wenn der ›richtige‹ Anwalt verhindert ist. Dass so einer Verteidiger in einem Mordverfahren wird, kann nur in einem Nest wie Meiningen passieren: Sylvia Kminikowski, designierte Amtsgerichtsdirektorin, wird ermordet im Englischen Garten aufgefunden. DNA-Spuren führen zu René Schmidtkonz, dem Enkel von Fickels Vermieterin. Also gibt der Fickel sich einen Ruck und vergräbt sich in den Fall. Obwohl er sich im Strafrecht nicht besonders gut auskennt, stößt er schon bald auf Ungereimtheiten, die seinen Mandanten entlasten könnten. Ein massives Problem jedoch bleibt: die Oberstaatsanwältin Gundelwein, die im Allgemeinen auf Männer nicht gut zu sprechen ist und im Besonderen auf den Fickel. Sie ist Fickels Exfrau und sähe nichts in der Welt lieber, als dass er sich in seinem ersten großen Fall bis auf die Knochen blamiert …

Meine Meinung:
Es hat ein wenig gedauert bis ich in die Geschichte gefunden habe. Der Humor ist ein bisschen eigen zwischen Anwaltsumfeld und Altherrenwitzen. Aber dies bessert sich im Laufe der Geschichte deutlich. Die Geschichte aus der thüringischen Provinz macht mehr her, als der erste Eindruck vermittelt. Der Autor zeichnet die Figuren liebevoll und mit einem guten Blick für Details. Manche Punkte wirken ein wenig klischeehaft und der Fickel braucht seine Zeit, bis er sich in den Fall gebissen hat. Er wirkt recht chaotisch, aber auch als Underdog sympathisch. Es gab einige Überraschungen und eine überzeugende Auflösung, die den lahmen Beginn nahezu aufwiegen.

Sprecher:
Martin Baltscheit macht einen soliden Job und empfiehlt sich für weitere Aufgaben.

Fazit:
Nach schwachem Start wird es ein interessanter und unterhaltsamer Regionalkrimi, der vor allem mit seiner Hauptfigur punkten kann. So reicht es am Ende für drei von fünf Sternen (60 von 100 Punkten). Ich werde dem Folgeband eine Chance geben.

Veröffentlicht am 06.08.2019

Das Gleichgewicht verloren

Kretische Feindschaft
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Buchmeinung zu Nikos Milonás – Kretische Feindschaft

„Kretische Feindschaft“ ist ein Kriminalroman von Nikos Milonás, der 2019 bei FISCHER Scherz erschienen ist.

Zum Autor:
Nikos Milonás alias Frank ...

Buchmeinung zu Nikos Milonás – Kretische Feindschaft

„Kretische Feindschaft“ ist ein Kriminalroman von Nikos Milonás, der 2019 bei FISCHER Scherz erschienen ist.

Zum Autor:
Nikos Milonás alias Frank D. Müller hat sich bereits im jungen Alter von 17 Jahren bei seiner ersten Kreta-Reise in die Mittelmeerinsel verliebt. Aus einem kühlen norddeutschen Sommer kommend, war er überwältigt, als er vom Schiff aus die Küste zu Gesicht bekam und der intensive Duft von wildem Thymian übers Meer zu ihm herüberwehte. Seither verbringt er so viel Zeit wie möglich auf Kreta und hat Land und Leute fest ins Herz geschlossen. In seinem deutschen Leben wohnt der gebürtige Hamburger mittlerweile in München, arbeitet als Regieassistent und Dokumentarfilmer und ist (CAutor diverser TV-Sendungen (u.a. »München 7«). »Kretische Feindschaft« ist sein erster Krimi und der erste Fall für Kommissar Michalis Charisteas.

Klappentext:
Frühling auf Kreta – Vor der Hafenstadt Chania blühen die Olivenbäume, doch ganz in der Nähe bricht eine alte Fehde wieder auf …
Wenn Kommissar Michalis Charisteas morgens vor der Arbeit seinen ersten Ellinikos trinkt und dabei den Blick auf den malerischen venezianischen Hafen seiner Heimatstadt Chania genießt, kann er sich nicht vorstellen, an einem anderen Fleck der Erde zu leben. Die Touristen schlafen noch, von den Bergen weht der Duft von Thymian, Oleander und den blühenden Olivenbäumen herüber und vom Meer der Geruch von Salz und Muscheln.
Alles wäre perfekt, könnte in diesem Moment seine Freundin Hannah bei ihm sein. Aber Hannah ist Deutsche und kommt nur alle paar Monate nach Kreta, was für Michalis und seine große Familie jedes Mal ein besonderes Ereignis ist und alle in helle Vorfreude versetzt.
So auch an diesem Tag Ende April. Doch noch bevor Michalis Hannah am Nachmittag am Flughafen in die Arme schließen kann, steckt er mitten in einem neuen Fall. Der Bürgermeister des Nachbarorts wird vermisst und kurz darauf tot in einem Autowrack an der Felsenküste gefunden. Ein Unfall, wie die örtliche Polizei schnell feststellt. Doch im Gegensatz zu seinen Kollegen gibt sich Michalis nicht mit einfachen Erklärungen zufrieden. Bei seinen nicht immer ganz offiziellen Ermittlungen stößt er auf alte Feindschaften, die weitere Opfer fordern werden ….

Meine Meinung:
Dieses Buch vermittelt von Anfang viel kretisches Flair und die Figur Michalis Charisteas ist ein wahrer Sympathieträger. Der starke Familienzusammenhalt wird eindrucksvoll beschrieben und man leidet mit der deutschen Lebensgefährtin Hannah des Kommissars mit, die ihre Doktorarbeit auf Kreta schreiben will, die so gar nicht in das klassische Frauenbild passen will. Aber im Laufe des Buchs hatte ich das Gefühl das diese beiden Themen immer wieder neu leicht variiert wurden. Vielen Figuren fehlen die Grautöne und somit bleiben die Überraschungen aus. Darunter leidet auch die Spannung, weil vieles einfach wie erwartet nach Schema F abläuft. Einzig der Ermittlungspartner Pavlos Koronairos des Kommissars sorgte für Abwechslung. Fast alle Klischees wurden bedient von korrupten Beamten über mediterranem Lebensstil bis zu langwierigen Familienfehden. Selbst Hannahs Bemühungen sich der Einnahme durch Michalis Familie zu entziehen, wirkten nur halbherzig. Der Kriminalfall stand lange Zeit im Hintergrund und wurde sträflich vernachlässigt.

Fazit:
Diesem Krimi ist es nicht gelungen ein Gleichgewicht zwischen Spannung und Atmosphäre zu schaffen. So kann ich nur nur zwei von fünf Sternen (40 von 100 Punkten) vergeben.

Veröffentlicht am 06.08.2019

Ein emotionaler Blick zurück

Zeit aus Glas
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Buchmeinung zu Ulrike Renk – Zeit aus Glas

„Zeit aus Glas“ ist ein Roman von Ulrike Renk, der 2019 im Aufbau Verlag erschienen ist. Dies ist der zweite Teil der großen Seidenstadt-Saga.

Zum Autor:
Ulrike ...

Buchmeinung zu Ulrike Renk – Zeit aus Glas

„Zeit aus Glas“ ist ein Roman von Ulrike Renk, der 2019 im Aufbau Verlag erschienen ist. Dies ist der zweite Teil der großen Seidenstadt-Saga.

Zum Autor:
Ulrike Renk, geboren 1967 in Detmold, zog ein paar Jahre später mit Eltern und Bruder nach Dortmund, wo sie auch die Schule besuchte. Studienaufenthalt in den USA, Studium der Anglistik, Literaturwissenschaften und Soziologie an der RWTH Aachen. Sie ist Mutter von vier Kindern. Heute lebt sie mit ihrem Mann, dem jüngsten Sohn, zwei Alaskan Malamute, drei ordinären Hauskatzen und zwei indischen Laufenten, in Krefeld am Niederrhein und arbeitet als freie Autorin.
Klappentext:
Zerbrechliches Glück.
1938: Nach der Pogromnacht ist im Leben von Ruth und ihrer Familie nichts mehr, wie es war. Die Übergriffe lasten schwer auf ihnen und ihren Freunden. Wer kann, verlässt die Heimat, um den immer massiveren Anfeindungen zu entgehen. Auch die Meyers bemühen sich um Visa, doch die Chancen, das Land schnell verlassen zu können, stehen schlecht. Vor allem wollen sie eines: als Familie zusammenbleiben. Dann passiert, wovor sich alle gefürchtet haben: Ruths Vater wird verhaftet. Ruth sieht keine andere Möglichkeit, als auf eigene Faust zu versuchen, ins Ausland zu kommen: Nur so, glaubt sie, ihren Vater und ihre Familie retten zu können …

Meine Meinung:
Dieses Buch ist ganz sicher kein leichter Stoff für die schnelle Unterhaltung zwischendurch. Das Schicksal einer jüdischen Familie in Krefeld erschüttert und macht betroffen. Die Geschichte nach wahren Begebenheiten wird aus der Sicht der jungen Ruth erzählt, die in wohlhabenden Verhältnissen aufgewachsen ist. Dieser Band beginnt mit der Kristallnacht und begleitet Ruth für etwa ein Jahr. Der wachsende Einfluss der Nationalsozialisten und ihrer Terrorbanden zerstört über Jahrzehnte gewachsene Strukturen und isoliert die jüdische Bevölkerung. Vielen ist trotz der harten Vorgehensweise der Braunen die Gefahr, in der sie bereits schweben, nicht bewusst. Es gibt glücklicherweise Menschen, die den Juden helfen, aber auch hier wird der Druck stärker. Die siebzehnjährige Ruth erlebt, wie ihre Familie in immer größer werdende Schwierigkeiten gerät und ihre Eltern damit nicht zurechtkommen. Verzweifelt sucht sie nach einem Ausweg.
Ruth ist eine starke und sympathische Figur, der man nur Gutes gönnt. Der Fokus auf sie schürt die Emotionen, sorgt aber auch für einen eingeschränkten Blickwinkel. So kommt aus meiner Sicht die Situation der sie unterstützenden Menschen zu kurz.

Fazit:
Ein emotionales Werk über ein dunkles Kapitel deutscher Geschichte, die ausschließlich aus der Sicht der jungen Ruth geschildert wird. Dies ist Stärke, aber auch Schwäche zugleich. Ich vergebe vier von fünf Sternen (80 von 100 Punkten) und spreche eine klare Leseempfehlung aus.