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Veröffentlicht am 19.01.2026

Aufregend

Oxen. Interregnum
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Im letzten Buch der Oxen-Reihe war der geheimnisvolle Danehof eigentlich zerstört, sein Archiv verbrannt, die Organisation zerschlagen. Nun aber gibt es Anzeichen, dass der Danehof in irgendeiner Form ...

Im letzten Buch der Oxen-Reihe war der geheimnisvolle Danehof eigentlich zerstört, sein Archiv verbrannt, die Organisation zerschlagen. Nun aber gibt es Anzeichen, dass der Danehof in irgendeiner Form wieder auferstehen soll.
Oxen und seine Kollegin Franck nehmen auf Wunsch von Mossman die Spur auf, als einer der neuen "Regenten" tot aufgefunden wird. Sein Tod wird als Unfall oder Selbstmord klassifiziert, aber Oxen glaubt nicht an Zufälle und schaut genauer hin. Damit setzt er eine Entwicklung in Gang, die die Ermittler in große Gefahr bringt.
Waren die Vorgängerbände schon so spannend, dass man beim Lesen kaum aufhören konnte, so übertrifft diese Buch noch einmal alles. Der Plot ist hervorragend ausgearbeitet, immer wieder neue Überraschungen sorgen für nervenaufreibende Hochspannung und auch das Privatleben der Protagonisten bleibt nicht außen vor.
Man sollte möglichst die vorigen Bände gelesen haben, dann erkennt man die Zusammenhänge besser, es geht aber auch als Stand-alone. Und reichlich Zeit am Stück einplanen, denn man kann und will das Buch nicht zur Seite legen.

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Veröffentlicht am 15.01.2026

Japanische Lebensart

Inspektor Takeda und der tödliche Ruhm
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Es gibt schon mehrere Bücher über Inspektor Ken Takeda, der als Japaner in Hamburg lebt und dort zusammen mit seiner Kollegin Claudia Harms ermittelt. aber für mich war es der erste Band der Reihe.

Der ...

Es gibt schon mehrere Bücher über Inspektor Ken Takeda, der als Japaner in Hamburg lebt und dort zusammen mit seiner Kollegin Claudia Harms ermittelt. aber für mich war es der erste Band der Reihe.

Der Spitzenkoch Tom Trautmann wurde ermordet und alle Spuren führen zu einem japanischen Sushi-Koch, der in seiner Heimat berühmt war und plötzlich verschwand. Ist er in Hamburg untergetaucht und kannte Trautmann? Takeda taucht tief in die japanische Community ein und kommt auf die Spur von Drogen, illegalem Fischfang und anderen dunklen Geheimnissen.

Das Buch hat mir sehr gut gefallen, denn es vermittelt nicht nur einen Einblick in die japanische Lebensart und Denkweise, die sich in vielen Punkten von unserer europäischen unterscheidet. Man erfährt aber auch viel über die Esskultur und die Geheimnisse der Sushi-Zubereitung, die eine echte Kunst ist und wenig mit dem zu tun hat, was man verpackt im Supermarkt kaufen kann. Auch ist das Buch sehr spannend bis zum überraschenden Ende. Und dann noch der Cliffhanger…

Das wird nicht das letzte Buch sein, das ich aus der Reihe lesen werde.

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Veröffentlicht am 15.01.2026

Idyllisch

Mathilde und Marie
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Torsten Woywod war mir bekannt als Autor von Büchern über Buchhandlungen weltweit und als Moderator bei der leider eingestellten Seite "Was liest du"?.
Nun hat er seinen ersten Roman vorgelegt und er handelt ...

Torsten Woywod war mir bekannt als Autor von Büchern über Buchhandlungen weltweit und als Moderator bei der leider eingestellten Seite "Was liest du"?.
Nun hat er seinen ersten Roman vorgelegt und er handelt natürlich auch von Büchern.
Das (echte) belgische Bücherdorf Redu in den Ardennen ist der Schauplatz der Geschichte, spielt aber nur eine Nebenrolle als idyllische Kulisse für die berührende Geschichte von Marie, die es aus dem hektischen Paris in das kleine Dorf mit etwa 300 Einwohnern verschlägt. Die Isländerin Jonina besitzt dort einen der zahlreichen Buchläden und Marie hilft ihr freiwillig im Laden. Als Jonina schwer erkrankt und das Dorf überstürzt verlassen muss, übernimmt Marie widerwillig die Verantwortung und freundet sich ganz langsam mit der Nachbarin Mathilde an. Beide Frauen haben schwere Schicksalsschläge zu verarbeiten.
Man merkt auf jeder Buchseite, dass Woywod ein echter Buchliebhaber ist und das vermittelt er über seine Protagonistinnen. Auch die Natur liegt ihm sehr am Herzen und die Naturschilderungen sind sehr gelungen. Die Frauen bleiben dagegen etwas blasser und man kommt ihnen nicht wirklich nahe.
Trotzdem habe ich das Buch sehr gern gelesen, man muss sich ganz in Ruhe darauf einlassen und jegliche Hektik ablegen. Dann kann man es richtig genießen!

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Veröffentlicht am 09.01.2026

Spannend und sozialkritisch

Minnesota
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Nesbo ist in diesem Buch in die USA "ausgewandert" und es ist sicherlich kein Zufall, dass es die Stadt Minneapolis ist, in der diese Geschichte angesiedelt ist. Die Stadt, in der George Floyd von Polizisten ...

Nesbo ist in diesem Buch in die USA "ausgewandert" und es ist sicherlich kein Zufall, dass es die Stadt Minneapolis ist, in der diese Geschichte angesiedelt ist. Die Stadt, in der George Floyd von Polizisten ermordet wurde und erst vor wenigen Tagen eine junge Frau von einem Mitglied der ICE quasi hingerichtet wurde. Auch war die Gegend in Minnesota ein bevorzugtes Ziel norwegischer Auswanderer.
In der Rahmengeschichte kommt ein Schriftsteller aus Norwegen in die Stadt, um zu recherchieren. Sechs Jahre vor seinem Besuch hat ein Mann verschiedene Morde begangen, bei allen Opfern handelte es sich um Männer, die mit Waffenhandel und Drogenzu tun hatten. Der Polizist Bob Oz, der nach der Trennung von seiner Frau mit zahlreichen Problemen zu kämpfen hat, setzt sich auf die Spur des Mörders. Aber der Mörder ist sehr raffiniert.
Man kann dieses Buch nicht genug loben. Es ist nicht nur sehr spannend und psychologisch ausgefeilt, was eigentlich bei Nesbo selbstverständlich ist, sondern es ist auch sozialkritisch und setzt sich differenziert mit der amerikanischen Gesellschaft auseinander. Die Möglichkeit überall Waffen zu kaufen führt dort nicht zu mehr Sicherheit, wie es die NRA suggeriert, sondern zu mehr Tod und zu mehr Leid. Kinder werden "versehentlich" erschossen, Unbeteiligte sind Kollateralschäden. Die Politik kümmert sich nicht um die Probleme in den "einfachen" Vierteln, man sorgt lieber für die Menschen in den reichen Gates Communities. Und das alles ist in en vergangenen Jahren noch erheblich eskaliert, unter einem Präsidenten, der seine eigene Eitelkeit pflegt und sich und seinen Freunden die Taschen vollmacht.
Deshalb ist das Buch nicht nur ein guter Krimi, sondern sehr aktuell und unbedingt lesenswert.

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Veröffentlicht am 03.01.2026

Nicht gelungen

Verbrenn das Negativ
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Laura Warren soll über die Dreharbeiten zu einer neuen Horrorserie schreiben, die sich auf einen Horrorfilm bezieht, bei dem sie als Kind mitgespielt hat. Nach den Dreharbeiten kam es damals zu seltsamen ...

Laura Warren soll über die Dreharbeiten zu einer neuen Horrorserie schreiben, die sich auf einen Horrorfilm bezieht, bei dem sie als Kind mitgespielt hat. Nach den Dreharbeiten kam es damals zu seltsamen Todesfällen, die Neuauflage weckt auch in Laura die alten Ängste. Dann gibt es einen neuen Todesfall...
Was eigentlich nach einem guten Plot klingt, lässt in der Ausführung viel zu wünschen übrig. Der Schreibstil ist simpel, es häufen sich schräge Bilder und eine unglücklich gewählte Wortwahl. Das kann nicht nur an der Übersetzung liegen.
Schon zu Beginn des Buches zieht es sich, es kommt keine Spannung auf. Die "Tonlage" ist fast immer gleichbleibend und ich hatte gehofft, dass es irgendwann noch die Kurve kriegt zu etwas, was einem Thriller nahekommt. Aber Fehlanzeige. Selbst beim Finale, das ja endlich spannend werden sollte, bleibt das Buch leider langweilig und ich habe es dann nur noch quer gelesen.
Es gibt so viele tolle Thriller, dieser ist Zeitverschwendung.

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