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Veröffentlicht am 10.12.2020

Eine Ermittlerin kurz vor dem Durchdrehen

Luna Maiwald ermittelt / Rügengift
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Darum geht es:

Luna Maiwald kehrt als Leiterin der Dienststelle nach einer Schutzbeurlaubung wieder zurück an ihren Arbeitsplatz bei der Kripo. Dort wird sie nicht nur von ihren ehemaligen Kollegen empfangen, ...

Darum geht es:

Luna Maiwald kehrt als Leiterin der Dienststelle nach einer Schutzbeurlaubung wieder zurück an ihren Arbeitsplatz bei der Kripo. Dort wird sie nicht nur von ihren ehemaligen Kollegen empfangen, sondern bekommt es auch gleich mit einem Haufen Leichen zu tun. Alle mit ungeklärter Todesursache. Allem Anschein nach wurden die Opfer vergiftet. Nur womit und auf welchem Weg. Haben doch augenscheinlich die Opfer nichts miteinander zu tun. Zudem ist da ja noch der ungeklärte Todesfall einer passionierten Reiterin, die offensichtlich bei einem Sturz vom Pferd tödlich verletzt wurde. Und nicht zuletzt hat Luna Maiwald auch noch mit ihrer Vergangenheit zu kämpfen. Sie wird von Albträumen geplagt, muss ich um ihre pubertierende Tochter kümmern und ihre Ehe steht auch kurz vor knapp.

Meine Meinung:

Mir war das alles viel zu durcheinander. Luna Maiwald habe ich als sehr sprunghafte, rechthaberische, hektische und am Ende gar als schizophrene Ermittlerin wahrgenommen. Sie hat sich mehr um die Tochter, ihre Ehe, ihre Eltern gekümmert und wirklich unglaublich viel (ja gar im Übermaß) mit ihrer Vergangenheit, ihren Albträumen und ihrem Exfreund beschäftigt, statt mir dem zu lösenden Fall. Der kam immer mal wieder am Rande vor. Leider. Denn durch dieses Übermaß an Privatleben zog sich das Buch doch sehr in die Länge. Wenn mal etwas Spannung aufkam und man dachte, jetzt geht es endlich mit dem Fall weiter, wurde sie direkt wieder durch einen „Ausflug“ ins Privatleben zunichte gemacht. Eigentlich sehr schade, denn der Fall an sich hätte durchaus Potenzial gehabt.

Das 438 Seiten lange Werk ist in 13 Kapitel unterteilt. So kann man es gut auch in mehreren Abschnitten lesen. Der Schreibstil ist klar und flüssig.

Mein Fazit:
Kein Buch, dass ich empfehlen würde. Zumindest nicht, wenn man bei einem auch den Kriminalfall und Spannung im Vordergrund haben möchte. Denn dann wird man mit diesem Buch sicher nicht glücklich. Von mir gibt es hier leider nur 2 Sterne.


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Veröffentlicht am 30.11.2020

Spuk im Schulkeller

Die schaurigen Fälle des Derek Schlotter – FRANKENfrosch lebt!
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Darum geht es:

Derek Schlotter wurde zur Pausenaufsicht ernannt. Zu seinem neuen Job gehört es, nach dem zweiten Klingeln durch die Flur zu sehen, ob sich dort auch niemand mehr aufhält. Dabei fallen ...

Darum geht es:

Derek Schlotter wurde zur Pausenaufsicht ernannt. Zu seinem neuen Job gehört es, nach dem zweiten Klingeln durch die Flur zu sehen, ob sich dort auch niemand mehr aufhält. Dabei fallen im ganz merkwürdige Geräusche auf. Diese scheinen aus dem Keller zu kommen. Derek kommt das komisch vor und er will nachsehen. Dabei trifft er auf den kauzigen Hausmeister Frankenkiesel. Der hat dort unten ein geheimes Labor und versucht mit allen Mitteln etwas vor Derek zu verstecken. Aber war sind das für merkwürdige Geräusche, die da aus dem Labor kommen? Ist das ein Röcheln? Zusammen mit seinem besten Freund Mesut versucht Derek dem Hausmeister auf die Schliche zu kommen. Was werden sie wohl entdecken?

Meine Meinung:

Ein tolles und spannendes Abenteuer um Derek, seinen Freund Mesut, Hund Rufus und das Geheimnis im Schulkeller.

Diese 80 Seiten lange Geschichte ist in insgesamt 10 Kapitel unterteilt. So ist ein
(Vor-)Lesen auch in kleineren Abschnitten problemlos möglich. Der Schreistil ist leicht und flüssig, klar verständlich und gegliedert. Auch sind keine für Kinder unverständliche Fremdworte verwendet worden. Einzig die Begriffe „Reagenzgläser, Abdampfschalen, Pipetten und Bunsenbrenner“ musste ich erklären.

Das Buch ist durchgehend auf allen Doppelseiten mit tollen Zeichnungen bebildert. So hatten meine Kids nochmal mehr Freude am Lesen und das Buch wirkte nicht ganz so „streng“. Es gab neben der Geschichte sozusagen noch mal was zum Gucken

Mein Fazit:

„Die schaurigen Fälle des Derek Schlotter – Frankenfrosch lebt!“ ist ein spannendes Buch für den geübten Erstleser ab ca. 7 Jahre, mit dem man auch Antolin-Punkte sammeln kann. Uns hat es gut gefallen. Wir würden es ohne Einschränkungen weiterempfehlen und hier 5 Sterne vergeben.

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Veröffentlicht am 26.11.2020

Spannend, tragisch, lesenswert

Wittgensteiner Schatten
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Darum geht es:

Caro König ist 28, wohnt (eigentlich) in Wiesbaden und ist Ermittlerin beim BKA. Nun ist sie wieder bei ihrer Mutter in einem kleinen Provinznest namens Laasphe eingezogen. Das allerdings ...

Darum geht es:

Caro König ist 28, wohnt (eigentlich) in Wiesbaden und ist Ermittlerin beim BKA. Nun ist sie wieder bei ihrer Mutter in einem kleinen Provinznest namens Laasphe eingezogen. Das allerdings nicht ganz freiwillig. Denn Caro wurde vom Dienst suspendiert.
Kaum in Laasphe angekommen, bekommt sie jedoch von ihrem Chef beim BKA den Auftrag einen 10 Jahre alten Fall aufzuklären. Ausgerechnet den letzten Fall, den ihr Vater in seiner Laufbahn als Polizist bearbeitet hat. Und eigentlich war der Fall auch geklärt. Der Täter sitzt hinter Gittern. Er hat den Mord an 4 Frauen gestanden. Das letzte Opfer war seine eigene Ehefrau. Nur ein Motiv hat der Täter von damals nicht genannt. Doch nun weiß der Täter von damals, dass er unheilbar krank ist und will sein Gewissen erleichtern. Caro soll nun herausfinden, was sein Motiv war. Dazu soll sie sich beim Polizeirevier in Laasphe melden. Und dort läuft sie ausgerechnet ihrem Ex-Freund über den Weg, der dort das Revier leitet. Caro ist anfangs alles andere als begeistert. Weder von ihrem Ex-Freund, noch von dem Täter, den sie jetzt regelmäßig in der JVA besuchen muss. Denn der Häftling schickt sie auf eine Art Schnitzeljagd. Immer wieder wirft er Caro kleinste Informationen hin, mit denen sie das Motiv selbst herausfinden soll. Doch die Zeit sitzt ihr im Nacken. Allzu lange hat der Täter nicht mehr zu leben. Wir es ihr gelingen, hinter das Geheimnis des Täters zu kommen? Und wie geht die Geschichte mit ihr und ihrem Ex-Freund wohl weiter?

Meine Meinung:

„Wittgensteiner Schatten“ ist ein Krimi, der ohne jegliches Blutvergießen auskommt. Das heißt aber nicht, dass er deswegen weniger spannend ist. Im Gegenteil. Das Buch hat mich von Anfang an gefesselt.

Der Schreibstil ist leicht und flüssig. 192 Seiten Spannung aufgeteilt auf 30 Kapitel (inklusvie Epilog) kann man ganz bequem in einem Rutsch oder auch in mehrere Abschnitte aufgeteilt lesen. Wenn man es denn aus der Hand legen kann. Ich fand das schon etwas schwierig, denn die „Schnitzeljagd“ auf die man sich mit Caro begibt ist durchaus spannend. Man wird in die Vergangenheit entführt und damit zu einem Thema, das mehr oder weniger jeden von uns betrifft (mehr will ich dazu nicht sagen). Direkt oder indirekt, denn dazu kann jeder etwas sagen. Und man fragt sich mehr als einmal ... warum ist das so gelaufen. Warum hat keiner was getan? Warum haben alle weggesehen?

Mein Fazit:

Eine spannende Lektüre, ohne Blutvergießen und teilweise eine Reise zu uns selbst. Mir hat es sehr gut gefallen und ich kann es wirklich jedem nur empfehlen. Deshalb von mir 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 22.11.2020

Spannend, tragisch, lesenswert

Hafenstraße 52
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Darum geht es:

Lübeck – Hafenstraße 52 – 1996 – Eine Flüchtlingsunterkunft steht in Flammen. 10 Menschen verlieren ihr Leben. Der Täter (oder die Täterin) wird nie gefasst.

Lübeck – 2016 – Privatermittler ...

Darum geht es:

Lübeck – Hafenstraße 52 – 1996 – Eine Flüchtlingsunterkunft steht in Flammen. 10 Menschen verlieren ihr Leben. Der Täter (oder die Täterin) wird nie gefasst.

Lübeck – 2016 – Privatermittler Winter steht auf der Brücke und beobachtet die zugefrorene Trave. Plötzlich wird er von einer Frau angesprochen. Sie sagt weder ihren Namen noch macht sie exakte Angaben. Aber sie bittet Winter, einen Mann zu finden, der am Jahrestag des fürchterlichen Brandanschlages, erneut eine Flüchtlingsunterkunft anzünden will. Gebäude sollen brennen und Menschen sterben. Winter soll das verhindern. Mehr sagt sie nicht. Und dann ist sie auch schon verschwunden. Was für eine merkwürdige Begegnung. Soll Winter sie ernst nehmen? Doch wo soll Winter suchen? Er versucht, sich Hilfe bei der Kripo zu holen. Vergebens. Er versucht die Frau zu finden. Auch ohne Erfolg. Dann brennen plötzlich zunächst leerstehende Unterkünfte. Ist an der Warnung dieser Frau etwas dran? Winter beginnt zu ermitteln. Und schon bald kommt er der Lösung des Falles näher und näher.

Meine Meinung:
Hafenstraße 52 führt uns nach Lübeck. Wir erleben zunächst den Brandanschlag von 1996 noch einmal hautnah mit. Danach kehren wir ins Hier und Jetzt zurück und begleiten Winter bei einer spannenden Suche nach dem mutmaßlichen Täter von heute und auf eine noch spannendere Lösung, die so von vorneherein nicht zu erwarten war.

Dieses 200 Seiten lange Buch ist in insgesamt 26 Kapitel unterteilt, so dass man dieses Buch auch in mehrere Abschnitte unterteilt, sehr gut lesen kann. Der Schreibstil ist leicht und flüssig.

Mein Fazit:
Ein sehr spannendes Buch mit geschichtlichem Hintergrund, dass uns auch einen Blick in die Abgründe der menschlichen Seele gewährt. Unbedingt lesenswert. Von mir gibt es satte 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 25.10.2020

Solider Regionalkrimi

Die Tote im Stadl
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Darum geht es:
Wendelin Kerschbaumer – Chefinspektor in Wien – macht Urlaub. In Bad Kleinkirchheim einem Wintersport-Mekka will er ein wenig abnehmen. Der Urlaub könnte so schön sein, wäre da nicht die ...

Darum geht es:
Wendelin Kerschbaumer – Chefinspektor in Wien – macht Urlaub. In Bad Kleinkirchheim einem Wintersport-Mekka will er ein wenig abnehmen. Der Urlaub könnte so schön sein, wäre da nicht die Leiche von Swetlana gewesen. Die junge Slowenin, die als Saisonkraft in einem Hotel arbeitete, wird in einem Stadl gefunden. In der Brust ein Messer. Das war es dann wohl mit der Ruhe und der Diät im Urlaub. Kerschbaumer beginnt zu ermitteln. Doch wer hatte ein Motiv, die junge Frau zu töten? Das gilt es jetzt herauszufinden. War es jemand aus Swetlanas Verwandtschaft, die nach und nach in Bad Kleinkirchheim auftauchen? Oder vielleicht ein Kollege? Und nicht nur mit denen muss ich Kerschbaumer herumschlagen. Ihm rückt auch ein sehr eifriger Journalist der örtlichen Presse auf die Pelle und die Streitigkeiten der Hoteliers in Bad Kleinkirchheim tun ihr Übriges.

Meine Meinung:
„Die Tote im Stadl“ ist der Auftakt einer Krimi-Reihe im schönen Kärnten. Er lässt sich super lesen. Die Protagonisten sind authentisch und gut beschrieben. Ebenso erfährt man etwas über die Region sowie typische Getränke und Gerichte. An der ein oder anderen Stelle hätte es etwas weniger langatmig sein können.

Der Schreibstil ist leicht und flüssig. Dieses 268 Seiten lange Buch ist in insgesamt 10 Ermittlungstage und darüber hinaus nochmals in 54 durchweg kurze Kapitel unterteilt. So kann man dieses Werk problemlos in einem Rutsch aber auch in mehrere Abschnitte unterteilt lesen.

„Die Tote im Stadl“ ist ein klassischer Regionalkrimi, der zwar nicht vor Action nur so strotzt, aber trotzdem durchaus spannend und humorvoll daherkommt.

Mein Fazit:
Wer großes Blutvergießen und wilde Action erwartet, der ist hier falsch. Wer aber einen schönen Regionalkrimi zu schätzen weiß, der wird hier sicher nicht enttäuscht. Von mir eine Leseempfehlung mit 4 Sternchen.

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