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witchqueen

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.10.2020

Spannende Ermittlungen an der Nordsee

Fetenmord in Neuharlingersiel. Ostfrieslandkrimi
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Darum geht es:
Sommer in Neuharlingersiel. Es ist Donnerstag und Strandfete. Die gebuchte Band fällt aus und so bekommt der DJ Carsten Kröger seine Chance. Er soll bei der Strandfete auflegen und Einheimischen ...

Darum geht es:
Sommer in Neuharlingersiel. Es ist Donnerstag und Strandfete. Die gebuchte Band fällt aus und so bekommt der DJ Carsten Kröger seine Chance. Er soll bei der Strandfete auflegen und Einheimischen wie Touristen ordentlich einheizen. Das gelingt ihm und seinem Team sehr gut. Nachdem die Fete zu Ende und das Equipment abgebaut ist, treffen sich der DJ, seine Freundin und seine beiden besten Freunde in seinem Camper auf dem Campingplatz in Neuharlingersiel um die erfolgreiche Fete gebührend mit Scotch zu feiern. Doch dann bekommt Meite, die Freund von Carsten eine MMS mit einem sehr deutlichen Foto. Es kommt (nachdem die Freunde gegangen sind) zu einem Streit zwischen Meite und Carsten. Am nächsten morgen wird Carsten tot in seinem Camper gefunden. Von Meite fehlt jede Spur. Doch wer hatte ein Motiv und genügend Hass, Casten zu ermorden? Meite, wegen des Fotos? Seine Ex-Freundin Carmen? Oder hat es doch etwas mit den illegalen Pokerrunden zu tun, an denen Carsten regelmäßig teilnahm? Die Kommissare Jürgens und Linning ermitteln in alle Richtungen. Dann wird eine zweite Leiche gefunden und langsam (aber sicher) kommt Licht ins Dunkel.

Meine Meinung:
Wieder mal ein sehr gelungener Fall um die Kommissare Bert Linning und Nina Jürgens. „Fetenmord in Neuharlingersiel“ ist der inzwischen 11. Fall um die sympathischen Kommissare aus der Feder von Rolf Uliczka, der aber auch als Einzelband problemlos gelesen werden kann. Auch in diesem Band versteht es der Autor geschickt und immer wieder auf die falsche Fährte zu führen und uns wieder und wieder zum mitraten zu animieren. Glaubt man, den Täter zu kennen, kommen neue Details ans Licht.

Der Schreibstil ist gewohnt leicht und flüssig. Dieses 200 Seiten lange Werk ist in 12 Kapitel unterteilt. Man kann es also ganz bequem in einem Rutsch oder aber auch in mehrere Abschnitte unterteilt lesen.

Mein Fazit:
Ein sehr gelungener Krimi von Rolf Uliczka, der nicht durch wilder Action oder viel Blutvergießen, sondern durch gute Ermittlungsarbeit überzeugt. Von mir eine absolute Leseempfehlung und 5 Sterne.

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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.09.2020

Sehr verwirrend und skurril

Schwarz
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Darum geht es:
Bert und Claire wollen in einer rabenschwarzen Nacht einen Ausflug machen. Ans Meer. Die Straße, die sie nehmen, wird immer einsamer. Schon seit einer ganzen Weile kommt ihnen kein Auto ...

Darum geht es:
Bert und Claire wollen in einer rabenschwarzen Nacht einen Ausflug machen. Ans Meer. Die Straße, die sie nehmen, wird immer einsamer. Schon seit einer ganzen Weile kommt ihnen kein Auto mehr entgegen. Dann geht den beiden das Benzin aus und sie bleiben mitten auf freier Fläche liegen. Doch statt sofort zu Fuß Hilfe (oder Benzin) zu holen, beschließen sie, die Nacht im Auto zu verbringen und Tageanbruch loszulaufen. Doch morgens ist Claire verschwunden. Spurlos. Doch wo ist sie geblieben?
Zurück zu Hause lebt Bert weiter, als wäre nichts gewesen. Er schreibt eine Geschichte und wirft sie bei einem Verleger-Ehepaar in den Briefkasten. Kurz darauf wird er in das Haus des Paares eingeladen. Dort erwartet ihn jedoch eine böse Überraschung. Wird Bert mit der Überraschung fertig? Wird Claire wieder auftauchen? Und was hat der skurrile Polizist, der nach einer Lola sucht, mit der ganzen Sache gemeinsam?

Meine Meinung:
Dieser Krimi hat anfangs drei sehr undurchsichtige Handlungsstränge. Nach und nach fließen diese zwar zusammen, das macht es aber (leider) auch nicht besser. Die ganze Geschichte ist und bleibt skurril und undurchsichtig. Mit dem Verschwinden von Claire hat die Geschichte herzlich wenig zu tun. Sämtliche Charaktere machten auf mich den Eindruck, als haben oder hatten sie ein Suchtproblem. Es wurde gekifft, gesoffen und gekokst. Ich bin ganz ehrlich .... Ich habe die ganze Geschichte nicht verstanden.

Der Schreibstil lässt sich einigermaßen flüssig lesen. Das 112 Seiten starke Buch war in 9 Kapitel unterteilt. So kann man dieses Werk auch gut aus der Hand legen und in einzelnen Abschnitten lesen.


Mein Fazit:
Definitiv nichts, was ich weiterempfehlen würde. Weder habe ich die Geschichte verstanden, noch habe ich mich gut unterhalten gefühlt. Von mir gibt es 2 Sterne.

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Veröffentlicht am 26.09.2020

Wundervolle Ermittler-WG

Soko mit Handicap: Der Tote und der Taucher
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Darum geht es:
Lina, eine junge Polizistin, wird von ihrem Bruder Theo um Hilfe gebeten. Theo leidet an ALS und wohnt in einer „Behinderten“-WG. Einer der WG-Bewohner wurde morgens tot in seinem Bett ...

Darum geht es:
Lina, eine junge Polizistin, wird von ihrem Bruder Theo um Hilfe gebeten. Theo leidet an ALS und wohnt in einer „Behinderten“-WG. Einer der WG-Bewohner wurde morgens tot in seinem Bett gefunden. Auch er litt an einer Atemwegserkrankung. Der Arzt bestätigt einen natürlichen Tod. Aber Theo glaubt nicht daran. Durch Zufall fällt Theo bei der Leiche seines Mitbewohners eine Einstichstelle am Arm auf, obwohl dieser keine Medikamente mittels Spritze verabreicht bekommt. Auch das Verhalten eines weiteren WG-Mitbewohners ist mehr als merkwürdig. Dieser WG-Bewohner ist Autist, seit dem Tod von Mike, völlig neben der Spur und sagt immer: „Der Taucher, der Taucher, der Taucher ...“ Doch was will er damit andeuten? Hat er an diesem Abend etwas gehört oder gesehen und versucht sich jetzt mitzuteilen? Das alles ist mehr als merkwürdig und Theo beginnt, mit Hilfe seiner WG-Mitbewohner und seiner Schwester, auf eigene Faust zu ermitteln. Doch wird es dieser illustren Runde gelingen, Licht ins Dunkel zu bringen?

Meine Meinung:
„Der Tote und der Taucher“ ist ein besonderer Krimi. Natürlich geht es hier in erster Linie um den Kriminalfall. Es geht aber auch um die Menschen in dieser WG. Jeder mit seinem persönlichen Schicksal und seiner individuellen Beeinträchtigung. Diese werden ganz wundervoll und charmant in Szene gesetzt. Man kann sich wundervoll in die Charaktere und die Situation in der WG hineinversetzen. Mir sind die Menschen mit all ihren Ecken, Kanten und ihrer Individualität regelrecht ans Herz gewachsen. Sie sind einfach wundervoll und charismatisch dargestellt. Dieser Krimi lässt uns die Welt der Menschen mit Beeinträchtigung und ihr Handeln kennenlernen und verstehen. Und er räumt mit vielen Vorurteilen, diesen Menschen gegenüber auf.

Der Schreibstil ist leicht und flüssig. Das ein oder andere (mehrheitlich medizinische) Fremdwort oder Fachausdruck lässt sich nicht vermeiden, stört aber den Lesefluss in keinster Weise.

Diese insgesamt 341 lange Werk ist in 36 Kapitel unterteilt. Man kann es also sowohl in einem Rutsch, als auch ganz bequem in mehrere Abschnitte unterteilt lesen.
Allerdings endet was Buch mit einem „fiesen“ Cliffhanger. Der Fall wird nicht zur Gänze aufgeklärt. Dafür braucht es den zweiten Teil.

Mein Fazit:
Ein Krimi der besonderen Art, der ohne viel Blutvergießen auskommt. Mit tollen Charakteren. Wer sich nicht davor scheut, diese wundervolle WG kennenzulernen, der wird hier voll auf seine Kosten kommen. Ich kann dieses Buch nur wärmstens empfehlen und gebe hier gerne 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 23.09.2020

Spannung und Humor garantiert

Grantlkatz
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Darum geht es:

Auf dem Heimweg wird das Ehepaar Maucher im Hofgarten brutal überfallen. Der Mann stirbt, seine Frau überlebt. Sie kann sich nur schemenhaft an die Ereignisse erinnern. Das Team um Kommissar ...

Darum geht es:

Auf dem Heimweg wird das Ehepaar Maucher im Hofgarten brutal überfallen. Der Mann stirbt, seine Frau überlebt. Sie kann sich nur schemenhaft an die Ereignisse erinnern. Das Team um Kommissar Steinböck nimmt die Ermittlungen auf. Immer mit dabei: Frau Merkel, Steinböcks Katze. Sie ist es auch, die Steinböck auf die Blutspuren und Reifenabdrücke eines Rollstuhls aufmerksam macht. Aber wie hängt das alles zusammen? Und wer hat ein Motiv für den Mord? Kurz darauf klingelt es an der Praxistür des Polizeipsychologen Schmalzl. Eine vermummte Gestalt schiebt ihm eine junge Frau in den Arm, schneidet ihr die Kehle durch und verschwindet. Haben diese beiden Fälle etwas miteinander zu tun? Und wenn ja, was? Wer hat ein Motiv, der Frau die Kehle durchzuschneiden? Warum wurde sie ausgerechnet dem Psychologen in den Arm gedrückt? Das alles ist mehr als merkwürdig. Werden Steinböck, Frau Merkel und das Team Licht ins dunkel bringen können?

Mein Meinung:
Grantlkatz ist der 5 Band um Kommissar Steinböck und seine Katze Frau Merkel. Man kann diesen Band aber problemlos als Einzelband lesen. Es sind keine Kenntnisse aus den Vorgängerbände erforderlich. Mit Grantlkatz ist Kaspar Panizza wieder ein toller Krimi gelungen, der sowohl spannend ist und zum Mitraten animiert als auch immer wieder für den ein oder anderen Lacher sorgt. Steinböck und seinen Dialogen mit Frau Merkel, der Katze, sei Dank.

Der Schreibstil ist leicht und flüssig. Dieses insgesamt 250 Seiten lange Werk ist in 9 Kapitel unterteilt, was das Lesen auch in mehreren Abschnitten leicht ermöglicht.

Mein Fazit:
Ein durchaus gelungener Krimi, der (bis auf eine Stelle) ohne allzu viel Blutvergießen auskommt, deshalb aber nicht minder spannend ist, mit einem kuriosen Gespann aus Kommissar und Katze. Mit witzigen Dialogen über man durchaus auch mal Lachen kann. Wer Krimis mit Tieren mag und ab und zu gerne auch mal dabei schmunzelt, wie hier sicherlich auf seine Kosten kommen. Von mir eine klare Leseempfehlung und 5 Sternchen.

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Veröffentlicht am 17.09.2020

Teuflisch gut

Luzifer junior (Band 8) - Ein Geschenk der Hölle
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Darum geht es:

Luzifer junior – genannt Luzie – hat Geburtstag. Den ersten „echten“ Geburtstag in seinem Leben. Den will er gerne mit seiner Zwillingsschwester Lilly und seinen Freunden Gustav und Aaron ...

Darum geht es:

Luzifer junior – genannt Luzie – hat Geburtstag. Den ersten „echten“ Geburtstag in seinem Leben. Den will er gerne mit seiner Zwillingsschwester Lilly und seinen Freunden Gustav und Aaron feiern. Lilly, Gustav und Aaron wollen eine Party organisieren um Luzie zu zeigen, wie man denn auf der Erde ordentlich Geburtstag feiert. Luzie ist ganz aufgeregt und kann es kaum erwarten, bis er sein Geschenk auspacken darf. Kurz bevor es soweit ist, erreicht die Zwillinge und ihre Freunde ein Hilferuf aus der Hölle. Azrael – der Bruder des Teufels und somit Luzies und Lillys Onkel – hat Luzies Vater (den Teufel) und damit die Hölle angegriffen. Die Kids sollen sofort runterkommen und helfen, Azrael zu vertreiben. Da muss Luzies Geburtstag wohl oder übel noch ein wenig warten. Die Hölle geht vor. Doch werden die vier Kids es mit Hilfe von Hausdämon Cornibus schaffen und die Hölle von Azrael befreien können?

Meine Meinung:
Mit „Luzifer junior – Ein Geschenk der Hölle“ ist Jochen Till ein spannender und vor allem lustiger Höllentrip gelungen. Vor allem über Cornibus und seine extrem lustigen Wortschöpfungen haben wir uns immer wieder teuflisch amüsiert und sehr gelacht.

Dieses 217 Seiten lange Buch ist in 15 Kapitel unterteilt, so dass es ein Leichtes ist, dieses Werk auch in mehrere Abschnitte unterteilt zu lesen. Wenn man es denn aus der Hand legen kann Der Schreibstil ist klar und flüssig, die Wortwahl altersgerecht.

Aufgelockert wird dieses Buch immer wieder durch höllisch gute Illustrationen, die uns auch jedes Mal sehr erheitert haben.

Unser Fazit:
Das ist Wahnsinn ... dieser Trip in die Hölle, Hölle, Hölle hat uns teuflisch viel Spaß gemacht und wir können dieses Buch nur wärmstens weiterempfehlen. Von uns gibt es 5 Hörner .... ähm Sterne.


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