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Veröffentlicht am 10.04.2022

Die Geschichte rund um Ophelia und Thorn findet ihr Ende

Die Spiegelreisende
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Inhalt
Endlich wieder vereint müssen Ophelia und Thorn mitansehen, wie Babel von Rissen überzieht wird. Die Abgründe werden immer größer und dabei bleibt keiner der Archen verschont. Die Bewohner müssen ...

Inhalt
Endlich wieder vereint müssen Ophelia und Thorn mitansehen, wie Babel von Rissen überzieht wird. Die Abgründe werden immer größer und dabei bleibt keiner der Archen verschont. Die Bewohner müssen ungläubig mitansehen, wie ihre Welt nach und nach auseinanderbricht. Doch um diese unwiederbringliche Zerstörung der Archen zu stoppen, muss so schnell wie möglich der Schuldige, »der Andere«, gefunden werden. Aber wie? Wo doch niemand auch nur weiß, wie er aussieht? Zusammen begeben sich Ophelia und Thorn auf unbekannte Wege, auf welche sie nur einander zu vertrauen scheinen können. Gemeinsam mit den Echos der Vergangenheit und der Gegenwart lassen sie sich zum Schlüssel all der Rätsel führen.

Meine Meinung
Das Cover des vierten Bandes stellt einen sehr schönen Abschluss der Reihe dar. Dabei beziehen sich das Cover und Titel wieder einmal auf die Geschichte. Deren Bedeutung wird jedoch erst im Laufe der Geschichte aufgedeckt, was das Geheimnisvolle der Geschichte noch weiter unterstreicht.

Diesmal gibt es nicht nur eine kurze Wiederholung der bisherigen Geschehnisse, sondern auch eine kleine Charakterbeschreibung zu den Charakteren, welche alles genau auf den Punkt bringt. Der vierte Band setzt direkt an die Geschehnisse des dritten Bandes an.
Wenn man nach dem dritten Teil dachte, es kann nicht spannender und düsterer werden, dann hat man nicht mit Dabos gerechnet. Denn sie schafft es auch im letzten Band, ihre vorherigen Bücher zu übertrumpfen und den Leser immer wieder zu überraschen. Dabei entführt sie einen in ihre zauberhafte Welt rund um die Protagonistin Ophelia, die mal wieder zeigt, was für eine unglaublich starke Persönlichkeit sie ist, welche sich nie unterkriegen lässt und ihr Schicksal selbst in die Hand nimmt. Im letzten Teil bemerkt man auch, wie sehr man die Charaktere besonders Ophelia und Thorn ins Herz geschlossen hat.
Das Ende kommt schneller als erwartet und lässt einen noch unzufriedener als im dritten Band zurück, aber gleichzeitig kann man nicht anderes, als es zu lieben. Dabos hat den perfekten Abschluss zu dieser atemberaubenden Geschichte gefunden, welchen man einfach nicht vergessen kann.

Fazit:
Alles in allem eine magische Welt mit sehr außergewöhnlichen Charakteren und einer spannenden Geschichte, in welche man sich sofort verliert. Eine Reihe mit Suchtfaktor, auf jeden Fall empfehlenswert!

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Veröffentlicht am 09.04.2022

Enttäuschend, da die Geschichte viel potenzial hatte

2 Seelen. Das erste Buch der Unsterblichkeit
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Das Cover ist schön gestaltet und passt mit den Blumen thematisch zu der Geschichte. Zudem wird das Konzept mit den Blumen auch im Inneren des Buches weiter fortgeführt. Die 2 auf dem Cover, welche als ...

Das Cover ist schön gestaltet und passt mit den Blumen thematisch zu der Geschichte. Zudem wird das Konzept mit den Blumen auch im Inneren des Buches weiter fortgeführt. Die 2 auf dem Cover, welche als ein Erkennungsmerkmal des Autorenduos zu dienen scheint, passt auch gut zu der Geschichte.

Die Geschichte fängt sehr schwach an. Denn zu Anfang konnte ich die Protagonistin absolute nicht leiden, was mir das Lesen der Geschichte erschwert hatte. Zudem hätte der Zeitraum, in der sich die Geschichte abspielt, viel länger sein müssen. So lernt die Protagonistin zum Beispiel in weniger als 2 Wochen kämpfen und kann plötzlich mit erfahrenen Kämpfern mithalten. Insgesamt passiert sehr vieles in einem viel zu kurzen Zeitraum, was dazu führt, dass zum einen die Charaktere zu kurz kommen und zum anderen sehr viele Spannungsmomente verloren gehen. Dabei hätten die Autorinnen die Geschichte ruhig ausbauen können. So hätte man sich zu Anfang mehr Zeit mit den Charakteren Kela, Brandon und Oscar lassen können, bevor man die neuen Charaktere vorstellt, denn ich habe mit den Charakteren überhaupt nicht mitfiebern können. Mir war viel zu lange egal, was mit den Charakteren passiert. Dabei fand ich die Idee der Geschichte grundsätzlich gut und sie hatte sehr viel potenzial. Besonders gegen Ende wurde es überraschend gut.
Hinzukommt, dass die Liebesgeschichte sehr kitschig und klischeehaft ist. Dadurch sind auch viele ihrer Entscheidungen unverständlich, obwohl dies sehr leicht zu umgehen war, indem sie zum Beispiel ihre Gefühle einfach hinterfragt hätte, denn als sie sein Geheimnis erfahren hat, wäre es nur logisch, dass sie ihre Gefühle hinterfragt. Generell hat mit etwas mehr Selbstreflexion von der Protagonistin gefehlt.
Der Schreibstil ist gut und flüssig zu lesen. Jedoch hat die Geschichte viele Reime und verschlüsselte Nachrichten, welche wichtig sind. Die sind schön geschrieben, aber nicht wirklich was Besonderes.

Fazit:
Obwohl es zu Beginn schwach anfängt, wird es im Verlauf immer besser, wobei mich das Ende positiv überrascht hat. Die Geschichte ist dabei für jüngere Leser geeignet.

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Veröffentlicht am 02.08.2021

Ein sehr persönliches Sachbuch

Wie hat Ihnen das Anthropozän bis jetzt gefallen?
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Bei "Wie hat Ihnen das Anthropozän bis jetzt gefallen?" handelt es sich um John Greens allererstes Sachbuch, worin er die unterschiedlichsten Themen von Kultur, wie Kunst oder Sport, bis hin zu Politik ...

Bei "Wie hat Ihnen das Anthropozän bis jetzt gefallen?" handelt es sich um John Greens allererstes Sachbuch, worin er die unterschiedlichsten Themen von Kultur, wie Kunst oder Sport, bis hin zu Politik und auch Wissenschaft, aber auch Tätigkeiten wie "Fremde googeln" behandelt. Auf diese Weise findet sich thematisch für jeden etwas. Zudem kann man sein Buch als eine Art Nachschlagewerk betrachten, das heißt das jedes der Kapitel in sich abgeschlossen ist.
Seine Wahl der Thematik scheint etwas willkürlich zu sein, doch wenn man sich damit beschäftigt, bemerkt man sehr schnell die Gemeinsamkeiten dieser Themen: Sie haben eine persönliche Bedeutung für John Green. Dadurch handelt es sich nicht nur um ein Buch voller Fakten, sondern auch voller philosophischer Weisheiten, welche durch seine persönlichen Erfahrungen und Gefühlen angereichert werden. Als Amerikaner sind seine Themen dementsprechend auch sehr auf Amerika bezogen, jedoch kann man seine Gedanken nehmen und in unseren eigenen Alltag projizieren.
Zudem bewertet Green jede Thematik, wobei seine Bewertungen nicht nur von den Fakten und den geschichtlichen Hintergründen abhing, sondern auch sehr stark von seinen subjektiven Erfahrungen und Gefühlen beeinflusst wurden.
Durch diese sehr persönliche Note ist das Buch auf jeden Fall für jemanden, der sich für sein Leben, genauer gesagt seinen Werdegang, Erfahrungen, seine Gedanken und Gefühle interessiert. Dabei ist das Buch auch in seinem typischen Schreibstil und Humor verfasst worden.

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Veröffentlicht am 18.05.2020

Spannung von der ersten bis zur letzten Seite!

Miracle Creek
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Das Cover wirkt mysteriös und macht neugierig. Auch der Titel verleiht dem Ganzen etwas Geheimnisvolles. Das beschreibt auch ganz gut die Empfindungen, die man beim Lesen der Geschichte hat. Allein durch ...

Das Cover wirkt mysteriös und macht neugierig. Auch der Titel verleiht dem Ganzen etwas Geheimnisvolles. Das beschreibt auch ganz gut die Empfindungen, die man beim Lesen der Geschichte hat. Allein durch das Cover wird einem nicht bewusst, was einem erwartet. Doch zusammen mit der Leseprobe wird einem dann auch die Bedeutung des Covers deutlich: die Abbildung des Waldes mit dem Licht und den Funken des Feuers in der Nacht des Unglückes.
Nachdem der Leser einen Einblick in die verhängnisvolle Nacht bekommt, findet er sich ein Jahr später im Gerichtssaal wieder. Dort werden uns nach und nach die Bewohner nähergebracht. Man erfährt von ihren Gefühlen und Gedanken, man lernt ihre Geheimnisse kennen und die Gründe ihrer Handlung. Dabei entwickelt man Sympathie, aber auch Abneigung. Doch wird dem Leser nicht alles auf einmal offenbart, sodass man nicht weiß, was die Person noch zu verbergen hat oder ob sie vielleicht lügen. Dadurch weiß man nie auf wessen Seite man steht, denn Lügen, Behauptungen und Verdächtigungen sind allgegenwärtig. Es bleibt vom Anfang bis zum Ende spannend und mysteriös.
Hinzukommt ihr unglaublicher Schreibstil, bei welchem sie zwischen den Charakteren gekonnt wechselt und dabei während der Verhandlung auch immer wieder in die Vergangenheit zurückgeht, um dem Leser an die Wahrheit und all den Geheimnissen heranzuführen. Und es scheint, als sei keiner der Beteiligten frei von Schuld, was diese besondere Nacht angeht. Dabei schafft die Autorin es auch einen zum Nachdenken anzuregen, seine eigene Meinung zu überdenken und dadurch eine neue Sichtweise auf die von ihr aufgegriffenen Themen zu erlangen, beginnend bei Vorurteilen und Migration hin zu Vertrauen und Verrat, von Freunden und Familie und Autismus.

Fazit:
Eine gelungene Geschichte, die den Leser von Beginn an an die Geschichte fesselt. Keiner der Bewohner scheint frei von Schuld zu sein, keiner scheint die ganze Wahrheit zu sagen. Der Leser wird dadurch einer Achterbahnfahrt der Emotionen ausgesetzt, nicht wissend was als Nächstes kommt. Dabei werden auch viele Themen gesellschaftskritisch aufgreift, welche den Leser nachdenklich stimmen.
Ein gelungenes und wirklich außergewöhnliches Debüt. Absolut lesenswert!

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Veröffentlicht am 11.05.2020

Enttäuschend, jedoch lesenswert

Die Tanzenden
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In "Die Tanzenden" erzählt die Autorin Victoria Mas die Geschichte von vier Frauen die im Jahr 1885 in Frankreich lebten und in der Salpetriere, der berühmten Frauenpsychiatrie, aufeinandertreffen. Dabei ...

In "Die Tanzenden" erzählt die Autorin Victoria Mas die Geschichte von vier Frauen die im Jahr 1885 in Frankreich lebten und in der Salpetriere, der berühmten Frauenpsychiatrie, aufeinandertreffen. Dabei gibt sie dem Leser sehr bedrückende Eindrücke in das Leben dieser Frauen und zeigt, wie allgegenwärtig die Macht des männlichen Geschlechts zur damaligen Zeit war.

Cover
Das Cover ist einnehmend, auffällig und auch sehr schön anzusehen. Zusammen mit dem Titel weiß man erst mal nicht, worüber die Geschichte handelt. Aber leider ist auch der Klappentext etwas irreführend.

Meine Meinung
Die Protagonistinnen dieser Geschichte könnten kaum unterschiedlicher sein und auch ihre Hintergrundgeschichte unterscheidet sie voneinander, auf diese Weise werden dem Leser unterschiedliche Denkweisen der Frauen zur damaligen Zeit dargestellt und auch ihre unterschiedliche Art mit ihrer Situation umzugehen. Dabei werden die Protagonistinnen, durch die eindrucksvolle Schreibweise der Autorin, dem Leser sehr realistisch dargestellt und man hat keine Probleme ihre Beweggründe zu verstehen.
Zudem zeigt Victoria Mas die Umgangsweise mit den Patientinnen, wie zum Beispiel ihre öffentliche zur Schau Stellung und auch wie einfach es damals war sich einer unbequemen Frau zu entledigen. Besonders gut finde ich, dass nicht nur gezeigt wird, dass Männer die Frauen unterdrücken, sondern auch das sich Frauen gegenseitig unterdrückt haben.
Insgesamt eine sehr gute Geschichte über die Unterdrückung der Frau im 19. Jahrhundert, welche einen zum Nachdenken anregt. Dabei muss man auch erwähnen, dass einige Charaktere, der Handlungsort und auch einige Handlungen der Geschichte echt sind.
Jedoch hat die Autorin auch die Thematik der Spiritualität mit eingebunden. Wenn man nicht daran glaubt, ist man sehr enttäuscht, dass diese Thematik mit in einer so bewegenden und wichtigen Thematik der Unterdrückung eingebracht wurde. Das sorgte dafür, dass ich das Buch öfter zur Seite legen musste, weil ich nicht wusste, was ich davon halten soll. Denn plötzlich hat man auch noch die Seite der Unterdrücker verstanden und das fand ich, hat diese unglaublich bewegende Geschichte zum Teil wieder zunichtegemacht. Besonders, da ich nicht glaube, dass das die Intention der Autorin war.
Doch nicht nur die Hinzunahme einer zweiten Thematik, sondern auch das Ende fand ich sehr enttäuschend. Das Ende hatte nämlich ein großes Potenzial, jedoch wurde schnell geschrieben, was mit den Protagonistinnen noch geschieht und dabei ein viel zu leichtes und schnelles Ende im Epilog gewählt.

Fazit
Victoria Mas hat eine unglaublich einnehmende Schreibweise, welche einem diese wichtige Thematik verdeutlicht und zum nachdenken anregt. Und auch trotz der doch sehr starken Defizite, kann man nicht anders als das Buch weiterzuempfehlen, denn Mas hat vier unglaubliche Protagonistinnen erschaffen, deren Geschichte man einmal gelesen haben sollte.

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