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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.05.2022

Ein total einzigartiges Buch

Monster auf der Couch
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Als ich 'Monster auf der Couch' zum ersten Mal gesehen habe, war direkt klar: Das Buch muss ich lesen! Eine verschwundene Psychologin, ein Buch bestehend aus Gesprächsprotokollen, Skizzen, Notizen, Emails ...

Als ich 'Monster auf der Couch' zum ersten Mal gesehen habe, war direkt klar: Das Buch muss ich lesen! Eine verschwundene Psychologin, ein Buch bestehend aus Gesprächsprotokollen, Skizzen, Notizen, Emails etc. und dann auch noch psychisch interessante und gewissermaßen berühmte Persönlichkeiten - Klingt genial! Und bezogen auf die Gestaltung und Grundidee des Buch ist es das auch. Das Buch besteht tatsächlich aus vier Abschnitten, wobei jeder aus einer Fallakte besteht. Neben den Notizen der Psychologin gibt es auch keine erzählerischen Passagen, die die Handlung erklären oder mehr strukturieren würden - man hat viel Spekulations-Freiraum und muss sich zum Teil Inhalte ein wenig selbst zusammenreihmen. In meinen Augen geht hier durch auch Spannung verloren, also wenn man als Leser quasi immer mal wieder so "in der Luft hängt".
Mir fiel der Einstieg etwas schwer, vielleicht auch deshalb, weil ich mich etwas verloren gefühlt habe durch die fehlende Struktur. Außerdem konnte ich mir fast das gesamte Buch nicht vorstellen, wie das alles wirklich sein kann und wie die Autoren nur eine zufriedenstellende Auflösung miteinbauen wollen. Mir sind während des Lesens auch Kleinigkeiten aufgefallen, die im Gesamtpaket nicht ganz stimmig wirkten, die dann aber im Nachhinein doch wieder Sinn ergaben. Durch die Notizen und Emails der Psychologin, in denen sie ihre Theorien und Gedanken festhält, wird due Geschichte persönlicher und auch greifbarer.
Ich hatte als Leser ehrlicherweise etwas Angst davor, ratlos mit einem offenen Ende und ohne richtige Lösung zurückzubleiben. Zum Glück waren hier die Autoren kreativer und haben zum Ende noch mit einenm tollen Plot-Twist, der perfekt zum Buch passte, getrumpft. Die Idee hinterm Buch finde ich genial, inhaltlich gab es für mich ein paar kleine Schwächen, die man im Zusammenhang mit der besonderen Aufmachung aber auch in Kauf nimmt.

Fazit: Wer ein absolut außergewöhnliches Buch, mit ein paar Krimi- und Fantasyelementen sucht, ist hier richtig. Für mich hat es sich im Verlauf ein wenig gezogen, aber trotz allem war 'Monster auf der Couch' eine tolle Erfahrung.

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Veröffentlicht am 08.05.2022

Sommer-Vibes und toller Twist

Summer of Hearts and Souls
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Nachdem ich 'Für immer ein Teil von dir' gelesen hatte, empfand ich 'Summer of Hearts & Souls' trotz der vorhandenen Dramatik erfrischend sommerlich und schön. Neben der Liebesgeschichte mochte ich vor ...

Nachdem ich 'Für immer ein Teil von dir' gelesen hatte, empfand ich 'Summer of Hearts & Souls' trotz der vorhandenen Dramatik erfrischend sommerlich und schön. Neben der Liebesgeschichte mochte ich vor allem die Sommer und Strand Vibes, aber auch der Plot konnte mich überzeugen.
Ich bin großer Fan dieses Covers, das auch ziemlich gut die Atmosphäre der Geschichte einfängt. Den Schreibstil von Colleen Hoover liebe ich sowieso. Alle Emotionen treffen mich jedes Mal direkt ins Herz und ich war froh, dass in SoH&S mal wieder eine etwas weniger dramatische Stimmung herrschte. CoHo schafft es in meinen Augen wie kaum eine andere, Charaktere zu schaffen, die authentisch, menschlich, gebrochen und wunderschön unperfekt sind. Dazu kommt, dass ihre Protagonisten wirklich echte Probleme haben, wodurch die gewisse Tiefgründigkeit und Schwere auch immer vorhanden ist. Für mich hatte die Handlung einen schönen roten Faden, ich war durchgehend gespannt, hab das Buch innerhalb eines Tages weggelesen und auch das Ende wurde in meinen Augen gut aufgelöst. Trotzdem hätten dem Buch ein paar Seiten mehr bestimmt nicht geschadet. Beispielsweise ging mir der Beginn der Liebesgeschichte zu schnell, fast schon eine 180 Grad Wendung der Beziehung zueinander.
Beide Protagonisten habe ich sehr ins Herz geschlossen und deren Lebensgeschichten sind wirklich nichts für zart besaitete. Allein auch den ersten Seiten über Beyah habe ich enorm mitgelitten. Beide haben stählerne Schutzmauern um sich herum errichtet und lassen sich erst nach und nach in die Karten schauen. Je mehr man sie kennenlernt, desto stärker schließt man sie dann aber auch ins Herz. Neben der Handlung blieben so auch die Protagonisten ein Spannungsfaktor. Und auch die Chemie zwischen Beyah und Samson hat gestimmt. Teilweise ist man in nur wenigen Zeilen von einer ernsten Szene zum perfekt aufeinander abgestimmten Scherzen gesprungen.
Das Buch spricht auch einige relevante Themen an, wie Kinder, die in den USA durchs System rutschen und so dann mehr oder weniger auf sich selbst gestellt sind. Daneben gibts aber auch noch einige andere wichtige Botschaften, die alle gut miteingearbeitet wurden und die man so auch nicht immer liest. Gerne hätte man darauf auch noch mehr eingehen können, aber auch so wurden alle Aspekte gut gelöst. Vielleicht hätte ich auch einfach noch gerne etwas mehr Zeit am Strand in Texas verbracht...
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Fazit: Wieder ein CoHo-Buch, das ich absolut verschlungen habe und total weiterempfehlen würde. Trotz einiger Mini-Kritikpunkte könnte ich bei der Sternebewertung nichts abziehen. Es hat mich erschüttert und berührt; ich hab gelacht und es geliebt!

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Veröffentlicht am 08.05.2022

Herzzerreißend schön!

Für immer ein Teil von dir
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Direkt auf den ersten Seiten kam bei mir das Gefühl hoch "Puh krass, das ist wieder ne' Geschichte, die weh tun wird und die man so bestimmt noch nie gelesen hat." Und weh tat dieses Buch wirklich.
Vor ...

Direkt auf den ersten Seiten kam bei mir das Gefühl hoch "Puh krass, das ist wieder ne' Geschichte, die weh tun wird und die man so bestimmt noch nie gelesen hat." Und weh tat dieses Buch wirklich.
Vor allem in der ersten Hälfte hatte ich als Leser richtigen Herzschmerz und zwar sogar so, dass ich es körperlich gespürt habe. Diese Intensität der Emotionen nimmt zwar im Verlauf ab, aber man sollte sich darauf einstellen. Im Buch gibt es kein gut und böse, kein klares schwarz und weiß, sondern ganz viel dazwischen und Colleen Hoover spielt damit. Ich war beeindruckt wie geschickt mit den verschiedenen "Seiten" gespielt wurde, sodass man als Leser irgendwann ständig die eigene Meinung wieder ändert und in Zwickmühlen steckt. Mich persönlich hat das total aufgewühlt und beschäftigt, auch abseits vom Lesen noch. Dazu kommt dann die allgemeine Thematik mit Verlust, Trauer, Schuldgefühlen und es entsteht eine zerstörerisch emotionale Geschichte. Neben der drückenden Schwere gab es aber auch genügend Momente in denen dir das Herz aufgeht, nicht selten unter Beteiligung der zuckersüßen Diem. Wie schon erwähnt wird die Geschichte mit der zweiten Hälfte etwas leichter verdaubar, die positiven Emotionen mehren sich und man kann auch mal durchatmen. Auf emotionaler Ebene konnte mich 'Für immer ein Teil von dir' total abholen, aber auch in Bezug auf Spannung, Idee und Ende konnte mich das Buch überzeugen. Allerdings gab es auch ein paar kleine Kritikpunkte: Für mich hat die Handlung im Mittelteil bezüglich dem 'roten Faden' ein wenig gestrauchelt. Manche Ereignisse wirkten etwas willkürlich, andere einfach aneinandergereiht ohne richtig verbunden zu sein. Auch ein paar Szenen oder Handlungen waren für mich nicht 100% rund oder ganz nachvollziehbar, aber diese Aspekte haben nur kurz gestört. Im Großen und Ganzen ergab sich ein stimmiges Bild und auch das Ende fand ich wieder perfekt und schön durchdacht.
Daneben gab es auch einige Formulierungen, die mir eher negativ aufgefallen sind, was aber auch an der Übersetzung liegen kann.
Insgesamt würde ich das Buch atmosphärisch eher als ernst, erwachsen und auch bedrückend beschreiben, wobei man aber nach einer emotionalen Achterbahn trotzdem mit einem klitsch-schönen Happy End rechnen darf.
'Für immer ein Teil von dir' ist kein Wohlfühlbuch, aber dafür sehr schön, emotioal und tiefgründig, sehr aufwühlen und hat ganz viel Tränen- und Gänsehaut-Potential.
Die Bewertung tut mir so fast weh, aber im Vergleich zu anderen Büchern der Autorin und im Hinblick auf die kleinen Kritikpunkte ziehe ich einen halben Stern ab - Trotzdem fand ich das Buch wunderschön emotional und würde es auch (unter Beachtung der Stimmung und Themen) total weiterempfehlen!

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Veröffentlicht am 04.04.2022

Wunderschön, aber sicher keine leichte Lektüre

Solange es ein Morgen gibt
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'Solange es ein Morgen gibt' ist ein authentisches, bewegendes und augenöffnendes Buch über die Geschichte einer jungen Frau, die plötzlich mit der Diagnose Brustkrebs leben muss.
Eine Katastrophe kommt ...

'Solange es ein Morgen gibt' ist ein authentisches, bewegendes und augenöffnendes Buch über die Geschichte einer jungen Frau, die plötzlich mit der Diagnose Brustkrebs leben muss.
Eine Katastrophe kommt selten allein: Als wäre der Betrug ihres Freundes nicht schon schlimm genug, bekommt Jessica kurz darauf die Diagnose Brustkrebs und ihr Leben wird komplett auf den Kopf gestellt.
Jessicas Geschichte wurde inspiriert durch die eigenen Erfahrungen der Autorin, die authentisch und ungeschönt erzählt, wie es ist eine Chemotherapie machen zu müssen oder sich mit der Frage konfrontiert zu sehen, ob man jemals eigene Kinder zur Welt bringen kann. Price schreibt angenehm und auch die kurzen Kapitel helfen, schnell in einen gewissen Lesefluss zu kommen. Trotz des eher langsamen Erzähltempos und der etwas über 500 Seiten gab es für mich keine Längen im Buch.
Neben dem 'Hauptthema' setzt man sich auch mit einigen anderen Themen auseinander bzw. wird für diese sensibilisiert. Allen voran ist hierfür die Protagonistin Jess ein gutes Beispiel, denn auch sie musste für einige Probleme bspw. ihrer Freundinnen erst mal sensibilisiert werden. Allgemein fand ich Jess sehr sympathisch. Man konnte sie sich gut vorstellen und sich gut in sie hineinversetzen, da sie mit ihren Ecken und Kanten sehr menschlich gezeichnet wurde.
Neben dem Hintergrund der Autorin fand ich aber auch den Umgang mit einigen Situationen wie beispielsweise der Trennung schön realistisch gehalten. Trotz des Schmerzes und den Dingen, die in der Beziehung nicht mehr gut liefen, erinnert sich Jess auch an viele schöne Momente zurück - ganz so wie es eben in einer Beziehung auch ist: Es gibt nie nur gut oder schlecht.
Ein weiterer Punkt, der mir sehr gut gefallen hat, ist, dass im Buch nicht die eine große Liebesgeschichte im Vordergrund steht, sondern allein Jess' Geschichte - was sie erlebt hat, was sie durchmachen musste und was sie gelernt hat.
Die Auseinandersetzung mit der Krebs-Thematik fiel mir ehrlicherweise nicht immer leicht. Oft musste ich das Buch erstmal zur Seite legen und den Kopf etwas frei bekommen, bevor ich weiterlesen wollte. Das Buch hat mich sehr berührt und manchmal wahrscheinlich sogar etwas zu sehr mitgenommen. Diese Geschichte ist sicher keine leichte Kost, trotz der oft lebensbejahenden Atmosphäre.
Daneben wurde man als Leser auch bezüglich verschiedenster Aspekte zum Nachdenken angeregt oder auf kleine Details hingewiesen, über die ich mir wahrscheinlich nie Gedanken gemacht hätte. Ich glaube, man kann sich als Nicht-betroffener nicht vorstellen, wie es wirklich ist, an Krebs erkrankt zu sein - aber dieses Buch ist in meinen Augen ganz nah dran und zwar mit allen hässlichen Aspekten.

Fazit: Ein wunderschönes, herzerwärmendes Buch, das mich als Leser aber auch sehr mitgenommen hat - eine Empfehlung, aber sicher keine leichte Lektüre.

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Veröffentlicht am 31.03.2022

Magisch und spannend

Die sechs Kraniche (Die sechs Kraniche 1)
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Eine magische Geschichte, die eher kindlich-naiv startet und dann aber an Spannung und Knistern stetig zunimmt!
Abgesehen von dem wunderschönen Cover inklusive Buchschnitt, kann ich auch den Inhalt allen ...

Eine magische Geschichte, die eher kindlich-naiv startet und dann aber an Spannung und Knistern stetig zunimmt!
Abgesehen von dem wunderschönen Cover inklusive Buchschnitt, kann ich auch den Inhalt allen Fantasybegeisterten ans Herz legen. Meine erste Reaktion nach beenden von DsK was "Oh nein, wie soll ich nur bis August warten!" (und da ist nur Erscheinungstermin der Fortsetzung im englischen Original..). Nachdem die Geschichte rund um die etwas rebellische aber loyale und liebenswürdige Prinzessin Shiori eher ruhig und unschuldig startet, nahm meine Begeisterung bezüglich des Buchs beim Lesen stetig zu. Lim schreibt einfach und fesselnd, sodass man nur so durch die Seiten fliegt. Bezüglich des Erzähltempos hätte es für meinen Geschmack gerne etwas langsamer laufen können, gleichzeitig wurde die Geschichte unteranderem dadurch wahrscheinlich so einnehmend und rasant. Ich mochte auch das Worldbuilding sehr, vor allem der für mich eher seltene asiatische Touch war besonders. Den Leser erwarten im Buch einige zum Teil etwas bizarren Details, wie z.B. Anteile des Fluchs der Shiori trifft, die dann auch manchmal zu seltsamen Umständen und Situationen führten. Meistens konnte ich mich mit denen aber nach einiger Zeit gut anfreunden. Eine Sache, die mich aber mehr störte bzw. die ich als unauthentisch empfand war, dass im Buch kaum bis keine Verständigungsprobleme auftreten. Meist wurde dieser Umstand einfach dadurch gelöst, dass nach der entsprechenden Aussage stand "erklärte ich mit Gesten". Hier hätte ich mir eine realistischere Lösung gewünscht. Der Handlungsverlauf folgte prinzipiell einem schönen roten Faden, aber zum Teil wurden Aufgaben oder Hürden für meinen Geschmack zu einfach bewältigt.
Neben der Geschichte an sich, die sich im Verlauf immer mehr steigerte, entwickelte sich auch Shiori als Protagonistin enorm weiter. Wohlbehütet, naiv und stur strebt die frühere Shiori nach Freiheit ohne wirklich zu begreifen, was das wirklich ist.
Aus ihr wird im Laufe des Buchs eine starke, selbstständige Frau, die auch mehr Gespür oder Verständnis für Andere besitzt und weiß wie wirkliches Leben aussieht. Neben Shiori hat vor allem aber Takkan mein Herz erobert. Einen aufrichtigeren, liebenswerteren und poetischern Gefährten hätte man Shiori kaum zur Seite stellen können. Hier bin ich auch sehr gespannt, wie sich die Handlung und Beziehungen im Folgeband noch weiterspinnen.
DsK wurde für mich fast von Kapitel zu Kapitel besser. Ich konnte irgendwann nicht mehr aufhören zu lesen, da ich mit so vielen Fragen im Kopf nicht vorhersehen hätte können, wie sich die Dinge noch entwickeln. Man ist eigentlich durchgängig gespannt und neugierig und das bis zum bitteren Ende. Die Wendungen gefielen mir gut, ebenso der Wechsel zwischen Action und emotionalen Szenen. Bis zur Auflösung, bei der man übrigens schon wieder neugierig auf Band zwei gemacht wird, habe ich mitgefiebert. Es blieben keine unbeantworteten Fragen, außer die, die neu aufkamen oder offen bleiben mussten und ich war einfach nur begeistert!

Fazit: Ich kann es kaum erwarten die Geschichte weiter zu verfolgen, trotzdem gab es auch einige Aspekte, die mich nicht vollkommen überzeugt haben. 'Die sechs Kraniche' ist für mich eins dieser Bücher, die beim Lesen immer besser werden bis hin zur vollen Begeisterung und ich spreche eine klare Leseempfehlung aus!

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