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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.07.2021

Anders als erwartet

Be my Nerd - Herzenspakt
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Eine leichte, lockere Geschichte sollte man hier nicht erwarten. Gerade durch die Triggerwarnung wird schnell klar, welche Kost man geboten bekommt.

Die Geschichte von Jacky und Martin wird in einem sehr ...

Eine leichte, lockere Geschichte sollte man hier nicht erwarten. Gerade durch die Triggerwarnung wird schnell klar, welche Kost man geboten bekommt.

Die Geschichte von Jacky und Martin wird in einem sehr angenehmen, leichtem Schreibstil erzählt, der sich wirklich schnell weglesen lässt. Dazu passt auch das Tempo der Geschichte, denn für meinen Geschmack gab es nur wenige Längen.

Man liest abwechselnd aus der Ich-Perspektive von Martin und Jacky und bekommt damit einen tiefen Einblick in die Gefühls- und Gedankenwelt der Beiden. Die Probleme, die sich in solch einem Brennpunkt stapeln, sind definitiv nicht einfach. Natürlich kann ich nur aus eigener Erfahrung sprechen, aber basierend darauf sind die Figuren und die Thematik gut ausgearbeitet. Es ist ziemlich authentisch und hat mich auf dieser Ebene auch berührt.

Mit Martin bin ich letztlich allerdings nicht warm geworden, weil ich mit Figuren seiner Art einfach wenig anfangen kann. Zwar ist die Liebesgeschichte nicht der wichtigste Punkt in diesem Buch, aber sie gehört dazu und Männern wie Martin kann ich einfach nichts abgewinnen.

Jacky hingegen hat mir ganz gut gefallen. Sie muss sich in jungem Alter alleine durchschlagen und schafft das erstaunlich gut, auch wenn das die Sache nicht besser macht.

Im Großen und Ganzen eine authentische Geschichte, die viele Komponenten aufeinander treffen lässt und mehr ist, als eine bloße Liebeserzählung, auch wenn es doch anders war, als erwartet.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.05.2021

Nicht ganz so überzeugend

Dirty Headlines
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Zuletzt konnte mich Shen mit "Der Verlorene" aus ihrer All Saints High Reihe begeistern. Wer das Buch kennt, weiß um die doch sehr besonderen männlichen Protagonisten von ihr. Vaughn hat damals mein Herz ...

Zuletzt konnte mich Shen mit "Der Verlorene" aus ihrer All Saints High Reihe begeistern. Wer das Buch kennt, weiß um die doch sehr besonderen männlichen Protagonisten von ihr. Vaughn hat damals mein Herz erobert, obwohl er schwierig ist. Célian hingegen ließ mich eher kalt.

Um ehrlich zu sein, weiß ich gar nicht, was ich großartig zu dem Buch erzählen soll. Selten hat mich ein Buch mit dermaßen wenig Redebedarf zurückgelassen.

Die Figuren waren ... okay? Ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Ich weiß nicht, ob ich Judith in ihrer inkonsequenten Art mag und ich weiß nicht, ob ich Célian mit seiner dominanten und rücksichtslosen Ader noch heiß finde, oder ob es mir schon too much ist. Grundsätzlich mag ich Einflüsse von S/M sehr gerne, aber die Szene waren oft irgendwie eher peinlich als lustvoll und sexy. Judith wollte mir mit ihrer aufmüpfigen Art im Alltag und ihrer devoten, aber trotzdem Widerworte gebenden (man nennt es Brat, actually) Art im Bett irgendwie auch nicht so richtig gefallen.

Genauso wenig wie der Plot - bei dem ich gerade zum Ende nicht mehr wirklich mit kam (hatte sich da eine Logiklücke eingeschlichen, oder habe ich einfach was verpasst?). Das Buch hat sich super lesen lassen und ich liebe es, dass Shen anders schreibt, als die anderen Autor*innen in diesem Genre. Gerade in "Der Verlorene" hat mich das unfassbar gut unterhalten, weil Vaughn wirklich extra ist. Aber irgendwie hatte er etwas, was mich total angesprochen hat und das fehlte Célian. Damit blieb es immer nur bei okay. Die Figuren sind okay, die Handlung ist okay, die Sexszenen sind okay und die Wendungen - naja, die waren zu vorhersehbar und/oder unspektakulär, um noch okay zu sein.

Und während ich mich fühle, als würde ich kein gutes Wort über das Buch lassen, habe ich es trotzdem gerne gelesen. Es hat Spaß gemacht, der Humor ist lustig und gerade Judiths Vater ist ein echtes Goldstück. Aber irgendwie würde ich das Buch trotzdem nicht wirklich empfehlen, weil es in meinen Augen nicht wirklich ein Must-Read ist. Ich glaube, vor allem das Ende ist daran schuld. Bis dato wirkte das Buch wie ein solides 4 Sterne Buch. Aber dann kam eben der Schluss. Und der Epilog. Und der Epilog aus Judith Sicht. Und so viel blablabla, was ich nicht gebraucht hätte, weil ich leider schon gar kein Interesse mehr hatte und mir dachte, dass es so schmalzig enden würde. Emotional konnte mich das Buch nicht erreichen, weil es dafür zu sexuell gehalten wurde. Da hätte ich den Firlefanz am Ende auch nicht mehr gebraucht, weil die Figuren mir nicht ans Herz gewachsen sind. Dafür war - für mich - einfach keine Möglichkeit da.

Trotzdem gebe ich dem Buch 3 Sterne. Es ist wirklich nicht so doof, wie es vielleicht klingen mag, aber es hat mich auch bei Weitem nicht so vom Hocker gerissen, wie ich es bei der Autorin erwartet hatte. Vielleicht bin ich deswegen ein bisschen enttäuscht und gedämpft und will eigentlich gar kein Wort über dieses Buch verlieren und viel lieber tausend Wörter über Vaughn. Ups..

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Veröffentlicht am 05.05.2021

Gute Unterhaltung

Forever and ever
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Vor dem Lesen bin ich über einige kritische Stimmen bei Goodreads gestolpert und da ich sehr beeinflussbar bin (leider) hatte ich dann doch ein wenig Sorge - wobei recht schnell deutlich wurde, dass diese ...

Vor dem Lesen bin ich über einige kritische Stimmen bei Goodreads gestolpert und da ich sehr beeinflussbar bin (leider) hatte ich dann doch ein wenig Sorge - wobei recht schnell deutlich wurde, dass diese unbegründet ist. Trotz dessen hatte ich enorme Lust auf das Buch. Ich mag einige Bücher von Young sehr gerne und auch Callihans Stil durfte mich im ersten Band der Idol-Reihe unterhalten, auch wenn ich doch eher Young-Fan bin. Außerdem kommt noch der Plot hinzu. Geschichten über Fake-Beziehungen gehören zu meinen Lieblingsplots und ich lese sehr gerne darüber.

Auch Young und Callihan schaffen es, mich mit diesem Plot zu fesseln. Der Schreibstil ist locker und leicht und der Humor ist ebenfalls mein Ding. Hin und wieder musste ich echt laut lachen. Nicht zuletzt, weil die Protagonisten und ihre Chemie echt sympathisch und toll ist.

Parker ist eine sehr gefasste und organisierte Frau. Sie weiß, was sie will und lässt sich nicht einschüchtern. Trotzdem bringt sie irgendwie eine gewisse Unsicherheit mit, vor allem, weil sie ihre Eltern nicht enttäuschen möchte. Ich mochte sie auf Anhieb. Sie hasst Schimpfwörter, was sie trotzdem nicht daran hindert, Rhys die Stirn zu bieten, während dieser die meiste Zeit mit Fluchen beschäftigt ist. Hier hätte es mir ruhig ein bisschen weniger sein dürfen. Gerade sein Sprachstil kommt mir manchmal zu gewollt vor, mit möglichst vielen Flüchen vollgestopft und ich mag seine halben Sätze auch nicht so wirklich.

Insgesamt mochte ich aber sowohl Parker, als auch Rhys sehr gerne. Auch Parkers Eltern fand ich sympathisch, während mir ihre Schwester nicht ganz so sympathisch waren. Rhys' Bruder Dean hingegen konnte mich da einige Male schon besser unterhalten. Auch die restlichen Nebenfiguren erfüllen ihre Rolle gut.

Die feministische Ader, die sich durch das Buch zieht, und die ebenfalls kritisiert wurde, stört mich überhaupt nicht. Ich lese Bücher zwar zum Abschalten und sie sollen mich in erster Linie unterhalten, aber realistische Einflüsse sind nicht immer verkehrt und ich fand sie hier wirklich gut umgesetzt.

Des Weiteren habe ich mich sehr gefreut, dass ein gewisser Handlungsstrang nicht so verlief, wie ich zuvor befürchtete. Das gibt nochmal einen dicken Pluspunkt.

Die Handlung verlief Tempo-mäßig genau nach meinem Geschmack. Nicht zu schnell - so wie ich es eher von Callihan kenne - aber auch nicht zu langsam. Alles entwickelt sich genau richtig. Auch Young und Callihan greifen auf einige, aber wenige Klischees des Plots zurück, aber das finde ich ebenfalls nicht weiter tragisch. Als Fan dieser Handlungsart erwartet man ja auch gewisse Teile, die den Plot so interessant für einen als Leser machen.

Obwohl ich nicht wirklich emotional in der Geschichte involviert war, musste ich doch ein paar Tränchen verdrücken. Es ist eher eine leichte und lockere Geschichte, mit nur zum Teil schwierigeren, emotionalen Parts. Die konnten mich allerdings nicht packen, was ich sehr schade finde. Irgendwie fehlte das gewisse Etwas. Ich hatte Spaß beim Lesen, aber wirklich ans Herz gewachsen sind mir die Figuren nicht.

Von mir gibt es 3 Sterne, weil es mich - wenn auch nicht auf emotionaler Ebene - gut unterhalten und amüsiert hat. Es macht einfach Spaß, Parker und Rhys bei ihrem Schlagabtausch zu begleiten und zu sehen, wie sich die Beiden immer mehr unter die Haut gehen.

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Veröffentlicht am 17.04.2021

Sehr vereinfacht dargestellt

Unkissed
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Zu aller erst möchte ich einen sehr wichtigen Punkt kritisieren. Die Autorin schreibt über unheimlich brisante Themen - wie ihr bewusst zu sein scheint, wenn man das Nachwort ernst nehmen kann. Allerdings ...

Zu aller erst möchte ich einen sehr wichtigen Punkt kritisieren. Die Autorin schreibt über unheimlich brisante Themen - wie ihr bewusst zu sein scheint, wenn man das Nachwort ernst nehmen kann. Allerdings gibt es keinerlei Triggerwarnung, was ich absolut fatal finde. Triggerwarnungen sind unheimlich wichtig, um genau die Menschen zu schützen, die ähnlich wie ihre Protagonisten sind und über die sie so lange nicht schreiben konnte, weil es ein Tabuthema war. Also bitte: falls ihr Autor*in seid und über Themen schreibt, die andere Menschen verletzen, aufwühlen und eben triggern können, dann packt eine gottverdammte Triggerwarnung in eure Bücher.

Aber nun zum Buch: Ich hatte wenig Erwartungen an das Buch und wurde nicht enttäuscht. Trotzdem gibt es von mir "nur" drei Sterne. Das Buch konnte mich gut unterhalten, aber letztendlich war es auch nicht mehr als nette Unterhaltung für zwischendurch.

Die Figuren sind relativ oberflächlich und eintönig, die Dialoge die meiste Zeit nicht sonderlich tiefgehend und die Handlung voller Klischees, mit denen man bereits rechnet, wenn man so einige Liebesromane gelesen hat. Trotz allem haben Danny und Mila mich hin und wieder zum Lachen gebracht und auch an sich ließ sich das Buch durch seinen einfachen Schreibstil schnell und flüssig lesen. Leider verleiht es Danny auch nicht mehr Tiefe, wenn man ihm eine schlechte Mutter und psychische Lasten andichtet, wenn diese Themenpunkte nicht wirklich gut ausgearbeitet sind.

Heaven und Gray waren ganz süß, aber man erfährt nichts über den Freundeskreis, was sie besonders machen würde. Sie sind einfach blasse Nebenfiguren, die hin und wieder mal auftauchen, aber sonst? Naja. Nicht so viel. Es wird immer mal wieder auf ihre Geschichte aus Band 1 hingedeutet, ohne etwas zu spoilern. Das ist gut, wenn man diese Geschichte noch nicht kennt und nach Band 2 lesen möchte, aber ich mag sowas überhaupt nicht, weil ich immer das Gefühl habe, mir fehlt etwas an Information. Und dafür möchte ich kein ganzes Buch lesen, was mich im Grunde nicht interessiert.

Einzig und allein Al fand ich mit ihrem ewigem Gejammer bezüglich Cole total anstrengend und war froh, dass sie nicht allzu oft Mittelpunkt der Situation war. Ansonsten fand ich alle Figuren eben mehr oder minder ganz nett. Mila fand ich zu Beginn fürchterlich, aber das hat sich im Laufe der Geschichte aufgehoben.

Nichtsdestotrotz fehlt mir die Ausgereiftheit für ein derart schwieriges Thema. Es wird angeschnitten ... und dann auch ganz schnell wieder beendet. Zack - Wunderheilung. Wirklich Konfrontation, Kontra oder Klärung gibt es nicht. Es wird gar nicht richtig dargestellt, wie kompliziert es ist, bis man wirklich an einem Punkt ist, den man "Besserung" nennen kann und das stört mich massiv. Es wird zwar irgendwie beschrieben, aber die Praxis wird nicht transportiert. Die Emotionen fehlen mir da enorm.

Von mir gibt es daher ein "Kann man machen, muss man aber nicht."

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Veröffentlicht am 09.04.2021

Kann man lesen, muss man aber nicht.

Catching Prince Charming
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Das Buch erinnert mit seinem Klappentext und seinem Titel an die typischen Trash-Tv Formate wie "Der Bachelor" oder die Variante für homosexuelle Männer: "Prince Charming" und leider konnte ich da einfach ...

Das Buch erinnert mit seinem Klappentext und seinem Titel an die typischen Trash-Tv Formate wie "Der Bachelor" oder die Variante für homosexuelle Männer: "Prince Charming" und leider konnte ich da einfach nicht nein sagen, denn ich liebe Trash-Tv. Ups.

Wir begleiten Fanny bei ihrer Reise im Format "Rich Love" und wie sie um Alexander kämpft. Sehr cool an dem Format finde ich die Aufstellung von vier Junggesellen, statt nur einem, weil man da natürlich von Anfang an die Spekulationen vorgelegt bekommen hat: Entscheidet sich Fanny wirklich für Alexander, oder verfällt sie einem anderen? Neben Alexander, dem Rechtsanwalt, gibt es nämlich auch noch Niklas - Schauspieler, Lars - Manager und Thomasch - Musiker und Erbe aus dem alten Adel. Thomasch fand ich super weird und Niklas so blass wie der Rest an Nebenfiguren, aber das macht Lars wett, denn der ist nicht nur sympathisch, sondern auch witzig.

Die Story startet recht unvermittelt mit wenig Vorlauf und plätschert dann doch eher vor sich hin. Zwischendurch fand ich es wirklich langweilig und eintönig, weil natürlich nicht viel passiert, wenn man auf die Dates wartet und nur in der Villa lümmelt. Hier und da streut die Autorin Nebenfiguren ein, die am Ende aber doch eher blass bleiben. Sympathische Figuren sind genauso vorhanden wie Figuren, die man am liebsten aus dem Fenster kicken möchte, aber auch das ist nichts Ungewöhnliches. Generell ist an diesem Buch kaum bis gar nichts ungewöhnlich.

Einen Pluspunkt gibt es definitiv für den Schreibstil. Der sorgt nämlich dafür, dass ich nur so durch die Kapitel gehüpft bin - selbst als die Story an sich mich überhaupt nicht packen konnte.

Fanny ist für mich keine unfassbar sympathische Protagonistin. Sicherlich gibt es viele, die sie total mögen, aber sie ist einfach nicht mein Geschmack. An vielen Ecken ist sie mir zu naiv und gutgläubig, wirkt oft zu unselbstständig und trifft seltsame Entscheidungen.

Toni, B(ianca), Michelle und Samantha sind Nebenfiguren, die am häufigsten Vorkommen, da sie von Tag zu Tag mehr zu Fannys Freundinnen werden, auch wenn Samantha am Anfang als bissige Schnepfe dargestellt wurde. Samantha fand ich von denen, gemeinsam mit B, auch noch am angenehmsten und ich habe mich immer gefreut, wenn B aufgetaucht ist, weil sie so ungezwungen und locker ist.

Insgesamt fand ich das Buch allerdings ein wenig flach und oberflächlich. Auch der Humor erinnert oft eher an Facebooksprüche und ich war lange Zeit überhaupt nicht angetan von "Catching Prince Charming". Ich hätte mir im Großen und Ganzen mehr Pfiff gewünscht, da man im Mittelteil doch sehr in der Story rumdümpelt.
Das Ende reißt dann aber noch einiges heraus, weil es endlich ein bisschen aufregender und spannend wird und auf die letzten Kapitel habe ich mich echt gut unterhalten gefühlt, weil endlich mehr passiert als nur Fannys repetitive Gedankengänge.

Für mich ist "Catching Prince Charming" letztlich ein Buch, was Stärken und Schwächen mitbringt, das kurzweilig unterhalten kann und zu dem man greifen kann, wenn man abschalten und nicht nachdenken möchte. Überraschen konnte es mich leider nicht.

Kann man lesen, muss man aber nicht.

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