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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.10.2017

Berührte Mich. Sehr.

Berühre mich. Nicht.
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Tausend Kilometer von zu Hause will Sage noch einmal von vorne anfangen. Tausend Kilometer hofft sie sind weit genug weg von ihrer Vergangenheit. In der Uni trifft sie schnell nette Leute, die mit ihr ...

Tausend Kilometer von zu Hause will Sage noch einmal von vorne anfangen. Tausend Kilometer hofft sie sind weit genug weg von ihrer Vergangenheit. In der Uni trifft sie schnell nette Leute, die mit ihr Freundschaft schließen. Dort trifft sie auch auf Luca, den sexy Bibliothekar, und auch wenn jede Berührung für sie eine potenzielle Gefahr darstellt, fällt es Sage immer und immer schwerer ihn auf Distanz zu halten.

Meine Meinung:

Erst einmal zu diesem bezaubernden Cover, in meinen Augen ein wirklicher Eyecatcher. Die symmetrischen Linien und die rosa Blumen, obwohl so verschieden harmonieren sehr gut miteinander.
Das Buch war für mich seit längerer Zeit nun wieder ein New Adult Roman, denn ich in einem Zug gelesen habe. Ich tue mich nämlich sonst immer ein bisschen schwer mit tragischen, aber seichten Liebesgeschichten (so meine Vorurteile gegenüber New Adult). Nun kann ich glücklicherweise verkünden, dass alle meine Ängste umsonst waren. Dieses Buch war weder seicht noch eine schnulzige Liebesgeschichte. Es war ein Buch, das mich von der ersten bis zur letzten Seite in den Bann gezogen hat und mir den Glauben an Liebesromane zurück gab. Ich konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen, es bestand wirklich Suchtgefahr.
Die Charaktere waren unglaublich toll geschrieben, sie alle hatten eine Tiefe, selbst die Nebenfiguren, die mir das Gefühl vermittelt haben, die Autorin kenne die Lebensgeschichte von jedem einzelnen. Gerade Sage mit ihrer besonderen Situation hat sie so einfühlsam beschrieben, dass man sie einfach lieb haben musste. Man hat als Leser finde ich einen richtigen Beschützerinstinkt für sie entwickelt und wollte allen schaden, die ihr versucht haben zu schaden.
Auch Lucas Charakter war zum Glück sehr tiefsinnig und nicht alleine auf sein Bad Boy- Image festgenagelt. Er hatte deutliche Schwächen, aber auch so gute Qualitäten, dass man Sage ihm gönnte. Und das soll etwas heißen schließlich ist ja eigentlich niemand gut genug für "meine" Sage.
Die Geschichte ist wunderschön geschrieben und leicht zu lesen und hatte auch keine ich nenne sie mal "Durchhänger". Ich hatte nie das Gefühl, die ein oder andere Situation wurde nur geschrieben um das Buch zu füllen. Irgendwie war alles wichtig für das Buch! Für den Schreibstil kriegt Laura Kneidl eine Eins mit Sternchen, hierbei ist auch anzumerken, dass dies auch ihr erster New Adult Roman ist, sie hat sich also in ganz neue Gewässer getraut.
Ich glaube manche Bücher berühren einen und begleiten einen dann für eine ganze Weile. Man denkt über sie und ihre Charaktere nach egal wo man gerade ist. So ein Buch könnte Berühre Mich. Nicht. werden, es hat mich auch jetzt noch nicht losgelassen.
Die einzige kleine Gemeinheit, die sich die Autorin hat einfallen lassen ist ein ganz fieser Cliffhanger am Ende des Buches. Doch ihr sei verziehen, schließlich kommt Teil 2 "schon" nächsten Jahr im Januar.

Fazit:

Eine wirklich unglaublich berührende Liebesgeschichte mit Tiefe, die seine Leser sehr prägen wird. Auch für Leser geeignet, die sonst nicht so auf Liebesromane stehen. Trost für alle Verzweifelten, die denn ersten Band ausgelesen haben, bietet dann auch der 26. Januar, da kommt dann der zweite Band raus.

Veröffentlicht am 17.07.2018

Herrlich komischer Urlaubsroman

Nie wieder Amore!
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Moni hat keine Lust mehr auf ihr Rentnerdasein in Deutschland und als sie erfährt, dass ihr totgeglaubter italienischer Lover noch am Leben sein soll, beschließt sie spontan nach Sizilien zu reisen und ...

Moni hat keine Lust mehr auf ihr Rentnerdasein in Deutschland und als sie erfährt, dass ihr totgeglaubter italienischer Lover noch am Leben sein soll, beschließt sie spontan nach Sizilien zu reisen und ihn zu suchen. Zusammen mit ihrem Enkel Jan, der von seiner Mutter verdonnert wurde mit zu reisen, begeben sich die beiden in das Abendteuer ihres Lebens.

Meine Meinung:

Tessa Hennig hat einen super angenehmen, humorvollen Schreibstil, bei dem man als Leser sofort in die Geschichte hineingesogen wird. Von vorne bis hinten liest sich das Buch total flüssig und ich wollte gar nicht mehr aufhören zu Lesen. "Nie wieder Amore" ist der Titel dieses Buch, auch wenn man es auf den ersten Blick nicht ahnt, passt der Titel super zum Inhalt des Buches. Ein Teil der Thematik des Buches dreht sich nämlich wirklich, um die Entfremdung von der Liebe von diversen Protagonisten.
Die Charaktere dieses Buches machen es für mich so genial, keiner von ihnen ist langweilig und eindimensional. Sie sind alle besondere Figuren, die ich sofort ins Herz geschlossen habe. Moni, die Protagonistin, ist eine Rentnerin, die schon viel Pech im Leben hatte, trotzdem ist sie eine Optimistin, die nie aufgibt. Gerade für eine ältere Person hat sie einen Kampfgeist, der anderen Personen in ihrem Alter als Vorbild dienen sollte. Ihr Motto könnte sein: Für einen Neuanfang ist es nie zu spät!
Während des Lesens gibt es immer wieder überraschend Momente, die ich persönlich nicht kommen sah. Die Autorin hat eine Geschichte gesponnen, die selbst zum Ende hin, die ein oder andere größere Überraschung beinhaltet.
Das Buch ist wirklich die perfekte Urlaubslektüre, man muss aber aufpassen während des Lesens hat sie bei mir immer wieder mein Fernweh nach Italien verstärkt! Eines Tages will ich auch die Orangenhaine sehen, mein nächstes Urlaubsziel ist daher ganz klar Sizilien!

Mein Fazit:

Eine super herrlich komische Geschichte mit liebenswerten Charakteren, die vor der traumhaften Kulisse Siziliens spielt! Vorsicht! Dieses Buch löst Fernweh aus!

Veröffentlicht am 02.07.2018

Bezauberndes Buch über ein Wichtiges Thema

Sprichst du Schokolade?
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Josie ist ein offenes, manchmal ein wenig zu selbstbewusstes Mädchen, dass in der Schule eine neue Sitznachbarin kriegt. Nadima ist ein Flüchtlingsmädchen, die erst seit kurzem in England ist und daher ...

Josie ist ein offenes, manchmal ein wenig zu selbstbewusstes Mädchen, dass in der Schule eine neue Sitznachbarin kriegt. Nadima ist ein Flüchtlingsmädchen, die erst seit kurzem in England ist und daher die Sprache noch nicht so gut beherrscht. Nach anfänglichen Verständigungsproblemen finden die beiden Mädchen einen Weg trotz Sprachproblemen Freundinnen zu werden, dabei helfen besonders Schokolade und Nougat.

Meine Meinung:

Das Buch greift ein wirklich wichtiges Thema auf und behandelt es mit genau dem richtigen Maß an Witz, Respekt und Ernst. Das Thema Integration ist sehr aktuell und nicht alle Autoren schaffen es es richtig umzusetzen. Cas Lester ist da zum Glück bemerkenswert, sie schafft es mit Leichtigkeit ihren jungen Lesern die Schwere und Folgen einer Flucht nahezubringen ohne es zu traurig zu machen. Ihr Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig und ich habe das ganze Buch innerhalb eines Abends gelesen. Ich konnte das Buch einfach nicht mehr weglegen, da ich unbedingt wissen wollte wie es weitergeht.Teilweise haben mich Stellen in dem Buch wirklich zu Tränen gerührt und mich musste erst einmal tief durchatmen.

Auch die Charaktere sind gut durchdacht und man mag sie eigentlich sofort. Besonders hat mir gefallen, dass Josie, die eigentlich nur helfen will, wirklich aus ihren Fehlern lernt und sich entwickelt. Und das Nadima, nicht als kleines ängstliches Flüchtlingsmädchen hingestellt wird, sie lässt sich nichts gefallen und steht für sich ein. Beides sind zwei sehr starke weibliche Charaktere.
Das Buch behandelt nicht nur den Umgang von Kindern mit Flüchtlingen, sondern auch den von Eltern und Lehrern, was wunderbar darstellt, dass wir alle noch eine Menge zu lernen haben.

Wenn ich könnte würde ich verfügen, dass alle Kinder im Alter von Nadima und Josie, dieses Buch lesen sollte, es würde sicherlich sehr hilfreich für viele sein, wie man mit Fremden aber auch miteinander umgehen sollte. Aber auch als Erwachsene, kann man ziemlich viel von den Kindern in diesem Buch lernen und zwar unter anderem, dass man nicht immer die gleiche Sprache sprechen muss um sich zu verstehen.

Fazit:

Ein super gelungenes Buch mit 2 sehr sympathischen Protagonistinnen über ein sehr wichtiges Thema unserer Zeit. Eine ganz klare Leseempfehlung für Kinder, aber auch für Erwachsene.

Veröffentlicht am 08.06.2018

Jane Austen mal aus einer anderen Sicht

Jane Austen - Jagd auf das verschollene Manuskript
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Rachel und Liam werden auf eine geheime Mission in die Zeit zurück geschickt, um dort das unveröffentlichte Skript "The Watsons" der Autorin Jane Austen zu finden. Das Zeitreisen gar nicht so einfach ist, ...

Rachel und Liam werden auf eine geheime Mission in die Zeit zurück geschickt, um dort das unveröffentlichte Skript "The Watsons" der Autorin Jane Austen zu finden. Das Zeitreisen gar nicht so einfach ist, merken die beiden schnell. Nicht nur, das jede kleine Geste theoretisch die Zukunft verändern kann, man muss auch genau darauf achten was man sagt und tut, um nicht aufzufliegen. Alles gar nicht so einfach....

Meine Meinung:

Die Idee hinter der Geschichte finde ich genial, 2 Zeitreisende, die sich in die Vergangenheit begeben, um Jane Austen zu treffen und ihr Manuskript zu bekommen. Die Autorin hat wirklich gut die einzelnen Familienmitglieder der Familie Austen beschrieben, sodass ich nun wirklich erstmals einen richtigen Überblick habe. Durch ihre Familiensituation kann man erst richtig verstehen, warum Jane so geschrieben hat wie sie hat.
Besonders die Figuren der Familie Austen fand ich zum Großteil gut durchdacht und gut präsentiert. Auf einige hätte die Autorin aber ruhig noch ein bisschen mehr eingehen können. Die beiden Protagonisten (Rachel und Liam) waren auch gut durchdacht, hätte mir aber bei ihnen manchmal mehr Reflexion und Tiefgang gewünscht. Aber alles in allem waren sie ganz sympathisch und ich mochte sie am Ende doch ganz gern.
Der Schreibstil ist flüssig und angenehm zu Lesen. Meiner Meinung nach,aber hätte die Autorin auf die erotischen Beschreibungen (die teilweise sehr explizit waren) verzichten sollen, es passt einfach nicht in die Geschichte und ist einfach unnötig.
Die Geschichte hatte einige überraschende Wendungen und Ereignisse, die einem als Leser gut unterhalten haben. Leider war das Ende sehr schnell abgearbeitet, da hätte ich mir ein bisschen mehr Inhalt gewünscht.

Fazit:

Alles in allem eine interessante Geschichte mit kleinen Mankos, die sich um die fabelhafte Jane Austen dreht! Zeitreisen und Jane Austen wer hätte gedacht, dass das zusammen passen kann. ;)

Veröffentlicht am 18.05.2018

Mäßiger Reihenauftakt

Vicious Love
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Emilia LeBlanc musste wegen ihm alles aufgeben und ihre Heimat und ihre Familie verlassen. Jahre später hat sie sich ein neues Leben in New York aufgebaut, als er auf einmal wieder auftaucht! Er ist Barron ...

Emilia LeBlanc musste wegen ihm alles aufgeben und ihre Heimat und ihre Familie verlassen. Jahre später hat sie sich ein neues Leben in New York aufgebaut, als er auf einmal wieder auftaucht! Er ist Barron Spencer, meist nur Vicious genannt, dessen Name wirklich Programm ist, wird ihr Leben mal wieder gehörig auf den Kopf stellen.

Meine Meinung:

Die Autorin schreibt sehr angenehm und ihr Stil ist sehr flüssig zu lesen. Auch die Zeitsprünge hat sie sehr gut in die Geschichte eingebaut und alles wird sehr stringent erzählt.
Die Geschichte armes Mädchen trifft reichen bösen Bad Boy ist nicht wirklich neu, aber ihre Umsetzung war ganz passabel. Die Autorin hatte einige Wendungen in petto.
Die Charaktere des Buches haben es mir leider sehr schwer gemacht. Am Anfang mochte ich Emilia und ihre Art noch sehr, ich konnte mich leicht mit ihr identifizieren. Leider hat sie im Verlaufe des Buches keine wirkliche Entwicklung durchgemacht und ich konnte ihre Handlungen vor allem im Bezug auf Vicious nicht nachvollziehen. Ich hätte mir von ihr mehr Charakter und Stärke gewünscht.
Nun kommt meine größte Schwierigkeit mit diesem Buch: Vicious. Ein Charakter der mir von der ersten bis zu letzten Seite unsympathisch und zu dem ich gar keine Verbindung aufbauen konnte. Im ersten Teil dachte ich mir noch, ok er ist ein Aˋˋˋˋ und wird sich verändern, leider blieb er eins. Daher konnte ich mich auch gar nicht für die Liebesgeschichte zwischen den beiden Erwärmen, da ich immer nur dachte -Emilia nimm jemand besseren-.
Auch Vicious schwierige Vergangenheit hat mich vollkommen kalt gelassen und ich konnte nicht einmal Mitleid mit ihm aufbringen
Alles in allem konnte ich keine wirkliche Verbindung zu den Figuren aufbauen, was mein ganzes Verhältnis zu dem Buch stark beeinträchtigt hat.
Fazit:
Ganz nett geschriebenes Buch, dem aber vor allem ein wirklich unsympathischer Protagonist dazwischen kommt!