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Veröffentlicht am 25.07.2021

Alles wurde viel zu schnell abgehandelt

Kronenkampf. Geschmiedetes Schicksal
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Vielleicht waren meine Erwartungen an dieses Buch einfach zu hoch! Ich habe bisher fast alle Bücher von Valentina Fast gelesen und geliebt. Das Cover sah schon einmal vielversprechend aus und hat richtig ...

Vielleicht waren meine Erwartungen an dieses Buch einfach zu hoch! Ich habe bisher fast alle Bücher von Valentina Fast gelesen und geliebt. Das Cover sah schon einmal vielversprechend aus und hat richtig Lust auf diesen Romantasy-Roman gemacht. Auf Kronenkampf habe ich mich daher besonders gefreut und konnte es gar nicht abwarten es endlich zu lesen.



Die ersten hundert Seiten waren wirklich super geschrieben und ich kam gut in die Geschichte rein. Der Schreibstil im Allgemeinen ist super flüssig und man fliegt nur so durch die Seiten. Leider ging mir nach dem ersten Drittel einfach alles viel zu schnell. Ereignisse und Sachen, die ich als Höhepunkte beschrieben hätte, wurden innerhalb von ein paar Seiten einfach abgehandelt und schon steuerte man auf das nächste große Ding zu ohne dass man Zeit hatte sich vom ersten zu erholen. Das Buch hätte lieber eine Dilogie sein soll und nicht alles hätte in einen Band gequetscht werden sollen.



Zu den Charakteren: Sie alle waren irgendwie lieb und nett und auch sympathisch, aber irgendwie hatte keiner von ihnen Tiefe. Besonders bei der Protagonistin hat es mich gestört, dass ich auch am Ende des Buches nicht genau wusste was für ein Mensch sie jetzt ist. Sie blieb das ganze Buch über farblos und hat sich meiner Meinung nach nicht genug profiliert. Sie hatte keine wirklichen Hobbys oder Ecken. Ihr ist auch alles irgendwie zu geflogen, sodass ich mich nicht wirklich mit ihr identifizieren konnte. Genau so ging es mir auch mit dem Protagonisten. Mir wollte einfach nicht klar werden, warum ihn alle so toll finden. Ich weiß nur über ihn, dass er sehr gut aussieht und einigermaßen gut kämpfen kann.



Ein weiterer Punkt der mich extrem gestört hat war der Verlauf und Aufbau der Liebesgeschichte. Es ging einfach alles viel zu schnell, sie haben sich einmal gesehen und gefühlt boom waren sie auch schon unsterblich ineinander verliebt. Als Leserin konnte ich diese plötzlich auftauchenden Gefühle einfach null nachvollziehen, weil ich einfach nicht gesehen und verstanden habe was die beiden am anderen attraktiv finden. Mir haben hier einfach schlicht gute Gründe für die Liebe gefehlt. Es reicht nicht die ganze Zeit zu schreiben was für eine unglaubliche Liebe zwischen den beiden herrscht, man sollte es auch an Handlungen sehen können.



Fazit: Leider eine kleine Enttäuschung für mich, da die Charaktere sehr farblos bleiben und einfach alles viel viel zu schnell passiert. Ingesamt gebe ich daher 2,5 Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.07.2021

Ein sehr eindringlicher Roman

Wie viel von diesen Hügeln ist Gold
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Zuerst einmal möchte ich sagen, dass ich das Cover wirklich gelungen finde. Die Farben passen gut zum Titel, obwohl es ruhig ein wenig mehr golden als orange sein könnte. Die beiden Tiger spiegeln wiederum ...

Zuerst einmal möchte ich sagen, dass ich das Cover wirklich gelungen finde. Die Farben passen gut zum Titel, obwohl es ruhig ein wenig mehr golden als orange sein könnte. Die beiden Tiger spiegeln wiederum sehr gut den Inhalt des Buches wieder und deuten auch in ihrer Haltung auf einen Konflikt hin.

Zhang schreibt sehr außergewöhnlich und ich brauchte erst einmal ein bisschen um mit dem Schreibstil klar zu kommen. Einerseits gibt es sehr poetische Stellen und dann wiederum gibt es Beschreibungen, die mir ein wenig zu grafisch waren. Bei einigen Szenen musste ich doch ein paar Mal schlucken, da ich sehr brutal fand. Das Buch ist sehr realistisch und beschönigt nichts. Der harte und triste Alltag im mittleren Westen wird so eindringlich beschrieben, dass ich wirklich sehr froh war niemals durch so etwas durch zu müssen.

Viele wichtige Themen werden in diesem Buch angesprochen und super miteinander verbunden. Es geht um Geschlecht, Identität und Rassismus, um ein paar zu erwähnen. Und all dies wird vor die Kulisse des amerikanischen Traums gestellt. Dieses Buch zeigt eine neue Seite dieses Traumes und seiner Schattenseiten.

Besonders in Erinnerung werden mir wohl die Personen in diesem Buch bleiben. Sie alle haben eine Tiefe und so viele verschiedene Facetten, dass ich als Leserin immer wieder neues über sie erfahren habe. Oft habe ich meine Meinung daher redigiert und gemerkt, dass man schnell Sachen als Tatsachen annimmt aufgrund von eingeprägten Vorurteilen und Annahmen. Dieses Buch hat mit diesen Vorurteilen gespielt und so immer wieder für Spannung gesorgt. Mir persönlich hat das Ende nicht so gut gefallen. Es ist kein schlechtes Ende, aber in meinen Augen auch kein zufriedenstellendes. Ich ging ein wenig frustriert aus diesem Buch heraus, daher auch "nur" 4 Sterne.

Fazit: Ein faszinieren realistischer Roman mit diversen Charakteren, die einen immer wieder überraschen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.06.2021

Ein toller 'cozy' Krimi

Mord in der Mittsommernacht
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Miss Fisher ermittelt mal wieder in einem mysteriösen Mordfall, gerade als eine gewaltige Hitzewelle Australien trifft.

Meine Meinung:

Dieses Buch trifft zu 100 % auf die Kategorie cozy (gemütlicher) ...

Miss Fisher ermittelt mal wieder in einem mysteriösen Mordfall, gerade als eine gewaltige Hitzewelle Australien trifft.

Meine Meinung:

Dieses Buch trifft zu 100 % auf die Kategorie cozy (gemütlicher) Krimi zu. Der Fall ist an sich nicht super super spannend, aber er hält einige Überraschungen bereit, die ich nicht habe kommen sehen. Bis zum Schluss konnte ich schön mitraten und habe auch wirklich erst auf den letzten Seiten erkannt wer schuldig ist.

Besonders gut an diesem Buch hat mir der Schreibstil gefallen. Der Schreibstil vermittelt einen tollen 20er Jahre Flair, der eine unglaubliche Atmosphäre aufkommen lässt. Ich konnte mir viele Dinge immer so toll vorstellen, dank der großartigen Beschreibungen. Besonders die Beschreibungen der Mode und des Essens haben sich sehr authentisch angefüllt.

Die zweite Sache, die mir besonders gut gefallen hat waren die sympathischen Figuren. Im Buch trifft man nicht nur wieder auf die alte Gang, sondern lernt auch einige neue schrullige Persönlichkeiten kennen, mit denen ich selbst gerne mal Abendessen gehen würde. Trotz der vielen liebenswerten Personen, lebt das Buch von Prhynes Charme, Humor und Spleen. Sie ist mal genervt, mal gelangweilt und zeigt es dann auch. Diese Eigenschaften machen sie einfach so wunderbar menschlich und herzlich. Auch da ihre Ermittlungsmethoden nicht immer 100% legal sind, konnte ich immer ein bisschen mit schmunzeln und habe mich gefragt, was sie sich wohl als nächstes ausdenken wird. Dot ist mein zweitliebster Charakter im Buch, da sie sehr moralisch denkt und handelt, aber trotzdem alles für ihre Freunde tuen würde.



Fazit:

Ein gemütlicher Kriminalroman vor fantastischer Landschaft, der vor allem durch seine schrulligen Figuren und seine authentische Atmosphäre besticht.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.06.2021

Spannend aber auch verwirrend

Partem. Wie die Liebe so kalt
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Das Cover ist mir persönlich zu dunkel und passt nicht so gut zum Inhalt. Bei so einem Cover erwarte ich Dark Romance und nicht Urban Romantasy.
Das Thema des Buches fand ich super interessant und den ...

Das Cover ist mir persönlich zu dunkel und passt nicht so gut zum Inhalt. Bei so einem Cover erwarte ich Dark Romance und nicht Urban Romantasy.
Das Thema des Buches fand ich super interessant und den Fantasyaspekt sehr originell. Aber ich war auch immer wieder verwirrt von diesem Fantasyaspekt, weil mir nie ganz klar war wie viel die "normalen" Menschen davon wussten. Auch war ich eher verwirrt wie der Partem genau funktioniert und habe es auch am Ende des Buches nicht wirklich gerafft. Die Autorin hätte hier ruhig mehr erklären können über die Welt und den fantastischen Teil. Generell, hätten zum Ende hin ein paar mehr Fragen beantwortet werden können.
Der Schreibstil der Autorin war sehr flüssig und man konnte jeder Perspektive (es gibt 4 verschiedene) gut folgen.
Die Figuren haben mir allgemein sehr gut gefallen. Nur konnte ich den einen Liebesstrang überhaupt nicht nachvollziehen. Ich habe mich mal wieder gefragt, warum diese Person sich in die andere verliebt. Mir kam diese Person mal wieder eher wie ein super creepy Stalker vor und ich glaube/hoffe, dass jeder normale Mensch schreiend davon gelaufen wäre. Dafür hat mir die andere Liebesgeschichte sehr gut gefallen. Die beiden waren sehr süß zusammen und es gab die ein oder andere witzigere Szene zwischen den beiden.

Fazit: Alles in allem ein solider Auftakt einer Reihe mit viel Luft nach oben. Ich hoffe, dass im zweiten Band mehr erklärt wird.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.06.2021

Zu viel auf einmal

All Our Hidden Gifts - Die Macht der Karten (All Our Hidden Gifts 1)
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Mave entdeckt in ihrer Schule ein geheimnisvolles Tarot-Karten und beginnt daraufhin ihren Mitschülerinnen die Karten zu legen. Alles fühlt sich eher wie ein riesiger Spaß an bis eines Tages ein Mädchen ...

Mave entdeckt in ihrer Schule ein geheimnisvolles Tarot-Karten und beginnt daraufhin ihren Mitschülerinnen die Karten zu legen. Alles fühlt sich eher wie ein riesiger Spaß an bis eines Tages ein Mädchen nach dem Kartenlegen spurlos verschwindet.

Meine Meinung:

Vornweg muss ich sagen, dass die Autorin wirklich einen tollen Schreibstil hat. Ich flog nur so durch die Seiten und wurde total in die Geschichte hineingezogen. Gruseligere Stellen hat die Autorin sehr authentisch dargestellt und mir lief ab und zu ein Schauer über den Rücken.

Die Grundidee der Geschichte hat mich wirklich vollkommen überzeugt. Tarot-Karten sind ein Thema, das bisher noch nicht so häufig behandelt wurde in der Jugendbuchliteratur und ich hatte Freude daran so an das Thema heran geführt zu werden. Vorher wusste ich nämlich wirklich gar nichts darüber. Gemeinsam mit Maeve lernt man viel über diese andere Seite kennen. Mir war immer wieder sympathisch wie realistisch die Figuren an Situationen rangegangen sind. Zum Beispiel schaut Maeve sich erst einmal Videos auf Youtube an um mehr über das Kartenlegen zu erlernen.
Auch fand ich sehr toll, dass viele diverse Personen in der Geschichte vorkommen. Auch der Umgang mit diesen Personen von Seiten der Protagonistin war klasse. So sollte es immer ablaufen.
Leider waren mir zwar die Nebenfiguren sehr sympathisch (Fiona oder Joanne), aber Maeve konnte mich leider gar nicht begeistern. Sie sollte zwar schon 16 sein, hat sich aber häufig deutlich kindlicher verhalten. Darüber hinaus war sie sehr ich-bezogen und dachte mir persönlich viel zu häufig über ihren sozialen Status in der Schule nach. Mir war häufig nicht klar, warum sich überhaupt jemand in sie verlieben sollten oder einfach nur mit ihr befreundet sein sollte. Roe gefiel mir schon viel besser als Maeve, doch hier hat mich vor allem gestört, dass es zeitweise so aussah, als hätte er komplett vergessen, dass seine Schwester verschwunden ist...
Die zweite große Sache, die mich sehr gestört hat war, dass der Roman zu viele wichtige Themen angesprochen hat ohne ihnen richtig Raum zu geben. Ist es jetzt ein Jugendbuch oder ein Fantasyroman. Meiner Meinung hätte dieses Buch als Jugendbuch mit einem bisschen Kartenlegen besser geklappt. Das Ende war mir auch einfach viel zu abgefahren.

Fazit:
Ein klasse Grundidee, die sich aber in einem Genremix verliert. Die Fantasyelemente hätte es meiner Meinung nicht gebraucht.

  • Handlung
  • Charaktere
  • Erzählstil
  • Cover
  • Fantasy