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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.02.2026

3 Episoden

What about the bodies
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Das Buch nimmt seine Dramatik daraus, dass aus 3 Ebenen heraus erzählt wird. Carla, Reed, Liz. Sie haben gemeinsam, das sie jeweils ein konkretes, gefährliches Problem haben und das sie in Pennsylvania ...

Das Buch nimmt seine Dramatik daraus, dass aus 3 Ebenen heraus erzählt wird. Carla, Reed, Liz. Sie haben gemeinsam, das sie jeweils ein konkretes, gefährliches Problem haben und das sie in Pennsylvania leben.
Mir haben die Handlungsteile unterschiedlich gut gefallen. Am Besten fand ich den um Carla und ihren Sohn Billy, der in seiner Angst eine an einer Überdosis gestorbene Kommillitonin im Garten vergraben hat. Jetzt versuchen Mutter und Sohn die Leiche loszuwerden.

Reed ist ein junger Mann, der Autismus hat und dessen Mutter gerade gestorben ist. Wegen seinem Zustand lässt er sich schwer kontrollieren. Dieser Handlungsstrang steigert sich immer mehr und es gibt ein paar Passagen, die wirklich hängen bleiben.

Auch die Musikerin Liz hat Probleme, da sie verschuldet ist.

Die Episoden sind locker miteinander verbunden.
Ein gut zu lesendes Buch, das für mich mehr Drama als Kriminalroman ist.

Veröffentlicht am 17.02.2026

Eine Einordnung

Ein Versuch, meine Liebe zu ordnen
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Ein Versuch, meine Liebe zu ordnen von Christien Brinkgreve ist ein ruhiges Buch, dass eine Frau nach dem Tod ihres Mannes zeigt. Man ist dicht an ihren Gedanken.
Immer wieder sind Erinnerungen an ihre ...

Ein Versuch, meine Liebe zu ordnen von Christien Brinkgreve ist ein ruhiges Buch, dass eine Frau nach dem Tod ihres Mannes zeigt. Man ist dicht an ihren Gedanken.
Immer wieder sind Erinnerungen an ihre lange gemeinsame Zeit eingebunden. Vom ersten Kennenlernen, heiraten, Kinder bis zur Erkrankung und Pflege des Mannes. Auch ein Jahr nach dem Tod hat die Erzählerin noch nicht mit dem Ereignis abgeschlossen.
Sprachlich bin ich nicht überzeugt, aber Stimmungen werden erzeugt. Es ist ein soziologischer Ansatz zum Thema Verlust und Verarbeitung.

Veröffentlicht am 17.02.2026

Ein Buch von Relevanz

Sommer 24
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Navid Kermanis neues Buch ist eine Art privates erzählendes Essay, dass die Zeit Sommer 2024 beleuchtet. Im Mittelpunkt der Freitod eines Freundes, die Flüchtlingspolitik mit all seiner Unmenschlichkeit ...

Navid Kermanis neues Buch ist eine Art privates erzählendes Essay, dass die Zeit Sommer 2024 beleuchtet. Im Mittelpunkt der Freitod eines Freundes, die Flüchtlingspolitik mit all seiner Unmenschlichkeit und die Arbeit an einer Rede über Thomas Mann. Fast hat es etwas tagebuchartiges, auch erstaunlich emotional.

Und es geht nicht nur um 2024. Auch Allgemeingültiges wird thematisiert.

Ein Reiz des Buches ist, die ganzen Themen zusammen zu bekommen, da die Zusammenhänge nicht so offensichtlich sind.

Veröffentlicht am 17.02.2026

Adrian Reiter

Im ersten Licht
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Dieser Roman zeigt das vergangene Jahrhundert anhand eines Mannes, der 1901 geboren wurde. Adrian Reiter, ein Mann, der nicht agiert, sondern beobachtet. Mehrere Begegnungen prägen sein Leben. Es sind ...


Dieser Roman zeigt das vergangene Jahrhundert anhand eines Mannes, der 1901 geboren wurde. Adrian Reiter, ein Mann, der nicht agiert, sondern beobachtet. Mehrere Begegnungen prägen sein Leben. Es sind Menschen, die vom Krieg zerrüttet und beschädigt sind. Das gilt für den ersten wie für den zweiten Weltkrieg.

Das Buch ist teilweise bedrückend und ich habe lange gebraucht hineinzukommen. Dabei erzählt Norbert Gstrein von Anfang an präzise und mit Intensität.
Aber der Protagonist ist so zurückhaltend und passiv. Erst im dritten und letzten Teil des Buches habe ich das Gefühl endlich angekommen zu sein, als Adrian beginnt sich zu öffnen.

Das Buch ist nicht einfach, aber von Bedeutung, da es zeigt, wie Krieg das Leben der Menschen nachhaltig beeinflusst.

Veröffentlicht am 16.02.2026

Ein hartes Buch, aber nicht ohne Komik

7 Arten, eine Katze zu töten
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Dieser Roman aus Argentinien hat eine ganz andere Ausstrahlung als Kriminalromane aus den USA oder England.
Es zeigt Lebensumstände in Buenos Aires Elendsvierteln, die geprägt sind von Kriminalität.
Für ...

Dieser Roman aus Argentinien hat eine ganz andere Ausstrahlung als Kriminalromane aus den USA oder England.
Es zeigt Lebensumstände in Buenos Aires Elendsvierteln, die geprägt sind von Kriminalität.
Für mich ist es fast mehr eine Milieustudie.
Das Buch wird von der schnoddrigen Erzählstimme von Gringo, wie er genannt wird, bestimmt. Am Anfang wirkte es in den Dialogen fast wie aus einem Coming-of-age-Roman, aber die Beschreibungen sind gut gemacht.
Es ist ein hartes Buch, hat aber auch komische Seiten.
Ein Nachwort von Peter Henning schließt das Buch!