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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.01.2026

Wenig Spannung, eher schwacher Hoover

Woman Down
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Colleen Hoover ist im letzten Jahr zu einer meiner Lieblingsautor*innen geworden und nach Verity musste daher auch ihr neues Romantic-Suspense Buch bei mir einziehen. Der Schreibstil ist wie gewohnt sehr ...

Colleen Hoover ist im letzten Jahr zu einer meiner Lieblingsautor*innen geworden und nach Verity musste daher auch ihr neues Romantic-Suspense Buch bei mir einziehen. Der Schreibstil ist wie gewohnt sehr flüssig und lässt sich wahnsinnig gut lesen.

Wir lernen die Autorin Petra Rose kennen, die mit einer Schreibkrise und den Folgen eines heftigen Shitstorms zu kämpfen hat. Und das sehr detailliert: die ersten etwa 100 Seiten drehen sich fast ausschließlich darum. Obwohl ich das Thema prinzipiell ansprechend finde, empfand ich diesen Teil als deutlich zu langgezogen.

Erst danach kommt langsam Bewegung in die Handlung, und wir begegnen Nathaniel Saint, der für Petra sehr schnell eine Art Muse wird. Leider blieb Nathaniel für mich durchgehend unnahbar und unsympathisch. Meist kann man die Gedanken und Gefühle von Petra sehr gut nachvollziehen, sie sind sehr gut und nahbar beschrieben, was aber natürlich nicht heißen muss, das man sie mag oder ihr Handeln gutheißt.

Den Romantikaspekt habe ich überhaupt nicht gefühlt – von Liebe ganz zu schweigen. Stattdessen habe ich dann verzweifelt auf den Thriller-Aspekt gewartet. Dieser kam dann, dümpelte vor sich hin, war hervorsehbar und konnte mich überhaupt nicht überzeugen.

„Woman down“ ist für mich kein Romantic Thriller. Ich würde es eher als einen Abstecher in Dark Romance einordnen, wobei auch das meiner Meinung nach nicht wirklich gut gelungen ist.

Das Buch konnte trotzdem fesseln und ließ sich gut lesen, und die Gedanken und Gefühle von Petra fand ich sehr gut beschrieben. Trotzdem blieb auch sie für mich letztlich schwer greifbar, und keiner der Charaktere wird mir lange in Erinnerung bleiben.

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Veröffentlicht am 19.01.2026

Starke Charaktere treffen eher ruhige Spannung

This Story Might Save Your Life
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Der Klappentext entspricht absolut meinem Geschmack und hat sofort Lust auf mehr gemacht. Die Geschichte beginnt direkt mit dem Verschwinden und damit total spannend, und durch den flüssigen Schreibstil ...

Der Klappentext entspricht absolut meinem Geschmack und hat sofort Lust auf mehr gemacht. Die Geschichte beginnt direkt mit dem Verschwinden und damit total spannend, und durch den flüssigen Schreibstil war ich sofort gefesselt.

Das Buch ist aus Bennys Sicht in der Gegenwart geschrieben. Zusätzlich erhalten wir Kapitel mit dem Manuskript von Joy, in denen sie von ihrer Vergangenheit erzählt. Diese Erzählweise fand ich sehr gut, da sie Abwechslung reingebracht hat. Außerdem erfährt man so, was in der Vergangenheit passiert ist. Die Kapitel, in denen es um den Podcast geht, mochte ich auch sehr gerne, und gerade der Titel des Podcasts hat mich zum Schmunzeln gebracht.

Mir hat sehr gut gefallen, dass die Charaktere alle sehr authentisch waren: Jeder hatte Stärken und Schwächen, hat zeitweise richtig und falsch gehandelt, und dadurch hat sich alles einfach sehr echt angefühlt. Das war wirklich stark gemacht.

Man erfährt sehr viel über die Beziehungen zwischen den Charakteren, das muss man mögen. Für mich gab es einige Längen im Buch, sodass ich stellenweise das Gefühl hatte, dass es nicht richtig vorangeht. Es gab jedoch eine konstante, gleichbleibende Grundspannung, sodass ich immer weitergelesen habe. Ich hätte mir nur gewünscht, dass es zwischendurch etwas spannender wird.

Das hätte ich mir besonders für die Auflösung gewünscht. Es war zwar vieles unvorhersehbar und die Plot-Twists waren jeweils sehr gut, meiner Meinung nach wurden sie aber nicht mit der nötigen Dosis Spannung „verkauft“. Ich hatte gegen Ende kein Herzklopfen, sondern eher Aha-Momente, sodass es mich nicht umgehauen hat.

Das Buch hat mich trotz einiger Längen sehr gut unterhalten und mir wirklich schöne Lesestunden beschert, sodass ich es sehr gerne weiterempfehle!

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Veröffentlicht am 22.12.2025

Ein Wiedersehen mit Lo – leider ohne große Spannung

The Woman in Suite 11
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Vor Jahren habe ich „The woman in cabin 10" gelesen und geliebt, und ich war unglaublich erfreut, dass es nun eine Fortsetzung der Geschichte gibt. Und es ist wirklich eine Fortsetzung, denn wir treffen ...

Vor Jahren habe ich „The woman in cabin 10" gelesen und geliebt, und ich war unglaublich erfreut, dass es nun eine Fortsetzung der Geschichte gibt. Und es ist wirklich eine Fortsetzung, denn wir treffen viele der vorherigen Charaktere wieder. Lo's Leben hat sich in der Zwischenzeit verändert, und ich fand es erst ganz interessant, zu sehen, wo sie jetzt im Leben steht.

Den Anfang habe ich allerdings als wirklich zäh empfunden. Natürlich musste man an die vorherigen Charaktere und Zusammenhänge erinnert werden, aber hier gab es einfach viel zu viele Details, die nicht handlungsrelevant waren. Es passierte gefühlt sehr lange nichts
Nennenswertes.

Ab ca. der Hälfte besserte sich das, und ab da war es für mich ein Kriminalroman, der leider auch nicht sonderlich gut umgesetzt war. Ich spürte kaum keinen Bezug zu den Charakteren, und die Hauptprotagonistin Lo verhielt sich so naiv, dass es mir sehr schwer fiel, ihre Handlungen irgendwie sinnvoll nachzuvollziehen. Für mich ist auch überhaupt nicht glaubhaft, dass jemand so selbstlos handeln soll.

Das Ende bot einige Überraschungen und alles wurde rund aufgelöst. Der Showdown war für mich jedoch nur mäßig spannend. Die Geschichte hatte durchaus spannende Ansätze, die Handlung und die Umsetzung konnte mich allgemein aber leider nur begrenzt überzeugen. Insgesamt ist das für mich eine der schwächeren Geschichten von Ruth Ware.

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Veröffentlicht am 22.12.2025

Düster, intensiv - ein echter Pageturner!

Der Boss – Ist er ein Monster oder ein Genie?
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Love, Mom, von der Autorin habe ich geliebt, und dementsprechend hoch waren meine Erwartungen. Was soll ich sagen: dieses Buch hat Love, Mom für mich sogar getoppt!
Die Geschichte startet direkt rasant ...

Love, Mom, von der Autorin habe ich geliebt, und dementsprechend hoch waren meine Erwartungen. Was soll ich sagen: dieses Buch hat Love, Mom für mich sogar getoppt!
Die Geschichte startet direkt rasant und behält dieses Tempo das gesamte Buch über bei. Die kurzen Kapitel und der moderne, flüssige Schreibstil sorgten dafür, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Für mich gab es keinerlei Längen, und auch der Umfang fühlte sich genau richtig an.
Die geheimnisvolle, düstere Atmosphäre in der Villa war sehr intensiv, und dadurch, das man absolut nicht wusste, wem man trauen kann, war der Nervenkitzel durchgehend hoch. Die anderen Charaktere in der Villa blieben auch herrlich undurchschaubar.
Natalie mochte ich als Protagonistin sehr, auch wenn sie mir stellenweise zu mutig oder sogar naiv erschien. Letztlich hat das aber gut zur Geschichte gepasst. Die Auflösung wiederum war, wenn auch teilweise etwas angedeutet, ein echter Wow-Moment. Auch das Ende ließ mich zufrieden zurück.
Wer düstere, spannende Geschichten mit einer konstanten Sogwirkung mag, sollte dieses Buch definitiv lesen. Ich wiederum kann es jetzt schon kaum erwarten, hoffentlich bald ein weiteres Buch von Iliana Xander zu lesen.

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Veröffentlicht am 01.12.2025

Ein Winterthriller, der alle Erwartungen erfüllt

Eisnebel
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Das Buch hatte wirklich alle Grundvoraussetzungen, um sehr, sehr gut zu werden – und so viel vorab: Es IST sehr, sehr gut geworden!

Die Geschichte fängt direkt sehr atmosphärisch an, und ich habe das ...

Das Buch hatte wirklich alle Grundvoraussetzungen, um sehr, sehr gut zu werden – und so viel vorab: Es IST sehr, sehr gut geworden!

Die Geschichte fängt direkt sehr atmosphärisch an, und ich habe das Setting sehr geliebt und gefühlt: die Kälte, die Abgeschiedenheit, der ganze Schnee – herrlich für die Einführung in Winterbücher! Allein wegen des Settings war ich von Anfang an gefesselt, und die Geschichte war auch sehr spannend, sodass ich nur so durch die Seiten geflogen bin.

Die teils sehr toxischen Charaktere und Beziehungen fand ich super gut umgesetzt. Ich mochte es auch, dass es nur die Sicht von Theo gab, dadurch war die Kluft zu einigen Charakteren größer und man wusste sehr lange nicht, wem man inwieweit trauen durfte und was überhaupt los war. Die Geschichte war auch eher kompliziert, man hat nach und nach mehr herausgefunden und dann auch absolut gut nachvollziehen können. Das liebe ich und das war wirklich grandios umgesetzt.

Das Ende war ebenfalls sehr passend und es wurde alles schlüssig aufgelöst. Hätte ich mehr Zeit gehabt, hätte ich das Buch bestimmt an einem Tag ausgelesen. Ich habe das Buch wirklich total zufrieden zugeklappt und kann es absolut weiterempfehlen!

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