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Veröffentlicht am 05.10.2019

Finde mich. Jetzt (Kathinka Engel)

Finde mich. Jetzt
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Gefühlt eine Eeewigkeit habe ich auf die neue Reihe und auf das Erscheinen von Band 1 hingefiebert und konnte es kaum erwarten, endlich nach Pearley zu reisen und die Charaktere kennen zu lernen. Die Autorin ...

Gefühlt eine Eeewigkeit habe ich auf die neue Reihe und auf das Erscheinen von Band 1 hingefiebert und konnte es kaum erwarten, endlich nach Pearley zu reisen und die Charaktere kennen zu lernen. Die Autorin Kathinka Engel hat mit "Finde mich. Jetzt" den perfekten Auftakt einer neuen Trilogie erschaffen!

Zu Beginn der Geschichte lernen wir Tamsin kennen. Tamsin ist eine junge Frau, die vor lauter Druck und Schmerz nach Pearley zieht, um sowohl ihre Familie als auch ihre gescheiterte Beziehung hinter sich zu lassen. Auf mich wirkte sie sehr entschlossen und selbstbewusst, denn in ihren Plan ließ Tamsin sich stets nicht reinreden und blickte immer nach vorn in die Zukunft. Diese Eigenschaft fand ich super, weil man als Leser immer gemerkt hat, wie unfassbar stark und orientiert Tamsin war. Außerdem habe ich ihre mitfühlende und liebenswerte Art total lieb gewonnen und ihre fröhliche Art war oftmals wirklich ansteckend.

Rhys, unser männlicher Protagonist, ist ein etwas schwieriger Fall. Aufgrund seiner schlechten Erfahrungen und Erlebnisse aus der Vergangenheit kann er anderen Menschen nur schwer Vertrauen und Glauben schenken.Mit dieser Eigenschaft konnte ich mich perfekt mit ihm identifizieren, da ich ihn so gut wie immer nachvollziehen und verstehen konnte, da ich das Problem von mir selber kenne. Seine Entwicklung mitzuverfolgen war so, so schön! Nach und nach ist er immer mehr aus sich herausgekommen, hat sich selbst mehr zugetraut aber auch Tamsin mehr Vertrauen schenken können. Seine Entwicklung in der Geschichte war wirklich sehr berührend.

Die Liebesgeschichte zwischen Rhys und Tamsin baut sich wie ein Puzzle Stück für Stück zusammen, bis anschließend selbst das letzte und fehlende Puzzleteil seinen Platz findet. Hierbei fand ich es absolut harmonisch zur Geschichte, dass nichts überstürzt wurde und die Annäherung sehr langsam stattgefunden hat. Das passte zur Geschichte und auch zu den Charakteren. Für mich passen die beiden unglaublich gut zusammen und ich war so froh, dass die beiden zueinander gefunden haben. Beide tun dem jeweils anderen gut und das konnte man immer wieder auf´s Neue spüren!

Insgesamt hat mir "Finde mich. Jetzt" wirklich sehr gut gefallen! Sowohl die Geschichte als auch die Charaktere waren bis ins letzte Detail ausgearbeitet und man hat einfach gemerkt, dass Kathinka Engel sich wirklich intensiv mit dem Plot auseinander gesetzt hat. Für meinen Geschmack kam zum Ende hin etwas zu viel unnötiges Drama, welches nicht mehr unbedingt mit hätte eingebaut werden müssen. Das hat mir die bis dahin friedliche Geschichte ein wenig kaputt gemacht, weshalb ich hier einen Stern abziehe. Ansonsten aber ein super schönes Buch und ich bin schon sehr gespannt auf den zweiten Band!

Veröffentlicht am 21.09.2019

Love me in the Dark (Mia Asher)

Love me in the Dark – Verbotene Sehnsucht
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Auf "Love me in the Dark" bin ich eher durch Zufall gestoßen. Zugegeben, das Cover ist jetzt nicht so unbedingt meins und ich hätte eher ein anderes gewählt, doch ich habe schon weitaus schlimmere gesehen. ...

Auf "Love me in the Dark" bin ich eher durch Zufall gestoßen. Zugegeben, das Cover ist jetzt nicht so unbedingt meins und ich hätte eher ein anderes gewählt, doch ich habe schon weitaus schlimmere gesehen. Die Tatsache, dass die Geschichte in Paris spielt, hat mich sofort neugierig gemacht. Ich habe ein kleines Faible für Paris und habe mich tierisch gefreut, einmal eine Geschichte zu lesen, die in dieser Stadt spielt. Und auch der Klappentext hat mich total angesprochen. Doch etwa ab der Hälfte des Buches hat sich meine Begeisterung irgendwann gewandelt..


Unsere Protagonistin Valentina ist seit zwölf Jahren mit ihrem Mann William verheiratet. Eigentlich wollte beide gemeinsam nach Paris, doch unter einem Vorwand landet sie dann alleine dort und bleibt dort einige Zeit. Dort lernt sie Sebastien kenne, auf dem ich später noch einmal eingehen werde. Valentina war mir irgendwie ein Stück weit zu naiv. Obwohl sie genau wusste, was ihr Mann in seiner Zeit so treibt, hatte sie dennoch immer diese rosarote Brille auf, mit der sie alles schön zu reden versuchte. Zudem wirkte sie wie eine Frau, die einfach keine eigene Meinung hat. Das ist mir erst ab der Hälfte des Buches so richtig bewusst geworden. Andauernd hat sie nach der Pfeife der anderen gelebt, war nahezu ein Mitläufer. Ich hatte das Gefühl, dass sie sich in eine Rolle zwängen wollte, die einfach mal so gar nicht zu ihrer Persönlichkeit passte. Das hat mich sehr gestört.


Sebastien, unser französischer Protagonist, ist der mysteriöse Fremde, der sich als auf der Vernissage kurzerhand als Valentinas Freund ausgibt, damit sie nicht heraus geschmissen wird. Aufgrund eines Ereignisses in seiner Vergangenheit, hat er seit Jahren keine Frau mehr so richtig an sich heran gelassen. Doch natürlich ändert sich das alles, als er Valentina trifft. Er ist sofort hin und weg von ihr und kann an nichts anderes mehr denken, als an..? Valentina natürlich. Diese Euphorie war mir irgendwann einfach zu viel. Er kannte sie einfach überhaupt nicht, wusste dass sie verheiratet war, und ihm war einfach alles egal. Alles, was für ihn zählte, war, dass er sie haben will und sie niemand anderen gehören sollte als ihm. Wie sollte es auch anders sein. Ich konnte ihm das alles wirklich nicht abkaufen, weil er doch so verletzt war, dass er niemanden mehr an sich heran gelassen hast. Und plötzlich kommt Valentina und die Trauer ist vorbei? Nein, das kann ich beim besten Willen nicht glauben..


Die Geschichte war immer sehr abwechselnd. Auf der einen Seite gab es sehr viele tiefgründige Momente, in denen ich mir oft dachte: "Wow, jetzt kommt was!", doch im nächsten Moment wanderte die Atmosphäre von ernst auf beinahe billiges Gerede. Ich lese wirklich viele Bücher im New Adult Bereich und sehe über vieles hinweg, wo andere schon sagen, dass es zu viel ist. Aber mich hat die Ausdrucksweise teilweise so extrem gestört.. Wenn ich so etwas lese wie "Du wunderbarer, wunderbarer Mann". Wer sagt denn sowas? Natürlich sollte man seinem Partner Komplimente machen, aber diese Situation war einfach so dermaßen unpassend und war eine Antwort von Valentina mitten in einem vollkommen normalen Gespräch. Und das hat sie im Verlauf der Geschichte mindestens dreimal so gesagt. Ohne die ganzen anderen Ausdrücke, die ich hier jetzt mal außen vor lasse! :D

William, Valentinas Mann, war mir auch total unsympathisch. Ein Außenstehender konnte sofort merken, was für ein falsches Spiel er spielt, aber nicht so Valentina. Obwohl sie ganz offensichtlich wusste, was er trieb, hat es sie nicht gestört. Und sobald er mit einer schnulzigen Entschuldigung angekrochen kam, hat sie ihm verziehen. Wie wenig Rückgrat kann ein Mensch denn besitzen? In diesem Kontext ist mir auch ein Logikfehler (?) aufgefallen. Nach etwa der Hälfte des Buches und einem Absatz später, ist Valentina "plötzlich schon ein paar Monate in Paris". Wenn man gerade Abstand von seinem Ehemann haben möchte, kann man ja nicht urplötzlich schon mehrere Monate in Paris sein, ohne es zu merken.

Wie man merkt, war ich nicht mehr so angetan wie zu Beginn des Lesens. Die erste Hälfte des Buches hat mir wirklich so gut gefallen und ich war überzeugt davon, dass die Geschichte einfach nur gut werden kann. Aber ab diesem Zeitpunkt häuften sich irgendwann die Momente, die für mich nicht nachvollziehbar waren. Und besonders zum Schluss wurde für meinen Geschmack plötzlich viel zu viel Drama eingebaut. Drama, das zu diesem Zeitpunkt eigentlich schon gar nicht mehr hätte stattfinden müssen.
Es ist der ersten Hälfte des Buches zu verdanken, dass ich der Geschichte drei Sterne gebe. Ansonsten hätte ich noch einen abgezogen.

Veröffentlicht am 18.09.2019

Save me from the Night (Kira Mohn)

Save me from the Night
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Schon Band 1 der Trilogie "Show me the Stars" von Kira Mohn hat mich einfach nur umgehauen und mich vollkommen perplex zurückgelassen. Für mich war der Einstieg der Trilogie absolut gelungen und für mich ...

Schon Band 1 der Trilogie "Show me the Stars" von Kira Mohn hat mich einfach nur umgehauen und mich vollkommen perplex zurückgelassen. Für mich war der Einstieg der Trilogie absolut gelungen und für mich definitiv ein Jahreshighlight. Doch die Rechnung habe ich ohne "Save me from the Night" gemacht. Und wenn ich dachte, dass es nicht mehr besser geht, dann habe ich mich gewaltig geschnitten.


Seanna, unsere Protagonistin, ist eine so unfassbar starke, mutige und bewegende junge
Frau. Sie ist taff, sie weiß was sie will und ich habe sie einfach nur bewundert. Schon der Klappentext lässt darauf schließen, dass Seanna etwas Schlimmes erlebt haben muss. Doch nichts, absolut gar nichts, konnte mich auf das vorbereiten, was dieses Buch hier vermittelt hat. Oftmals blieb mir der Mund einfach nur offen stehen und einige Male war ich zutiefst erschüttert und erschrocken darüber, wie grausam diese Welt und die Menschheit nur sein kann. Seanna geht mit der Gesamtsituation so erwachsen um und kümmert sich so liebevoll und fürsorglich um ihre Mitmenschen, obwohl sie selber etwas mehr Glück im Leben eindeutig vertragen könnte. Ich habe sie für ihre Handlungen absolut bewundert!

Niall Kennan, Deans bester Freund und neuer Chef im Brady´s, ist ein Typ, in den man sich innerhalb den ersten Sekunden einfach nur verlieben kann. Seine aufmerksame Ader und die Tatsache, dass er sofort zur Stelle ist, wenn es Probleme gibt, haben ihn in meinen Augen einfach nur unwiderstehlich gemacht :P Niall gehört zu der Sorte Mann, die dich beschützen, egal in welcher Lebenslage und dabei trotzdem absolut vernünftig, erwachsen und problemorientiert handeln. Mit seiner Geschichte habe ich so absolut gar nicht gerechnet und ich hatte wirklich Tränen in den Augen, als er Seanna seine Geschichte erzählt hat. Diese hat mich zutiefst berührt und einige Male hätte ich ihn am liebsten in den Arm genommen.

An dieser Stelle möchte ich auch einmal ein Lob an Seannas kleine Schwester Pippa aussprechen. Pippa verhält sich für ihr Alter so vernünftig und handelt niemals aus dem Bauch heraus. Sie rennt niemals vor Problemen weg, sondern stellt sich diesen und handelt dementsprechend so, wie es ein Erwachsener getan hätte. Das Verhältnis zwischen ihr und ihrer Schwester war so innig und so wunderschön, die Liebe zwischen den beiden war definitiv nicht zu übersehen. Im Übrigen bin ich absolut verliebt in den Spitznamen "Sheshe", den Pippa Seanna liebevoll gegenüber anwendet.



Die Liebesgeschichte zwischen Niall und Seanna verläuft still und heimlich. Hier wird absolut nichts überstürzt und mit absoluter Ruhe angegangen. In einem anderen Buch hätte ich das als zu schleppend und langatmig empfunden, doch nicht hier bei dieser Geschichte. Sowohl Niall als auch Seanna haben mit den Dämonen ihrer Vergangenheit zu kämpfen. Die langsame Annäherung war perfekt und hat absolut zur Handlung und zu den Protagonisten gepasst! Seanna und Niall waren super schnell ein eingespieltes Team und man hatte das Gefühl, dass die beiden sich schon seit Ewigkeiten kannten. Ich könnte noch tausende Seiten über die beiden lesen und es würde niemals langweilig werden!


Rundum kann ich sagen, dass "Save me from the Night" mich sprachlos zurücklässt. Die Geschichte und das Schicksal beider Protagonisten sind mir sehr nahe gegangen und haben mich wirklich sehr bewegt. Ich war nach "Show me the Stars" der Meinung, dass kein Folgeband dieser Welt die Geschichte toppen kann. Doch nachdem ich nun Band 2 beendet habe, bin ich mir dessen absolut nicht mehr sicher. Dieses Buch hat irgendwas mit mir angestellt. Mich zum Nachdenken angeregt. Und mir wieder einmal gezeigt, dass nicht jeder Mensch so ist, wie er auf den ersten Blick wirkt. Oftmals steckt so viel mehr dahinter, als man auf den ersten Schein denkt. Also, schaut hinter die Fassaden! Und seht die Menschen dahinter wirklich.

Veröffentlicht am 15.09.2019

Finding Mr Wright (K.A. Linde)

Finding Mr. Wright
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Schon lange vor Erscheinen bin ich auf "Finding Mr. Wright" aufmerksam geworden. Die, die mich schon länger verfolgen wissen, dass ich solche "Boss Geschichten" total gerne lese und dementsprechend war ...

Schon lange vor Erscheinen bin ich auf "Finding Mr. Wright" aufmerksam geworden. Die, die mich schon länger verfolgen wissen, dass ich solche "Boss Geschichten" total gerne lese und dementsprechend war ich wirklich sehr neugierig darauf, was mich hier erwarten würde. Anfangs hat mir das Buch auch wirklich noch gut gefallen, aber für mich erschienen im Laufe der Geschichte immer mehr Kritikpunkte, sodass das Buch für mich letztendlich doch nicht mehr der Burner war. Aber alles der Reihe nach...


Zu Beginn lernen wir unsere Protagonistin Emery kennen. Emery erwischt ihren Freund Mitch in flagranti, wie er mit einer anderen schläft. Schlussfolgernd zieht sie nach Lubbock und trifft auf die Wrights und ab da beginnt alles... Emery wird im Laufe des Buches immer als taffe, selbstbewusste Frau dargestellt, die genau weiß, was sie will und ihren eigenen Kopf hat. Dieser Meinung war ich nicht (immer). Auf mich wirkte sie oft sehr unbeholfen und teilweise sogar fast ein wenig unreif. Bei Auseinandersetzungen und Konflikten behielt sie stets einen kühlen Kopf, aber ich weiß nicht, wie oft erwähnt wurde, dass sie bei der kleinsten Situation errötet. Ich habe irgendwann aufgehört zu zählen :D Emery hat in meinen Augen sehr unterschiedliche Signale gesendet und ich konnte ihr Verhalten nur schwer deuten.


Jensen, der große Bruder ihres Ex´, wurde anfangs ein wenig in die Bad Boy Schiene eingeteilt. Stinkreich, gutaussehend, also logische Schlussfolgerung in diesem Buch: Die Frauen liegen ihm zu Füßen. Dass aber Reichsein nicht gleich automatisch Beliebtheit unterstreicht, wird hier nicht aufgegriffen. Jensen war mir größtenteils wirklich sympathisch. Seine geschickte Ader der kleinen Lily (Emerys Nichte) fand ich wirklich niedlich und ich glaube, dass wir insgeheim alle von einem Kerl schwärmen, der gut mit Kindern umgehen kann (oder zumindest viele von uns :P). Zum Ende des Buches aber kam ein Logikfehler auf, der mich immer noch tierisch aufregt. In einer Passage erwähnt Emery, dass Jensen immer frisch rasiert ist und ihm sein Dreitagebart, den er aufgrund von Stress und Zeitmangel nicht rasiert hat, ausgezeichnet steht. Ich frage mich: Wieso ist auf dem Cover ein Mann mit Bart abgebildet, wenn Jensen doch immer frisch rasiert ist und gar keinen Bart trägt?! Für mich wieder einmal so eine typische Anlockung an die Leser. "Hauptsache der Mann auf dem Cover sieht sexy aus, egal ob er dem Protagonisten am Ende ähnelt oder nicht". Das hat mich wirklich tierisch gestört.


Die Liebesgeschichte zwischen den beiden ist sehr holprig und doch gleichzeitig viel zu schnell voran geschritten. Die beiden kannten sich noch gar nicht richtig, hingen ständig aneinander und doch kamen sie viel zu früh und viel zu voreilig zusammen. Und ab da fingen die Probleme an. Emery und Jensen haben sich irgendwie andauernd gestritten, selbst die klitzekleinste Kleinigkeit reichte aus, um Emery zur Weißglut zu bringen. Dann haut Jensen ab, dann kommt er wieder. Dann ist Emery sauer, dann entschuldigt sie sich... und so ging das immer so weiter. Das hat mich irgendwann tierisch genervt. Für mich kam die Beziehung auch überhaupt nicht authentisch rüber, sie wirkte unecht und erzwungen. Ich konnte den beiden das alles nicht so recht abkaufen.


Insgesamt war "Finding Mr. Wright" kein absoluter Flop, aber auch definitiv alles andere als ein Highlight. Es gab viele (unnötige) Streitereien und zu viel Drama, welches für den Fortlauf der Geschichte einfach absolut nicht relevant war. Ich muss aber sagen, dass mir die Nebencharaktere sehr gut gefallen haben und ich mich schon total auf Band 2 freue, bei dem es um Heidi und Landon geht. Die beiden kann ich mir nämlich total gut als Paar vorstellen, weshalb das Buch für mich auf jeden Fall ein Muss ist. Das ändert aber leider nichts daran, dass ich bei "Finding Mr. Wright" mit den Protagonisten einfach nicht warm geworden bin, was ich sehr schade finde.

Veröffentlicht am 15.09.2019

Kristallblau (Amy Ewing)

Kristallblau - Magisches Blut
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Die "Juwel Reihe" von Amy Ewing habe ich vor längerer Zeit begonnen und war absolut begeistert von der Autorin und ihrem Schreibstil. Nachdem ich dann eher durch Zufall gesehen habe, dass bald eine neue ...

Die "Juwel Reihe" von Amy Ewing habe ich vor längerer Zeit begonnen und war absolut begeistert von der Autorin und ihrem Schreibstil. Nachdem ich dann eher durch Zufall gesehen habe, dass bald eine neue Reihe von ihr auf den Markt gebracht wird und die Erscheinung des ersten Bandes gar nicht mehr lange dauert, war für mich sofort klar: Diese Reihe MUSS ich lesen! Ich habe mich riesig auf das Buch gefreut und ja, was soll ich sagen? Ich bin wirklich richtig verliebt! Aber dazu nun mehr.

Zu Beginn lernen wir Sera kennen. Sera ist eine Cerulean und ich muss sagen, dass ich die Vorstellung von blauem Blut und damit verbundenen magischen Fähigkeiten total interessant fand. Sera wächst bei ihren drei Müttern auf, Orangemutter (Otess), Violettmutter (Kandra) und Grünmutter (Seetha). Auch hier fand ich die Grundidee total klasse, dass einmal nicht diese typische Verpaarung von Frau und Mann im Vordergrund stand, sondern eine komplett andere Konstellation. Drei Mütter hat man schließlich nicht alle Tage :P. Sera war mir sofort sympathisch, denn obwohl sie Angst hatte vor dem, was ihr bevorstand, wurde sie zu keiner Zeit ängstlich oder gar verunsichert. Ihren Lebensmut und ihren eisernen Willen ließ sie sich nie nehmen und sie schaute mit dem Kopf immer nach vorne, ganz egal was geschah. Richtig toll!


Agnes und Leo sind unsere Protagonisten, die Sera nach ihrer Aufopferung in einer neuen, ihr unbekannten Welt, kennen lernt. Agnes fand ich einfach unglaublich niedlich. Sie hat sich stets aufopfernd verhalten und ihre Mitmenschen waren ihr wichtiger als sie selbst, weshalb ich mich oft in ihr widerspiegeln konnte. Trotz harscher Anweisungen ihres Vaters Xavier ließ sie sich nie unterkriegen und lebte nach ihrem Willen, machte einfach immer das, was sie wollte. Ihre dickköpfige Art hat sich total in meinen Kopf festgesetzt.

Leo hingegen war ein Charakter, mit dem ich nicht ganz warm werden konnte. Obwohl Leo und Agnes Geschwister sind und man da meinen könnte, dass die beiden viele Gemeinsamkeiten haben, war das hier überhaupt nicht der Fall. Leo denkt sehr viel an sich selber und all seine Handlungen, Gedanken und Gefühle richten sich nur nach seinem persönlichen Profit. Seine Mitmenschen stellt er dabei hinten an. Er möchte seinem Vater gefallen und ihm alles recht machen, dafür würde er auch skrupellos vorgehen - wie wir in mehreren Situationen als Leser erfahren konnten. Nichts desto trotz konnte man im Laufe des Buches eine starke Entwicklung bei ihm sehen und schlussendlich löste er sich immer mehr und mehr zu einem eigenständigen Mensch, der seinem eigenen Herz und Verstand folgte.


Zugegeben, der Spannungsbogen der Geschichte war nicht immer konstant und teilweise ganze Kapitel zogen sich ungemein und ich dachte, ich komme nie voran. Das lag aber vor allem auch daran, weil ich einfach unfassbar neugierig war, wie Sera sich in der neuen Welt zurecht findet und welche Mittel und Wege sie versucht zu nehmen, um doch ihrer Bestimmung zu folgen und das zu tun, wofür sie ursprünglich beauftragt worden ist. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass auch in "Kristallblau - Magisches Blut" ein unglaublich toller Schreibstil vorzufinden ist, der mir oftmals den Atem angehalten hat, weil alles so wahnsinnig realistisch wirkte und man sich super in die Geschichte einfinden konnte. An keiner Stelle hatte ich Probleme, mir das Geschehen bildlich vorzustellen und das ist etwas, was mir persönlich immer sehr, sehr wichtig ist.


"Kristallblau - Magisches Blut" von Amy Ewing ist der Auftakt einer neuen Reihe, die mich schon jetzt voll in ihren Bann gezogen hat. Denn auch, wenn ich ein paar wenige Kritikpunkte an dem Buch, der Geschichte und den Handlungen auszusetzen hatte, so ändert das nichts an der Tatsache, dass ich das Buch wirklich total gerne gelesen habe. Mir hat die Welt rund um die Cerulean total gut gefallen und ich würde gerne mehr davon lesen. Und auch, wenn das Buch für mich keine volle Punktzahl bekommt, so kann ich jedem dazu raten, der gerne Fantasy liest, sich das Buch zu kaufen!