Cover-Bild Die Brontës gingen zu Woolworths
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22,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Nagel & Kimche
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 256
  • Ersterscheinung: 24.10.2023
  • ISBN: 9783312013050
Rachel Ferguson

Die Brontës gingen zu Woolworths

Roman | Amüsant, klug, skurril – die Wiederentdeckung des Bestsellers aus dem Jahr 1931
Sabine Reinhardus (Übersetzer)

Die verwitwete Mrs Carne lebt mit ihren drei Töchtern in London, in Middle-Class-Verhältnissen. Gemeinsam kultivieren die vier ein eher ungewöhnliches Hobby: sie entwickeln fiktive Freundschaften zu Persönlichkeiten der High Society, z. B. zu einem Theaterschauspieler, zu einem Richter am High Court, zu Lady Toddington. Sie dichten diesen Personen enge, freundschaftliche Beziehungen zu ihrer eigenen Familie an. Als die mittlere Tochter, Deirdre, die echte Lady Toddington auf einem Wohltätigkeitsbasar kennenlernt, droht das gemeinschaftlich entwickelte Fantasiegebilde einzustürzen. Nachdem die Carnes dann auch noch bei einer Séance versehentlich die Geister der Brontë-Schwester heraufbeschwören, ist das Chaos perfekt ...

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.04.2024

Skurril, originell und witzig

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Skurril, originell, witzig und sehr liebevoll ist dieser besondere Roman von Rachel Ferguson, der bereits im 1931 das Licht der Welt erblickt hat. Ich habe mich sehr auf die Neuauflage, aus dem Englischen ...

Skurril, originell, witzig und sehr liebevoll ist dieser besondere Roman von Rachel Ferguson, der bereits im 1931 das Licht der Welt erblickt hat. Ich habe mich sehr auf die Neuauflage, aus dem Englischen übersetzt von Sabine Reinhardus, gefreut. Zurecht, denn ich hatte unglaublich viel Spaß beim Lesen.

Die drei Schwestern Deidre, Katrine und Shiel haben ein ungewöhnliches Hobby. Sie erfinden Geschichte und Personen, führen fiktive Gespräche und Freundschaften. Das Verhalten der skurrilen Familie führt nicht selten zu Verwirrung. Und das ist auch beim Lesen dieses ungewöhnlichen Romanes so. Die Geschichte ist wirr, Realität und Fiktion verschwimmen. Aber, der Roman ist auch unglaublich witzig, hat mich oft zum Lachen gebracht und mich in der Zeit zurück versetzt. Ich habe das Buch gerne gelesen.

Fazit
Fantasie und Realität verschwimmen in dieser Wiederentdeckung aus dem Jahr 1931. Wer Lust auf eine humorvolle, skurrile, manchmal etwas verworrene Geschichte hat, sollte sich die Schwestern Deidre und ihre beiden Schwestern nicht entgehen lassen .

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Veröffentlicht am 15.02.2024

Herrlich skurrile Komödie

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Von Rachel Ferguson hatte ich bisher noch nichts gehört oder gelesen. Der Verlag legte mit den Brontes hier ihren zweiten Roman neu auf. Erstmals erschienen ist er bereits 1931 und in dieser Zeit spielt ...

Von Rachel Ferguson hatte ich bisher noch nichts gehört oder gelesen. Der Verlag legte mit den Brontes hier ihren zweiten Roman neu auf. Erstmals erschienen ist er bereits 1931 und in dieser Zeit spielt auch die Handlung der Geschichte.
Die drei Carne Schwestern und ihre Mutter leben in London und gehören der Mittelschicht an. Sie sind eine lebenslustige Truppe, die die Hauslehrerin an den Rand der Verzweiflung bringt. Denn die Frauen pflegen fiktive Freundschaften mit Personen aus der Oberschicht, unter anderem auch zu Richter Toddington. Als sie ihn und seine Frau eines Tages tatsächlich kennenlernen, kennt die Verwirrung keine Grenzen mehr.
Tatsächlich war ich mir zu Beginn auch nicht immer sicher, welche Menschen und Geschichten jetzt in der Realität spielen und welche nur fiktiv sind. Zum Glück klärt sich das dann aber auf und dem Lesevergnügen hat es nicht geschadet. Das liegt vor allem an der herrlich sarkastischen Sprache, die Rachel Ferguson an den Tag legt und auch ihren Figuren gönnt.
„Jetzt wollen wir uns Cocktails genehmigen, denn es kommt nicht oft vor, dass ich so klug bin und es dauert im Allgemeinen auch nicht lange, nicht wahr, Herbert?“ S.214
Die Damen sind herrlich exzentrisch und wunderbar modern in ihrem Denken und Handeln. Vor allem, wenn man bedenkt, dass der Roman fast 100 Jahre alt ist. Die beiden großen Töchter verdienen als Theaterschauspielerin und Journalistin ihr eigenes Geld und nehmen ihr Leben in die Hand. Natürlich spiegelt der Roman auch in vielen Situationen die damalige Zeit wieder, aber auf so eine skurrile und witzige Art, dass ich meist mit einem großen Schmunzeln gelesen habe.
Es ist ein kluger, feinsinniger Roman, der mich immer wieder an klassische Romane dieser Zeit denken ließ und doch ganz anders ist.
Ich empfehle ihn gerne allen, die Lust auf eine pointierte und intelligente Gesellschaftskomödie aus dem vorherigen Jahrhundert haben.

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Veröffentlicht am 16.03.2024

Wiederentdeckung aus den 30er Jahren

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„Die Brontes gingen zu Woolworths“ erschien im Original zum ersten Mal 1931 und ist eine liebenswerte Wiederentdeckung. Damals war der Roman extrem populär und hat die Autorin Rachel Ferguson in England ...

„Die Brontes gingen zu Woolworths“ erschien im Original zum ersten Mal 1931 und ist eine liebenswerte Wiederentdeckung. Damals war der Roman extrem populär und hat die Autorin Rachel Ferguson in England und darüber hinaus bekannt gemacht. Daher ist dieser Roman als Zeitzeugnis der Leserschaft zur damaligen Zeit zu lesen, als ein Roman, der in den 1930er Jahren amüsiert und unterhalten hat und dabei auch viel über die Rolle von Frauen in der Gesellschaft widergespiegelt.
Denn es geht um drei Schwestern, Deirdre, Katrine und Shiel. Sie leben mit ihrer Mutter und einer Hauslehrerin in London, gehören der Mittelschicht an und sind aber eine illustre Truppe. Und da kommen wir zum Kern des Buches. Die Schwestern erspinnen sich durch zu viel freie geistige Kapazität so einiges an Geschichten über Personen zusammen, die sie nie trafen und das verwirbelt sich dann mit der Realität. Denn auf so mache treffen sie dann doch. Ein vergnügliches Lesen, dass aber durch diese surrealen Passagen genügend Aufmerksamkeit abverlangt. Trotz der Irrungen und Wirrungen sind die drei schlagfertigen und spannenden Damen eine gute Unterhaltung! Das Ganze wurde gut von Sabine Reinhardus übersetzt.

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Veröffentlicht am 24.01.2024

Amüsant und fantasievoll

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Dass dieses Buch bereits 1931 geschrieben wurde, wusste ich erst nachdem ich es tatsächlich in Händen hielt und mit dem Lesen angefangen hatte. Was dem Lesespaß keinen Abbruch tat, sondern im Gegenteil ...

Dass dieses Buch bereits 1931 geschrieben wurde, wusste ich erst nachdem ich es tatsächlich in Händen hielt und mit dem Lesen angefangen hatte. Was dem Lesespaß keinen Abbruch tat, sondern im Gegenteil den ungewöhnlichen Schreibstil und viele Namen und Begebenheiten erklärt, die mir ansonsten verdächtig altbacken und aus der Zeit gefallen erschienen wären.
Die Handlung war immer ein wenig verwirrend, und so war ich den Gedanken der Hauslehrerin, die ebenfalls 'auf dem Schlauch stand', durchaus dankbar. Denn sie brachten Licht ins Dunkel, was bei dieser verrückten Familie eigentlich los ist, die sich nämlich Geschichten und Gespräche mit Personen ausdenken, denen sie nie begegnet sind. Als sie dann tatsächlich die Bekanntschaft eines Paares machen, dass in ihrer Fantasie schon lange bei ihnen ein und aus geht, wird es reichlich chaotisch.
Der Schreibstil war sprunghaft und es machte Mühe, den Gedankengängen zu folgen und sie richtig zuzuordnen. Von heute aus betrachtet wirkten viele Begebenheiten albern, im zeitlichen Kontext gesehen relativiert sich dieser Eindruck allerdings auf sehr liebenswürdige Weise. Was bleibt ist eine amüsante und fantasievolle Geschichte.

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