Highlight Thriller
Middle of the Night war mein erstes Buch von Riley Sager, und ich bin mit hohen Erwartungen gestartet – die zum Glück voll erfüllt wurden.
Der Einstieg gelingt rasant, und ich fand mich sofort in der ...
Middle of the Night war mein erstes Buch von Riley Sager, und ich bin mit hohen Erwartungen gestartet – die zum Glück voll erfüllt wurden.
Der Einstieg gelingt rasant, und ich fand mich sofort in der Geschichte zurecht. Ethan kehrt nach 30 Jahren in den Hemlock Circle zurück, den Ort seiner Kindheit. Dort verschwand, als er zehn Jahre alt war, sein bester Freund Billy aus dem Zelt, in dem die beiden übernachteten. Bis heute weiß niemand, was damals wirklich passiert ist.
Die Atmosphäre ist durchgehend geladen und unheimlich. Alles wirkt düster und schwer, was perfekt zur Geschichte passt. Erzählt wird auf zwei Zeitebenen: in der Gegenwart aus Ethans Perspektive und vor 30 Jahren aus Sicht der jeweiligen Charaktere, die damals eine Rolle spielten. Dieser Wechsel ist gut umgesetzt und trägt viel zur Spannung bei.
Der Plot ist schlüssig aufgebaut, die Ereignisse greifen logisch ineinander, und durch die kurzen Kapitel fällt es extrem schwer, das Buch aus der Hand zu legen. Obwohl es sich um einen Slow Burn handelt – also ohne permanente Schockmomente – bleibt die Spannung konstant hoch, und man fiebert intensiv mit den Figuren mit.
Besonders das Ende hat mich überrascht und wird mich noch lange beschäftigen. Auch die Wendungen und die behandelten Themen haben bei mir nachhaltig Eindruck hinterlassen. Emotional konnte ich mich vollkommen auf die Geschichte einlassen, und das Lesen hat mir richtig viel Spaß gemacht.
Das war ganz sicher nicht mein letzter Riley Sager.
Bewertung: 5 von 5 Punkten ⭐⭐⭐⭐⭐