krönendes Finale
God of War hat mich auf eine Weise getroffen, mit der ich nicht gerechnet hatte. Als Ava im Krankenhaus erwacht und sich plötzlich in einer Ehe mit dem Mann wiederfindet, den sie zutiefst verachtet, entsteht ...
God of War hat mich auf eine Weise getroffen, mit der ich nicht gerechnet hatte. Als Ava im Krankenhaus erwacht und sich plötzlich in einer Ehe mit dem Mann wiederfindet, den sie zutiefst verachtet, entsteht eine Spannung, die fast greifbar ist. Keine künstliche Dramatik, sondern ein roher, ehrlicher Konflikt, der sofort unter die Haut geht.
Rina Kent zeigt hier eine Seite der Reihe, die mich überrascht hat: verletzlich, düster, widersprüchlich – und genau deshalb so fesselnd. Ava ist eine Figur, deren Schmerz und Zerbrechlichkeit man nicht einfach liest, sondern spürt. Ihre Wut, ihre Verwirrung, ihr Trotz … all das wirkt so authentisch, dass ich mehr als einmal innehalten musste.
Und Eli? Er ist nicht der typische Bad Boy, den man „eigentlich doch mag“. Er ist härter, komplizierter, moralisch grauer – und gerade deshalb so faszinierend. Die Art, wie Kent die beiden umeinander kreisen lässt, wie sie jedes kleine Aufeinandertreffen mit Bedeutung auflädt, hat mich vollkommen in den Bann gezogen.
Dieses Buch unterscheidet sich klar von den vorherigen Bänden. Es ist emotional schwerer, intensiver, beinahe schmerzlich intim. Aber gerade das macht es für mich zu einem der stärksten Teile der gesamten Reihe. Es fühlt sich an wie ein Finale, das nicht einfach abschließt, sondern nachwirkt. Ein Ende, das wert ist, „Ende“ genannt zu werden.
Ich habe selten eine Liebesgeschichte gelesen, die so ungeschönt, so widersprüchlich und dennoch so unwiderstehlich ist.
God of War ist für mich definitiv ein 5-Sterne-Highlight – beeindruckend, mutig und zutiefst bewegend.