Cover-Bild Tradition Mord
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12,90
inkl. MwSt
  • Verlag: hansanord
  • Themenbereich: Gesellschaft und Sozialwissenschaften - Soziale und ethische Themen
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 320
  • Ersterscheinung: 01.04.2021
  • ISBN: 9783947145461
Sarah Kessler

Tradition Mord

Frida ist eine ehrgeizige und junge Staatsanwältin in Berlin Moabit und ermittelt nach einem Messerangriff auf eine junge Frau mit türkischem Namen und stößt dabei nicht nur im justiziellen Raum, sondern auch im Privaten auf Vorurteile und an ihre Grenzen. Sabiha wächst im Spagat zwischen Identitätsfragen und den besonderen Herausforderungen von Westberlin der 1980er Jahre auf. Die beiden Frauen könnten unterschiedlicher nicht sein. Aber ihre Wege kreuzen sich, als Sabihas Tochter wenige Tage nachdem sie ein vergilbtes Foto gefunden hat, Opfer des Messerangriffs wird, in dem Frida ermittelt.

Jeden Tag versucht in Deutschland ein Mann, seine (Ex-)Partnerin zu töten, jeden dritten Tag gelingt es. Doch in der Regel erfahren diese Fälle nur eine geringe mediale Aufmerksamkeit – ganz im Gegenteil zu den sog. „Ehrenmorden“. Dabei rühren die Taten aus vergleichbarer Motivlage: männliches Besitzdenken, Eifersucht, verletzte Ehre. Kurz gesagt: aus dem Patriarchat.
Der Kriminalroman „Tradition Mord“ widmet sich diesem Konflikt.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.05.2021

Ein gemeinsamer Kampf für Freiheit und Selbstbestimmung.

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Frida, eine ehrgeizige Staatsanwältin in Berlin Moabit, stößt bei ihren Ermittlungen, nach einem Messerangriff auf eine junge Frau mit türkischem Namen, nicht nur im justiziellen Raum, sondern auch privat ...

Frida, eine ehrgeizige Staatsanwältin in Berlin Moabit, stößt bei ihren Ermittlungen, nach einem Messerangriff auf eine junge Frau mit türkischem Namen, nicht nur im justiziellen Raum, sondern auch privat auf Vorurteile und an ihre Grenzen. Sabiha wächst im Spagat zwischen Identitätsfragen in Westberlin der 80er Jahre auf. Zwei verschiedene Freiheitskonzepte, aber ihre Wege kreuzen sich, als Sabihas Tochter Opfer eines Messerangriffes wird, in dem Frida ermittelt.

Das Cover ist schlicht gehalten, fällt durch den roten Farbton sehr auf. Ich habe es mit dem Blut der Frauen verbunden, die jeden dritten Tag von ihrem (Ex)- Partner getötet werden. Ob es da ein Zusammenhang gibt oder es Zufall ist, weiß ich nicht. Für mich ein sehr gelungenes Cover.

In dem Buch geht es um das große Thema Ehrenmorde und Femizide und wie sie in der Öffentlichkeit behandelt werden. Daher wollte ich unbedingt lesen. Der Klappentext versprach einen interessanten und spannenden Kriminalroman. Die Geschichte ist in längere Kapitel unterteilt, die nach meinem Geschmack ruhig etwas kürzer hätten sein können. Ein einfacher und flüssiger Schreibstil machte das reinkommen in die Geschichte sehr einfach. Die Protagonisten wurden alle genau beschrieben, so dass ich mich sehr gut in sie hinein versetzen konnte.

Am Anfang der Geschichte geht es um Frida und den besagten Messerangriff. Frida ist für meine Verhältnisse recht kühl, was ich aber nicht weiter schlimm finde. Im nächsten Kapitel geht es dann um die Familie des Opfers. Es wird die Familiengeschichte erzählt, die recht lang aber auch sehr interessant ist. Mein Problem war nur, dass ich die Tat (Messerangriff) und Frida komplett vergessen habe. Zum Ende hin kam man dem Familiengeheimnis auf die Spur, so dass eine komplett andere Tat aufgedeckt wurde. Von dem Messerangriff wurde leider nicht mehr viel erwähnt, dementsprechend weiß man auch nicht, wer es war und was das Motiv war. Es wird ausgelegt, dass es ein Femizid oder Ehrenmord war, aber im Buch gibt es keine genauen Anhaltspunkte dafür.

Ich habe mich wirklich schwer getan, eine Rezension zu schreiben. Das Buch ansich ist gut. Thema toll, super geschrieben. Den Krimi habe ich nur gesucht und das eigentliche Verbrechen ist komplett im Hintergrund gerutscht. Das hat mich teilweise beim lesen sehr verwirrt. Daher musste ich leider Punkte abziehen. Vielleicht gibt es ja nochmal einen Teil, wo die Geschichte aufgearbeitet wird? Denn Potenzial hat sie, um auf das Thema weiter aufmerksam zu machen.



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