Cover-Bild Liar's Room - Zwei Lügner, ein Raum, kein Entkommen
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8,99
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  • Verlag: Bastei Lübbe
  • Themenbereich: Belletristik - Thriller / Spannung
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Ersterscheinung: 31.10.2019
  • ISBN: 9783732577873
Simon Lelic

Liar's Room - Zwei Lügner, ein Raum, kein Entkommen

Psychothriller
Friederike Achilles (Übersetzer)

Susanna Fenton hütet ein Geheimnis. Und deswegen blieb ihr nur die Wahl, ihr altes Leben hinter sich zu lassen, sich neu zu erfinden. Heute, vierzehn Jahre später, ist sie erfolgreiche Psychotherapeutin.
Ihr aktueller Klient verursacht ihr jedoch Unbehagen. Adam Geraghty erzählt ihr nicht nur von schrecklichen Gewaltfantasien, sondern erscheint ihr auch seltsam vertraut. Fast zu spät erkennt Susanna, dass er von ihrer Vergangenheit weiß - und gekommen ist, alte Rechnungen zu begleichen ...

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.01.2020

"Die Vergangenheit findet immer einen Weg, dich einzuholen!"

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Ein Freitagnachmittag im Herbst.

Die Psychotherapeutin Susanna empfängt 15 Uhr ihren neuen Klienten Adam. Dieser junge, attraktive 17-jährige Mann, mit einer leicht arroganten Ausstrahlung, kommt Susanna ...

Ein Freitagnachmittag im Herbst.

Die Psychotherapeutin Susanna empfängt 15 Uhr ihren neuen Klienten Adam. Dieser junge, attraktive 17-jährige Mann, mit einer leicht arroganten Ausstrahlung, kommt Susanna irgendwie bekannt vor. Selbst Mutter der 14-jährigen Tochter Emily vermutet Susanna, dass es eine ganz normale Therapiesitzung wird, bei der Adam sich über seine Eltern oder den Stress in der Schule ausheulen will. Aber weit gefehlt - schon nach kurzer Zeit berichtet Adam, dass er ein junges, attraktives Mädchen kennengelernt hat - und gerne Gewalt ausüben würde. Susanna ist schockiert - aber noch mehr über die Tatsache, dass ihr neue Klient mehr über sie zu wissen scheint, als sie vorher angenommen hat. Eine Therapiesitzung der besonderen Art beginnt, denn

"Die Vergangenheit findet immer einen Weg, dich einzuholen!"



Dies war mein zweites Buch von Simon Lelic - und wie schon "Der tote Lehrer" war ich ab der ersten Seite gefesselt. Dank des angenehm flüssigen und einfachen Schreibstils war ich innerhalb von 3 Tagen mit dem Thriller durch. Der Wechsel zwischen den einzelnen Stunden in der Therapiesitzung (15-16 Uhr usw.) und den Tagebucheinträgen von Emily sorgen für die nötige Spannung. Von Stunde zu Stunde kommt mehr aus der Vergangenheit ans Licht - und da ich selbst Mama bin, war ich auch an der ein oder anderen Stelle sehr ergriffen. Man versteht, warum Susanna so kalt am Anfang rüberkommt - es ist nur ihre Schutzhülle. Auch das man mit einer handvoll Protagonisten ein so nervenstarkes spannendes und aufregendes Buch schreiben kann - absolute Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 16.12.2019

Ein fesselnder und spannender Thriller über Schuld und Rache

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Susanna Fenton ist eine vielbeschäftigte Psychotherapeutin und Mutter einer 14jährigen Tochter, doch ein neuer Klient bringt ihre Welt ins Schwanken. Adam erzählt ihr von Gewaltfantasien und verhält sich ...

Susanna Fenton ist eine vielbeschäftigte Psychotherapeutin und Mutter einer 14jährigen Tochter, doch ein neuer Klient bringt ihre Welt ins Schwanken. Adam erzählt ihr von Gewaltfantasien und verhält sich sehr mekwürdig. Langsam wird klar, er kennt ihr Vergangenheit. Dabei war sich Susanna so sicher, dass niemand sie finden wird..

Der Psychothriller kommt mit wenigen Hauptpersonen aus und ist insgesamt eher ein ruhiger Vertreter seines Genre. Ich war schnell gefesselt von Susannas Geschichte, denn man konnte gut miträtseln, wie sich das ganze Puzzle zusammensetzen wird. Die Geschichte wird in abwechselnden Zeiten geschrieben und so erfährt man Stück für Stück, was in der Vergangenheit passier ist. Zwar haben sich für mich einige Theorien auch bestätigt, aber trotzdem fand ich den Plot spannend geschrieben.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen und so bekommt es von mir 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 09.02.2020

Familiengeheimnis

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Als die Psychotherapeutin Susanna Fenton einen neuen Klienten empfängt, ahnt sie nicht, dass dies keine gewöhnliche Therapiestunde sein wird. Er versucht ihr Familiengeheimnis aufzudecken, wieso sie vor ...

Als die Psychotherapeutin Susanna Fenton einen neuen Klienten empfängt, ahnt sie nicht, dass dies keine gewöhnliche Therapiestunde sein wird. Er versucht ihr Familiengeheimnis aufzudecken, wieso sie vor vierzehn Jahren ihr altes Leben deswegen hinter sich gelassen hatte. Susanna fühlt sich genötigt sich ihrer düsteren Vergangenheit zu stellen, der sie zu entfliehen glaubte. Mit Schrecken merkt sie fast zu spät, dass ihr Klient gekommen ist, um alte Rechnungen zu begleichen.

Dieses Buch ist ein richtiger Psychothriller, bei dem es um die Gefühle und Gedanken der Opfer und Täter geht. Mit dem Klient als bedrohende Figur konnte ich am Anfang nicht richtig warm werden. Durch kleine Twists und immer wieder Anspielungen wurde die Geschichte immer spannender. Am Ende wurde mir der Autor aber zu pathetisch.

Ein Buch, bei dem die Psyche und die Frage "Was hätte ich gemacht?" im Vordergrund stehen, was durchaus spannend war. Der Anfang und das Ende waren nicht so meins, daher gibt es von mir 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 27.12.2019

Liar'S Room - ein Thriller der besonderen Art

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Der Thriller „Liar’s Room. Zwei Lügner, ein Raum, kein Entkommen“, im englischen „The Liar’s Room“ vom britischen Autor Simon Lelic erscheint mir zunächst einmal nicht unbedingt wie der klassische Thriller.

Die ...

Der Thriller „Liar’s Room. Zwei Lügner, ein Raum, kein Entkommen“, im englischen „The Liar’s Room“ vom britischen Autor Simon Lelic erscheint mir zunächst einmal nicht unbedingt wie der klassische Thriller.

Die Handlung: Die Psychotherapeutin Susanna Fenton hütet ein Geheimnis – ein Geheimnis, welches sie eines Tages in der ersten Sitzung mit ihrem neuen Klienten Adam Geraghty auf dramatische und bedrohliche Art und Weise einholt. Denn, nachdem Susanna bereits von Beginn an zu spüren scheint, dass sie ihn kennt, entpuppt Adam sich letzten Endes als eine Person, die ihr näher steht als ihr lieb ist und die gleichzeitig ihr mühsam aufgebautes Leben zu zerstören droht. Der einzige Weg heraus aus der bedrohlichen Situation scheint die ehrliche Auseinandersetzung mit unangenehmen Bestandteilen ihrer Vergangenheit, mit sorgsam verdrängten Geschehnissen aus einer Zeit, an die Susanna nie wieder zurückdenken wollte….

Das besondere an diesem Thriller für mich: nicht das Bangen um das Leben der Protagonistin oder etwa ihrer Tochter stand für mich im Zentrum, sondern viel mehr die Frage nach dem Motiv von Adam. Warum entführte er gerade Susannas Tochter, warum suchte er gerade die Psychotherapeutin auf, woher rührt der derartige Hass, den er auf Susanna zu verspüren scheint?
Die Rahmenhandlung spielt im Hier und Jetzt und ist dabei erstaunlich statisch, spielt sich allein in der Praxis von Susanna bzw. ihrer Freundin Ruth ab und innerhalb von mehreren Stunden. Eingebettet werden zwischendurch Einträge aus Emilys Tagebuch, die erklären, wie diese Adam kennengelernt hat, sich in ihn verliebt hat und wie es zu der Entführung kommen konnte. Getragen wird der Thriller jedoch vor allem durch die Rückblenden bzw. Erzählungen Susannas von ihrer Vergangenheit und davon, wie ihr Sohn Jakob zu einem Kriminellen wurde und sich letzten Endes das Leben nahm. Begleitet von Fragen nach Schuld und Verantwortlichkeit offenbart sich Stück für Stück die Verbindung zwischen Susanna und Adam, die sich gerade hinter eben diesen Geschichten der Vergangenheit verbirgt. Dabei vermag Lelic es gekonnt Kategorien wie „richtig“ und „falsch“ oder „gut“ und „böse“ in ihrer Eindeutigkeit zu hinterfragen. Ins Zentrum der Story rücken die psychologischen Hintergründe. Gerade deshalb und aufgrund der eher statischen Rahmenhandlung war ich versucht, diese Erzählung Lelics mehr als psychologischen Roman denn als Thriller zu werten, ist doch dieses Genre im Normalfall von wesentlich mehr Action geprägt und durch eine wachsende Bedrohung gekennzeichnet. Wenngleich ich das Buch also nicht als einen klassischen Thriller, sondern eher eine ruhigere Form dessen einstufen würde, konnte es mich dennoch begeistern. Wenngleich so einige Wendungen für mich nicht gänzlich unerwartet und überraschend kamen, sondern zumindest in Ansätzen bereits vorher zu erahnen waren, so hat das Buch mich schlussendlich doch irgendwie abgeholt und eingenommen – auf eine ganz andere Art und Weise allerdings als zuvor erwartet.

Sich in die Protagonistin einzufühlen bereitet einem letzten Endes wahrhaft Schrecken und lässt erschaudern. Für jeden, der also gerne einmal etwas abseits des Thriller-Mainstreams lesen möchte, ist dieses Buch zu empfehlen. Wem der Thrill einer Verfolgungsjagd, der immer näher rückende Täter die wachsende Bedrohung in einem Thriller wichtig ist, der jedoch sollte von diesem Buch eher die Finger lassen. Stoff zum Nachdenken liefert es aber allemal.

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