Cover-Bild Die Lilie von Bela Vista
9,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Blanvalet
  • Themenbereich: Belletristik - Liebesroman: historisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Erzählende Literatur
  • Seitenzahl: 576
  • Ersterscheinung: 17.08.2015
  • ISBN: 9783734100581
Sylvia Lott

Die Lilie von Bela Vista

Roman
Als die Hamburger Modedesignerin Josie das antike Collier ihrer Großtante erbt, ahnt sie nicht, dass dieses auf eine dramatische Liebesgeschichte zurückgeht – und ihr Leben verändern wird. Idar-Oberstein, 1830. Sophies Verlobter ist wie so viele Männer nach Brasilien ausgewandert – und entdeckt dort Edelsteine. Als Karl nicht kommt, um Sophie wie versprochen in die neue Heimat zu holen, ahnt sie, dass er ihre Hilfe braucht. Kurzentschlossen reist sie ihm hinterher und wird in einem Indiodorf im Dschungel fündig. Doch Karls langes Schweigen hat Gründe, die Sophie erst langsam durchschauen wird ...

Ausstattung: Karte auf U2/3

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.12.2018

Die Lilie von Bella Vista

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Josie erbt ein Collier damit fängt sie an über ihre Wurzeln zu forschen.
Gewohnt flüßig geschrieben von Syliva Lott

Josie erbt ein Collier damit fängt sie an über ihre Wurzeln zu forschen.
Gewohnt flüßig geschrieben von Syliva Lott

Veröffentlicht am 15.09.2016

gute und spannend erzählte Geschichte

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Josie Wagner lebt zusammen mit ihrem Verlobten Edgar, einem Juristen, in Hamburg, arbeitet als Modedesignerin für Versandhauskatalogmode. Als sie von ihrer Großtante Martha, die sie oft eingeladen ihr ...

Josie Wagner lebt zusammen mit ihrem Verlobten Edgar, einem Juristen, in Hamburg, arbeitet als Modedesignerin für Versandhauskatalogmode. Als sie von ihrer Großtante Martha, die sie oft eingeladen ihr so oft gesagt, sie müsse ihr noch spannende Familiengeschichten erzählen, ein antikes Amethystcollier mit Ohrringen und ein Ölgemälde erbt, möchte sie mehr über die Frau auf dem Bild und die Familiengeschichte erfahren. Deshalb nimmt sie Kontakt zu einem Teil ihrer Familie auf, mit dem sie bisher nur wenig zu tun hatte. Ihre Verwandten führen einen Edelsteinhandel in Idar-Oberstein, wo Verarbeitung und Handel mit Edelsteinen eine lange Traditionhaben. Dort erfährt sie von Ada, einer alten Freundin ihrer Tante, die Geschichte von Marthas und Josies Vorfahrin Sophie, die ihrem Verlobten Karl, der 1830 nach Südbrasilien auswanderte, gefolgt und Jahre später mit einem Sohn zurückgekehrt ist. 1838 hat sie dann in Idar-Oberstein das Familienunternehmen begründet und einen Edelsteinhandel aufgebaut.

Josies Neugier ist geweckt und sie begibt sich auf Spurensuche nach Brasilien...

Abwechselnd werden nun Josies und Sophies Geschichte erzählt, in der es nicht nur um Liebe, festen Willen und Durchsetzungskraft geht, sondern auch um die Edelsteingeschäfte und das Leben in Idar-Oberstein und Brasilien, vor 300 Jahren und heute. Sehr interessant wurde auch die Thematik der Auswanderung nach Brasilien mitverarbeitet und durch eine Zeittafel im Anhang ergänzt. Darüber und auch über Edel- und Farbedelsteine habe ich vieles Neue ganz nebenbei erfahren, wobei die Geschichte spannend und interessant erzählt wurde. Ein wenig irritiert mich das Cover, denn es hat überhaupt nichts mit der erzählten Geschichte zu tun und mich etwas anderes erwarten lassen.

Fazit: spannende Geschichte, gut erzählt, vermittelt nebenbei Wissen über Farb-/Edelsteine

Veröffentlicht am 08.11.2019

Die bewegende Geschichte einer mutigen Frau und einer großen Liebe

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Josie ist Ende 30 und scheint mit ihrem Leben recht zufrieden zu sein, auch wenn ihr Job und ihr Freund sie nicht völlig begeistern. Als ihre Großtante ihr ein altes Familienerbstück vermacht, beginnt ...

Josie ist Ende 30 und scheint mit ihrem Leben recht zufrieden zu sein, auch wenn ihr Job und ihr Freund sie nicht völlig begeistern. Als ihre Großtante ihr ein altes Familienerbstück vermacht, beginnt Josie eine Reise in die Vergangenheit und stellt ihre Zukunft mehr und mehr in Frage.

1830 macht sich die junge Sophie auf den gefährlichen Weg nach Brasilien, um ihren Verlobten zu suchen, der auf der Jagt nach Edelsteinen verschollen ist. Nach einer gefährlichen und anstrengenden Reise findet sie Karl endlich im Urwald. Ob sie nun endlich glücklich werden?

Der dritte Roman von Sylvia Lott hat mich auf eine Reise in die Vergangenheit geschickt. Sehr lebendig schildert die Autorin die Lebensverhältnisse der Menschen Anfang des 19. Jahrhunderts in Idar-Oberstein und auch in Brasilien. Gut gefallen hat mir auch der Wechsel zwischen der Vergangenheitsgeschichte und Josies Geschichte in der Gegenwart. So blieb das Buch bis zum Schluss spannend und das Rätsel um Sophie löst sich auch erst auf den letzten Seiten.

Sophies Geschichte ist so unglaublich und dramatisch aber auch wieder sehr realistisch dargestellt, dass ich am Ende wirklich mit ihr gelitten habe. Sie ist eine extrem willensstarke und mutige Person, die gegen alle Widerstände ihren Weg geht und dabei immer ihrem Herzen folgt.

Es hat viel Spaß gemacht, diesen Roman zu lesen und in die Geschichte des Edelsteinhandels einzutauchen. Dies war für mich eine völlig fremde Materie aber es wurde alles gut erklärt, so dass ich mich gut zurechtfand. Auch die Beschreibungen von Brasilien sowohl in der Vergangenheit als auch in der Gegenwart haben mich sehr fasziniert.
Für alle die gern Romane auf zwei Zeitebenen lesen, ist die Lilie von Bela Vista eine echte Leseempfehlung. Einzig das Cover passt für mich so gar nicht zum Roman.

Veröffentlicht am 21.07.2017

gut recherchiert

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Der zwar sommerliche Assoziationen weckende, ansonsten doch aber eher nichtssagende Buchtitel wird mE dieser Geschichte ebenso wenig gerecht wie das zwar recht hübsche, aber gleichfalls wenig aussagekräftige ...

Der zwar sommerliche Assoziationen weckende, ansonsten doch aber eher nichtssagende Buchtitel wird mE dieser Geschichte ebenso wenig gerecht wie das zwar recht hübsche, aber gleichfalls wenig aussagekräftige Coverbild. Es war mein erstes Buch von Sylvia Lott. Sie erzählt in einem leicht konsumierbaren Stil eine spannende Geschichte über zwei Frauen, Josie in der Gegenwart und Sophie in der Vergangenheit, beginnend mit den 30er Jahren des 19. Jahrhunderts. Erfreulicherweise sind beide Handlungsstränge stets deutlich gekennzeichnet. Der Leser erfährt viel über die Lebensumstände damals in Deutschland und Brasilien und über den Abbau, die Verarbeitung und den Verkauf von Edelsteinen.
Erwähnenswert erscheinen mir abschließend auch noch das vorhandene Kartenmaterial und das die Geschichte gut abrundende interessante Nachwort.

Veröffentlicht am 08.02.2018

Die Lilie von Bela Vista

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Josie Wagner lebt in Hamburg, arbeitet als Modedesignerin, hat mit dem Anwalt Edgar einen ruhigen, soliden und verlässlichen Mann an ihrer Seite und eine gemütliche Wohnung. Das Paar plant, sich um ein ...

Josie Wagner lebt in Hamburg, arbeitet als Modedesignerin, hat mit dem Anwalt Edgar einen ruhigen, soliden und verlässlichen Mann an ihrer Seite und eine gemütliche Wohnung. Das Paar plant, sich um ein kleines Häuschen außerhalb der hektischen Großstadt zu kümmern. Und trotzdem scheint Josie nicht glücklich zu sein. Irgendetwas fehlt in ihrem Leben. Sie ist achtunddreißig und irgendwie immer noch nicht „angekommen“.

Als sie wegen eines Schreibens ihrer Bank und des dort befindlichen Schließfaches unerwartet an ihre Großtante Martha erinnert wird, gerät ihr tägliches Einerlei in Bewegung. Beim Öffnen des Schließfaches fallen ihr ein wunderschönes Collier mit großen violetten Steinen, die kunstvoll oval geschliffen und golden eingefasst und miteinander verbunden sind, Ohrgehänge aus passenden Edelsteinen in Hell- und Dunkellila mit jeweils einem tropfenförmigen grünen Stein, ein kleines Ölgemälde mit einer jungen Frau, datiert auf das Jahr 1833, und ein an sie gerichteter Brief in die Hände. In dem Schreiben überlässt Martha ihr das Collier als Vermächtnis einer Sophie. Leider bietet sich sonst keinerlei Hinweis auf die Herkunft der Schmuckstücke.

Während Edgar bereits eine Chance sieht, durch den Verkauf des offenbar wertvollen Schmucks schneller an das geplante Haus zu gelangen als gedacht, ist Josie mehr daran interessiert, die Hintergründe ihrer unerwarteten Erbschaft herauszufinden. Die Chance dafür könnte sich bei einem Besuch bei Verwandten in Idar-Oberstein bieten. Zwar herrschte lange nur wenig Kontakt zu diesem Familienzweig, doch Josie wird von Onkel Reinhard, dem Sohn von Martha, und dessen Frau Gisela herzlich aufgenommen und begegnet einer ihr neuen Welt, und zwar der der Edelsteine.

Außerdem lernt sie Ada kennen, eine Freundin der verstorbenen Martha. Durch sie entdeckt Josie eine Geschichte, die Auswirkungen auf ihr Leben haben wird.

Im Jahr 1827 gehören Idar und Oberstein zu den Schmuckzentren im deutschen Raum, wo unter anderem das dortige natürliche Vorkommen an Achaten verarbeitet wird. Hier lebt Sophie, Tochter eines Steinschleifers, mit ihren Eltern und sechs Geschwistern. Bereits mit 13 wünscht sie sich Karl, fünf Jahre älter als sie und Geselle bei Meister Severin, als ihren zukünftigen Mann. Nicht nur sein gutes Aussehen, sondern auch seine Klugheit – Karl weiß eine Menge über ferne Länder, besonders Brasilien – nehmen ihn für sie ein.

Und genau nach Brasilien zieht es Karl. Er sieht nur dort für sich und eine zukünftige Familie die Chance, zu einem sicheren Einkommen zu gelangen. Er macht sich auf, seinen Traum zu verwirklichen. Jahre später kehrt er zurück, und aus Sophie und Karl wird endlich ein Paar. Erneut reist Karl allein nach Brasilien, dieses Mal jedoch bleiben irgendwann die Nachrichten aus. Als Sophie es vor Sorge nicht mehr aushält, begibt sie sich auf die Reise und sucht Karl im fernen Brasilien. Tatsächlich findet sie ihn mitten im Dschungel in einem Indiodorf. Er ist krank. Allerdings hat sein langes Schweigen noch andere Gründe, die sich Sophie nach und nach offenbaren…

„Die Lilie von Bela Vista“ bietet mehr als eine Liebesgeschichte. Es ist zunächst ein Roman auf zwei Zeitebenen, die gut miteinander verknüpft sind. Zum einen bewegt sich Sylvia Lott mit der Handlung um Josie in der Gegenwart, zum anderen führen Sophies Erlebnisse in die Mitte des 19. Jahrhunderts. Dieser Teil ist umfangreicher und intensiver erzählt. Er hat eine düstere Farbe und klammert zu jener Zeit gegebene unbarmherzige Zustände nicht aus, vermittelt auf diese Weise eine ansprechende Schilderung vom damaligen Leben. Dies gelingt der Autorin auch mit der anschaulichen und lebendigen Beschreibung der Schönheit der Natur.

Zudem wird der Leser mit der Gewinnung von Edelsteinen, dem Handel, der Bearbeitung bis zum fertigen Schmuckstück (damals und heute) sowie geschichtlichen und ebenso politischen Hintergründen vertraut gemacht, ohne dass die diesbezüglich eingearbeiteten Informationen maßlos und überfordernd sind. Hier hat die Autorin gut recherchiert und reale Ereignisse und Personen mit der Romanfiktion verbunden. Ein Nachwort und eine Zeittafel ergänzen das Wissen nach der Lektüre zusätzlich.

Sylvia Lotts Protagonisten sind mit charakterlichen Eigenschaften ausgestattet, die es ermöglichen, ihrem Handeln und Denken zu folgen und dieses zu verstehen sowie mit Sympathie oder Ablehnung auf zu reagieren.

Josie ist manchmal ziemlich aufbrausend, beruhigt sich aber auch schnell wieder. Sie beweist im Verlauf der Handlung viel Mut, Tatkraft und Durchhaltevermögen. Auch Karl hat etwas Zupackendes und zugleich Feines. Er ist der ideale deutsche Einwanderer: mutig, bescheiden und dickköpfig.

Daneben ist die Darstellung von Josie etwas zurückhaltender. Wobei ihre Entwicklung zu einer selbstbewussten Frau, die beherzt ihr Leben gestalten will, nachvollziehbar ist. Dadurch, dass ihre Begeisterung für Edelsteine steigt und sie darum bei Edgar auf Unverständnis und Ablehnung stößt, wird der weitere Fortgang der Beziehung vorhersehbar.

Im Verlaufe des Geschehens nähern sich beide Frauen einander an, auch wenn eine tatsächliche Begegnung ja unmöglich ist. Denn Josie – von Sophies Geschichte in den Bann gezogen – macht sich auf deren Spuren ebenfalls nach Brasilien auf.

Und sie findet mehr als „Bela Vista“, eine schöne Aussicht…