Cover-Bild Traumspringer
14,95
inkl. MwSt
  • Verlag: dtv Verlagsgesellschaft
  • Genre: Kinder & Jugend / Kinderbücher
  • Seitenzahl: 256
  • Ersterscheinung: 28.02.2019
  • ISBN: 9783423762465
Alex Rühle

Traumspringer

Fantasievolle Abenteuergeschichte ab 10

Vorsicht, sie sind auf der Jagd nach deinen Träumen!

Leon ist ein Traumspringer. Er kann unbemerkt in die Träume von anderen schlüpfen. Aber nicht nur das: Eines Nachts taucht er ein in eine verborgene und geheime Welt. Hier sammeln und archivieren Morpheus und seine Geschwister seit vielen tausend Jahren die Träume der Menschen. Doch Morpheus, der Hüter der Nacht, ist dringend auf Leons Hilfe angewiesen. Nur Leon kann wie ein nächtlicher Agent zwischen Tag- und Traumwelt hin- und herspringen und so herausfinden, was Morpheus‘ Bruder Krato im Schilde führt. Denn nach einem Streit ist Krato spurlos verschwunden. Er hat gedroht, die Traumarchive zu plündern. Will er etwa die Träume der Menschen zu Geld machen und in ein einzigartig neues Handyspiel verwandeln?

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.06.2019

Hoffentlich gibt es einen zweiten Band!

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Klappentext
„Vorsicht, sie sind auf der Jagd nach deinen Träumen!

Leon ist ein Traumspringer. Er kann unbemerkt in die Träume von anderen schlüpfen. Aber nicht nur das: Eines Nachts taucht er ein in ...


Klappentext
„Vorsicht, sie sind auf der Jagd nach deinen Träumen!

Leon ist ein Traumspringer. Er kann unbemerkt in die Träume von anderen schlüpfen. Aber nicht nur das: Eines Nachts taucht er ein in eine verborgene und geheime Welt. Hier sammeln und archivieren Morpheus und seine Geschwister seit vielen tausend Jahren die Träume der Menschen. Doch Morpheus, der Hüter der Nacht, ist dringend auf Leons Hilfe angewiesen. Nur Leon kann wie ein nächtlicher Agent zwischen Tag- und Traumwelt hin- und herspringen und so herausfinden, was Morpheus‘ Bruder Krato im Schilde führt. Denn nach einem Streit ist Krato spurlos verschwunden. Er hat gedroht, die Traumarchive zu plündern. Will er etwa die Träume der Menschen zu Geld machen und in ein einzigartig neues Handyspiel verwandeln?“

Gestaltung
Das Cover finde ich total traumhaft. Durch die Goldelemente schimmert es nicht nur schön, sondern es bekommt auch einen ganz besonderen Effekt. Das helle Gold hebt sich vor dem dunkelblauen Hintergrund sehr schön ab und die dargestellte Szenerie gefällt mir auch richtig gut. Der düstere, schattenhafte Wald im Hintergrund untermalt die Stimmung des Covers passend und die kopfüber hängenden Fledermäuse mit den helleren Augen sorgen für ein wenig Gruselstimmung.

Meine Meinung
Der Klappentext hatte mich bereits mit den ersten paar Sätzen im Sack, denn ich war sehr neugierig auf die Idee der Traumspringer. Im gleichnamigen Buch geht es um Leon, welcher in die Traumwelt eintauchen kann, in welcher Morpheus verschiedene Aufgaben erfüllt. Leon findet heraus, dass Morpheus Bruder Krato etwas im Schilde zu führen scheint, denn er stiehlt die Träume! Da Leon zwischen Tag- und Traumwelt wechseln kann, hilft er Morpheus und Co. Doch wird er Krato aufhalten können? Und was hat das Ganze mit einem Handyspiel zu tun?

Die Idee mit den Traumspringern fand ich total cool! Ich hatte wirklich hohe Erwartungen hieran, da ich durch das Lesen des Klappentextes schon einige eigene Gedanken und Vermutungen diesbezüglich hatte. Autor Alex Rühle hat mich diesbezüglich dann wirklich komplett abgeholt und überzeugt. Die Idee, in Träume springen zu können und dass Morpheus im Traumreich seit Beginn der Menschheit alle Träume sammelt, fand ich wirklich cool. Was mich etwas irritiert hat, war, dass in diesem Zusammenhang gar nicht erwähnt wurde, dass Morpheus der Gott der Träume ist und der griechischen Mythologie entstammt. Kindern wird dies beim Lesen vermutlich nicht auffallen, aber ich hätte es schön gefunden, wenn sie durch eingebaute Erklärungen den Ursprung von Morpheus erklärt bekommen hätten.

Gefallen hat mir auch, dass die Handlung mich doch überrascht hat, denn ich hatte nicht damit gerechnet, dass das im Klappentext erwähnte Handyspiel eine so große Rolle spielen würde. So gefiel mir die Mischung aus Realität in Form der digitalen Medien und Fiktion in Form der Traumspringer-Fähigkeit sehr gut, da ich von dieser Verbindung durch die wichtige Rolle des Spiels überrascht wurde.

Auch gefiel mir an der Handlung, dass diese zum mitfiebern einlädt. Zum einen wurde ich durch die Diebstähle der Träume an die Geschichte gefesselt, da es hier einen Rätselfaktor gab. Zum anderen ging es nach Lösung dieses Rätsels aber auch spannend weiter, sodass es überhaupt nicht langweilig wurde. Der Schluss war für mich dann besonders atemberaubend und schnelllebig, sodass die Seiten nur so dahin flogen. Das Ende empfand ich als recht offen, sodass ich hoffe, dass es eine Fortsetzung geben wird.

Auch das Thema Freundschaft spielt in „Traumspringer“ eine Rolle, denn Leon freundet sich mit einem Jungen an, der sowohl Außenseiter in Leons‘ Schulklasse als auch illegal in Deutschland ist. So hat mich das Buch auch zum Nachdenken angeregt, da einerseits Außenseiter und deren Gefühle angesprochen werden und andererseits auch das aktuelle Thema der Flucht aufgegriffen wird. Durch seinen neuen Freund erhält Leon auch Unterstützung bei seinem gefährlichen Abenteuer. Die beiden Jungs zusammen fand ich wirklich süß und ihre Beziehung gefiel mir gut, da sie füreinander da waren.

Fazit
Wer beim Lesen gerne mit den Figuren Mitfiebert und sich vom Tempo einer Geschichte mitreißen lässt, der ist bei „Traumspringer“ von Alex Rühle an der richtigen Adresse! Die Idee der Traumspringer hat mir gut gefallen und ich fand es klasse, dass so Fiktion und Realität auf ansprechende Weise miteinander vermischt wurden. Die Handlung empfand ich als durchweg spannend und das offene Ende lässt mich hoffen, dass es eine Fortsetzung geben wird…
4 von 5 Sternen!

Reihen-Infos
Einzelband (?)

Veröffentlicht am 05.04.2019

Traumspringer

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Zitat aus dem Buch "Aber ich weiß, dass ihr Menschen eure Träume dringend braucht. Ihr habt keine Ahnung, wie wichtig sie für euch sind. Weil ihr sie tagsüber vergesst. Dabei ist es, als hätte jeder von ...

Zitat aus dem Buch "Aber ich weiß, dass ihr Menschen eure Träume dringend braucht. Ihr habt keine Ahnung, wie wichtig sie für euch sind. Weil ihr sie tagsüber vergesst. Dabei ist es, als hätte jeder von euch einen Schatz unter seinem Haus liegen"

Altersemepfehlung ab 10 jahre

Klappentext:

Vorsicht, sie sind auf der Jagd nach deinen Träumen!

Leon ist ein Traumspringer. Er kann unbemerkt in die Träume von anderen schlüpfen. Aber nicht nur das: Eines Nachts taucht er ein in eine verborgene und geheime Welt. Hier sammeln und archivieren Morpheus und seine Geschwister seit vielen tausend Jahren die Träume der Menschen. Doch Morpheus, der Hüter der Nacht, ist dringend auf Leons Hilfe angewiesen. Nur Leon kann wie ein nächtlicher Agent zwischen Tag- und Traumwelt hin- und herspringen und so herausfinden, was Morpheus‘ Bruder Krato im Schilde führt. Denn nach einem Streit ist Krato spurlos verschwunden. Er hat gedroht, die Traumarchive zu plündern. Will er etwa die Träume der Menschen zu Geld machen und in ein einzigartig neues Handyspiel verwandeln?

Meinung: Träume - etwas, was uns nicht nur nachts begleitet sondern ab und an am tag wenn wir in die Welt von Büchern eintauchen oder wir einfach in Gedanken versunken sind. In unseren träumen verbergen sich Ängste und Wünsche, welche auch im Buch eine besondere Rolle spielen (Alpträume / schöne Träume).

Der Schreibstil ist flüssig und für ein Kinderbuch angemessen. Die Charaktere gehen jetzt zwar nicht unbedingt in die Tiefe, aber für ein Kinderbuch sehe ich darin keinen negativen Faktor.

Der Bezug zur Mytholgie, den der Klappentext vermuten lässt, bleibt aber leider aus. Es kommen zwar einige "Götter" vor, allerdings taucht nicht sehr viel mehr auf, als der Name. Was ich persönlich sehr schade finde, da es sicher auch für Kinder interessant wäre, dass Morpheus z.b der gott der Träume ist usw.

Das Ende bleibt relativ offen, was auf eine Fortsetzung schließen lässt - mal sehen ob und wann diese erscheint.

Wer mit Traumspringer einen typischen Fantasyroman erwartet, hat weit gefehlt. Das Handyspiel welches im Klappentext kurz angeschnitten wird spielt eine zentrale Rolle im Roman und im großen und ganzen geht es recht abenteuerlich zu und zum Teil auch etwas gruselig.

Fazit:
Ein Abenteuerroman, der für junge Leser sehr gut geeignet ist. Fesselnd und der ein oder andere Abschnitt der zum nachdenken anregt sorgen für eine fantasiereiche Lesezeit.

Veröffentlicht am 04.04.2019

Traumspringer

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Das Cover von “Traumspringer” ist echt ein Hingucker. Es glitzert schön golden und ich mag es sehr. Auch der Klappentext klingt sehr vielversprechend und ich war echt gespannt auf Leon.

Der Einstieg in ...

Das Cover von “Traumspringer” ist echt ein Hingucker. Es glitzert schön golden und ich mag es sehr. Auch der Klappentext klingt sehr vielversprechend und ich war echt gespannt auf Leon.

Der Einstieg in die Geschichte fiel mir sehr leicht. Leon ist ein lieber Junge und ein Träumerle. Oftmals verliert er sich in seinen Gedanken und wird dafür von seinen Eltern immer wieder getadelt. Das fand ich für ihn sehr traurig und man spürte auch richtig, wie nah ihm die Kommentare von seinen Eltern gehen.

Als er dann nachts sich selber im Traum schlafen sieht fängt die ganze Traumspringerei an. Wir lernen Morpheus kennen und seine Aufgaben. Ich mochte das total gerne und war echt gespannt, wie sich alles entwickeln würde. Auch wenn ich dann nach und nach geahnt habe, in welche Richtung es gehen wird, so fand ich die Story dennoch sehr unterhaltsam und spannend. Leon findet einen neuen Freund und mit ihm gemeinsam deckt er so einiges auf. Zwar heiße ich es nicht für gut, dass die beiden 12 jährigen nach Tschechien abhauen, aber ich denke man sollte Kindern sowieso sehr früh beibringen, dass Bücher reine Fikiton sind und sie sich diese nicht als Vorbild nehmen sollten.

Alles in allem hat mich das Kinderbuch sehr gut unterhalten und ich bin echt gespannt, was Leon noch so alles erleben wird.

Ein tolles Kinderbuch mit einer spannenden Geschichte. Auch wenn ich sie an einigen Stellen etwas zu vorhersehbar fand, hat sie mir dennoch echt gut gefallen.

4 von 5 Punkten

Veröffentlicht am 10.03.2019

Lasst die Träume beginnen

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In das Cover habe ich mich sofort verliebt. Man kann sich direkt darin verlieren. Ich habe mir vorgestellt wie Leon durch die verschiedenen Träume springt und dabei einen glänzenden Schweif hinterlässt, ...

In das Cover habe ich mich sofort verliebt. Man kann sich direkt darin verlieren. Ich habe mir vorgestellt wie Leon durch die verschiedenen Träume springt und dabei einen glänzenden Schweif hinterlässt, weil er so schnell ist. Ganz so kam es dann zwar nicht, aber mindestens genauso gut.

Wie würde ich mich fühlen wenn ich plötzlich meine Träume erleben könnte und die der anderen auch? Ich würde mir erst einmal ziemlich seltsam vorkommen und denken das ich den Verstand verliere. Auch hätte ich mehr Angst als Leon, obwohl ich nur selten welche habe. Aber in seinem Alter ist das dann doch ein bisschen anders.

Es ist ein richtig tolles Abenteuer in das uns Alex Rühle schickt. Denn was passiert wenn plötzlich die Träume aller Menschen für ein Handyspiel missbraucht werden und die Menschen nicht mehr zurechnungsfähig sind? Ja, das kann schnell böse enden. Aber es gibt da noch einen kleinen Hoffnungsschimmer: Leon.

Mehr verrate ich aber nicht. Nur das ich mir für ein paar Punkte mehr Aufklärung erhofft habe, aber es ansonsten ein echt tolles Abenteuer ist. Und ich hoffe, dass eine Fortsetzung kommt =)

Veröffentlicht am 06.03.2019

Ein spannender und absolut fesselnder Abenteuerroman!

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Von Alex Rühle hatte ich im vergangenen Jahr sein Vorlesebuch „Zippel, das wirklich wahre Schlossgespenst“ gelesen. Zippel konnte mich hellauf begeistern, daher war meine Neugier sofort geweckt, als ich ...

Von Alex Rühle hatte ich im vergangenen Jahr sein Vorlesebuch „Zippel, das wirklich wahre Schlossgespenst“ gelesen. Zippel konnte mich hellauf begeistern, daher war meine Neugier sofort geweckt, als ich das neue Kinderbuch des Autors in der dtv Verlagsvorschau erspähte. Das Cover von „Traumspringer“ finde ich genial, es verspricht auf den ersten Blick eine spannende und abenteuerliche Geschichte. Auch der Klappentext überzeugte mich auf Anhieb, sodass ich gar nicht erst zögerte und das Buch auf meine Wunschliste packte.

Leon ist ein ganz normaler 12-jähriger Junge. Zumindest dachte er das immer. Ein kleiner Träumer war er schon immer gewesen. Wie oft wurde er nun schon in der Schule ermahnt, im Unterricht besser aufzupassen und nicht ständig vor sich hin zu träumen. So normal ist Leon aber gar nicht. Nein. Eines Nachts entdeckt er, dass er ein Traumspringer ist! Er kann unbemerkt in die Träume anderer Leute springen und als wäre das nicht schon krass genug, begegnet er bei seinen Traumsprüngen auch noch einen merkwürdigen Mann, der sich Morpheus nennt. Morpheus ist der Hüter der Nacht und archiviert zusammen mit seinen Geschwistern die Träume der Menschen und das schon sehr, sehr lange. Wie lange schon? Nun, eben schon so lange, seit Menschen träumen können. Ja, genau, das ist wirklich lange. Doch seit einiger Zeit stiehlt jemand die Träume. Wer der Dieb ist, wird schnell klar: Krato, der Bruder von Morpheus. Krato führt nichts Gutes im Schilde, das ist offensichtlich. Leons Hilfe ist nun gefragt, da er als Einziger zwischen der Tag- und Traumwelt hin- und herspringen kann. Er soll nun herausfinden, was für Pläne Krato verfolgt. Kein leichtes und alles andere als ungefährliches Unterfangen. Auf Leon wartet ein spannendes, aufregendes Abenteuer, bei welchem unheimliche schwarzen Frauen, eine Zugfahrt nach Ungarn, ein neues Handyspiel und noch so einiges mehr eine große Rolle spielen werden.


Mit „Traumspringer“ ist Alex Rühle ein richtig schöner Abenteuerroman gelungen, welcher mir tolle, kurzweilige Lesestunden beschert hat. Komplett überzeugt hat mich das Buch leider nicht, aber ich bin dennoch begeistert und ich freue mich schon sehr auf den zweiten Band. Diesen wird es, so denke ich doch, bestimmt geben. Zumindest endet das Buch recht offen, da hoffe ich wirklich sehr, dass es noch ein Wiedersehen mit Leon geben wird.

Für mich hat sich die Story als etwas anders herausgestellt, als ich erwartet hatte. Ich hätte nicht gedacht, dass dieses Handyspiel, welches im Klappentext nur kurz erwähnt wird, im Buch so eine zentrale Rolle spielen würde. Ich persönlich habe dadurch den Fantasyanteil als etwas klein empfunden. Na ja, okay, diese Sache mit dem Handyspiel ist natürlich auch sehr fantasymäßig. Aber eben anders fantasymäßig. Ich hatte hier einfach mit einer etwas anderen Story gerechnet und war beim Lesen dann etwas überrascht, in welche Richtung sie sich entwickelt. Schlimm fand ich das aber nicht.

Erfahren tun wir alles aus der Sicht des 12-jährigen Leon in der Ich-Perspektive. Leon habe ich sofort in mein Herz geschlossen. Mit ihm ist Alex Rühle ein toller Protagonist gelungen, mit welchem sich die Zielgruppe wunderbar identifizieren kann. Leon ist sympathisch, er ist mutig, hilfsbereit und ziemlich verträumt. Von seiner Mutter bekommt er sogar öfters zu hören, dass er seltsam sei. Das fand ich persönlich ja schon etwas hart. Ein klein bisschen schräg mag Leon vielleicht sein, aber auf eine sehr liebenswerte Art schräg.

Ich mochte Leon, wie gesagt, vom ersten Moment an richtig gerne und ich habe ihn liebend gerne bei seinen Traumsprüngen begleitet. Diese Springerei in die Träume anderer und in die Traumwelt, in welcher er Morpheus begegnen wird, haben mir richtig gut gefallen. Sie werden sehr bildhaft von dem Autor beschrieben, sodass man sich alles ganz genau vorstellen kann. Die Atmosphäre, die dadurch entsteht, fand ich auch klasse. Sie ist so schön geheimnisvoll und unheimlich.

Als gruselig würde ich das Buch auch bezeichnen. Besonders zum Ende hin, wenn wir mit Leon und seinem neuen Freund Elias in Ungarn landen, empfand ich die Handlung als richtig schaurig. Schön schaurig. Ich liebe das, wenn einem beim Lesen Schauer über den Rücken laufen und man wie gebannt beim Lesen ist und gar nicht mehr aufhören mag. Ich habe das Buch dann auch quasi in einem Rutsch gelesen und habe dabei an keiner Stelle Langeweile empfunden.

Ein Punkt, der mich nur etwas gestört hat, ist, dass der Bezug zur griechischen Mythologie gar nicht genannt wird, also, sofern ich nichts überlesen habe. Das kann ja immer mal passieren, aber eigentlich kommt das bei mir so gut wie nie vor. Morpheus, Kerberus, Lethe – diese Namen und Begriffe fallen, aber es wird nicht erklärt, woher sie stammen. Ich selbst kenne mich in diesem Bereich nicht so wirklich gut aus und habe daher aus Interesse mal ein bisschen gegoogelt. Ich wurde dann auch sofort fündig: Morpheus zum Beispiel, ist in der griechischen Mythologie der Gott der Träume. Auch Fledermäuse werden im Zusammenhang mit ihm genannt. Fledermäuse, so viel kann ich ja schon mal verraten, werden in diesem Buch auch eine recht große Rolle spielen.
Ich hätte es hier jedenfalls ganz gut gefunden, wenn zumindest kurz darauf eingegangen worden wäre, woher die Ideen mit Morpheus und Co stammen.

Bis auf diesen kleinen Kritikpunkt hat mir das Buch aber echt gut gefallen. Der Schreibstil ist top, er liest sich sehr flüssig, einfach und locker-leicht. Die Zielgruppe, sprich Mädchen und Jungen ab 10 Jahren, sollten hier keine Probleme mit dem Lesen haben. Sehr schön fand ich auch, dass die Kapitel angenehm kurz sind.

Die Handlung lädt durchweg zum Mitfiebern ein. Ich habe sie wirklich als richtig fesselnd empfunden. Besonders zum Ende hin, da flogen die Seite bei mir nur noch so dahin.

Wovon ich richtig begeistert bin, ist, dass das Buch auch ernste Themen anspricht. Leon wird sich mit dem Außenseiter der Klasse, Elias anfreunden. Elias stammt aus Tschetschenien und befindet sich illegal in Deutschland. Die Story erhält dadurch eine gewisse Tiefe und regt zum Nachdenken an. Elias ist übrigens auch ein ganz lieber Junge. Er hat sich ebenfalls, wie Leon, sehr schnell in mein Herz geschlichen.

Mädchen und Jungen ab 10 Jahren, die gerne spannende, abenteuerreiche, leicht gruselige Fantasybücher lesen, kann ich „Traumspringer“ sehr empfehlen. In meinen Augen ist das Buch aber auch für eine ältere Zielgruppe absolut lesenswert.

Fazit: Anders als erwartet, aber nicht schlecht anders. Ich habe hier nicht ganz das zu lesen bekommen, was ich erwartet hatte. Mich hatte es beim Lesen etwas überrascht, dass das Handyspiel hier eine sehr große Rolle einnehmen wird. Schlimm fand ich das aber nicht. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, es ist richtig spannend, etwas gruselig - besonders zum Ende hin - es ist fantasievoll, es lädt durchweg zum Mitfiebern ein und es geht auch ein bisschen in die Tiefe. Mir hat „Traumspringer“ sehr schöne, fesselnde Lesestunden beschert und ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzung, die es hoffentlich geben wird. Von mir gibt es 4 von 5 Sternen!