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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.07.2018

Genauso grandios wie sein Vorgänger und ein bombastischer Abschluss!

Das Herz der Quelle (2). Sternenfinsternis
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Klappentext
„Die Macht der Magie - Nur mit dir kann ich sie beherrschen

Als mächtigste Magierin der Gemeinschaft kann Adara niemandem trauen, schon gar nicht ihrer eigenen Quelle, dem undurchschaubaren ...

Klappentext
„Die Macht der Magie - Nur mit dir kann ich sie beherrschen

Als mächtigste Magierin der Gemeinschaft kann Adara niemandem trauen, schon gar nicht ihrer eigenen Quelle, dem undurchschaubaren Seth. Dabei ist er ihr einziger Verbündeter im Kampf gegen die Machenschaften des Rates. Immer wieder zwingt sie der Rat, grausame Aufträge auszuführen. Aber Adara und Seth haben keine Wahl, denn niemand darf auch nur vermuten, dass sie eigentlich nur eines wollen: die Schreckensherrschaft des Rates beenden. Doch je mehr sie füreinander empfinden und je näher Adara Seth kommt, desto mehr erfährt sie über ihn und seine Vergangenheit. Und plötzlich muss sie sich fragen, ob ihre Ziele wirklich auch seine sind.“

Gestaltung
Ich liebe die Farben dieses Covers. Die verschiedenen Gelb-, Orange- und Rottöne wirken super stimmig zusammen! Vor allem, weil sie so verwirbelt sind und ineinander übergehen. Auch mag ich die vielen Millionen kleinen Sterne, die den Hintergrund wie eine Galaxie wirken lassen. Dass genau zwischen den beiden Schattenumrissen des Mädchens und des Jungens ein heller Stern leuchtet, gefällt mir auch sehr, da dies den Blick magisch auf sich zieht.

Meine Meinung
Nachdem mir der Vorgängerband „Sternensturm – Das Herz der Quelle“ so gut gefallen hatte, wollte ich unbedingt wissen, wie die Geschichte um Adara und Seth enden würde. „Sternenfinsternis“ setzt nahtlos an den Geschehnissen von Band eins an, was es mir manchmal etwas erschwert hat, mich wieder in die Geschichte einzufinden, da es bei mir doch etwas zurücklag, dass ich Band eins gelesen hatte. Aber nachdem meine grauen Zellen in Fahrt gekommen waren und die Ereignisse wieder präsent waren, gab es für mich kein Halten mehr. Ich war direkt wieder an Adaras Seite im Kampf gegen den Rat.

Was mir an diesem Band besonders gefallen hat, war die Beziehung zwischen Adara und Seth. Adara fühlt sich zu ihm hingezogen und doch hält sie sich zurück, unsicher, ob es seine Magie ist, die sie anzieht oder doch Seth selbst. Die Intensität, mit der die Anziehung und die Gefühle zwischen beiden Charakteren geradezu knistern, war atemberaubend und selbst für mich als Leser und somit stummer Betrachter von außen geradezu greifbar. Zusammen mit Adaras Herz schlug meines auch immer höher und schneller, wenn es um Seth ging.

Sowieso gefiel mir die Geheimniskrämerei um seinen Charakter sehr. Nie war ich mir sicher, ob ihm wirklich zu trauen ist und genauso wie Adara hegte ich eine große Unsicherheit und Ungewissheit ihm gegenüber. Dies hat für mich enorm an Spannung aufgebaut, da ich wirklich im Dunkeln tappte hinsichtlich seiner Intentionen und Beweggründe. Welche Pläne verfolgt Seth? Auch fand ich es klasse, gleichzeitig endlich mehr über ihn zu erfahren.

Auch geht es darum, hinter die Pläne des Rates zu schauen und diese zu vereiteln. Dabei gibt es so einige Intrigen und Machtspielchen, die für eine gehörige Portion Spannung sorgen. Alana Falk schaffte es dabei, mich immer wieder zu überraschen und mit Wendungen um die Ecke zu kommen, die ich nicht erwartet hätte. So wird das Lesen sehr fesselnd und abwechslungsreich. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und hatte mehr als einmal den Gedanken, dass diese Geschichte mich verzaubert hat!

Das Konzept der Magie und der Quellen ist nach wie vor atemberaubend und was ich in diesem Band besonders gelungen fand, war die Verbindung dieses phantastischen Aspektes mit einem Hauch Technik. So gibt es eine App zur Kommunikation und um bestimmte magische Handlungen auszuführen. Auch spielt das Thema der Überwachung eine große Rolle. Diese Kombination hat der Geschichte einen tollen Twist gegeben und die Magie auf eine super moderne Ebene gehoben. Einfach nur klasse!

Fazit
Beim Lesen von „Sternenfinsternis“ hatte ich - wie schon bei Band eins – riesigen Spaß! Vor allem die Geheimniskrämerei, die Intrigen und Machtverhältnisse fand ich in diesem Band super gelungen, denn so wusste ich nie, wem ich sicher trauen kann. Dies hat mich dazu angeregt, mitzurätseln, wodurch ich mich als Teil der Geschichte fühlte. Die Beziehung zwischen Adara und Seth hat mir auch sehr gefallen, vor allem da ich es geliebt habe, wie geheimnisvoll Seth ist!
5 von 5 Sternen!

Reihen-Infos
1. Sternensturm – Das Herz der Quelle
2. Sternenfinsternis – Das Herz der Quelle

Veröffentlicht am 14.06.2018

Dieses Buch bringt einige innovative, spannende Ideen mit sich!

Palace of Glass - Die Wächterin
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Klappentext
„Stellen Sie sich vor…

London wäre ein Ort, an dem Tugend und Angst regieren. Ein hartes Gesetz untersagt den Menschen, die Haut eines anderen zu berühren. Denn die Bevölkerung und insbesondere ...

Klappentext
„Stellen Sie sich vor…

London wäre ein Ort, an dem Tugend und Angst regieren. Ein hartes Gesetz untersagt den Menschen, die Haut eines anderen zu berühren. Denn die Bevölkerung und insbesondere das Königshaus fürchten die Gefahr, die von den sogenannten Magdalenen ausgeht – Menschen, deren Gabe es ist, die Gedanken anderer durch Berührung zu manipulieren. Die junge Rea zeigt so wenig Haut wie möglich. Einzig während illegaler Faustkämpfe streift sie ihre Handschuhe ab. Doch wie kommt es, dass die zierliche Kämpferin ihre körperlich überlegenen Gegner stets besiegt? Und warum entführt sie der britische Geheimdienst? Bald erfährt Rea, dass sie das Leben des Kronprinzen beschützen muss. Doch am Hof ahnt niemand, dass sie selbst sein größter Feind ist.“

Gestaltung
Dass das Cover leicht schimmert, finde ich richtig cool, da es so etwas Besonderes an sich hat. Auch finde ich die Farben aus blau, weiß und rot sehr schön, da so vor allem das rote Band, welches in der Geschichte auch eine wichtige Rolle spielt, gut zur Geltung kommt. Dabei gefällt mir vor allem, dass dieses Band auf dem Buchrücken weitergeht und sich später auch über die anderen Bände ziehen wird. Das Covermotiv, welches am unteren Bildrand zu erkennen ist, erinnert mich an spritzendes Wasser.

Meine Meinung
Tatsächlich wurde ich vor allem dadurch super neugierig auf dieses Buch, dass es mit Sarah J. Mass, Kiera Cass und Erin Watt verglichen wird. Ich liebe die Bücher von Frau Maas nämlich sehr, war aber verunsichert, wie viel Erin Watt wohl in „Palace of Glass“ stecken würde. Also blieb mir nur eins: es selber herausfinden! Der Schreibstil von C.E. Bernard hat mir sehr gut gefallen, denn ich hatte das Gefühl, dass das Erzähltempo sehr hoch und schnell ist. So kam keine Langeweile auf und es fühlte sich so an, als würde ich durch die Seiten fliegen, was bei mir die Lesefreude immens erhöht hat. Ich liebe es, wenn eine Geschichte rasant erzählt wird!

In „Palace of Glass“ begegnet dem Leser eine mittelalterliche Welt, die doch immer wieder durchsetzt ist von unseren technischen Neuerungen. Die Geschichte spielt in der nahen Zukunft, in welcher es durch Mutationen sogenannte Magdalenen gibt. Diese haben bei direktem Hautkontakt besondere Fähigkeiten wie beispielsweise die Gedankenmanipulation. So gehen die Menschen davon aus, dass Magdalenen gefährlich sind, wodurch es strenge Gesetze gibt: die komplette Verdeckung der Haut ist Pflicht! In dieser Welt lebt Rea, die eine Magdalene ist und an illegalen Straßenkämpfen beteiligt ist. Bald wird sie als Leibwächterin des Prinzen abgeordert und trifft dort auf den Prinzen Robin…

Das Setting empfand ich als sehr ansprechend, da ich oftmals an die Hexenverfolgungen der Vergangenheit denken musste und immer wieder schockiert war angesichts der Entwicklungen, die die Welt im Buch durchlaufen hat. Oftmals kam ich aus dem Erstaunen oder der Sprachlosigkeit gar nicht mehr heraus, da ich von Dingen las, die für mich nur schwer vorstellbar waren. Gleichzeitig schafft die Autorin es aber, diese abgefahrenen Dinge so gut zu beschreiben und zu erklären, dass sich vor meinem inneren Auge Bilder abspielten, die mir alles verdeutlicht haben. Was ich auch super unterhaltsam fand, war der Mix aus Mittelalter und Technik. Ich war so im Mittelalter-Setting gefangen, dass ich immer wieder gestutzt habe, als z.B. Handys benutzt wurden. Eine interessante Kombination!

Auch mochte ich die Idee der Magdalenen, die verschiedene Fähigkeiten haben können und von denen es verschiedene Typen gibt. Hier hätte ich unter anderem auch ein Glossar super gefunden, in dem man immer wieder während des Lesens hätte nachschauen können. Die Entwicklung der Gesellschaft, die durch das Vorhandensein der Magdalenen entstanden ist, fand ich sehr beklemmend, denn Berührungen gehören ja eigentlich zum menschlichen Leben dazu, aber in der Welt von „Palace of Glass“ hält man sich voneinander fern. Diese Idee empfand ich als neuartig und spannend. Vor allem bin ich neugierig, wie die Geschichte sich in den nächsten beiden Bänden weiterentwickeln wird, denn die Handlung empfand ich als sehr spannend. Einerseits gab es einige actionreiche und rasante Szenen, andererseits wurden aber auch einige Rätsel gestreut.

Diese Rätsel hatten vor allem mit den Figuren zu tun, denn hier war ich mir nie sicher, wem ich wirklich trauen kann. Mit Reas Leibwächter-Job ist sie im Palast unterwegs, wo sie verschiedene Personen trifft, von denen sich einige in mein Herz geschlichen haben und von denen ich bei anderen nie sicher war, woran ich bei ihnen bin. Die Geschichte spielt ein Spiel mit dem Leser, denn es werden einige Rätsel gestreut, hinter die man nicht so leicht blicken kann. So gab es für mich zum Ende hin auch eine Überraschung, mit der ich nicht gerechnet habe.

Dabei empfand ich Rea als durchaus sympathische Protagonistin, die eine schwere Vergangenheit hat und die mit ihrer Geschichte bei mir für Spannung gesorgt hat. Prinz Robin fand ich durchaus auch nett, aber als er mit Rea anbändelt, haben sie sich für meinen Geschmack ein wenig zu viel und an zu offensichtlichen Stellen geküsst. Hierdurch ging für mich dann auch ein wenig der Fokus verloren. Mein Herz hat eindeutig Blanc gestohlen, denn jeder seiner Auftritte war für mich super erfrischend, da er Abwechslung in die Handlung gebracht hat. Rätselhaft sind für mich noch immer die Königin und die Duchesse, sodass ich auf die Fortsetzung sehr gespannt bin.

Fazit
Mir hat der Auftaktband „Palace of Glass – Die Wächterin“ gut gefallen, da in ihm einige neuartige Ideen anzufinden sind, die mir so noch nicht begegnet sind. Der Misch aus Mittelalter und Technik sowie das Konzept der Magdalenen fand ich sehr spannend und fesselnd. Zwar empfand ich die Liebeleien im Mittelteil als etwas zu stark fokussiert, aber dafür mochte ich es sehr, dass die Handlung ein Spiel mit dem Leser spielt, da sie ihn zum Spekulieren anregt und in ihm eine Skepsis gegenüber vielen der Figuren weckt. Man weiß nie so recht, woran man ist und wie die Geschichte sich entwickeln wird.
4 von 5 Sternen!

Reihen-Infos
1. Palace of Glass – Die Wächterin
2. Palace of Silk – Die Verräterin
3. Palace of Fire – Die Kämpferin

Veröffentlicht am 10.02.2018

Fans von Cassandra Clare werden dieses Buch lieben!

Zwischen Licht und Finsternis
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Klappentext
„London, heute. Mädchen verschwinden. Und seltsame Kreaturen tauchen auf den Straßen auf. Fast wäre die 16-jährige Lily von einem zweiköpfigen Hund getötet worden. Doch urplötzlich steht Regan ...

Klappentext
„London, heute. Mädchen verschwinden. Und seltsame Kreaturen tauchen auf den Straßen auf. Fast wäre die 16-jährige Lily von einem zweiköpfigen Hund getötet worden. Doch urplötzlich steht Regan vor ihr – gut aussehend, geheimnisvoll und faszinierend. Merkwürdig, dass er ihre seltene Blutgruppe kennt, aber noch merkwürdiger, dass es angeblich eine Verbindung zwischen Lily, Regan und den verschwundenen Mädchen geben soll. Von einer auf die andere Sekunde befindet sich Lily in einem Strudel aus Verbrechen und Verrat, Verschwörung und Leidenschaft, Licht und Finsternis.“

Gestaltung
Düster und unheimlich wirkt das Cover nicht nur aufgrund seiner Farbwahl von dunklen Schwarz-, Grau- und Grüntönen, sondern auch aufgrund des stechenden Blickes des Mädchengesichtes, welches im Schatten verborgen liegt. Der Blick löst bei mir eine Gänsehaut aus, wenn ich dem Mädchen in die Augen sehe. Besonders cool finde ich das Gefühl, wenn man das Cover berührt. Es hat eine Softtouchoberfläche und fühlt sich samtig weich an. Sowas liebe ich sehr!

Meine Meinung
Hui. Ich habe nicht viel erwartet, als ich begonnen habe „Zwischen Licht und Finsternis“ zu lesen. Mir gefiel das Cover und mir gefiel, dass der Klappentext überhaupt nichts über die Story verraten hat. Ich hatte, nachdem ich ihn gelesen hatte, so viele Unklarheiten und Fragen im Kopf, dass ich unbedingt wissen wollte, was hinter dieser Geschichte steckt. Erwartungen hatte ich keine. Und oh Mann, was wurde ich umgehauen. Diese Geschichte nimmt einem echt den Wind aus den Segeln.

„Zwischen Licht und Finsternis“ stellt eine Urbanfantasygeschichte dar, die düstere Atmosphäre mit Romantik verbindet. Magie und eine andere Welt, die hinter unserer Welt verborgen ist. Eine dunkle Bedrohung, die beiden Welten Unheil bringt. Zwei junge Menschen, die zwischen allem stehen. Erwachende Gefühle. All das und noch so vieles mehr sind die Elemente, die dieses Buch in sich vereint und die es zu einem Highlight machen.

Einzig einen Stern von der vollen Punktzahl muss ich abziehen für die Protagonisen und die Gefühlswelt der Figuren. Mit Lily konnte ich leider nicht warm werden. Oftmals sah ich mich irgendwelchen Gefühlsregungen von ihr entgegengesetzt, die ich überhaupt nicht nachvollziehen konnte. Im einen Moment weinte sie oder war traurig und bevor erklärt wurde warum dies so war, musste sie erneut kämpfen. Ich persönlich liebe es ja, wenn ein Buch auch Kämpfe beinhaltet und davon geradezu nur so strotzt. Aber ein wenig schade war es einfach, dass durch diese hohe Rasanz die Figuren oftmals gelitten haben. Unlogisch fand ich es beispielsweise auch, dass Lilys Vater seine 16(!!)-jährige Tochter alles machen lässt was sie möchte, ohne nachzufragen (welcher Vater fragt seine blutverschmierte Teenagertochter ohne Fragen, was vorgefallen ist, nach Hause kommen und in ihr Zimmer gehen!? Sehr unrealistisch. Selbst für Fantasyromane).

Auch Regan konnte ich kaum näher kennen lernen, da er damit beschäftigt war, ein Auge auf Lily zu haben oder gemeinsam mit ihr zu kämpfen. Diese Kämpfe sind es jedoch auch, die mich dazu veranlasst haben, durch die Geschichte zu fliegen. Ich bin kein typisches Mädchen, das Liebesgeschnulz bevorzugt. Für mich gehört zu einer guten Geschichte einfach mehr. Harte Kämpfe. Verluste. Verletzungen. Kurz: Dramaturgie und hohe Spannungsbögen lassen mich über vieles hinweg sehen.

Aber ich muss auch sagen, dass es in „Zwischen Licht und Finsternis“ durchaus auch das ein oder andere mal etwas blutiger wird, weswegen dieses Buch nicht für jeden etwas sein wird. Gerade solche Leser, die eher auf emotionale Tiefe, gut ausgearbeitete Figuren und nachvollziehbare Gefühle Wert legen, werden mit diesem Buch eher Schwierigkeiten haben. Aber Lesern, die auf Kämpfe stehen und die Action suchen, denen kann ich Lucy Inglis Werk nur wärmstens empfehlen sowie ans Herz legen!

Fazit
Wer auf der Suche nach einer düsteren Lektüre für den stürmischen Herbst ist, der sollte unbedingt zu „Zwischen Licht und Finsternis“ greifen, da dieses Buch perfekt zur aktuellen Jahreszeit passt. Blutige, actionreiche Szenen. Düstere Atmosphäre. Geheimnisvolle Rätsel. Aufeinanderprallende Mächte. Eine magische Welt hinter der unseren. Brodelnde Bedrohungen und ein Paar, das sich all dem entgegenstellt. Diese Aspekte bieten eine so unglaublich hohe Spannung, dass es schwer ist, das Buch aus der Hand zu legen und sich von den Seiten zu lösen. Das ist der Stoff, aus dem gute Geschichten gemacht sind, auch wenn unter der Rasanz die Figurenausarbeitung ein wenig leidet.
4 von 5 Sternen!

Reihen-Infos
Einzelband



Veröffentlicht am 18.11.2018

Starker Schreibstil und kreative Ideen, aber etwas durchwachsen

Wie Eulen in der Nacht
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Klappentext
„Jeder träumt von einem Wunder, aber nicht jeder ist bereit dafür.

Wem nur noch ein Wunder helfen kann, der findet stets seinen Weg in die Wüste Colorados und zur außergewöhnlichen Familie ...

Klappentext
„Jeder träumt von einem Wunder, aber nicht jeder ist bereit dafür.

Wem nur noch ein Wunder helfen kann, der findet stets seinen Weg in die Wüste Colorados und zur außergewöhnlichen Familie Soria. Doch die Wunder der Sorias sind unberechenbar und wer sie aus eigener Kraft nicht vollenden kann, zahlt einen hohen Preis.
Auch Daniel Soria bewirkt diese Wunder mit der Ernsthaftigkeit und Hingabe, die es braucht. Doch dann bricht er die wichtigste Regel seiner Familie: Er mischt sich in ein Wunder ein. Dadurch entfesselt er eine Magie, die seinen Tod bedeuten könnte.“

Gestaltung
Mir gefällt das Covermotiv unheimlich gut, denn es wirkt auf mich sehr geheimnisvoll und rätselhaft. Durch die dunklen Blumen und den Hintergrund erinnert der rote Kreis an einen Blutmond. Die Eule davor kommt so sehr gut zur Geltung. Auch mag ich die Art, in welcher das Bild gezeichnet ist, da die Rosen und die Eule sehr real aussehen, obwohl man ihnen ansieht, dass sie gezeichnet wurden. Die verschnörkelte Schriftart des Titels passt super zu diesem Motiv und verstärkt den Effekt des Geheimnisvollen. So ist alles sehr stimmig. Besonderes Highlight ist zudem der farbige Papierschnitt!

Meine Meinung
Ich lese immer wieder gerne Geschichten von Maggie Stiefvater, da die Autorin interessante Ideen hat und mich oft in geheimnisvolle Welten entführen kann. In „Wie Eulen in der Nacht“ konnte sie mich mit der Thematik der Wunder verzaubern, denn in diesem Buch geht es um Daniel Soria. Seine Familie kann Menschen zu Wundern verhelfen. Der einzige Haken: sie dürfen nicht eingreifen, wenn die Menschen das Wunder vollenden müssen. Doch genau dies tut Daniel und so befreit er eine magische Kraft, die ihn das Leben kosten könnte…

Von Maggie Stiefvater war ich schon einen sehr bildreichen und poetischen Schreibstil gewohnt. Diesen führt sie in „Wie Eulen in der Nacht“ fort, wodurch es immer wieder zu sehr schönen Metaphern oder Vergleichen kommt, die das Lesen sehr stimmungsvoll machen. Besonders gefallen hat mir dieses Mal das Setting, denn das Buch ist in den 60er Jahren angesiedelt. Dieses Flair hat die Autorin super vermittelt und authentisch rübergebracht. Durch das Auftreten ihrer Figuren und die Beschreibungen des Handlungsortes fühlte ich mich in der Zeit zurückversetzt, was mir echt gut gefallen hat.

Die Handlung fand ich hingegen zunächst etwas trocken und vor sich hinplätschernd. Ich hatte zwar schon damit gerechnet, dass ich hier kein Feuerwerk an Action oder Rasanz erhalten würde, da ich Maggie Stiefvaters Stil kenne, aber bisher konnte mich die Autorin immer mit ihren magischen, kreativen Welten verzaubern und mit immer neu eingestreuten Rätseln an die Handlung fesseln. Dieses Mal ist ihr das nicht ganz gelungen. Ihre Ideen in „Wie Eulen in der Nacht“ fand ich echt klasse: eine Familie, die Wunder vollbringen kann ist meiner Meinung nach wirklich ausgefallen und einfach magisch. Allerdings konnte mich die Umsetzung nicht so ganz überzeugen, da Frau Stiefvater es dieses Mal nicht ganz geschafft hat, mich an die Seiten zu fesseln. Dies kam für mich viel zu spät, denn erst im letzten Drittel hing ich gebannt an den Seiten, um den Rätseln der Wunder und der Dunkelheit auf die Spur zu kommen.

Zuvor waren es mir zu viele Charaktere, zu denen ich kaum eine tiefere Verbindung aufbauen konnte. Hier hat die Autorin angesichts der Fülle der Figuren nicht genügend Raum gehabt, um jeder Figur genügend Tiefe zu geben, sodass bei mir die verschiedenen Charaktere miteinander verschwammen. Sie haben sich nicht wirklich voneinander abgehoben. Daher fand ich es zu Beginn auch etwas schwer, dem Geschehen zu folgen. So fehlte mir einfach die von Maggie Stiefvater gewohnte große geheimnisvolle Atmosphäre, durch die ich hinter die Rätsel und Mysterien blicken möchte.

Dieses Gefühl des Miträtselns kam ungefähr im letzten Drittel auf. Hier werden Hinweise gestreut und ich war gepackt von den Geheimnissen der Wunder, welche zu dem Zeitpunkt der Handlung ganz andere Formen annahmen als zuvor. So hat die Autorin sich in meinen Augen die Spannung für den Schluss aufgehoben. Hätte sie dies ein wenig mehr über die Geschichte verteilt, wäre ich schon viel eher von der gewohnten Maggie Stiefvater Magie gefangen genommen worden.

Fazit
Mit „Wie Eulen in der Nacht“ hat Maggie Stiefvater wieder ein Fest an poetischen und wunderschönen Beschreibungen geliefert, die ihren Schreibstil zu etwas ganz besonderem und einzigartigem machen. So liest man die Geschichte gerne, auch wenn ich mich anfangs etwas schwer tat aufgrund der Fülle der Charaktere, die sich nur schwer voneinander abhoben. Hält man jedoch durch wird man mit einem unglaublichen Ende belohnt, welches verzaubert und zum Miträtseln anregt. Zudem ist das Setting und die Atmosphäre sehr authentisch und zauberhaft. So ist „Wie Eulen in der Nacht“ etwas durchwachsen und nicht ganz so stark wie andere Werke der Autorin, aber dennoch ist es sehr poetisch, tiefgründig und voller kreativer Ideen!
3 von 5 Sternen!

Reihen-Infos
Einzelband

Veröffentlicht am 18.11.2018

Eine ruhige, nachdenkliche Geschichte voller intensiver Gefühle

Das Ende ist erst der Anfang
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Klappentext
„In 23 Tagen wird Lake 18. Dann hat sie die Chance, genau einen Menschen von den Toten auferstehen zu lassen. Ihr behinderter Bruder wäre nach der Auferstehung wieder gesund und sollte Lakes ...

Klappentext
„In 23 Tagen wird Lake 18. Dann hat sie die Chance, genau einen Menschen von den Toten auferstehen zu lassen. Ihr behinderter Bruder wäre nach der Auferstehung wieder gesund und sollte Lakes erste Wahl sein. Doch gerade sind ihre beste Freundin und ihr Freund bei einem Unfall ums Leben gekommen. Für wen soll sie sich entscheiden? Ist es überhaupt richtig, Gott zu spielen und über Leben und Tod zu bestimmen? Lake steckt in einem Dilemma, aus dem es scheinbar kein Entkommen gibt ...“

Gestaltung
Aufgrund des Spiels mit den Kontrasten finde ich das Cover sehr interessant. Es ist zweigeteilt in eine schwarze und eine weiße Hälfte. Auf der weißen Hälfte ist der Schriftzug des Titels dann schwarz und auf der schwarzen Hälfte weiß. Dabei sind in diesen beiden Hälften die Schriftarten auch anders, was das ganze Cover noch interessanter macht. Der Schattenumriss eines Mädchens geht dabei vor dem weißen Hintergrund über die schwarze Hälfte. Ich finde, dass das Cover aufgrund dieser Farbwahl und Gestaltung richtig gut zum Buchinhalt passt!

Meine Meinung
An „Das Ende ist erst der Anfang“ fand ich besonders interessant, dass man an seinem 18 Geburtstag einen Menschen wieder ins Leben holen kann. Vor genau dieser Entscheidung steht nämlich Lake, die gleich mehrere geliebte Menschen hat, die sie zurückholen möchte. Ihren Bruder, ihre beste Freundin oder ihr Freund. Doch für wen soll sie sich nur entscheiden? Und ist es überhaupt richtig, eine solche Entscheidung zu treffen?

Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht der Protagonistin Lake. So wird dem Leser gut vermittelt, wie ihre Gefühlslage aussieht und vor allem wie innerlich zerrissen sie ist. Lakes Sichtweise fand ich sehr eindringlich und einnehmend. Ich konnte sie gut verstehen und ihr Gefühlschaos nachvollziehen. Vor allem fand ich diesbezüglich richtig klasse, dass es zwischendurch auch Rückblenden gab, in denen ich die Chance bekam Lakes Bruder Matt, ihre beste Freundin Penny und ihren Freund Will kennen zu lernen.

Durch diese Rückblenden wurde Lakes Gefühlswelt für mich intensiviert, denn ich konnte nach jeder Rückblende immer besser verstehen, warum Lake so zerrissen ist. Ich habe gemeinsam mit ihr erlebt, wie sie mit Penny und Will schöne Momente durchlebt hat. Habe gesehen, wie viel sie Lake bedeutet haben und konnte absolut verstehen, dass eine Wahl zwischen beiden unmöglich ist. Dann ist da noch ihr Bruder Matt, welcher gelähmt ist und dadurch sehr verbittert, griesgrämig und teilweise auch bösartig wurde. Obwohl ich Matts Wandlung gut verstehen konnte, kam ich gleichzeitig auch nicht umhin sauer über seine Art zu sein oder über die Eltern von Lake, die ihn gewähren ließen.

Mit Lakes Entscheidung und ihren unterschiedlichen und auch für den Leser sehr intensiven Gefühlen für ihre Freunde und ihren Bruder ist es aber noch lange nicht getan, denn durch die Entscheidung ist nicht nur Lake und das Leben des Menschen, für den sie sich entscheidet, betroffen. Vielmehr hat ihre Entscheidungen auch Einfluss auf das Leben ihrer Eltern oder beispielsweise der Eltern von Penny. So greift Frau Baker auch auf, welcher Druck auf Lake lastet und welche Schuldgefühle in ihr entstehen.

Die emotionale Seite dieser Geschichte ist die, die mich in ihren Bann gezogen hat, denn wer viel Action und rasantes Tempo erwartet, ist hier falsch. Die Geschichte von „Das Ende ist erst der Anfang“ ist eine Nachdenkliche, Bedrückende und zutiefst Emotionale. Fragen der Moral und Ethik werden aufgeworfen und stimmen den Leser sehr nachdenklich. Mir war die Geschichte manchmal schon fast zu ruhig und nachdenklich, aber glücklicherweise hat die Autorin die Rückblenden an den richtigen Stellen gesetzt, sodass diese für Abwechslung sorgten. Zudem bin ich bis zum Schluss neugierig geblieben, wie es mit Lake und ihrer Entscheidung ausgehen würde.

Fazit
„Das Ende ist erst der Anfang“ ist eine intensive Geschichte über eine schwere, geradezu unmöglich erscheinende Entscheidung, die das Leben mehrerer Menschen betrifft. Autorin Chandler Baker schafft es auf sehr einnehmende Weise dem Leser die Gefühlswelt der Protagonistin nahe zu bringen und ihn zum Nachdenken anzuregen. Die Geschichte ist recht ruhig und nachdenklich, aber glücklicherweise auch immer wieder durchzogen von Rückblenden, die alles auflockern! Die Spannung wird aber hoch gehalten, da nicht gewiss ist, welche Entscheidung Lake treffen wird. Wie sie sich nun schlussendlich entscheidet, müsst ihr allerdings selber herausfinden!
Gute 4 von 5 Sternen!

Reihen-Infos
Einzelband