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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.01.2020

Rasante Handlung und sich ruhig entwickelnde Liebe stehen in schöner Balance zueinander

Dear Logan
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Klappentext
„Zwei wie Feuer und Eis – spannende Liebesgeschichte in der gefährlichen Wildnis Alaskas.

Als Logan nach sechs Jahren Funkstille plötzlich vor der Tür ihrer Hütte steht, will Maddie ihn am ...

Klappentext
„Zwei wie Feuer und Eis – spannende Liebesgeschichte in der gefährlichen Wildnis Alaskas.

Als Logan nach sechs Jahren Funkstille plötzlich vor der Tür ihrer Hütte steht, will Maddie ihn am liebsten umbringen. Egal, ob Logan der Sohn des US-Präsidenten ist oder dass sein Lächeln ihr Schmetterlinge verursacht! Doch bevor sie sich über ihre Gefühle für ihn klar werden kann, wird Logan entführt – und plötzlich liegt es an Maddie, ihren ehemals besten Freund zu retten. Dumm nur, dass ein gewaltiger Schneesturm aufzieht und die Zeit unerbittlich gegen sie arbeitet ...“

Gestaltung
Der blau weiße Hintergrund erinnert an einen düsteren Wald mitten im Winter, in dem alles voller Schnee ist. Mitten durch die kahlen Bäume rennt ein Schatten, den man nicht näher erkennen kann. Mit dieser Szene passt das Cover wie die Faust aufs Auge zur Geschichte, in der es auch um eisige Kälte und die gehetzte Suche nach jemandem geht. Das Herz des Titelschriftzugs deutet auf die Liebe in der Geschichte hin und steht auch ein wenig in Kontrast zu der einsamen Person mitten im Schnee.

Meine Meinung
„Wie cool klingt bitte der Klappentext?“, dachte ich mir beim Lesen von eben diesem und schon war es um mich geschehen! In „Dear Logan“ geht es um Maddie, deren bester Freund Logan der Sohn des US-Präsidenten ist und der jahrelang keinen Kontakt zu ihr hatte. Bis er plötzlich wieder vor ihrer Tür steht. Gefährlich wird es, als Logan entführt wird und Maddie versucht, ihn zu retten. So beginnt ein Rennen gegen die Zeit, denn ein gefährlicher Schneesturm zieht auf…

Maddie und Logan sind Kindheitsfreunde, denn sie ist die Tochter des Sicherheitschefs. So wurde ich Zeuge, wie Maddie und Logan zu Beginn des Buches noch Kinder waren, die gemeinsam spielten. Bis ein Ereignis Maddie dazu veranlasst, wegzuziehen. Dies wiederum ist der Grund für Logan sich in eisiges Schweigen zu hüllen, sodass beide erst einige Jahre später wieder in Kontakt miteinander treten. Mir gefiel es gut, dass wir Logan und Maddie schon in ihrer Kindheit kennen lernen und dass die Geschichte so früh einsetzt, denn so erhielt die Bindung zwischen beiden Charakteren für mich mehr Tiefe.

Als Logan dann bei Maddie vor der Tür steht, wird er entführt. Ich fand es dabei etwas unrealistisch, dass ausgerechnet Maddie sich aufmacht, ihn zu suchen. Auch wenn sie sich in der Zeit in der Wildnis verändert hat und Tochter des Sicherheitschefs ist, kam ich einfach nicht umhin immer wieder zu denken, dass jeder normale Teenager es vermutlich auf die Polizei gewartet hätte. Ich wusste ja schon durch den Klappentext, dass dies so kommen würde und hatte mich auch mit dem Gedanken angefreundet, aber die Art und Weise wie Maddie an alles herangeht, hat meinen inneren Unglauben einfach verstärkt. Maddie hat nämlich immer einen Plan und alles, was sie sich vornimmt, schafft sie auch. Dabei ist sie wie gesagt noch ein Teenager. Ich hätte nichts gegen ihre Suche nach Logan einzuwenden gehabt, wenn sie menschlich geblieben wäre und auch mal Fehler gemacht hätte, aber dem war leider nicht so.

Die Handlung ist in meinen Augen ziemlich rasant, denn nach der kurzen Einführung und der darauf schnell folgenden Entführung geht es ziemlich brenzlig zur Sache. Andauernd passiert irgendetwas. Entweder wird jemand gesucht, gejagt oder es flieht jemand vor jemandem. Ohne zu Spoilern kann ich hierzu nichts Genaueres sagen, aber so viel steht fest: die Handlung ist unglaublich rasant und trotzdem entwickelt sich die Beziehung zwischen Logan und Maddie authentisch und nicht zu schnell. Dadurch, dass die Geschichte aus den Sichtweisen von beiden Charakteren geschildert wird, kann man die Gefühlswelten beider Figuren gut nachvollziehen und ihre Gefühle füreinander hautnah miterleben.

Fazit
„Dear Logan“ ist eine rasant erzählte Entführungsgeschichte in der rauen Wildnis Alaskas, wobei das Tempo der Erlebnisse enorm ist. Dazu stellt die Entwicklung der Beziehung zwischen beiden Hauptfiguren eine schöne Balance her, denn die Gefühle entwickeln sich langsam und stetig. Etwas schade fand ich, dass Maddie mit ihren jungen Jahren so dargestellt wurde, als würde ihr alles gelingen, denn so wurde ihre Suche nach Logan recht unrealistisch.
4 von 5 Sternen!

Reihen-Infos
Einzelband

Veröffentlicht am 27.01.2020

Diese Geschichte sorgt für frischen Wind

Märchenfluch, Band 1: Das letzte Dornröschen
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Klappentext
„In dieser Märchenprinzessin schlummert dunkle Magie

Flora Anthea Allenstein, genannt Flo, fällt aus allen Wolken, als sie erfährt, dass sie die Nachfahrin von Dornröschen ist – und dass ...


Klappentext
„In dieser Märchenprinzessin schlummert dunkle Magie

Flora Anthea Allenstein, genannt Flo, fällt aus allen Wolken, als sie erfährt, dass sie die Nachfahrin von Dornröschen ist – und dass sie einen wichtigen Auftrag erfüllen muss: Zusammen mit anderen Märchenfiguren, wie der zickigen Neva aus dem Schneewittchen-Clan, soll sie die Menschheit vor gefährlicher Magie beschützen. Keine leichte Aufgabe, denn zum einen spielen Flos Gefühle verrückt, wenn sie in der Nähe eines gewissen Märchenprinzen ist. Und zum anderen spürt sie, dass in ihr selbst eine dunkle Magie erwacht …“

Gestaltung
Ich bin total verliebt in dieses Cover. Auch wenn ein Mädchengesicht das Cover ziert und ich hieran schon übersättigt bin, finde ich das Gesicht dieses Mal richtig passend und wunderschön, denn das Mädchen ist sehr hübsch gestaltet. Die Lippen sind voll, die Blume im Haar, große Augen…Zusammen mit den Grüntönen und den roten Rosen, die die Blicke auf sich ziehen, wirkt das Cover unglaublich stimmig. Außerdem ergänzen die Lichteffekte das Cover sehr schön, sodass es ein schönes Zusammenspiel aus dunklen und hellen Effekten ist.

Meine Meinung
Nachdem das Cover meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat und mich dann der Klappentext auch überzeugen konnte, war ich sehr neugierig auf „Märchenfluch – Das letzte Dornröschen“. In dem Buch geht es um Flo, die erfährt, dass sie von Dornröschen abstammt. Richtig gelesen. Flo ist eine Nachfahrin von Dornröschen, der bekannten Märchenprinzessin und sie ist nicht die einzige Nachkomme einer Prinzessin! Gemeinsam mit anderen muss Flo die Menschen vor einer gefährlichen Magie beschützen. Das allein ist schon nicht leicht, aber es wird noch schwieriger, wenn es auch hübsche Märchenprinzen gibt und in Flo eine dunkle Magie zum Vorschein kommt…

Gott, was fand ich die Idee des Buches toll! Ich mag Geschichten, in denen es Märchenanspielungen, Adaptionen oder einfach ein märchenhaftes Flair gibt, ohnehin schon gerne, aber in „Das letzte Dornröschen“ fand ich die Grundidee total neuartig. So gibt es hier Charaktere, die von den Märchenfiguren abstammen. Sie leben in der Moderne und mischen so die Märchenzeit mit unserer. Mir gefiel dies richtig gut und ich fand die Aufarbeitung total frisch und spannend, da es neuen Wind in die verschiedenen Märchengeschichten bringt.

Auch mochte ich die Handlung der Geschichte richtig gerne, weil ich als Leser hineingeworfen wurde und gemeinsam mit den Figuren hinter so manch ein Geheimnis gekommen bin. Vieles ist nicht so wie es auf den ersten Blick scheint und dabei wird das Lesen der Handlung zu einem Erleben der Handlung. Ich fühlte mich, als würde ich mit den Figuren das Abenteuer bestreiten und ihnen dabei helfen müssen. Mir persönlich hat dies große Freude bereitet!

Außerdem gefiel mir die bunt zusammengewürfelte Mischung aus Romantik und Abenteuer, die sich mir beim Lesen bot. Manchmal hätte ich am liebsten an meinen Nägeln geknabbert, weil es so spannend war. Im nächsten Moment seufzte ich zufrieden, weil die romantischen Gefühle an die Oberfläche brodelten. Ich fand es toll, dass die Balance hier so ausgewogen gehalten wurde und dass für jedes Leserherz etwas dabei war.

Die Figuren und den Schreibstil kann ich auch nur loben, denn die Charaktere der Geschichte sind in meinen Augen sehr eindeutig und tiefgründig gezeichnet worden. So habe ich mir nicht nur ein Bild von Flo machen können, sondern auch von den anderen Figuren. Zudem konnte der Schreibstil der Autorin nicht nur die Charaktere gut darstellen, sondern auch das Setting wunderbar untermalen und bei mir für ein inneres Bild der Handlungsorte und -geschehnisse sorgen. Ich hatte keinerlei Probleme beim Lesen und bin gefühlt durch die Seiten gerast.

Fazit
Ich freue mich schon mächtig auf „Märchenfluch – Die Rache der Fee“, denn „Das letzte Dornröschen“ konnte mich von vorne bis hinten komplett überzeugen. Die Idee der Nachfahren der Märchenfiguren hat mir gefallen und auch die Handlung fand ich grandios, denn sie ist wahrlich ein Leseabenteuer! Dabei geht es sowohl spannend und gefährlich als auch romantisch und gefühlvoll zu. Der Schreibstil war gut verständlich und sehr plastisch und die Charaktere mochte ich auch gerne, da ich sie mir gut vorstellen konnte. Nun bin ich sehr gespannt, was ich im nächsten Band erleben werde!
5 von 5 Sternen!

Reihen-Infos
1. Märchenfluch – Das letzte Dornröschen
2. Märchenfluch – Die Rache der Fee (erscheint am 28. Februar 2020)
3. Märchenfluch – Der Kuss der Wahrheit (erscheint am 1. November 2020)

Veröffentlicht am 27.01.2020

Packt mich bei meiner Neugierde

Rising
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Klappentext
„Terras Naturkatastrophen stürzen die Welt immer mehr ins Chaos. Krieg und Zerstörung sind die Folgen. Mitten im australischen Outback bekommt Liam nur wenig davon mit …

Ihn beschäftigt viel ...


Klappentext
„Terras Naturkatastrophen stürzen die Welt immer mehr ins Chaos. Krieg und Zerstörung sind die Folgen. Mitten im australischen Outback bekommt Liam nur wenig davon mit …

Ihn beschäftigt viel mehr das seltsame Verhalten der Menschen um ihn herum. Als er erfährt, dass es Terras nächstes Ziel ist, ganz Sydney zu zerstören, muss er handeln. Doch es gibt jemanden, der ihn mit seinem neuen Wissen nicht davonkommen lassen will - ein Naturgeist hat sich Terras Racheplan verschrieben und stellt sich ihm in den Weg. Kann Liam die drohende Katastrophe noch verhindern? Die Zeit läuft! Nicht nur für Liam, sondern auch für Addy, Younes, Ayumi und die ganze Welt.“

Gestaltung
Die Gestaltung finde ich richtig toll, weil ich die Idee gerne mag, dass alle vier Bände nebeneinander gelegt ein Gesamtbild ergeben. Dabei mag ich die Farben des Himmels dieses Mal total gerne, da er friedlich aussieht, obwohl sich im Hintergrund zerstörte Hochhäuser entlangziehen. Die Natur, die im Vordergrund zu sehen ist, sieht auch sehr entspannend und ruhig aus. So entsteht auf dem Cover ein interessanter Kontrast, in den sich das Bild eines der Protagonisten gut einfügt.

Meine Meinung
Nach „Awakening“ dem ersten Band der Terra-Tetralogie, wollte ich unbedingt erfahren, wie die Geschichte der vier Protagonisten Addy, Younes, Ayumi und Liam weitergeht. Kaum hatte ich Band zwei „Rising“ angefangen, war das Buch auch schon wieder durch – so spannend ist die Geschichte! Besonders gut gefällt mir die Mischung aus Gesellschaftskritik und Fantasyelementen. Die Natur schlägt in dieser Reihe zurück und lehnt sich gegen die Menschen auf. Auf diese Weise zeigt sie den Menschen und den Lesern der Reihe, welchen negativen Einfluss ihr Verhalten auf ihre Umwelt hat.

Die Idee von Terra Mater, den Naturgeistern und der Vielfältigkeit der Natur fand ich auch in diesem Band toll umgesetzt und immer noch erfrischend sowie spannend. Vor allem gefiel mir, wie kreativ und gleichzeitig realistisch Jennifer Alice Jager die „Angriffen“ der Natur auf die Menschen gestaltet. Hier gibt es eine große Vielfalt, die dafür sorgt, dass die Geschichte spannend bleibt, weil ich beim Lesen jedes Mal überrascht wurde.

Die Handlung an sich fand ich gut, wobei ich beim Lesen das Gefühl hatte, dass die Einführung in diesen Band ziemlich lange gedauert hat. Angesichts dessen, dass die Bände so kurz hintereinander erscheinen und auch recht dünn sind, hätte ich es toll gefunden, wenn die Handlung schneller zum Punkt gekommen wäre und nicht bei mir das Gefühl ausgelöst hätte, dass ich auf den großen Knall warte. Trotzdem gibt es natürlich viele Überraschungen und Spannungsmomente, die für große Unterhaltung sorgen, aber das Gefühl des Wartens bleibt irgendwie.

Erzählt wird „Rising“ größtenteils aus der personalen Sicht von Addy, aber auch Liam kommt zu Wort, während Younes und Ayumi zwar auch kurze Einschübe haben, aber eher im Hintergrund bleiben. Daran, dass zwischen diesen Sichten gewechselt wird, gefällt mir besonders, dass ich so von den Geschehnissen auf den verschiedensten Orten der Welt erfahren kann. Außerdem sorgen die räumliche Trennung der Figuren, aber die Einblicke in deren Erlebnisse dafür, dass ich mich frage, ob die Vier sich in einem der nächsten beiden Bände noch begegnen werden. Dies macht die Geschichte für mich noch spannender, weil es mich bei meiner Neugierde packt.

Fazit
Auch die Fortsetzung des „Terra“-Vierteilers hat mich gut unterhalten. Ich hatte beim Lesen zwar irgendwie immer das Gefühl, als würde ich auf einen großen Knall warten, aber dennoch war die Handlung gut durchdacht und mit spannenden, abwechslungsreichen Momenten versehen. Besonders mag ich die vier Erzählperspektiven von Charakteren, die an unterschiedlichen Orten auf der Erde stationiert sind. Dies macht mich nämlich unheimlich neugierig, ob die Figuren sich treffen werden. Daher bin ich auch unglaublich gespannt auf die Fortsetzung!
4 von 5 Sternen!

Reihen-Infos
1. Terra

1 - Awakening
2. Terra

2 - Rising
3. Terra

3 – Collapse (erscheint am 21. Januar 2020)
4. Terra

4 – Afterglow (erscheint im März 2020)

Veröffentlicht am 27.01.2020

Ich hatte hohe Erwartungen, die mehr als erfüllt wurden!

Alabasterball
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Ich hatte hohe Erwartungen, die mehr als erfüllt wurden!

Klappentext
„Als Amy die Einladung für den sagenumwobenen Alabasterball in den Händen hält, glaubt sie, ihrem Ziel einen Schritt näher zu sein. ...

Ich hatte hohe Erwartungen, die mehr als erfüllt wurden!

Klappentext
„Als Amy die Einladung für den sagenumwobenen Alabasterball in den Händen hält, glaubt sie, ihrem Ziel einen Schritt näher zu sein. Sie möchte Ballkönigin werden. Vor allem aber muss sie dort, auf der abgelegenen Insel Kallystoga, ihre Schwester finden, die vor einem Jahr an der märchenhaften Ballnacht teilnahm - und nie wieder zurückkam …

Um die Nacht des Alabastermondes ranken sich zahllose Legenden: Nur sechs Auserwählte werden zur Insel Kallystoga in Thousand Island Pond geladen - drei Mädchen und drei junge Männer. Zusammen mit der Einladung erhalten sie traumhafte Ballkleider, schicke Anzüge und ein Flugticket auf die einsame Insel. Glänzende Ballsäle, rauschende Kleider, mitreißende Musik - es gibt nichts Vergleichbares auf der Welt!“

Gestaltung
Ich bin ein großer Fan des Covers, denn vor dem schwarzen Hintergrund leuchten nicht nur der Mond und der gleichfarbige Titelschriftzug sehr schön, sondern auch das blaue Kleid des Mädchens. Dabei finde ich es total schön, dass man kein Gesicht erkennt, sondern dass das Mädchen aus Schattierungen von Gelb und Weiß als Umriss entsteht. Dass sie mit einem Mann tanzt passt auch perfekt zur Geschichte und ihr zersplitterndes Kleid sieht wahnsinnig klasse aus. Vor allem funkeln die Splitter auch total toll!

Meine Meinung
Endlich etwas Neues aus der Feder von Beatrix Gurian! Ich hab mich so gefreut, als ich gesehen habe, dass die Autorin ein neues Jugendbuch verfasst hat. Darum war „Alabasterball“ ein Muss für mich. In dem Buch geht es um Amy, deren Schwester nie wieder vom legendären Alabasterball zurückgekehrt ist. Der Alabasterball ist ein Ball, bei dem drei Mädchen und drei Jungen auf eine Insel eingeladen werden, um dort besagten Ball zu feiern. Nun hält Amy eine Einladung zu diesem Ball in den Händen, dabei hofft sie, mehr über ihre Schwester zu erfahren…

Wie von Beatrix Gurian gewohnt sind es auch in „Alabasterball“ die Geheimnisse, die das Lesen für mich einmalig machen. So ist zum einen der sagenumwobene Alabasterball sehr geheimnisvoll, denn bereits mit Betreten der Insel ahnten Protagonistin Amy und ich, dass sich mehr hinter der perfekten Fassade des Balls verbirgt als es zunächst den Anschein hat. Auch das Verschwinden von Amys Schwester ist mehr als rätselhaft und so gibt es in der Geschichte Geheimnisse über Geheimnisse, die mir große Freuden bereiteten, da ich es einfach liebe, beim Lesen zu rätseln und zu überlegen, was sich hinter allem verbergen könnte.

Protagonistin Amy gefiel mir persönlich sehr gut, denn sie hat für den Alabasterball und die Suche nach ihrer Schwester trainiert. Das merkt man ihr an. Dabei fand ich es klasse, dass sie den Geschehnissen und Begebenheiten auf der Insel Kallystoga mit einem klaren Kopf begegnet. Sie nimmt vieles nicht einfach nur tatenlos hin, sondern hinterfragt sie und ist skeptisch. Das fand ich klasse, denn viele Gedanken, die sich Amy machte, hatte ich auch selber und so konnte ich mich super mit ihr identifizieren. Teilweise hatte ich schon das Gefühl, dass ich selbst Amy war und in ihrem Kopf steckte.

Von der Handlung habe ich mir Großes versprochen und zum Glück auch bekommen. So war ich nicht nur ganz verzaubert von den spannenden Geheimnissen, sondern auch von der Idee rund um den Alabasterball und den überraschenden Entwicklungen rund um diesen. Der Ball wird nämlich zu einem Spiel um Leben und Tod, was einigen Nervenkitzel parat hält. Das Ende setzte dann nochmal das Sahnehäubchen auf diese faszinierende, großartige Geschichte!

Fazit
Als Fan von Beatrix Gurian freue ich mich, dass „Alabasterball“ meinen Erwartungen gerecht geworden ist und mir ein Feuerwerk an Spannung geliefert hat. Die Geschichte ist gespickt mit Geheimnissen, die ich entschlüsseln wollte. Das Ende des Buches setzt dem ganzen dann das I-Tüpfelchen auf. Amy ist eine taffe Protagonistin, die die Dinge hinterfragt und dabei einen klaren Kopf bewahrt! Ich freue mich riesig, dass die Geschichte so toll ist und bin gespannt auf weitere Bücher von einer meiner Lieblingsautorinnen!
5 von 5 Sternen!

Reihen-Infos
Einzelband

Veröffentlicht am 27.01.2020

Dieses Buch ist mir unter die Haut gegangen!

Das Leben spielt hier
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Klappentext
„Pe und Ona auf dem Weg zu sich selbst. Die Geschichte einer großen Liebe - intensiv erzählt von Sandra Hoffmann

Als Ona ihn zum ersten Mal sieht, weiß sie es schon. Da ist etwas in seinen ...

Klappentext
„Pe und Ona auf dem Weg zu sich selbst. Die Geschichte einer großen Liebe - intensiv erzählt von Sandra Hoffmann

Als Ona ihn zum ersten Mal sieht, weiß sie es schon. Da ist etwas in seinen Augen, das trifft sie mitten ins Herz. Unbedingt kennenlernen möchte Ona diesen schmalen, schweigsamen Jungen mit der Narbe am Kopf, der ganz anders ist als die übrigen Surfer-Typen am Strand. Als sie sich später wieder begegnen, werden Ona und Pe ein Paar. Es ist das erste Mal, dass sie sich einem anderen Menschen so anvertrauen, ihm von ihrem Schmerz und ihrem Verlust erzählen. Ona, die ihre Mutter verloren hat, und Pe, der im Gegensatz zu seinem Bruder den Autounfall überlebt hat. Sich öffnen macht verwundbar, bedeutet aber auch Heilung. Sandra Hoffmann schreibt mit beeindruckender erzählerischer Kraft von der ersten großen Liebe.“

Gestaltung
Das Cover finde ich interessant, denn auf den ersten Blick verbinde ich mit ihm kein Jugendbuch, weil die Farben nicht so farbintensiv und bunt sind. Dennoch mag ich genau diese Eigenschaft des Covers echt gerne, da sich die Farben dem Motiv anpassen und es ein wenig Retro aussieht. Der Käfer mit dem Surfbrett fährt auf den Strand zu und wird umrahmt von Pflanzen, deren Farben stärker leuchten. Die Szene passt super zur Handlung des Buches!

Meine Meinung
Als ich auf der Instagram Seite des Hanser Verlags in den Stories einige aus „Das Leben spielt hier“ stammende Zitate entdeckte, war ich sofort von diesen wie gebannt, denn sie sprachen mich direkt an und gingen mir unter die Haut. Deswegen wurde ich neugierig auf das Buch, in dem es um Pe und Ona geht. Zwei Jugendliche, die beide den großen Schmerz eines Verlustes erfahren haben. Ona hat ihre Mutter verloren und Pe seinen Bruder bei einem Autounfall. Beide finden zueinander und zarte Gefühle entstehen…

Was für eine schöne, berührende Geschichte! Das waren meine Gedanken, al sich „Das Leben spielt hier“ zuschlug. Vor allem hat mir die wunderschöne Wortpoesie von Autorin Sandra Hoffmann gefallen, denn in dem Buch verstecken sich so viele schöne Weisheiten, Erkenntnisse und Ratschläge, dass es mir eine große Lesefreude war. Ich konnte mich oft in den Zeilen wiederfinden, auch wenn ich ganz andere Dinge als Ona und Pe erlebt habe. Dennoch fand ich Zitate, die mich innerlich erschüttert haben und die sich mir ins Herz brannten, weil ich sie hilfreich für das Leben fand.
Schon am Titel erkennt man in meinen Augen übrigens auch eine solche wichtige Botschaft…

Tatsächlich habe ich beim Lesen auch die Wahl des Covers verstanden. Wie ich bereits zuvor erwähnte, erinnert die Gestaltung nicht an ein Jugendbuch und ich finde dies auch richtig so, denn die Handlung empfand ich als durchaus anspruchsvoll. So denke ich, dass jugendliche Leser die zuvor genannten Botschaften nur bedingt auf den ersten Blick erkennen werden. Hierfür müssen sie etwas Lebenserfahrung mitbringen und reifer sein. Zudem ist die Handlung durchaus bedrückend angesichts der Erlebnisse der Protagonisten, weswegen ich denke, dass sie nicht für jeden Jugendlichen geeignet ist.

Den Schreibstil fand ich tatsächlich zunächst etwas gewöhnungsbedürftig. So werden bei den Dialogen die Anführungszeichen weggelassen und auch manche Sätze sind teilweise im ersten Moment etwas irritierend, weil manche Dinge nicht ausgesprochen werden oder andersherum Dinge ausgesprochen werden, die man normalerweise nicht aussprechen würde. So musste ich beim Lesen über die Worte nachdenken und mit der Zeit fand ich den Stil auf gewisse Weise genial, weil es mir selber ein wenig abverlangte, aber ich dennoch Spaß hatte und die Geschichte rasend schnell gelesen habe. Dies lag an den kurzen Sätzen, die die Seiten wie im Flug vergehen lassen und die den gewöhnungsbedürftigen Stil einfacher machten.

Die Geschichte ist etwas melancholisch und deswegen fand ich sie auch sehr ergreifend. Sandra Hoffmann hat auf poetische und gleichzeitig verständliche Weise dargestellt, wie sich Verlust anfühlt. Verlust egal welcher Art. Dies prägt auch die zarten Liebesbande zwischen Ona und Pe, die auf ergreifende Weise schon eine unglaubliche Tiefe haben, denn beiden ist schon in ihren jungen Jahren bewusst, dass nichts ewig hält und man unerwartet jemanden verlieren kann. So ist die Geschichte wirklich tiefgründig, emotional und furchtbar ergreifend.

Fazit
„Das Leben spielt hier“ hat mir viel gegeben, vor allem ergreifende Botschaften, die mir unter die Haut gingen, weil ich mich in ihnen wiedergefunden habe und sie für mein Leben mitnehme. Die Geschichte von Ona und Pe ist anspruchsvoll, aber unendlich schön, bedrückend, tiefsinnig, bedeutungsvoll und so vieles mehr. Der Schreibstil ist etwas gewöhnungsbedürftig, aber mit der Zeit interessant. Es geht um Verlust, um erste Liebe und darum, dass manches auch ein unerwartetes Ende finden kann. Ich denke, dass sich dieses Buch für all jene eignet, die gerne zum Nachdenken angeregt werden und melancholische, tiefgründige Geschichten lieben.
5 von 5 Sternen!

Reihen-Infos
Einzelband