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Veröffentlicht am 10.02.2018

Fans von Cassandra Clare werden dieses Buch lieben!

Zwischen Licht und Finsternis
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Klappentext
„London, heute. Mädchen verschwinden. Und seltsame Kreaturen tauchen auf den Straßen auf. Fast wäre die 16-jährige Lily von einem zweiköpfigen Hund getötet worden. Doch urplötzlich steht Regan ...

Klappentext
„London, heute. Mädchen verschwinden. Und seltsame Kreaturen tauchen auf den Straßen auf. Fast wäre die 16-jährige Lily von einem zweiköpfigen Hund getötet worden. Doch urplötzlich steht Regan vor ihr – gut aussehend, geheimnisvoll und faszinierend. Merkwürdig, dass er ihre seltene Blutgruppe kennt, aber noch merkwürdiger, dass es angeblich eine Verbindung zwischen Lily, Regan und den verschwundenen Mädchen geben soll. Von einer auf die andere Sekunde befindet sich Lily in einem Strudel aus Verbrechen und Verrat, Verschwörung und Leidenschaft, Licht und Finsternis.“

Gestaltung
Düster und unheimlich wirkt das Cover nicht nur aufgrund seiner Farbwahl von dunklen Schwarz-, Grau- und Grüntönen, sondern auch aufgrund des stechenden Blickes des Mädchengesichtes, welches im Schatten verborgen liegt. Der Blick löst bei mir eine Gänsehaut aus, wenn ich dem Mädchen in die Augen sehe. Besonders cool finde ich das Gefühl, wenn man das Cover berührt. Es hat eine Softtouchoberfläche und fühlt sich samtig weich an. Sowas liebe ich sehr!

Meine Meinung
Hui. Ich habe nicht viel erwartet, als ich begonnen habe „Zwischen Licht und Finsternis“ zu lesen. Mir gefiel das Cover und mir gefiel, dass der Klappentext überhaupt nichts über die Story verraten hat. Ich hatte, nachdem ich ihn gelesen hatte, so viele Unklarheiten und Fragen im Kopf, dass ich unbedingt wissen wollte, was hinter dieser Geschichte steckt. Erwartungen hatte ich keine. Und oh Mann, was wurde ich umgehauen. Diese Geschichte nimmt einem echt den Wind aus den Segeln.

„Zwischen Licht und Finsternis“ stellt eine Urbanfantasygeschichte dar, die düstere Atmosphäre mit Romantik verbindet. Magie und eine andere Welt, die hinter unserer Welt verborgen ist. Eine dunkle Bedrohung, die beiden Welten Unheil bringt. Zwei junge Menschen, die zwischen allem stehen. Erwachende Gefühle. All das und noch so vieles mehr sind die Elemente, die dieses Buch in sich vereint und die es zu einem Highlight machen.

Einzig einen Stern von der vollen Punktzahl muss ich abziehen für die Protagonisen und die Gefühlswelt der Figuren. Mit Lily konnte ich leider nicht warm werden. Oftmals sah ich mich irgendwelchen Gefühlsregungen von ihr entgegengesetzt, die ich überhaupt nicht nachvollziehen konnte. Im einen Moment weinte sie oder war traurig und bevor erklärt wurde warum dies so war, musste sie erneut kämpfen. Ich persönlich liebe es ja, wenn ein Buch auch Kämpfe beinhaltet und davon geradezu nur so strotzt. Aber ein wenig schade war es einfach, dass durch diese hohe Rasanz die Figuren oftmals gelitten haben. Unlogisch fand ich es beispielsweise auch, dass Lilys Vater seine 16(!!)-jährige Tochter alles machen lässt was sie möchte, ohne nachzufragen (welcher Vater fragt seine blutverschmierte Teenagertochter ohne Fragen, was vorgefallen ist, nach Hause kommen und in ihr Zimmer gehen!? Sehr unrealistisch. Selbst für Fantasyromane).

Auch Regan konnte ich kaum näher kennen lernen, da er damit beschäftigt war, ein Auge auf Lily zu haben oder gemeinsam mit ihr zu kämpfen. Diese Kämpfe sind es jedoch auch, die mich dazu veranlasst haben, durch die Geschichte zu fliegen. Ich bin kein typisches Mädchen, das Liebesgeschnulz bevorzugt. Für mich gehört zu einer guten Geschichte einfach mehr. Harte Kämpfe. Verluste. Verletzungen. Kurz: Dramaturgie und hohe Spannungsbögen lassen mich über vieles hinweg sehen.

Aber ich muss auch sagen, dass es in „Zwischen Licht und Finsternis“ durchaus auch das ein oder andere mal etwas blutiger wird, weswegen dieses Buch nicht für jeden etwas sein wird. Gerade solche Leser, die eher auf emotionale Tiefe, gut ausgearbeitete Figuren und nachvollziehbare Gefühle Wert legen, werden mit diesem Buch eher Schwierigkeiten haben. Aber Lesern, die auf Kämpfe stehen und die Action suchen, denen kann ich Lucy Inglis Werk nur wärmstens empfehlen sowie ans Herz legen!

Fazit
Wer auf der Suche nach einer düsteren Lektüre für den stürmischen Herbst ist, der sollte unbedingt zu „Zwischen Licht und Finsternis“ greifen, da dieses Buch perfekt zur aktuellen Jahreszeit passt. Blutige, actionreiche Szenen. Düstere Atmosphäre. Geheimnisvolle Rätsel. Aufeinanderprallende Mächte. Eine magische Welt hinter der unseren. Brodelnde Bedrohungen und ein Paar, das sich all dem entgegenstellt. Diese Aspekte bieten eine so unglaublich hohe Spannung, dass es schwer ist, das Buch aus der Hand zu legen und sich von den Seiten zu lösen. Das ist der Stoff, aus dem gute Geschichten gemacht sind, auch wenn unter der Rasanz die Figurenausarbeitung ein wenig leidet.
4 von 5 Sternen!

Reihen-Infos
Einzelband



Veröffentlicht am 22.07.2018

Locker-leichte Geschichte mit süßer Story und kleinen Schwachstellen

Tell me three things
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Klappentext
„An ihrem ersten Tag an der neuen Highschool geht für Jessie Holmes einfach alles schief. Und dabei ist ihr Leben gerade sowieso schon kompliziert genug. Da bekommt sie eine anonyme E-Mail ...

Klappentext
„An ihrem ersten Tag an der neuen Highschool geht für Jessie Holmes einfach alles schief. Und dabei ist ihr Leben gerade sowieso schon kompliziert genug. Da bekommt sie eine anonyme E-Mail mit Ratschlägen, wie sie den Schulalltag überstehen kann. Sie hat zwar keine Ahnung, wer dahintersteckt, aber trotzdem beschließt sie, die Tipps zu befolgen. Und Nachricht für Nachricht verliebt sie sich mehr in den Absender. Doch wer ist der Unbekannte, der ihr Herz immer wilder schlagen lässt?“

Gestaltung
Zunächst war ich verwirrt angesichts der Waffeln auf dem Cover, doch sie greifen eine Szene aus dem Buch auf, weswegen ich das Motiv sehr passend gewählt finde. Auch die blasse Schrift im Hintergrund finde ich passend, da die Figuren sich gegenseitig schreiben. Allerdings ist mir das Cover ansonsten etwas zu unauffällig, da die Farben sehr hell sind und es wenig auf dem Bild zu entdecken gibt. Das Blau des Titels strahlt dafür vor dem Hintergrund jedoch sehr schön.

Meine Meinung
In „Tell me three things“ geht es um Jessie, die neu an der Highschool ist und deren Mutter gestorben ist. An ihrem ersten Tag an der neuen Schule bekommt sie eine anonyme E-Mail von dem sogenannten „Somebody Nobody“ (kurz: SN) mit Tipps, um den Schulalltag zu überleben und sich besser an der neuen Schule einzufinden. So entsteht zwischen beiden ein reger Austausch, der auch angenehme Gefühle in Jessie auslöst. So stellt sich doch eigentlich nur eine Frage: wer verbirgt sich hinter SN und wie kann sie ihn finden?

Die Idee, dass jemand anonyme E-Mails schreibt und der Protagonistin Tipps für die neue Schule an die Hand gibt, ist zwar nicht unbedingt neu, aber mir hat sie gefallen, denn gerade dieser Austausch per Mail und später per Chat, hat die Geschichte um einiges aufgelockert. Ich fand es klasse, dass die Geschichte von E-Mails und SmS durchbrochen wird. So wird der Textblock aufgelockert und ich denke, dass man auch dadurch einfach schneller liest und vorankommt beim Lesen. So blättern sich die Seiten wie von selbst um!

Julie Buxbaum hat einen sehr leichten, lockeren Schreibstil mit einem sehr einfachen Satzbau. Die Autorin schreibt sehr witzig und irgendwie jugendlich-frisch. Die Dialoge zwischen der Protagonistin Jessie und Somebody Nobody gefallen mir auch gut, denn irgendwie hatte ich hier das Gefühl, dass es zwischen den beiden nur so sprüht und dass sie sich einen gelungenen Schlagabtausch liefern. Hier kommt auch immer die Prise Humor oder Witz rein, die mich zum Schmunzeln bringt. Das lockert alles sehr schön auf.

Das große Rätsel ist natürlich, wer sich hinter SN verbirgt. Hier hatte ich eine Vermutung, die sich auch bestätigt hat. Gut fand ich dabei aber, dass die Auflösung wirklich erst ganz zum Ende des Buches erfolgt und ich so beim Lesen am Ball geblieben bin, da ich wissen wollte, ob sich meine Vermutung bestätigt. Gerne hätte aber die Enthüllung, wer SN ist, etwas spektakulärer sein können und mehr Spannung durch mehr Rätselraten hinsichtlich der Identität von SN aufgebaut werden können.

Jessies Charakter mochte ich einerseits gern, da sie für ihr Alter schon sehr erwachsen ist. Sie hat schon einiges durchgemacht und immer wenn ihre Mutter im Text angesprochen wird, merkt man auch immer einen leichten Wechsel in der Atmosphäre des Buches. Dies fand ich sehr ansprechend, denn in solchen Momenten wich die Lockerheit und es kam eine Traurigkeit hinzu, die man spüren konnte. Das ist meiner Meinung nach gut gemacht! Gleichzeitig empfand ich Jessie aber auch als etwas ambivalent, da sie ein vorlautes Mundwerk hat, während sie aber sehr unsicher ist und wenig selbstbewusst. Das passte für mich nicht so ganz zusammen und wirkte auf mich recht konstruiert.

Das letzte Drittel des Buches war mir persönlich etwas zu flach, da manchmal die emotionale Tiefe gefehlt hat und manche Szenen etwas ausführlicher oder länger hätten sein können, um sie stimmig abzurunden. Aus diesem Grund hätte ich nichts gegen ein paar Seiten mehr einzuwenden gehabt. Gerade wie sich manch eine Beziehung weiterentwickelt, hätte ich gerne erfahren bzw. ich hätte es begrüßt, wenn manches einfach intensiviert worden wäre, damit ich als Leser ein genaueres Bild bekomme.

Abgesehen davon finde ich jedoch, dass sich das Buch super eignet, um es zwischendurch mal eben schnell wegzulesen, weil sich alles sehr locker-leicht und flüssig lesen lässt und die Geschichte sehr süß ist. Die Geschichte ist schnelllebig, unterhaltsam und locker. Durch die Chats und Mails wird der Textblock aufgelockert und durch SNs Anonymität ein Spannungsfaktor in die Handlung gebracht.

Fazit
Mir hat „Tell me three things“ gut gefallen, da es eine süße, locker-leichte Liebesgeschichte ist, die perfekt zur sommerlichen Jahreszeit passt. Durch Einschübe von Mails und Chats wird der Text aufgelockert. Zudem waren die Wortwechsel zwischen der Protagonistin und dem anonymen Mailschreiber amüsant zu lesen. Das Ende hätte für mich etwas intensiviert und ausführlicher dargestellt werden können.
Knappe 4 von 5 Sternen!

Reihen-Infos
Einzelband

Veröffentlicht am 22.07.2018

Tolles Setting mit viel Rasanz, Action und Technik

Cat & Cole: Die letzte Generation
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Klappentext
„1 Milliarde Leben am Abgrund. 2 Menschen, die sie retten können. 1 Geheimnis, versteckt in ihrer DNA.

Krankheiten, Schönheitsmakel, körperliche Einschränkungen: von der Erde gelöscht! Mensch ...

Klappentext
„1 Milliarde Leben am Abgrund. 2 Menschen, die sie retten können. 1 Geheimnis, versteckt in ihrer DNA.

Krankheiten, Schönheitsmakel, körperliche Einschränkungen: von der Erde gelöscht! Mensch und Technik sind verschmolzen, jeder trägt ein Panel in sich, das den eigenen Körper perfektioniert. Fast! Eine mörderische Seuche ist ausgebrochen, und nur eine einzige Person auf der Welt ist fähig, den Impfstoff zu entschlüsseln – Catarina Agatta.
Gemeinsam mit Cole, dessen Körper gentechnisch verändert wurde, kommt die geniale Hackerin Cat einer Wahrheit näher, die grausamer ist als jedes tödliche Virus!“

Gestaltung
Das Cover gefällt mir ausgesprochen gut, da man es meiner Meinung nach einfach gerne ansieht. Die rötlich-pinke Farbbombe, welche hinter dem Titel explodiert und diesen langsam einschließt, sieht unheimlich interessant aus und kommt vor dem grauen Hintergrund auch sehr schön zur Geltung. Insgesamt finde ich das Farbkonzept auch sehr stimmig, da der Untertitel in derselben Farbe gehalten ist wie die Farbwolke.

Meine Meinung
Da der Klappentext einfach verlockend klang, kam ich nicht drum herum, dieses Buch unbedingt lesen zu wollen. Es klang nach einer Mischung aus Science-Fiction, Gefahren und brenzlingen Situationen und genau das begegnete mir beim Lesen. Das Buch hat mich dabei jedoch völlig überrascht und mich aus den Latschen gehauen. Ich fand es spannend, von dieser fernen Zukunftswelt, die sich durch fortgeschrittene Technisierung in Kombination mit einer großen Gefahr – einer tödlichen Seuche – auszeichnet.

Das Setting des Buches hat mir sehr gefallen, denn in dieser Dystopie scheint alles perfekt: es gibt keine Krankheiten mehr, keine körperlichen Gebrechen und keinerlei Schönheitsmakel, denn durch eine Verbindung des menschlichen Körpers mit einem kleinen technischen Gadget wird alles und jeder perfektioniert. Doch diese Welt ist nur nahezu perfekt, denn es droht eine gefährliche Seuche… Durch die Verbindung von Elementen, die wir aus unserer Zeit kennen, mit hochmoderner Technik und Genforschung wird in diese Dystopie ein Science Fiction Aspekt gebracht, der mich sehr gefesselt hat, auch wenn mir zu Beginn etwas zu viel Technik vorherrschte. Die Autorin hat ihre futuristische Welt sehr technisch und theoretisch beschrieben, was etwas gewöhnungsbedürftig für mich war.

Aber meine anfänglichen Schwierigkeiten legten sich schnell und nachdem ich mich daran gewöhnt hatte, konnte mich vor allem die drohende Gefahr der Seuche und die Bekämpfung dieser fesseln und begeistern. Nachdem ich mich in die Geschichte eingefunden hatte, war sie unheimlich spannend und actionreich. Allerdings war die Handlung auch ein wenig brutal und blutig, sodass sie vielleicht nicht für jeden etwas ist. Mir persönlich hat die Rasanz, Dramatik und Spannung sehr gefallen und zudem hat mich das Buch dazu angeregt, mitzudenken.

Die Handlung hatte einen klaren roten Faden, dem ich sehr gut folgen konnte. Dabei fand ich es genial, dass ich immer wieder rätseln konnte, wie es weitergeht, da immer kleinere Andeutungen auf den möglichen Fortgang der Geschichte gestreut wurden. Auch wurde ich dazu angeregt, Schlüsse zu ziehen und zu überlegen, in welche Richtung sich die Handlung entwickeln würde. Die Grundidee dieses Buches ist einfach nur faszinierend und spannend!

Erzählt wird „Cat & Cole“ aus der Ich-Perspektive von Protagonistin Cat, welche eine hervorragende Programmiererin und Hackerin ist. Aus ihrer Sicht erlebt der Leser die Geschichte, wodurch man auch gute Einblicke in ihre Gedanken erhält. Wie der Buchtitel es schon verrät, gibt es da noch Cole, welcher gentechnisch verändert wurde und Cat beschützen soll. Mir gefiel die Kombination dieser beiden Charaktere sehr, da sie einander gut ergänzt haben und für mich ein stimmiges Bild ergeben haben. Zudem gibt es zwischen ihnen für die Romantiker unter uns eine kleine Liebesgeschichte, die aber eher hintergründig bleibt, was ich als sehr passend empfunden habe. Der Fokus liegt so nämlich eindeutig auf der rasanten Entwicklung der Handlung und der Action.

Fazit
Mir hat „Cat & Cole – Die letzte Generation“ sehr gut gefallen, da ich die Rasanz der Handlung und den hohen Spannungsgehalt sehr geliebt habe. Auch mochte ich das Setting und die Grundidee unheimlich gerne, denn hier trifft Dystopie auf Gentechnik, Science Fiction und eine gefährliche Seuche. Gleichzeitig sind die technischen Errungenschaften der Buchwelt teilweise sehr ausführlich und unter Umständen auch anspruchsvoll, da man hier den Überblick behalten musste, was bei mir anfangs etwas gedauert hat. Hat man sich aber erstmal eingefunden, wird man mit einer bis zur letzten Seite fesselnden Geschichte belohnt!
Gute 4 von 5 Sternen!

Reihen-Infos
1. Cat & Cole – Die letzte Generation
2. This cruel design (erscheint voraussichtlich am 30.10.2018 auf Englisch)

Veröffentlicht am 20.07.2018

Ein Feuerwerk an Action, Spannung und unerwarteten Überraschungen sowie Wendungen

Diabolic (2). Durch Wut entflammt
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Klappentext
„Mit Nemesis an seiner Seite hat Tyrus den Kaiserthron bestiegen. Endlich können sie nach vorne blicken. Endlich kann Frieden in der Galaxie herrschen. Doch Macht zu haben ist nicht dasselbe, ...

Klappentext
„Mit Nemesis an seiner Seite hat Tyrus den Kaiserthron bestiegen. Endlich können sie nach vorne blicken. Endlich kann Frieden in der Galaxie herrschen. Doch Macht zu haben ist nicht dasselbe, wie sie zu erlangen. Und wahre Veränderung stößt oft auf Widerstand. Als sich in den Riegen ihrer Untertanen eine Rebellion abzeichnet, die den jungen Kaiser stürzen will, weiß Nemesis, dass sie Tyrus um jeden Preis beschützen wird. Doch kann sie, um sich und ihre große Liebe zu retten, wirklich wieder zum seelenlosen Diabolic werden, der sie einst war?“

Gestaltung
Richtig gut gefällt mir das metallische Schimmern des Covers, da es so besonders wird. Das Gesicht, welches auch schon beim ersten Band vorzufinden war, wurde gespiegelt und der Blick hat sich leicht verändert. Dabei verleihen die Flammen am unteren Bildrand der Gestaltung die besondere Note, denn so wirkt der Blick des Mädchens bedrohlich und die Flammen leuchten vor dem dunklen Hintergrund geradezu.

Meine Meinung
Da mir der erste Band „Diabolic – Vom Zorn geküsst“ schon gut gefallen hatte, war ich gespannt, was sich die Autorin S.J. Kincaid für die Fortsetzung hat einfallen lassen. Es war zwar einige Zeit her, seit ich den Vorgängerband gelesen hatte, aber die Autorin hat ziemlich geschickt einige Rückblenden in den Beginn des zweiten Bandes eingebaut. So konnte ich mich wieder an wichtige Geschehnisse und Handlungselemente des ersten Bandes erinnern und ohne große Probleme zu haben in die Fortsetzung einsteigen.

Nach diesem sanften Beginn gab es in „Diabolic – Durch Wut entflammt“ einge überraschende Wendungen und dramatische Geschehnisse. Überraschung ist eigentlich sogar das perfekte Schlagwort bzw. Stichwort, das diesen Band ideal umschreibt, denn die Handlung ist voller Überraschungen. Ständig habe ich gestaunt oder blieb mit offenem Mund oder schockiertem Gesichtsausdruck zurück. Hier war nichts vorauszuahnen oder zu berechnen, denn die Geschehnisse der Handlung haben mich immer wieder eiskalt erwischt!

Hierdurch wurde auch ein sehr hoher Spannungsbogen aufgebaut, der sich meiner Meinung nach komplett durch die Geschichte zieht und der konstant sehr hoch angelegt war. Langeweile kam bei mir nicht eine Sekunde auf. Vielmehr hat sich ein Lesesog entwickelt, der dafür sorgt, dass ich Seite um Seite umblätterte und gar nicht bemerkte, wie schnell ich dieses Buch inhalierte. Dazu beigetragen hat auch das hohe Tempo dieser Geschichte, denn alles passiert rasend schnell, wobei sich dies am Ende sogar nochmal steigert, was für mich wieder eine Überraschung war, denn ich hätte nicht gedacht, dass das Tempo nochmals anziehen könnte!

In diesem Band ist Tyrus der Herrscher des Imperiums und er hat einige Ziele, die er erreichen möchte. Diese sind wiederum aber auch gerade von der oberen Schicht nicht gern gesehen, da sie mit einigen Veränderungen einhergehen. Daher ist es nicht verwunderlich, dass sich er und Nemesis mit einigen Intrigen und einer Rebellion konfrontiert sehen. Aber nicht nur hierdurch wird die Handlung spannend, denn auch die glaubwürdige Charakterentwicklung sowohl von Nemesis als auch von Tyrus setzt noch einen drauf. So ist das ganze Buch ein Feuerwerk an Action und unerwarteten Plottwists, welches in einem gemeinen Cliffhanger endet, der mein Herz angesichts der langen Wartezeit auf Band 3 zerreißt.

Fazit
Ich fand, dass „Diabolic – Durch Wut entflammt“ seinen ohnehin schon tollen Vorgänger sogar noch um Längen übertroffen hat! Unerwartete Überraschungen, Action und ein großes Fass an Spannung treffen hier aufeinander und sorgen für eine Sogwirkung, die das Buch zu einem fesselnden Leseerlebnis der Extraklasse machen. Dabei gipfelt das Buch in einem atemlosen Finale, welches mit einem gemeinen Cliffhanger endet, der Lust auf mehr macht.
5 von 5 Sternen!

Reihen-Infos
1. Diabolic – Vom Zorn geküsst
2. Diabolic – Durch Wut entflammt
3. ??? (erscheint voraussichtlich im Herbst 2018 auf Englisch)

Veröffentlicht am 14.07.2018

Liebenswürdig, charmant und voller trockenem Humor

Lieber Feind
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Klappentext
„Ein Waisenhaus leiten? Sally McBride erklärt ihre beste Freundin Judy für komplett verrückt, als diese ihr die Leitung des John-Grier-Heims übertragen will. Hätte ihr Verlobter nicht schallend ...

Klappentext
„Ein Waisenhaus leiten? Sally McBride erklärt ihre beste Freundin Judy für komplett verrückt, als diese ihr die Leitung des John-Grier-Heims übertragen will. Hätte ihr Verlobter nicht schallend gelacht und damit ihren Ehrgeiz geweckt, Sally hätte niemals eingewilligt.
Plötzlich einhundert Kinder zu haben, ist keine leichte Aufgabe! Und die Zustände im Heim sind haarsträubend. Mit Verve geht Sally an die Arbeit, um ihren Kindern ein besseres Leben zu ermöglichen. Doch dabei macht sie sich nicht nur Freunde. Ihr liebster Feind allerdings ist und bleibt der betreuende Kinderarzt Dr. Robin MacRae.“

Gestaltung
Was ich an der Aufmachung dieses Buches so toll finde, ist dass es sich sehr harmonisch neben „Lieber Daddy Long Legs“ einfügt. Der Königskinder Verlag hat für jedes Programm eine eigene ästhetische Klammer mit einem eigenen Thema und obwohl die beiden Bücher in verschiedenen Programmen erschienen sind, passen sie doch hervorragend zueinander. Die Blumen, die Schattenumrisse und sogar der Buchrücken sind super aufeinander abgestimmt. Zudem passt auch der pink-lilane Farbton zu dem Mint des Vorgängerbandes.

Meine Meinung
Nachdem mir „Lieber Daddy-Long-Legs“ so gut gefallen hatte, habe ich mich riesig gefreut, als ich erfuhr, dass auch die „Fortsetzung“ im Königskinder Verlag erscheinen wird. „Lieber Feind“ ist eine indirekte Fortsetzung der Geschichte aus „Lieber Daddy-Long-Legs“, denn nun geht es um Judys Freundin Sally, die auch Briefe schreibt, aber nicht wie Judy an nur einen Adressaten. Sally schreibt an viele verschiedene Personen: vor allem aber auch an Judy. So erfahren wir, wie es mit ihr weitergegangen ist, was mich persönlich sehr erfreut hat.

An dem ersten Briefroman, wo Judy die Verfasserin der Briefe war, hatte mir Judys freche, schlaue Art so gut gefallen und ich finde, dass Sally Judy in nichts nachsteht. Auch sie schreibt interessante Briefe, die mich vor allem immer wieder zum Grinsen oder Schmunzeln gebracht haben. Sally ist genauso wie Judy sehr humorvoll, witzig und nicht auf den Mund gefallen! Das liebe ich einfach an diesen beiden Figuren! Sallys charmante Art und ihr Charakter scheinen für mich durch ihre Briefe geradezu durch und lassen sie so sehr lebendig erscheinen.

Durch die Briefe erfuhr ich auch einiges über Judy und den weiteren Verlauf ihrer Geschichte, was ich richtig klasse fand. Es gibt zwar keine Antwortbriefe zu lesen, aber durch Sallys Bezugnahme auf bestimmte Ereignisse, ergibt sich dennoch ein stimmiges Bild, das eine einheitliche Geschichte mit rotem Faden erzählt. Das hat mich an diesem Briefroman wieder sehr begeistert, da es Autorin Jean Webster auch schon bei Judys Briefen in „Lieber Daddy-Long-Legs“ gelungen ist, mich an die Geschichte zu fesseln.

Im Vergleich muss ich aber sagen, dass mir bei „Lieber Feind“ ein wenig der Spannungsaspekt gefehlt hat. Während ich bei den Briefen von Judy auf die Auflösung des Geheimnisses um den ominösen Daddy-Long-Legs wartete, gab es hier bei Sallys Briefen so etwas nicht. Vielmehr drehte sich hier alles um Sallys Leben als Heimleiterin, ihre Liebe zu den Kindern und auch den Spaß an ihrem Job. Zwar war dies auch sehr unterhaltsam, aber im direkten Vergleich hat mir „Lieber Daddy-Long-Legs“ ein kleines bisschen besser gefallen.

Der trockene Humor von Sally und wie liebevoll sie ihre Heimkinder beschreibt, haben mir dennoch sehr schöne Lesestunden beschert, die ich nicht missen möchte. Ich fand es sehr unterhaltsam zu erfahren, wie chaotisch es im Heim zugeht und wie Sally manchmal nicht mehr weiß, wo ihr der Kopf steht. Auch habe ich mich riesig gefreut wieder kleine Zeichnungen unter manchen Briefen vorzufinden, die das Lesen auflockern und das Geschriebene schön visualisieren. Zudem war ich auch wieder sehr beeindruckt von dem Sprach- und Schreibstil des Buches. Es ist im Jahr 1915 das erste Mal veröffentlicht und auch wenn der Stil im Buch natürlich dieser Zeit entstammt, liest sich das Buch nicht wie ein verstaubter, altmodischer Klassiker, sondern jugendlich frisch und wirklich spritzig.

Fazit
Für mich war „Lieber Feind“ ein absolutes Lese-Muss, denn ich habe schon „Lieber Daddy-Long-Legs“ geradezu verschlungen und sehr geliebt. Auch „Lieber Feind“ ist charmant, witzig und super unterhaltsam, denn Sally steht ihrer Freundin Judy in nichts nach. Dieser Briefroman strotzt geradezu vor trockenem Humor und frechen Kommentaren, die den Leser erheitern und ihm ein Lächeln auf das Gesicht zaubern. Neben süßen Zeichnungen kann auch der aufgrund des Alters des Buches altmodisch angehauchte, aber trotzdem jugendlich-frisch gebliebene Schreibstil überzeugen. Für alle Fans von „Lieber Daddy-Long-Legs“, Briefromanen und Klassikern ist „Lieber Feind“ ein absolutes Muss!
Sehr gute 4 von 5 Sternen!

Reihen-Infos
1. Lieber Daddy Long Legs
2. Lieber Feind (kann aber auch unabhängig von „Lieber Daddy-Long-Legs“ gelesen und verstanden werden)