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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.07.2018

Genauso grandios wie sein Vorgänger und ein bombastischer Abschluss!

Das Herz der Quelle (2). Sternenfinsternis
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Klappentext
„Die Macht der Magie - Nur mit dir kann ich sie beherrschen

Als mächtigste Magierin der Gemeinschaft kann Adara niemandem trauen, schon gar nicht ihrer eigenen Quelle, dem undurchschaubaren ...

Klappentext
„Die Macht der Magie - Nur mit dir kann ich sie beherrschen

Als mächtigste Magierin der Gemeinschaft kann Adara niemandem trauen, schon gar nicht ihrer eigenen Quelle, dem undurchschaubaren Seth. Dabei ist er ihr einziger Verbündeter im Kampf gegen die Machenschaften des Rates. Immer wieder zwingt sie der Rat, grausame Aufträge auszuführen. Aber Adara und Seth haben keine Wahl, denn niemand darf auch nur vermuten, dass sie eigentlich nur eines wollen: die Schreckensherrschaft des Rates beenden. Doch je mehr sie füreinander empfinden und je näher Adara Seth kommt, desto mehr erfährt sie über ihn und seine Vergangenheit. Und plötzlich muss sie sich fragen, ob ihre Ziele wirklich auch seine sind.“

Gestaltung
Ich liebe die Farben dieses Covers. Die verschiedenen Gelb-, Orange- und Rottöne wirken super stimmig zusammen! Vor allem, weil sie so verwirbelt sind und ineinander übergehen. Auch mag ich die vielen Millionen kleinen Sterne, die den Hintergrund wie eine Galaxie wirken lassen. Dass genau zwischen den beiden Schattenumrissen des Mädchens und des Jungens ein heller Stern leuchtet, gefällt mir auch sehr, da dies den Blick magisch auf sich zieht.

Meine Meinung
Nachdem mir der Vorgängerband „Sternensturm – Das Herz der Quelle“ so gut gefallen hatte, wollte ich unbedingt wissen, wie die Geschichte um Adara und Seth enden würde. „Sternenfinsternis“ setzt nahtlos an den Geschehnissen von Band eins an, was es mir manchmal etwas erschwert hat, mich wieder in die Geschichte einzufinden, da es bei mir doch etwas zurücklag, dass ich Band eins gelesen hatte. Aber nachdem meine grauen Zellen in Fahrt gekommen waren und die Ereignisse wieder präsent waren, gab es für mich kein Halten mehr. Ich war direkt wieder an Adaras Seite im Kampf gegen den Rat.

Was mir an diesem Band besonders gefallen hat, war die Beziehung zwischen Adara und Seth. Adara fühlt sich zu ihm hingezogen und doch hält sie sich zurück, unsicher, ob es seine Magie ist, die sie anzieht oder doch Seth selbst. Die Intensität, mit der die Anziehung und die Gefühle zwischen beiden Charakteren geradezu knistern, war atemberaubend und selbst für mich als Leser und somit stummer Betrachter von außen geradezu greifbar. Zusammen mit Adaras Herz schlug meines auch immer höher und schneller, wenn es um Seth ging.

Sowieso gefiel mir die Geheimniskrämerei um seinen Charakter sehr. Nie war ich mir sicher, ob ihm wirklich zu trauen ist und genauso wie Adara hegte ich eine große Unsicherheit und Ungewissheit ihm gegenüber. Dies hat für mich enorm an Spannung aufgebaut, da ich wirklich im Dunkeln tappte hinsichtlich seiner Intentionen und Beweggründe. Welche Pläne verfolgt Seth? Auch fand ich es klasse, gleichzeitig endlich mehr über ihn zu erfahren.

Auch geht es darum, hinter die Pläne des Rates zu schauen und diese zu vereiteln. Dabei gibt es so einige Intrigen und Machtspielchen, die für eine gehörige Portion Spannung sorgen. Alana Falk schaffte es dabei, mich immer wieder zu überraschen und mit Wendungen um die Ecke zu kommen, die ich nicht erwartet hätte. So wird das Lesen sehr fesselnd und abwechslungsreich. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und hatte mehr als einmal den Gedanken, dass diese Geschichte mich verzaubert hat!

Das Konzept der Magie und der Quellen ist nach wie vor atemberaubend und was ich in diesem Band besonders gelungen fand, war die Verbindung dieses phantastischen Aspektes mit einem Hauch Technik. So gibt es eine App zur Kommunikation und um bestimmte magische Handlungen auszuführen. Auch spielt das Thema der Überwachung eine große Rolle. Diese Kombination hat der Geschichte einen tollen Twist gegeben und die Magie auf eine super moderne Ebene gehoben. Einfach nur klasse!

Fazit
Beim Lesen von „Sternenfinsternis“ hatte ich - wie schon bei Band eins – riesigen Spaß! Vor allem die Geheimniskrämerei, die Intrigen und Machtverhältnisse fand ich in diesem Band super gelungen, denn so wusste ich nie, wem ich sicher trauen kann. Dies hat mich dazu angeregt, mitzurätseln, wodurch ich mich als Teil der Geschichte fühlte. Die Beziehung zwischen Adara und Seth hat mir auch sehr gefallen, vor allem da ich es geliebt habe, wie geheimnisvoll Seth ist!
5 von 5 Sternen!

Reihen-Infos
1. Sternensturm – Das Herz der Quelle
2. Sternenfinsternis – Das Herz der Quelle

Veröffentlicht am 14.06.2018

Dieses Buch bringt einige innovative, spannende Ideen mit sich!

Palace of Glass - Die Wächterin
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Klappentext
„Stellen Sie sich vor…

London wäre ein Ort, an dem Tugend und Angst regieren. Ein hartes Gesetz untersagt den Menschen, die Haut eines anderen zu berühren. Denn die Bevölkerung und insbesondere ...

Klappentext
„Stellen Sie sich vor…

London wäre ein Ort, an dem Tugend und Angst regieren. Ein hartes Gesetz untersagt den Menschen, die Haut eines anderen zu berühren. Denn die Bevölkerung und insbesondere das Königshaus fürchten die Gefahr, die von den sogenannten Magdalenen ausgeht – Menschen, deren Gabe es ist, die Gedanken anderer durch Berührung zu manipulieren. Die junge Rea zeigt so wenig Haut wie möglich. Einzig während illegaler Faustkämpfe streift sie ihre Handschuhe ab. Doch wie kommt es, dass die zierliche Kämpferin ihre körperlich überlegenen Gegner stets besiegt? Und warum entführt sie der britische Geheimdienst? Bald erfährt Rea, dass sie das Leben des Kronprinzen beschützen muss. Doch am Hof ahnt niemand, dass sie selbst sein größter Feind ist.“

Gestaltung
Dass das Cover leicht schimmert, finde ich richtig cool, da es so etwas Besonderes an sich hat. Auch finde ich die Farben aus blau, weiß und rot sehr schön, da so vor allem das rote Band, welches in der Geschichte auch eine wichtige Rolle spielt, gut zur Geltung kommt. Dabei gefällt mir vor allem, dass dieses Band auf dem Buchrücken weitergeht und sich später auch über die anderen Bände ziehen wird. Das Covermotiv, welches am unteren Bildrand zu erkennen ist, erinnert mich an spritzendes Wasser.

Meine Meinung
Tatsächlich wurde ich vor allem dadurch super neugierig auf dieses Buch, dass es mit Sarah J. Mass, Kiera Cass und Erin Watt verglichen wird. Ich liebe die Bücher von Frau Maas nämlich sehr, war aber verunsichert, wie viel Erin Watt wohl in „Palace of Glass“ stecken würde. Also blieb mir nur eins: es selber herausfinden! Der Schreibstil von C.E. Bernard hat mir sehr gut gefallen, denn ich hatte das Gefühl, dass das Erzähltempo sehr hoch und schnell ist. So kam keine Langeweile auf und es fühlte sich so an, als würde ich durch die Seiten fliegen, was bei mir die Lesefreude immens erhöht hat. Ich liebe es, wenn eine Geschichte rasant erzählt wird!

In „Palace of Glass“ begegnet dem Leser eine mittelalterliche Welt, die doch immer wieder durchsetzt ist von unseren technischen Neuerungen. Die Geschichte spielt in der nahen Zukunft, in welcher es durch Mutationen sogenannte Magdalenen gibt. Diese haben bei direktem Hautkontakt besondere Fähigkeiten wie beispielsweise die Gedankenmanipulation. So gehen die Menschen davon aus, dass Magdalenen gefährlich sind, wodurch es strenge Gesetze gibt: die komplette Verdeckung der Haut ist Pflicht! In dieser Welt lebt Rea, die eine Magdalene ist und an illegalen Straßenkämpfen beteiligt ist. Bald wird sie als Leibwächterin des Prinzen abgeordert und trifft dort auf den Prinzen Robin…

Das Setting empfand ich als sehr ansprechend, da ich oftmals an die Hexenverfolgungen der Vergangenheit denken musste und immer wieder schockiert war angesichts der Entwicklungen, die die Welt im Buch durchlaufen hat. Oftmals kam ich aus dem Erstaunen oder der Sprachlosigkeit gar nicht mehr heraus, da ich von Dingen las, die für mich nur schwer vorstellbar waren. Gleichzeitig schafft die Autorin es aber, diese abgefahrenen Dinge so gut zu beschreiben und zu erklären, dass sich vor meinem inneren Auge Bilder abspielten, die mir alles verdeutlicht haben. Was ich auch super unterhaltsam fand, war der Mix aus Mittelalter und Technik. Ich war so im Mittelalter-Setting gefangen, dass ich immer wieder gestutzt habe, als z.B. Handys benutzt wurden. Eine interessante Kombination!

Auch mochte ich die Idee der Magdalenen, die verschiedene Fähigkeiten haben können und von denen es verschiedene Typen gibt. Hier hätte ich unter anderem auch ein Glossar super gefunden, in dem man immer wieder während des Lesens hätte nachschauen können. Die Entwicklung der Gesellschaft, die durch das Vorhandensein der Magdalenen entstanden ist, fand ich sehr beklemmend, denn Berührungen gehören ja eigentlich zum menschlichen Leben dazu, aber in der Welt von „Palace of Glass“ hält man sich voneinander fern. Diese Idee empfand ich als neuartig und spannend. Vor allem bin ich neugierig, wie die Geschichte sich in den nächsten beiden Bänden weiterentwickeln wird, denn die Handlung empfand ich als sehr spannend. Einerseits gab es einige actionreiche und rasante Szenen, andererseits wurden aber auch einige Rätsel gestreut.

Diese Rätsel hatten vor allem mit den Figuren zu tun, denn hier war ich mir nie sicher, wem ich wirklich trauen kann. Mit Reas Leibwächter-Job ist sie im Palast unterwegs, wo sie verschiedene Personen trifft, von denen sich einige in mein Herz geschlichen haben und von denen ich bei anderen nie sicher war, woran ich bei ihnen bin. Die Geschichte spielt ein Spiel mit dem Leser, denn es werden einige Rätsel gestreut, hinter die man nicht so leicht blicken kann. So gab es für mich zum Ende hin auch eine Überraschung, mit der ich nicht gerechnet habe.

Dabei empfand ich Rea als durchaus sympathische Protagonistin, die eine schwere Vergangenheit hat und die mit ihrer Geschichte bei mir für Spannung gesorgt hat. Prinz Robin fand ich durchaus auch nett, aber als er mit Rea anbändelt, haben sie sich für meinen Geschmack ein wenig zu viel und an zu offensichtlichen Stellen geküsst. Hierdurch ging für mich dann auch ein wenig der Fokus verloren. Mein Herz hat eindeutig Blanc gestohlen, denn jeder seiner Auftritte war für mich super erfrischend, da er Abwechslung in die Handlung gebracht hat. Rätselhaft sind für mich noch immer die Königin und die Duchesse, sodass ich auf die Fortsetzung sehr gespannt bin.

Fazit
Mir hat der Auftaktband „Palace of Glass – Die Wächterin“ gut gefallen, da in ihm einige neuartige Ideen anzufinden sind, die mir so noch nicht begegnet sind. Der Misch aus Mittelalter und Technik sowie das Konzept der Magdalenen fand ich sehr spannend und fesselnd. Zwar empfand ich die Liebeleien im Mittelteil als etwas zu stark fokussiert, aber dafür mochte ich es sehr, dass die Handlung ein Spiel mit dem Leser spielt, da sie ihn zum Spekulieren anregt und in ihm eine Skepsis gegenüber vielen der Figuren weckt. Man weiß nie so recht, woran man ist und wie die Geschichte sich entwickeln wird.
4 von 5 Sternen!

Reihen-Infos
1. Palace of Glass – Die Wächterin
2. Palace of Silk – Die Verräterin
3. Palace of Fire – Die Kämpferin

Veröffentlicht am 10.02.2018

Fans von Cassandra Clare werden dieses Buch lieben!

Zwischen Licht und Finsternis
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Klappentext
„London, heute. Mädchen verschwinden. Und seltsame Kreaturen tauchen auf den Straßen auf. Fast wäre die 16-jährige Lily von einem zweiköpfigen Hund getötet worden. Doch urplötzlich steht Regan ...

Klappentext
„London, heute. Mädchen verschwinden. Und seltsame Kreaturen tauchen auf den Straßen auf. Fast wäre die 16-jährige Lily von einem zweiköpfigen Hund getötet worden. Doch urplötzlich steht Regan vor ihr – gut aussehend, geheimnisvoll und faszinierend. Merkwürdig, dass er ihre seltene Blutgruppe kennt, aber noch merkwürdiger, dass es angeblich eine Verbindung zwischen Lily, Regan und den verschwundenen Mädchen geben soll. Von einer auf die andere Sekunde befindet sich Lily in einem Strudel aus Verbrechen und Verrat, Verschwörung und Leidenschaft, Licht und Finsternis.“

Gestaltung
Düster und unheimlich wirkt das Cover nicht nur aufgrund seiner Farbwahl von dunklen Schwarz-, Grau- und Grüntönen, sondern auch aufgrund des stechenden Blickes des Mädchengesichtes, welches im Schatten verborgen liegt. Der Blick löst bei mir eine Gänsehaut aus, wenn ich dem Mädchen in die Augen sehe. Besonders cool finde ich das Gefühl, wenn man das Cover berührt. Es hat eine Softtouchoberfläche und fühlt sich samtig weich an. Sowas liebe ich sehr!

Meine Meinung
Hui. Ich habe nicht viel erwartet, als ich begonnen habe „Zwischen Licht und Finsternis“ zu lesen. Mir gefiel das Cover und mir gefiel, dass der Klappentext überhaupt nichts über die Story verraten hat. Ich hatte, nachdem ich ihn gelesen hatte, so viele Unklarheiten und Fragen im Kopf, dass ich unbedingt wissen wollte, was hinter dieser Geschichte steckt. Erwartungen hatte ich keine. Und oh Mann, was wurde ich umgehauen. Diese Geschichte nimmt einem echt den Wind aus den Segeln.

„Zwischen Licht und Finsternis“ stellt eine Urbanfantasygeschichte dar, die düstere Atmosphäre mit Romantik verbindet. Magie und eine andere Welt, die hinter unserer Welt verborgen ist. Eine dunkle Bedrohung, die beiden Welten Unheil bringt. Zwei junge Menschen, die zwischen allem stehen. Erwachende Gefühle. All das und noch so vieles mehr sind die Elemente, die dieses Buch in sich vereint und die es zu einem Highlight machen.

Einzig einen Stern von der vollen Punktzahl muss ich abziehen für die Protagonisen und die Gefühlswelt der Figuren. Mit Lily konnte ich leider nicht warm werden. Oftmals sah ich mich irgendwelchen Gefühlsregungen von ihr entgegengesetzt, die ich überhaupt nicht nachvollziehen konnte. Im einen Moment weinte sie oder war traurig und bevor erklärt wurde warum dies so war, musste sie erneut kämpfen. Ich persönlich liebe es ja, wenn ein Buch auch Kämpfe beinhaltet und davon geradezu nur so strotzt. Aber ein wenig schade war es einfach, dass durch diese hohe Rasanz die Figuren oftmals gelitten haben. Unlogisch fand ich es beispielsweise auch, dass Lilys Vater seine 16(!!)-jährige Tochter alles machen lässt was sie möchte, ohne nachzufragen (welcher Vater fragt seine blutverschmierte Teenagertochter ohne Fragen, was vorgefallen ist, nach Hause kommen und in ihr Zimmer gehen!? Sehr unrealistisch. Selbst für Fantasyromane).

Auch Regan konnte ich kaum näher kennen lernen, da er damit beschäftigt war, ein Auge auf Lily zu haben oder gemeinsam mit ihr zu kämpfen. Diese Kämpfe sind es jedoch auch, die mich dazu veranlasst haben, durch die Geschichte zu fliegen. Ich bin kein typisches Mädchen, das Liebesgeschnulz bevorzugt. Für mich gehört zu einer guten Geschichte einfach mehr. Harte Kämpfe. Verluste. Verletzungen. Kurz: Dramaturgie und hohe Spannungsbögen lassen mich über vieles hinweg sehen.

Aber ich muss auch sagen, dass es in „Zwischen Licht und Finsternis“ durchaus auch das ein oder andere mal etwas blutiger wird, weswegen dieses Buch nicht für jeden etwas sein wird. Gerade solche Leser, die eher auf emotionale Tiefe, gut ausgearbeitete Figuren und nachvollziehbare Gefühle Wert legen, werden mit diesem Buch eher Schwierigkeiten haben. Aber Lesern, die auf Kämpfe stehen und die Action suchen, denen kann ich Lucy Inglis Werk nur wärmstens empfehlen sowie ans Herz legen!

Fazit
Wer auf der Suche nach einer düsteren Lektüre für den stürmischen Herbst ist, der sollte unbedingt zu „Zwischen Licht und Finsternis“ greifen, da dieses Buch perfekt zur aktuellen Jahreszeit passt. Blutige, actionreiche Szenen. Düstere Atmosphäre. Geheimnisvolle Rätsel. Aufeinanderprallende Mächte. Eine magische Welt hinter der unseren. Brodelnde Bedrohungen und ein Paar, das sich all dem entgegenstellt. Diese Aspekte bieten eine so unglaublich hohe Spannung, dass es schwer ist, das Buch aus der Hand zu legen und sich von den Seiten zu lösen. Das ist der Stoff, aus dem gute Geschichten gemacht sind, auch wenn unter der Rasanz die Figurenausarbeitung ein wenig leidet.
4 von 5 Sternen!

Reihen-Infos
Einzelband



Veröffentlicht am 15.09.2018

Ich kann dieses Buch nur mit Begeisterungsstürmen überhäufen!

Monsters of Verity - Dieses wilde, wilde Lied
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Klappentext
„In der geteilten Metropole Verity City herrscht ein erbitterter Kampf ums Überleben. Denn jede neue Gewalttat der Menschen bringt leibhaftige Monster hervor, welche nachts den Bewohnern der ...

Klappentext
„In der geteilten Metropole Verity City herrscht ein erbitterter Kampf ums Überleben. Denn jede neue Gewalttat der Menschen bringt leibhaftige Monster hervor, welche nachts den Bewohnern der Stadt auflauern ...
In dieser düsteren Welt treffen die Kinder der beiden verfeindeten Herrscher aufeinander: Kate, die den Drang hat, sich endlich gegenüber ihrem Vater zu beweisen. Und August, der jeden Tag damit ringt, seine wahre Identität zu verbergen – denn August ist ein Sunai, eine extrem seltene und sehr gefährliche Art von Monster. Als Kate eines Tages in einen Hinterhalt gerät, müssen die beiden gemeinsam fliehen. Doch wem kannst du noch trauen, wenn die Grenzen zwischen Gut und Böse verschwinden?“

Gestaltung
Das Covermotiv und die Farbgebung finde ich absolut traumhaft. Die schwarze Stadt, die in der Mitte gespiegelt ist, gefällt mir unglaublich gut, da sie zum einen super zum Inhalt passt und zum anderen zwei Seiten verdeutlicht: Licht im oberen Bildteil und Dunkelheit im Unteren. Die blaue Umrahmung der Stadt hebt sie zudem wunderschön hervor und lässt das Cover geheimnisvoll und mystisch erscheinen. Ich liebe dieses Cover!

Meine Meinung
Das englische Original von „Monsters of Verity“ war mir bereits mehrfach begegnet, was angesichts des Hypes um das Buch kein Wunder ist. Daher war ich sehr erfreut, dass das Buch auch ins Deutsche übersetzt wurde und ich mir nun meine eigene Meinung von der Geschichte bilden konnte. Nach dem Lesen kann ich ganz klar sagen, dass ich den Hype absolut verstehe. „Monsters of Verity“ hat genau meinen Geschmack getroffen und mich restlos begeistert!

Das Setting des Buches hat mir unglaublich gut gefallen, denn „Monsters of Verity“ spielt in einer Zukunft, die mehr als düster ist. Die Abgründe der Menschen werden hier durch Monster aufgezeigt, die aus den Menschen entstehen. Die Idee fand ich absolut grandios und auch die Umsetzung hat mir sehr gefallen, da die Autorin V.E. Schwab alles sehr bildlich beschreibt und gut erklärt. Die Idee war unheimlich kreativ und hat geradezu etwas Poetisches an sich, denn die Monster zeigen, dass unsere Handlungen, gute sowie schlechte, Auswirkungen auf unsere Umwelt haben. Die Idee von Frau Schwab verdeutlicht einfach, dass Gewalt noch mehr Gewalt nach sich zieht – dieses Mal allerdings in Form von Monstern! Was für eine spannende Idee und was für ein grandioses Setting!

In der Welt von Verity, der Stadt in der das Buch spielt, habe ich mich geradezu verloren. Ich war von der ersten Seite an total verzaubert und gefangen vom Setting, den Figuren und der Handlung. Das Buch habe ich kaum aus den Händen gelegt, denn die erste Buchhälfte ist schon unglaublich spannend. Ich wurde langsam eingeführt in die dystopische Welt und hatte dabei zu keiner Zeit das Gefühl, mit Informationen überladen zu werden. Vielmehr spielen die Informationen und die Handlung wunderbar ineinander über, da trotz der Erklärungen zum Setting einfach so viele Fragen in meinem Kopf herumschwirrten, auf die ich Antworten haben wollte. Diese gab es jedoch nur nach und nach, sodass ich immer wieder miträtseln konnte und spekuliert habe. Sowas liebe ich einfach!

Dachte ich, dass die erste Buchhälfte schon klasse ist, so hat die zweite Hälfte wohl den Vogel abgeschossen, denn hier geht es so richtig zur Sache. Vor allem das Ende hat mich dabei völlig umgehauen, überrascht und mit gefühlt tausend Fragen zurückgelassen. Ich MUSS einfach wissen, wie die Geschichte jetzt weitergeht! Selten kann mich ein Buch von der ersten Seite an so gefangen nehmen und meine Aufmerksamkeit in der gespannten, erwartenden Neugierde bis zum Ende halten, wie „Monsters of Verity“ es getan hat! Einfach nur wow! Dieses Buch gehört definitiv zu meinen Jahreshighlights!

Besonders spannend fand ich, dass die Handlung auf dem Konflikt Menschen vs. Monster basiert und dass auch die beiden Protagonisten in mehrfacher Weise ein Teil hiervon sind. Zum einen ist da August, welcher ein Monster ist, sich dafür schämt und sich wünscht, menschlich zu sein. Kate hingegen ist ein Mensch, doch im Versuch, sich ihrem Vater gegenüber zu beweisen, hat sie sich irgendwie selbst verloren. Genau diese beiden Figuren, die unterschiedlicher nicht sein können, treffen in „Monsters of Verity“ zusammen. Dabei kämpfen sie beide innerlich mit ihrem eigenen Monster gegen Menschen-Konflikt, was der Geschichte einfach noch viel mehr Tiefe verleiht.

Sowieso bin ich komplett begeistert von August und Kate, denn ich konnte zu beiden sofort eine Bindung aufbauen, die sich immer mehr intensiviert hat, je mehr ich über die beiden erfahren habe. Die Autorin hat es auf großartige Weise geschafft, beiden Figuren Leben einzuhauchen und sie für mich realistisch und authentisch werden zu lassen. Beide Charaktere haben mich auf ihre ganze eigene Weise tief im Inneren berührt, sodass ich mit ihnen mitgefühlt und mitgefiebert habe. Ihre inneren Kämpfe, ihre Persönlichkeiten und ihre Wünsche gingen mir unter die Haut und besonders August hat mein Herz erweicht. Ich liebe die beiden! Vor allem fand ich es beeindruckend und klasse, wie gut die Figuren ausgestaltet und entwickelt waren.

Auch die Beziehung beider Figuren hat mich einfach umgehauen. Ich hatte gedacht, dass die Geschichte auf eine typische Liebesbeziehung zwischen beiden Hauptfiguren hinauslaufen würde, aber nichts da! Hier überraschte mich die Autorin mit einer tiefen Bindung zwischen Kate und August, die sich von Feindschaft zu Freundschaft entwickelt. Auf diese Weise erhält die Geschichte nochmal eine ganz besondere Tiefe angesichts des Grundkonfliktes (ich erinnere: Monster (August) vs. Mensch (Kate)). Es war erfrischend einmal eine Geschichte zu lesen, in der es nicht nur um eine Liebesbeziehung geht! Weggehauen hat mich dabei die Dynamik zwischen beiden Charakteren, die einfach einzigartig war!

Zu guter Letzt möchte ich noch ein paar Worte zum Schreibstil verlieren, denn oh Mann, Frau Schwab kann einfach schreiben! Der Erzählfluss war unglaublich fesselnd und einnehmend, die Spannung war auf den Punkt und die Sprache hat mich verzaubert und noch mehr in die Geschichte gesogen. Ich konnte mir das Setting durch Frau Schwabs Beschreibungen unglaublich gut vorstellen. Zudem hat die Autorin die Geschichte unheimlich atmosphärisch geschildert. Ich konnte das Knistern vor Spannung geradezu spüren!
Fazit
Ich hatte enorme Erwartungen an „Monsters of Verity“, die alle komplett erfüllt wurden, denn mich hat das Buch mehr als nur begeistert. Für mich ist „Monsters of Verity“ ein Jahreshighlight, denn die Geschichte hat alles, was das Herz begehrt! Jeder, der Fantasy, Monster, ein dystopisches Setting, starke Charaktere und eine aufregende Handlung liebt, ist hier genau richtig! Die Hauptfiguren waren unglaublich gut ausgebaut und gingen mir tief unter die Haut. Ich liebe Kate und August und vor allem ihre Freundschaft zueinander! Die Grundidee des Buches hat mich begeistert. Dieses Buch hat mich geradezu überwältigt mit seiner Grandiosität und Spannung! Ein Buch zum Nächtedurchlesen! Ich zähle die Tage bis zum zweiten Band!
Restlos begeisterte 5 von 5 Sternen!

Reihen-Infos
1. Monsters of Verity – Dieses wilde, wilde Lied
2. Our Dark Duet (bereits auf Englisch erschienen)

Veröffentlicht am 15.09.2018

Weltraumabenteuer mit feuerwerksartiger Action in der Mitte und etwas flachen Figuren

Moondust
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Klappentext
„Aggie hat sich mit ihrem neuen Zuhause arrangiert: Die 17-Jährige arbeitet auf der Mondstation von Lunar Inc. Hier wird Lumite gewonnen, eine Energie, die Licht und Hoffnung spendet, die das ...

Klappentext
„Aggie hat sich mit ihrem neuen Zuhause arrangiert: Die 17-Jährige arbeitet auf der Mondstation von Lunar Inc. Hier wird Lumite gewonnen, eine Energie, die Licht und Hoffnung spendet, die das Ende von Krieg und knappen Ressourcen bedeutet. Davon ist Aggie fest überzeugt und deshalb lässt sie sich auch überreden, Botschafterin von Lunar Inc. zu werden. Doch eine zufällige Begegnung mit Danny ändert alles. Der attraktive Rebell zeigt ihr eine Seite des Monds, von deren Existenz sie keine Ahnung hatte und die sie zutiefst erschüttert. Jetzt ist nicht nur Aggies Zuhause in Gefahr …“

Gestaltung
Die düsteren Farben, die durch das krasse Pink und das dunkle Lila kontrastiert werden, finde ich sehr aufmerksamkeitserregend und besonders. Am allerbesten gefällt mir aber das Covermotiv, das nicht nur super zur futuristischen Geschichte passt, sondern das auch einfach klasse aussieht. Die vielen Hochhäuser und die fehlende Natur vor dem hellen Mond, der auch alles andere als natürlich aussieht, sind einfach nur atemberaubend.

Meine Meinung
Als ich das erste Mal von dieser Geschichte gehört habe, war für mich sofort klar: das ist ein Buch, das du lesen musst! Sci-Fi meets Dystopie ist ganz klar mein Ding, da ich ein riesiger Action-Fan bin. In „Moondust“ geht es um die 17jährige Aggie, die auf einer Mondstation lebt, wo eine neuartige Energieform gewonnen wird. Aggie ist fest überzeugt, dass damit viel Gutes für die Erde getan werden kann. Doch dann trifft sie Danny und alles ändert sich…

Das Setting des Buches hat mir gut gefallen, da ich es als sehr realistisch und alltagsnah empfunden habe. In „Moondust“ haben die Menschen die Erde nahezu ausgeschlachtet, sodass es kaum noch Ressourcen gibt und die Menschen dazu übergegangen sind, im All nach neuen Möglichkeiten zu forschen. Dies empfand ich als durchaus im Rahmen des Möglichen liegend, sodass ich mir dieses Setting sehr gut vorstellen konnte.

Den Anfang des Buches fand ich als etwas schleppend und zäh, da kaum Spannung aufgebaut wurde und ich lange auf die von mir erhoffte und erwartete Action warten musste. Es fehlten etwas der Schwung und der Pepp, da viel geredet, erklärt und beschrieben wurde. Dafür hat die Autorin ungefähr ab der Hälfte des Buches so richtig auf die Pauke gehauen und alles rausgeholt, was nur ging, denn dann überschlugen sich die Ereignisse geradezu.

Die Figuren sind mir ein wenig zu blass geblieben, denn sogar Aggie als Protagonistin konnte ich mir kaum vorstellen und ich fand sie schwer greifbar. Es gab für mich einfach zu wenige Anknüpfungspunkte und ich konnte mich nicht so wirklich mit ihr identifizieren. Zudem hat sie für meinen Geschmack viel zu wenig die Geschehnisse und Dinge hinterfragt. Sie hat vieles einfach so hingenommen, wo ich als Leser einfach tausend Fragen oder eine innere Skepsis hatte. Auch Danny ist mir zu oberflächlich geblieben. Auch sein Charakter wurde mir zu wenig beleuchtet.

„Moondust“ ist ein spannendes Abenteuer im Weltraum, das neben der explosionsartigen Action ab dem Mittelteil auch eine interessante Verschwörung beinhaltet. Auf diese Weise war ich als Leserin stets gebannt bei der Sache und habe Aggie oftmals entgegenrufen wollen, dass sie vorsichtiger sein oder mehr Fragen stellen sollte. Die Handlung und die Figuren haben bei mir eine gewisse Vorsicht geweckt, die mich dazu veranlasst hat, alles und jeden zu hinterfragen. So habe ich viele Überlegungen angestellt und fühlte mich als Teil der Geschichte.

Fazit
Alles in allem hat mir „Moondust“ gut gefallen, da mir vor allem der Actionanteil gefiel, der auf einmal mitten im Buch wie ein Feuerwerk explodiert und mich mitgerissen hat. Die Figuren hätten für meinen Geschmack noch genauer dargestellt werden können, damit man sie besser kennen lernen und eine tiefere Verbindung zu ihnen aufbauen kann. Auch wenn der Einstieg in die Geschichte etwas unspektakulär war, so fand ich das Setting durchaus realistisch und ich konnte mich ganz auf das Abenteuer im Weltraum einlassen.
Knappe 4 von 5 Sternen!

Reihen-Infos
Einzelband