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Veröffentlicht am 20.09.2020

Romantasy at its best!

Blue Sky Black. Ohne Dunkelheit keine Sterne
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Klappentext
„*Wenn die Hoffnung stirbt, dann kämpfe, um zu lieben*
In Milas Leben ist nichts mehr so, wie es früher war. Durch eine Reihe von Naturkatastrophen ist die Welt zu einem feindlichen Ort geworden ...

Klappentext
„*Wenn die Hoffnung stirbt, dann kämpfe, um zu lieben*
In Milas Leben ist nichts mehr so, wie es früher war. Durch eine Reihe von Naturkatastrophen ist die Welt zu einem feindlichen Ort geworden und Mila muss in ihrer neuen Heimat Kanada allein für sich sorgen. Wo sie hinschaut, gibt es keine Hoffnung mehr. Bis eines Tages ein junger Mann in ihr Leben tritt und alles verändert. Doch es stellt sich heraus, dass er nicht der ist, der er zu sein vorgibt. Und dass nur sie beide die Welt – und einander – retten können …“

Gestaltung
Die Gestaltung wirkt durch das Dunkelblau des Hintergrundes mit den vielen kleinen Sternen mystisch und geheimnisvoll. Auch das rosegolden glänzende Symbol eines Sterns inmitten von geometrischen Formen trägt zu diesem Effekt bei. Mir gefällt vor allem das Glänzen dieses Symbols, da es vor dem dunklen Hintergrund richtig gut zur Geltung kommt. Auch die Schriftart des Titels sieht schön aus und fügt sich farblich toll in den Hintergrund ein.

Meine Meinung
Da ich schon die ersten drei Titel der deutschen Romantasy Sparte vom Carlsen Verlag gerne gelesen habe, war ich gespannt auf den neusten Titel in dieser Verlagsproduktion. In „Blue Sky Black“ geht es um Mila, die in einer Welt lebt, die von Naturkatastrophen gekennzeichnet ist. Die Erde ist zu einem lebensfeindlichen Ort geworden und Mila versucht so gut es geht für sich selbst zu sorgen. Dann trifft sie auf einen jungen Mann, der alles für sie verändert…

Als ich den Klappentext das erste Mal gelesen hatte, war ich etwas verunsichert, weil gerade die letzten Sätze des Textes so klangen, als wäre „Blue Sky Black“ eine Geschichte mit den „typischen“ Grundzügen vieler Jugendbücher: ein Mädchen und ein Junge, die als einzige dazu in der Lage sind, die Welt zu retten. Aber meine Skepsis hat das Buch mit jeder weiteren Seite, die ich las, einfach weggewischt. „Blue Sky Black“ ist viel mehr als der kurze Klappentext auch nur ansatzweise erahnen lässt! Dieses Buch verbirgt so viel Geschichte in sich, dass ich nun nach dem Lesen immer noch nicht weiß, wohin mit all meinen Gedanken!

Für mich war „Blue Sky Black“ ein richtiges Überraschungspaket, das einem Feuerwerk an Emotionen und erstaunlichen Wendungen bereithielt! Beispielsweise wird das Buch nicht nur aus der Perspektive von Mila erzählt, sondern auch andere Figuren kommen zu Wort. Die Perspektivwechsel fand ich dabei immer gut nachvollziehbar und verständlich. Meiner Meinung nach haben sich auch die Sichtweisen gut voneinander abgehoben, sodass mir beim Lesen immer bewusst war, wer gerade erzählte, da jeder Erzähler individuelle Züge und Erlebnisse hatte.

Ich lese außerdem sehr gerne Dystopien und habe mich sehr gefreut, dass es sich bei „Blue Sky Black“ um eine handelt. Dabei geht es hier vor allem um brisante Informationen und einen Widerstand, der sich gegen die Regierung erhebt. Die Geschichte lebt dabei von ihrer Spannung, die mich atemlos machte. Im Grunde knistert die Geschichte vor sich überschlagenden Ereignissen, sodass es großen Spaß macht, sie zu lesen, da man total mitgerissen wird (näheres möchte ich nicht verraten, um nicht zu spoilern, aber soviel sei gesagt: dieses Buch nimmt seine Leser wirklich auch emotional mit!). Außerdem wird die Handlung durch eine zarte Liebesgeschichte ergänzt, die meiner Meinung nach nicht zu sehr im Vordergrund stand, aber trotzdem in einer schönen Balance zur Geschichte stand.

Fazit
Mir hat „Blue Sky Black“ unglaublich gut gefallen, denn das Buch hat mich mehr als einmal überrascht. Die Handlung war enorm spannend und das von Anfang an bis zum bitteren Ende, das einem Showdown glich. Die Figuren und ihr Gefühlsleben wurden nachvollziehbar geschildert und die Liebesbeziehung ergänzte die Handlung sehr angenehm. Außerdem gefiel mir das Setting und das dystopische Flair des Buches sehr. Das besondere Highlight ist für mich aber einfach die Handlung, die mit so vielen Überraschungen und einem hohen Anteil an Spannung glänzt.
5 von 5 Sternen!

Reihen-Infos
Einzelband

Veröffentlicht am 20.09.2020

Regt zum Mit- und Nachdenken an und sorgt für einen einnehmenden Lesesog

Ein Lächeln sieht man auch im Dunkeln
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Klappentext
„Drei Jugendliche, die Spuren der Vergangenheit und die Frage nach der Zukunft

Irgendwas hat dieser Neue, Samuel, an sich, das Marie von Anfang an fasziniert. Und Samuel geht es genauso. Wie ...

Klappentext
„Drei Jugendliche, die Spuren der Vergangenheit und die Frage nach der Zukunft

Irgendwas hat dieser Neue, Samuel, an sich, das Marie von Anfang an fasziniert. Und Samuel geht es genauso. Wie Magnete bewegen sie sich aufeinander zu, stoßen einander aber auch immer mal wieder ab, wenn sie sich von der falschen Seite nähern. Und mitten in diesem Spannungsfeld bewegt sich Theo, Maries jüngerer Bruder, der seit einem schrecklichen Ereignis vor über einem Jahr immer noch mit seinen Ängsten ringt – und in der Schule mit seinem Mobber Andi. Marie, Samuel, Theo – ihr Aufeinandertreffen bedeutet für alle drei einen Neubeginn, aber auch, sich den Geschehnissen ihrer Vergangenheit zu stellen, denn Samuel trägt ein Geheimnis mit in diese neue Freundschaft ...“

Gestaltung
Das Pärchen, das am unteren Bildrand sitzt und auf den Himmel sowie eine lichtüberflutete Stadt blickt passt zum Buchinhalt. Dabei gefällt mir persönlich vor allem der Sternenhimmel, welcher im Horizont in einen Sonnenaufgang übergeht. Die Farbkombination aus helleren und dunkleren Blautönen und den warmen Farben des Sonnenaufgangs sieht schön zusammen aus. Die dargestellte Szene wird durch die Sterne und die Lichter der Stadt auch sehr romantisch.

Meine Meinung
Von Adriana Popescu habe ich schon einige Bücher gelesen, sodass ich mich sehr gefreut habe, als ich erfuhr, dass es von ihr ein neues Werk geben würde. In „Ein Lächeln sieht man auch im Dunkeln“ geht es um Samuel, der neu an die Schule von den Geschwistern Marie und Theo kommt. Dabei ziehen Samuel und Marie sich an wie Magneten, die allerdings erst den richtigen Punkt zur Anziehung finden müssen, um sich nicht abzustoßen. Maries Bruder Theo hat mit Mobbingattacken zu kämpfen, aber Marie und Samuel stehen ihm bei. Die Freundschaft der drei sorgt dafür, dass sie sich ihrer Vergangenheit stellen müssen und auch Samuels Geheimnis…

Ich muss sagen, dass ich „Ein Lächeln sieht man auch im Dunkeln“ gelesen habe ohne den Klappentext zu kennen, weil ich gerne Unvoreingenommen an die Geschichte herangehen wollte. Beim Lesen der ersten Kapitel stellte ich dann fest, dass Theo von einem Mitschüler namens Andi gemobbt wird und das meiner Meinung nach sogar ziemlich heftig. Hier wünschte ich mir tatsächlich, dass auf dem Buch eine Triggerwarnung gestanden hätte, die nicht im Klappentext verborgen ist (denn nach dem Kapitel habe ich mir dann doch den Klappentext angesehen). Dieses Thema fand ich trotzdem sehr gut umgesetzt und auch wichtig. Außerdem gefiel mir insgesamt sowieso unglaublich gut wie tiefgründig und bedeutsam die Geschichte mit Themen wie Freundschaft, Zusammenhalt und gegenseitige Unterstützung war.

Die Mobbingerlebnisse von Theo fand ich sehr emotional dargestellt, vor allem weil sie aus Theos Perspektive geschildert werden und diese für mich sehr greifbar war, weil Theo mit seinen gedanklichen Einschüben sehr verdeutlicht wie es ihm eigentlich geht. Hier war ich gefühlsmäßig sofort ergriffen und habe mit ihm gefühlt. Auch wird das Buch aus den Perspektiven von Marie und Samuel erzählt, sodass ich als Leser auch diese beiden Figuren besser kennen lernen konnte. Der Wechsel zwischen diesen drei Figuren ist Adriana Popescu in meinen Augen mehr als gelungen, denn auch ohne die Namen des jeweiligen Erzählers am Kapitelanfang konnte man die Sichtweisen hervorragend auseinanderhalten. Jede Figur war so individuell in seinen/ihren Denkweisen, dass ich mich sehr gut zurechtgefunden habe.

Die Handlung fand ich richtig gelungen, denn jede der drei Figuren trägt ein Päckchen mit sich herum, worauf man als Leser neugierig gemacht wird. Es gibt viele Andeutungen, die mich nachdenklich stimmten und die mich überlegen ließen, was die Figuren durchgemacht haben könnten. Vor allem auf Samuels Geheimnis war ich gespannt, da dies sehr mysteriös in die Handlung eingebaut und ich darauf sehr neugierig gemacht wurde. Auf diese Weise blieb ich beim Lesen auch die ganze Zeit am Ball und verschlang das Buch innerhalb von zwei Tagen, denn ich musste einfach um die Auflösung Bescheid wissen. Außerdem haben der leicht zu lesende Schreibstil und das angenehme Schriftbild mit den Lücken zwischen den Sätzen dafür gesorgt, dass man die Geschichte rasend schnell lesen kann.

Fazit
Mir hat „Ein Lächeln sieht man auch im Dunkeln“ richtig gut gefallen, weil die Themen des Buches tiefgründig und wichtig waren. Sie entsprachen meiner Meinung nach auch Dingen, die für jugendliche Leser wichtig sind und die deren Leben entstammen. Außerdem mochte ich die Perspektivwechsel zwischen Marie, Theo und Samuel, da ich durch diese alle drei Charaktere gut kennen lernen und verstehen konnte. Außerdem fand ich die Handlung mehr als spannend, da ich durch verschiedene Andeutungen neugierig auf die Vergangenheiten und Geheimnisse der Figuren gemacht wurde. So wollte ich immer unbedingt weiterlesen.
5 von 5 Sternen!

Reihen-Infos
Einzelband

Veröffentlicht am 16.09.2020

Leider gab es das typische Klischee einer begehrten Außenseiterin, aber sonst gut

Celestial City - Akademie der Engel
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Klappentext
„Eine Welt zwischen Engeln und Dämonen

Als pechschwarze Flügel aus Brielles Rücken wachsen, ist klar, dass etwas völlig falsch läuft. Kann es sein, dass in ihr ein Dämon schlummert? Dennoch ...

Klappentext
„Eine Welt zwischen Engeln und Dämonen

Als pechschwarze Flügel aus Brielles Rücken wachsen, ist klar, dass etwas völlig falsch läuft. Kann es sein, dass in ihr ein Dämon schlummert? Dennoch wird sie an der Fallen Academy der Engel aufgenommen. Mit ihren schwarzen Flügeln ist sie dort allerdings eine Außenseiterin. Da hilft es auch nicht, dass der attraktive Lincoln Grey ihr das Leben noch schwerer macht. Dann wird ihre Zugehörigkeit an der Academy von höchster Stelle angezweifelt, und damit ist das Chaos für Brielle perfekt ...“

Gestaltung
Das Cover finde ich mit den Federn und den dunklen Farbelementen vor dem weißen Hintergrund interessant. Am auffälligsten und schönsten sind die Flügel, die eine Mischung aus schwarzen Federn und lilafarbenen Strichen darstellen. Mir gefällt die sich sehr filigran und kaum sehbar abzeichnende Stadt neben den Flügeln auch gut. Außerdem finde ich, dass sich der Titel sehr gut in das Covermotiv einfügt.

Meine Meinung
Nachdem ich die Leseprobe von „Celestial City – Akademie der Engel: Jahr 1“ gelesen habe, war ich sehr angetan von der Geschichte und wollte unbedingt erfahren, wie es weitergeht. In dem Buch geht es um Brielle, der eines Tages schwarze Flügel wachsen. Sie wird an der Fallen Academy der Engel aufgenommen und gilt dort aufgrund ihrer Flügel als Außenseiterin. Als würde das nicht schon reichen, ist da noch Lincoln Grey, der ihr das Leben schwer macht. Zudem wird ihre Zugehörigkeit zur Academy angezweifelt…

Mir hat schon der Beginn des Buches gut gefallen, denn die Geschichte ging mitten drin los. Ich war zunächst verwirrt und fragte mich, warum alle Figuren so eine bedrückte Stimmung hatten. Daher war ich direkt gebannt, denn es gab einige Andeutungen, dass Protagonistin Brielle ein grausames Schicksal erwarten könnte. Ich wollte unbedingt wissen, was es damit auf sich hatte und war direkt gebannt.

Gut gefallen hat mir auch das Setting und der Aufbau der Welt von „Celestial City“. Die Idee von gefallenen Engeln, die auf der Welt gegen Luzifer gekämpft haben, ist ja generell kein neues Thema, aber die Autorin verknüpft dies mit der Idee, dass die Menschen mit deren Kräften in Berührung kamen und selber welche entwickelten. Dies fand ich spannend und es hat mich auch neugierig gemacht, welche Kräfte Brielle haben würde. Außerdem war ich sehr angetan von der Karte, die sich zu Beginn des Buches findet. Sie erleichtert die Orientierung und erzeugt eine gute Vorstellung der Welt.

Etwas schade fand ich, dass in diese vielversprechende Idee die „typischen“ Fantasy-Jugendbuch-Grundzüge eingebaut wurden. So findet sich hier die allseits bekannte Heldin, die eine Außenseiterin ist, aber gleichzeitig von all den gutaussehenden Typen umschwärmt wird aufgrund ihrer Besonderheit. Hier hätte ich mir einfach Abwechslung gewünscht und nicht dieses typische Klischee. Dennoch konnte mich die Handlung mit ihren Kämpfen und dem interessanten Ende gut unterhalten und überzeugen.

Der Schreibstil gefiel mir auch gut, denn es gibt an den passenden Stellen gut verständliche Erklärungen, die aber trotzdem noch Raum offen lassen für Fragen und eigene Vermutungen. Auch fand ich, dass die Sprache jugendlich gehalten ist, aber nicht zu sehr in starke Jugendsprache abdriftet.

Fazit
Etwas schade fand ich, dass sich in „Celestial City“ das typische Jugendbuchklischee einer von den gutaussehenden Jungs umschwärmten Außenseiter-Protagonistin wiederfand. Die Idee von gefallenen Engeln und Dämonen im Kampf und Menschen mit Engels- oder Dämonengaben gefiel mir allerdings gut. Das Setting war spannend und gut dargestellt. Auch die Handlung war durch Kämpfe und ein interessantes Ende überzeugend.
4 von 5 Sternen!

Reihen-Infos
1. Celestial City - Akademie der Engel: Jahr 1
2. Celestial City - Akademie der Engel: Jahr 2 (erscheint voraussichtlich am 29. Januar 2021)

Veröffentlicht am 13.09.2020

Das Märchen ist zwar bekannt, aber trotzdem liest sich das Buch durch die Twists richtig spannend

Disney – Twisted Tales: Spieglein, Spieglein
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Klappentext
„Nach dem Tod von Schneewittchens Mutter übernimmt ihre überall als "böse Königin" bekannte Stiefmutter die Herrschaft über das Schloss. Und Schneewittchen hält ihr hübsches Köpfchen still ...


Klappentext
„Nach dem Tod von Schneewittchens Mutter übernimmt ihre überall als "böse Königin" bekannte Stiefmutter die Herrschaft über das Schloss. Und Schneewittchen hält ihr hübsches Köpfchen still und gesenkt und versucht nicht aufzufallen.
Aber als der Versuch, sie zu töten, gründlich schiefgeht, erwacht Schneewittchens Kampfgeist. Mit der Hilfe ihrer Zwerge und des freundlichen Prinzen, den sie nie wiederzusehen vermutet hätte, zieht sie in den Kampf gegen die Königin. Aber kann dieser überhaupt gelingen, wenn ihre Erzrivalin jeden ihrer Schritte kennt?“

Gestaltung
Ich finde das Cover total gelungen, weil man an dem Bildmotiv sofort erkennen kann, um welches Märchen es sich handelt. Dass man dabei bei der bösen Königin nur ihre Schattenumrisse erkennt und ihre Augen leuchtend hervorstechen, finde ich besonders beeindruckend, weil der Blick intensiv und beängstigend wird. Auch gefällt mir die Farbkombination aus gelbem Hintergrund und schwarzen Schattenumrissen mit farbigen Highlights im Vordergrund, welche den Wald darstellen.

Meine Meinung
Schon als ich zum ersten Mal von den „Twisted Tales“ gehört habe, war ich Feuer und Flamme. In „Spieglein, Spieglein“ wird die Geschichte von Schneewittchen erzählt. Allerdings mit dem Twist, dass sich diese Geschichte fragt, was wäre im Märchen passiert, wenn der Prinz von der bösen Königin vergiftet worden wäre. Schneewittchen versucht alles, um sich gegen die böse Königin zur Wehr zu setzen und bekommt dabei Unterstützung von den Zwergen und dem Prinzen. Doch die Königin kann jeden von Schneewittchens Schritten vorausahnen und außerdem schreckt sie nicht davor zurück, auch denen Schaden zuzufügen, die Schneewittchen liebt…

„Spieglein, Spieglein“ wird abwechselnd aus den Perspektiven von Schneewittchen und der bösen Königin erzählt, was ich sehr erfrischend fand, da die böse Königin im herkömmlichen Märchen nicht zu Wort kommt. So konnte ich in beide Sicht- und Denkweisen eintauchen und gerade auch mehr über die Vorgehensweise und Motive der Königin erfahren, was ich sehr spannend fand.

Gelungen fand ich auch, dass die Autorin dieses Buches – Jen Calonita – es schafft, das altbekannte Märchen mit vielen vielfältigen, kleinen, neuen Wendungen zu verbinden. Diese sorgen dafür, dass auch eingefleischte Schneewittchen-Fans, die das Märchen in und auswendig kennen, ihre Freude an der Geschichte haben, da es viele Neuerungen und Details zu entdecken gibt. Auch wenn das Märchen also so verläuft wie viele von uns es kennen, spürte ich beim Lesen trotzdem eine gewisse Aufregung und Neugierde angesichts der Twists.

Ich fragte mich beim Lesen oft, was als nächstes geändert und anders eingebaut werden würde. Das fand ich echt cool! Außerdem war ich wirklich gespannt, welchen Änderungen ich begegnen würde, sodass ich der Geschichte von Schneewittchen aufmerksam folgte und gar nicht merkte, wie schnell ich mich doch dem Ende näherte. Ich finde, dass „Spieglein, Spieglein“ eine perfekte Geschichte ist, um dem Alltag zu entfliehen und in eine bekannte-unbekannte Märchenwelt einzutauchen, die einige Überraschungen parat hält!

Fazit
Mir gefällt die Idee der „Twisted Tales“ unglaublich gut, denn den bekannten Märchen werden so unbekannte Züge verliehen. In „Spieglein, Spieglein“ ist der Autorin dies wunderbar gelungen, da ich beim Lesen richtig neugierig war, welche Änderungen und Twists ich vorfinden würde. So las und las und las ich, bis ich plötzlich auf den letzten Seiten angelangt war. Besonders gerne mochte ich auch die Perspektivwechsel zwischen Schneewittchen und der bösen Königin. Auch entführte mich „Spieglein, Spieglein“ in eine mir zwar bekannte, aber trotzdem mit vielen Neuerungen versehene Märchenwelt, die mich den Alltag vergessen ließ! Ich freue mich schon riesig auf weitere „Twisted Tales“!
5 von 5 Sternen!

Reihen-Infos
Andere Geschichten der Twisted Tales-Bücher:
Dunkle Schatten
As Old as Time (bereits auf Englisch erschienen)
Part of Your World (bereits auf Englisch erschienen)
Straight on till Morning (bereits auf Englisch erschienen)
So this is Love (bereits auf Englisch erschienen)
Conceal, don’t feel (bereits auf Englisch erschienen)
Once upon a Dream (bereits auf Englisch erschienen)
A whole new World (bereits auf Englisch erschienen)

Veröffentlicht am 13.09.2020

Schade, dass der Klappentext so viel verrät

Girl running, Boy falling
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Schade, dass der Klappentext so viel verrät

Klappentext
„Therese liebt die kleine Stadt auf der Insel am Ende der Welt. Sie liebt Tante Kath, von der sie Tiger genannt wird, ihre Freunde, die sie Resey ...

Schade, dass der Klappentext so viel verrät

Klappentext
„Therese liebt die kleine Stadt auf der Insel am Ende der Welt. Sie liebt Tante Kath, von der sie Tiger genannt wird, ihre Freunde, die sie Resey rufen, und vor allem ihren besten Freund Wally, für den sie nur Champ ist, und der sie endlich, endlich geküsst hat. Doch dann geschieht das Undenkbare. Der strahlende Wally, die nächste große Football-Hoffnung der Schule, nimmt sich das Leben und Thereses Welt fällt in sich zusammen. Sie versucht alles, um nicht selbst zu fallen. Zum Glück gibt es Tante Kath und ihre Freunde, die Therese auffangen und ihr helfen weiterzuleben.“

Gestaltung
Die Gestaltung des Covers erinnert mich total an einen College-Pullover wie man ihn in amerikanischen Filmen oft sieht: die Schrift von Girl und Boy ist in dem dafür typischen Stil gehalten. Der Hintergrund erinnert tatsächlich auch stark an einen gestrickten Pullover. Mir persönlich gefällt allerdings die Farbe der dunkelgelben Buchstaben nicht so gut, da diese so dunkel vor dem hellblauen Hintergrund aussehen.

Meine Meinung
Da ich gerne zwischendurch realistische und ernsthafte Bücher lese, habe ich zu „Girl running, Boy falling“ gegriffen, da es in diesem Buch um das ernsthafte Thema des suizidalen Verhaltens geht.
In dem Buch geht es darum, dass sich Thereses bester Freund Wally das Leben nimmt und dass dadurch für Therese eine Welt zusammenbricht. Immerhin hatte Wally sie endlich geküsst und er war eine große Football-Hoffnung…Therese trauert, aber zum Glück hat sie ihre Tante und ihre Freunde…

Ich fand die Geschichte im Großen und Ganzen gut, muss aber auch sagen, dass ich durch den Klappentext schon viel von dem Inhalt des Buches wusste, da der Klappentext viel verrät. So blieben überraschende Wendungen für mich leider aus, weswegen ich zukünftigen Lesern empfehlen möchte, den Klappentext nicht zu lesen. Habt einzig die Trigger-Warnung, dass suizidales Verhalten im Buch vorkommt, im Hinterkopf und lest dann das Buch (wenn ihr euch auf die Geschichte einlassen möchtet). So seid ihr gewarnt, könnt euch aber noch überraschen lassen.

Abgesehen davon, dass mir etwas die Überraschungen fehlten, konnte mich vor allem die Atmosphäre des Buches überzeugen, denn diese wandelt sich im Verlauf der Geschichte. So ist sie zu Beginn eher leicht und stellenweise gut gelaunt. Doch mit Fortschreiten wird sie düsterer und bedrückender, was unter anderem an den in der Trigger-Warnung erwähnten Geschehnissen liegt. Die Autorin hat durch die Stimmung des Buches die Gefühle der Protagonistin sehr greifbar gemacht, denn auch die Stimmung des Lesers wurde schwermütig.

Gut gefallen hat mir auch, dass obwohl das Buch aus Thereses Sicht in der Ich-Perspektive geschildert wird, auch Eindrücke in Wallys Innenleben gegeben werden. Es gibt nämlich immer wieder kleine Briefe von ihm, die eindrücklich zeigen, dass es Wally nicht so gut geht, wie alle denken. Diese Briefe haben mich oft wirklich schlucken lassen. Ich fand sie vor allem auch deswegen so ergreifend, weil durch sie klar wird, dass er eine Fassade aufrecht erhalten hat, hinter der er seine wahren Gefühle versteckt hat bis es für ihn nicht mehr ging.

Neben dem suizidalen Verhalten geht es aber vor allem auch um das, was dieses Verhalten bei anderen auslöst. Thereses Trauerbewältigung ist ein Prozess in der Geschichte, den ich nachvollziehbar dargestellt fand und der in meinen Augen auch sehr authentisch war. Vor allem ihre Gefühle und ihre Versuche, das Warum zu verstehen, konnte ich gut nachempfinden, da die Autorin hier gezeigt hat, wie schwer es für Therese ist, da sie immer dachte, Wally gut zu kennen.

Fazit
Etwas schade fand ich, dass der Klappentext so viel von der Geschichte verrät, denn so wurde mir ein wenig die Überraschung genommen. Ich hätte es besser gefunden, wenn es nur eine Trigger-Warnung gegeben hätte und der Klappentext ungenauer gewesen wäre. Doch beeindruckt hat mich an „Girl running, Boy falling“ der Wandel in der Stimmung des Buches von locker-leicht zu schwermütig-bedrückt. Besonders beeindruckend fand ich Wallys Briefe, die Eindrücke in seine wahren Gefühle gegeben haben.
4 von 5 Sternen!

Reihen-Infos
Einzelband