Die Wahrheit siegt
Antonia ist verzweifelt. Das einzige Zuhause, das sie kennt, soll ihr genommen werden. Zusammen mit ihren Eltern lebt sie in einer alten Burg, die als Jugendherberge dient. Angeblich gehört dieses wertvolle ...
Antonia ist verzweifelt. Das einzige Zuhause, das sie kennt, soll ihr genommen werden. Zusammen mit ihren Eltern lebt sie in einer alten Burg, die als Jugendherberge dient. Angeblich gehört dieses wertvolle Anwesen am Starnberger See jemandem, der es selbst nutzen will. Doch ob das wirklich stimmt? Zum Glück kann Antonia auf ihre drei Freunde zählen – jeder von ihnen bringt besondere Fähigkeiten mit: chemisches Know-how, kluge Recherchearbeit mit Hilfe von KI, tröstende Worte und Mitgefühl. Gemeinsam begeben sie sich auf die Suche nach der Wahrheit – und stoßen dabei auf Erstaunliches.
Während Antonias Geschichte in der Gegenwart spielt, erzählt ein zweiter Erzählstrang von einem geheimnisvollen Jungen im Jahr 1917. Seine Herkunft ist ein Rätsel, ebenso wie die Tatsache, dass er sowohl Feinde im Verborgenen als auch unerwartete Unterstützer hat. Im Laufe der Handlung wird allmählich deutlich, wie seine Geschichte mit Antonias Kampf um die Burg zusammenhängt. Doch am Ende des Buches bleiben einige Fragen offen – man möchte sofort weiterlesen und zum nächsten Band greifen.
Diese spannende Geschichte ist für Kinder ab elf Jahren geschrieben, doch auch Erwachsene werden das Buch kaum aus der Hand legen wollen. Schon nach wenigen Absätzen werden die Figuren lebendig – das ist eine der großen Stärken dieses Romans. Die Kinder werden mit ihren Stärken und Schwächen beschrieben; sie treffen falsche Entscheidungen, werden von ihren Emotionen überrannt und bleiben dabei stets sympathisch.
Die Rätsel der Vergangenheit machen die Erzählung zu einer fesselnden Lektüre. Nach und nach fügt sich ein Puzzleteil zum nächsten, doch bis zum Schluss bleiben wichtige Fragen offen.
Thematisch geht es in diesem Band vor allem um Ehrlichkeit – auch um das Verschweigen von Tatsachen, die andere wissen sollten. Der Glaube bleibt im Hintergrund und tritt nur gelegentlich auf, etwa in Form eines Gebets. Das wirkt stimmig und passend. Die Sprache ist kindgerecht, und es ist interessant, dass aktuelle Themen wie künstliche Intelligenz aufgegriffen werden.
Fazit: Eine spannende Geschichte, die sich wunderbar als Geschenk für Kinder ab elf Jahren eignet – oder auch als Gute-Nacht-Lektüre. Ein christliches Buch, an dem sowohl Eltern als auch Kinder Freude haben werden!