Cover-Bild Kälter
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19,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Suhrkamp
  • Themenbereich: Belletristik - Thriller: Spionage
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Ersterscheinung: 14.10.2025
  • ISBN: 9783518783627
Andreas Pflüger

Kälter

Thriller | Ein spektakulärer Spionagethriller rund um den Mauerfall | Deutscher Krimipreis 2025

Einen Raubvogel wie mich hast du noch nie gesehen

Im Herbst 1989 führt Luzy Morgenroth auf Amrum das Leben einer Provinzpolizistin. Kaum jemand ahnt, dass sie vor langer Zeit eine Andere war. Als in einer Sturmnacht ein Einheimischer spurlos von der Fähre verschwindet, muss sie sich einem Killerkommando stellen, das auf die Insel kam, und verwandelt sich wieder in die Luzy von früher. Eine Waffe.

In einem spektakulären Agententhriller schickt Pflüger seine Heldin am Ende des Kalten Krieges als Racheengel um die halbe Welt. Sie tritt gegen ein Geheimdienstimperium an, das den Mann beschützt, der ihr Leben zerstörte. Und es wird sich zeigen, wer kälter ist: ihr Todfeind oder sie.

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.10.2025

Ein klassischer Pfüger Roman

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Andreas Pflügers KÄLTER führt die Leserinnen und Leser erneut in eine Welt, die von Geheimnissen, Loyalität und moralischen Grenzgängen durchzogen ist. Ohne zu viel zu verraten: Die Handlung dreht sich ...

Andreas Pflügers KÄLTER führt die Leserinnen und Leser erneut in eine Welt, die von Geheimnissen, Loyalität und moralischen Grenzgängen durchzogen ist. Ohne zu viel zu verraten: Die Handlung dreht sich um eine gefährliche Mission, in der Vergangenheit und Gegenwart unaufhaltsam aufeinanderprallen. Alte Wunden reißen auf, alte Rechnungen werden beglichen – und wie so oft bei Pflüger steht viel mehr auf dem Spiel als bloß das Leben der Figuren.

Es ist ein klassischer Pflüger-Roman, der sich nahtlos in das bestehende Universum einfügt. Fans seiner früheren Werke werden sich sofort zurechtfinden, denn man trifft auf viele vertraute Gesichter: Jörg und Jenny Aaron, Rem Kukura, Nina, Thrähne, Wolf und andere Weggefährten, die das Pflüger-Kosmos so einzigartig machen. Dieses Wiedersehen sorgt für ein Gefühl von Kontinuität und Vertrautheit, während die Geschichte zugleich neue Facetten offenbart.

Stilistisch bleibt Pflüger sich treu: Seine Sprache ist knapp, präzise, oft stakkatohaft – jedes Wort ein Schlag, jeder Satz ein Schnitt. Dieses typische, rhythmische Schreiben erzeugt eine intensive Atmosphäre und zieht die Lesenden tief in die Psyche seiner Figuren hinein. Gleichzeitig verlangt es Aufmerksamkeit; Pflüger schreibt nicht zum Nebenbei-Lesen.

Die Handlung ist – wie gewohnt – bis zum Schluss spannend, temporeich und durchdacht konstruiert. Doch trotz aller Dynamik bleibt wenig Überraschendes: Die Guten siegen, die Bösen sterben, das moralische Gleichgewicht wird wiederhergestellt. Wer Pflüger kennt, weiß, dass es weniger um das „Was“ geht als um das „Wie“.

Unterm Strich ist KÄLTER solide Unterhaltung für Pflüger-Fans: handwerklich stark, sprachlich markant und emotional dicht – vielleicht ohne große Überraschungen, aber mit der Verlässlichkeit und Intensität, die man von Andreas Pflüger erwartet.

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Veröffentlicht am 12.10.2025

Kalt, kälter, Pflüger

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Von Andreas Pflüger habe ich bisher vier Bücher mit großer Freude gelesen, Unterhaltung in Stakkato-Sätzen. Aber „Kälter“ ist anders. Worum geht es?
Herbst 1989: Wir lernen Luzy Morgenroth kennen. Sie ...


Von Andreas Pflüger habe ich bisher vier Bücher mit großer Freude gelesen, Unterhaltung in Stakkato-Sätzen. Aber „Kälter“ ist anders. Worum geht es?
Herbst 1989: Wir lernen Luzy Morgenroth kennen. Sie ist Inselpolizistin auf Amrum. Ein Sturm zieht auf - und Tamme, der Bruder ihrer besten Freundin Ali, verschwindet von einer Fähre, ihr Kollege und bester Freund Jörgen wird getötet.
Ein Killerkommando ist auf die Insel gekommen. Acht Jahre war Luzy in der Welt der Anderen, als sie von der Vergangenheit eingeholt wird. Wer ist kälter? Ihr Todfeind „Babel“, der die Killer geschickt hat, oder sie? Es kann nur eine/n geben…
„Kälter“ ist ein rasanter, actionreicher Agententhriller. Der Autor erzählt die Geschichte aus wechselnden Perspektiven und auf zwei Zeitebenen, 1989 und acht Jahre davor.
Andreas Pflüger greift mit „Kälter“ ein brandaktuelles Thema auf: Der Nahostkonflikt. Ein Teil der Geschichte ist in Israel verortet. Krass fand ich die Szenen in einem Schabbat-Fahrstuhl. Ein Fahrstuhl, der automatisch in jeder Etage hält - und in jeder lauert der Tod.
Weitere Schauplätze sind Berlin zur Zeit des Mauerfalls - und Wien (siehe Cover!). Je größer die Gefahr, desto lustiger die Dialoge. Leseinseln, auf denen die Lesenden mal Luftholen, ja sogar Schmunzeln können.
„Kälter“ ist ein literarischer Thriller mit intensiven, starken Bildern. Ich habe mich sofort wieder in diese Zeit zurückversetzt gefühlt. Denn ich bin in etwa im selben Alter wie der Autor und erinnere mich noch gut daran, als Herrhausen quasi vor meiner Haustür von der RAF ermordet wurde.
Luzy erinnert ein wenig an Jenny Aaron aus Endgültig, Niemals und Geblendet. Sie ist ebenfalls eine Frau mit zwei Leben. Über das Wiedersehen mit Nina und „Pilger“ aus „Wie Sterben geht“ habe ich mich gefreut. Ich empfehle, dieses Buch vorher gelesen zu haben.

Fazit: Ein spannendes Stück Zeitgeschichte. Mein Thriller-Highlight des Jahres!

Veröffentlicht am 25.10.2025

James Bond lässt grüßen

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Während der „stummen“ Monate gibt es nur zwei Polizisten auf Amrum. Es passiert nichts, wenn die Gäste die Insel verlassen haben. Falls dann doch mal Verstärkung benötigt wird, sind die Kollegen vom Festland ...

Während der „stummen“ Monate gibt es nur zwei Polizisten auf Amrum. Es passiert nichts, wenn die Gäste die Insel verlassen haben. Falls dann doch mal Verstärkung benötigt wird, sind die Kollegen vom Festland rasch vor Ort. Das galt immer, bis ein Einheimischer ermordet wird. Niemand weiß warum aber Luzy und Jörgen ahnen bald, worum es geht. Sie ma„chen sich auf die Suche nach den Mördern und geraten in eine Falle. Nur Luzy weiß, er die Täter sind und warum sie die Insel gerade jetzt besuchten.

„Kälter“ ist ein Agententhriller, der seinen Namen verdient hat. Die Hauptperson Luzy wird immer wieder mit Gefahren konfrontiert, die kaum zu bewältigen sind. Für mich waren die Darstellungen rund um den Mauerfall gelungen. Versetzten sie mich doch in die Zeit um 1989 und ja, das freudige Gefühl konnte ich erneut wahrnehmen. Luzy ist eine Agentin, die für meine Begriffe zu rigoros agiert. Sie meistert sämtliche gefährlichen Situationen mit Bravour und todesmutig. Das war mir zuweilen dann doch zu viel „James Bond“.

Mein erstes Buch von Andreas Pflüger hat mich gut unterhalten. Spannend war es allemal und die historischen Fakten fand ich interessant.

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Veröffentlicht am 11.10.2025

Sterben ist einfacher als Leben

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Luzy ist eine Sicherheitsgarantie, wenn sie nicht gerade gegen einen pschychopathischen Killer und Terroristen antreten muss. Es ist als ob die beiden sich duellieren öfter als einmal. Wer wird ...

Luzy ist eine Sicherheitsgarantie, wenn sie nicht gerade gegen einen pschychopathischen Killer und Terroristen antreten muss. Es ist als ob die beiden sich duellieren öfter als einmal. Wer wird überleben und wieviel Menschen müssen bis dahin sterben.
Eigentlich sollte Babel tot sein und Luzy ihr dasein als normale Polizistin beenden. Aber dann kommt der Mauerfall und mit ihm geraten auch die Geheimdienste der Welt ins schwanken, denn nichts ist mehr wie es war. Dadurch erfährt sie auch das Babel noch lebt und sie begibt sich auf den Weg der Rache.
Der Thriller ist spannend mit Rückblenden erzählt, warum Luzy so ist wie sie ist, warum sie Babel unbedingt töten will. Auf ihrem Weg trifft sie die unterschiedlichsten Agenten und ehemaligen Spione alle leben immer in Gefahr entdeckt zu werden und trotzdem genießen sie Leben. Die Philosophie sterben kann man nur einmal und wenn man zuviel darüber nachdenkt verpasst man das Gute im Leben. Wie zum Beispiel die Musik der Beatles oder Filme von Gene Hackman. Das Buch ist gespickt mit Musik und Filmtitel die immer passend zur augenblicklichen Situation passen. Wenn man die Filme oder die Musik kennt ist es ein Augen und Gaumenschmaus da gegen verblassen die blutigen und brutalen Szenen. Auch die Beschreibung von Naturgewalten wirken heftiger als ein Schusswechsel im Fahrstuhl.
Der Autor spielt mit den Beschreibungen von einem Sonnenaufgang über der Wüste und gleichzeitig im Gegensatz dazu beschreibt er die Gedanken während eine Kugel fliegt.
Es sind die absoluten Gegensätze die die Geschichte spannend machen. Das Menschliche gegenüber dem Terror. Freundschaft gegenüber gekaufte Leistung.

Veröffentlicht am 29.12.2025

Fesselnder, tiefgründiger Thriller!

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Das Cover mit dem Riesenrad unter dunklen Wolken weckt sofort Neugier auf die Geschichte. Der Thriller spielt im Jahr 1989, zur Zeit des Mauerfalls in Berlin. Luzy Morgenroth hat als Provinzpolizistin ...

Das Cover mit dem Riesenrad unter dunklen Wolken weckt sofort Neugier auf die Geschichte. Der Thriller spielt im Jahr 1989, zur Zeit des Mauerfalls in Berlin. Luzy Morgenroth hat als Provinzpolizistin auf Amrum ein neues, ruhiges Leben begonnen und glaubt, ihrer Vergangenheit entkommen zu sein. Doch als der Bruder ihrer Freundin in einer stürmischen Nacht verschwindet, wird sie von alten Schatten eingeholt. Ein Killerkommando taucht auf, und Luzy muss die Insel verlassen, um sich ihrem Todfeind zu stellen. Die Charaktere sind lebendig und glaubwürdig gezeichnet, die Schauplätze atmosphärisch dicht beschrieben. Man spürt die bewegte Zeit der politischen Umbrüche hautnah. Der Schreibstil ist flüssig, die Spannung baut sich stetig auf – bis zum packenden Finale. Ein fesselnder, tiefgründiger Thriller mit historischem Flair und emotionaler Wucht.

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