Saurier streiten stark
Zwei fremde Streitsaurier streiten sich, sie vergleichen ihre Kräfte und erleben zusammen ein kleines Abenteuer, das macht sie schlussendlich zu dicken Freunden die zusammen ihr Glück teilen.
Das Cover ...
Zwei fremde Streitsaurier streiten sich, sie vergleichen ihre Kräfte und erleben zusammen ein kleines Abenteuer, das macht sie schlussendlich zu dicken Freunden die zusammen ihr Glück teilen.
Das Cover ist mit farbenfrohen großen Köpfen der zwei Streitsaurier gezeichnet. Miracelrex ist violett,- und der Superosaurus orangefarben.
Die Saurier könnten unterschiedlicher nicht sein, Miracelrex ist groß und dünn, der Superosaurus im Gegensatz voluminöser und kleiner.
Beide Streitsaurier halten sich für die allerschönsten Geschöpfe. Nachdem sie eine Insel entdecken, beanspruchen sie diese jeweils für sich allein. Eitel wie sie sind, entsteht ein Gefecht der Vergleiche von Kräften und Superfähigkeiten. Der Beste soll die Insel bekommen. Nur wer ist der Beste?
Die Story ist auch für die Kleinsten verständlich und nachvollziehbar. Schon Kleinkinder kennen Besitzansprüche und schmerzhafte Vergleiche über Spielzeug, Aussehen und Fähigkeiten. Das Buch zeigt den Kleinen durch die Hintertür, dass wir alle gleich sind und sich egobehaftete Vergleiche nicht lohnen. Diese Erkenntnis kann das Selbstbewusstsein der Kinder stärken und sie wohlmöglich resilienter werden lassen. Natürlich ist es mit einem Buch nicht getan die Materie als solches zu verstehen, aber auch kleine Erfahrungen und Geschichten haben einen großen Wirkungsschatz.
Die Story regt zum Lachen und Schmunzeln an. Wenn die beiden Streitsaurier merken, dass die Insel keinen Bestand hat und es folglich immer einen größeren Streitsaurier gibt, müssen sie zusammen halten und gemeinsam eine Lösung finden.
Die Zeichnungen sind groß gehalten und wirken spannend und plakativ über die Doppelseiten hinweg. Der blau-orangefarbene Komplimentärkontrast wird über alle Seiten mit den Farben des blauen Meeres und der sandfarbenen Insel dargestellt. Die Wirkung ist kontrastreich und sorgt auf den Seiten für farbenfrohe Abwechslungen. Die Dynamik der Zeichnungen ist für die Verständlichkeit der Story wichtig. Es ist immer etwas los auf den Seiten, man sieht sie fast in Bewegung. Es wird gezogen, geblubbert, gehüpft und pulverisiert.
Die Texte und Dialoge sind kurz geschrieben, die Farben und Schrifttypen variieren. Einzig die Phantasiesprache ist schwierig vorzulesen und kann den Lesefluss in Wanken bringen. Die Texte sind kreativ geschrieben und sprechen die LeserInnen an manchen Stellen direkt an. Das baut eine Verbindung auf und lässt in die Story eintauchen.
Als die Plantschosaurierin den Streitsauriern zeigt, dass sie die umkämpfte Insel mit einem Hopps pulverisieren kann, sind die Streitsaurier in Nöten. Sie retten sich zusammen im Meer und finden gemeinsam eine neue Insel, als Freunde.
Die witzigen kleinen Randfiguren wie der Fliegohapps und weitere Zeichnungen von Meeresfiguren lockern die Geschichte auf. Auch der kleine Hummer und der Seestern streiten miteinander. Die Streitspirale geht also auch zu den Kleineren nach unten. Eine weitere Erkenntnis gewonnen.
Meine Kinder mögen das Buch und haben ihre Favoriten. Sie verstehen die Essenz und stellten auch im nachhinein Fragen zu dem Thema. Der bedeutendste Satz war wohl: dass kenne ich auch! Kinder sind zutiefst froh wenn sie verstanden werden und das Streitthema ist in der Kita und in der Schule allgegenwärtig.
Eine Gemeinsamkeit zu finden und auf dieser eine Freundschaft aufzubauen oder einfach nur ein simples Verständnis für den anderen Menschen aufzubringen wird in den Streitsauriern rudimentär vermittelt. Das Zauberwort hier ist die Empathie bzw. die Vermittlung von dieser.
Wir werden es in unser Bücherregal aufnehmen und es sicherlich noch oft vorlesen. Besonders wenn wieder gestritten oder verglichen wird.