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9,99
inkl. MwSt
  • Verlag: ROWOHLT Taschenbuch
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: historischer Roman
  • Genre: Romane & Erzählungen / Historische Romane
  • Seitenzahl: 512
  • Ersterscheinung: 25.11.2016
  • ISBN: 9783499268403
Astrid Fritz

Henkersmarie

Das Henkerswesen im 16. Jahrhundert: Bestsellerautorin Astrid Fritz wagt sich an ein faszinierendes Thema. Wer «Die Hexe von Freiburg» liebte, wird diesen Roman verschlingen!
Eine Henkerstochter auf der Flucht vor ihrem Schicksal
Rothenburg ob der Tauber, um 1540. Maria wächst als Tochter eines Scharfrichters in einer schäbigen Gasse heran. Dem Mädchen ist der Beruf des Vaters eine fremde Welt. Nur zu deutlich spürt sie, dass sie gemieden wird - gelten Henker und ihre Familien doch als "Unehrliche", mit denen man nicht in Berührung kommen soll.
Als sie alt genug ist, nimmt ihr Vater sie zum ersten Mal zu einer Hinrichtung mit. Danach schwört sie sich, die Henkerswelt für immer hinter sich zu lassen, sobald sie erwachsen ist. Aber ihre Eltern haben andere Pläne: Sie soll den Sohn und baldigen Nachfolger des Freiburger Henkers heiraten. Bleibt ihr nur die Flucht?

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.09.2018

Henkersmarie

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Handlung:
Maria wird um 1528 als Tochter des Rothenburger Scharfrichters geboren. Zusammen mit ihren beiden Brüdern wächst sie in einfachen Verhältnissen heran und wird schon im Kindesalter damit konfrontiert, ...

Handlung:
Maria wird um 1528 als Tochter des Rothenburger Scharfrichters geboren. Zusammen mit ihren beiden Brüdern wächst sie in einfachen Verhältnissen heran und wird schon im Kindesalter damit konfrontiert, dass die Bürger die Henkersfamilie scheuen und meiden. Doch bisher ist Maria noch zu jung, um die Geschichte ihrer Herkunft zu verstehen. Auch über den Beruf des Vaters besitzt sie nur wenige Kenntnisse.
Dies ändert sich, als sich der Vater dazu entschließt, seine einzige Tochter mit auf eine Hinrichtung zu nehmen. Maria ist entsetzt von den Szenen, die sich vor ihren Augen abspielen. Sie ist fest dazu entschlossen, aus dieser Welt auszubrechen und ein anderes Leben zu führen. Ein Leben, in dem sie zu den normalen Bürgern gehört und sich nicht mehr als Henkerstochter zu erkennen lassen hat. Doch ihre Eltern haben andere Pläne mit der Tochter. Sie planen die Hochzeit von Maria mit dem Freiburger Henker. Wird es Maria gelingen, sich ihrem Schicksal zu entziehen?

Meinung:
Seitdem ich das erste Mal den Klapptext gelesen hatte, ging mir der Roman einfach nicht mehr aus dem Kopf. Er hat mich sofort angesprochen und am liebsten hätte ich ihn mir sofort gekauft, um in die Geschichte einzutauchen. Doch erst vor einigen Wochen hatte ich mir den Roman dann tatsächlich gekauft und mich riesig darauf gefreut, endlich mit dem Lesen zu beginnen und mich davon zu überzeugen, ob die Geschichte wirklich so spannend ist, wie ich es mir vorgestellt habe.

Schon nach wenigen Seiten hat mir die Geschichte gut gefallen und ich habe mich auf das Weiterlesen gefreut. Dazu beigetragen hat besonders die tolle Schreibweise, welche ein flüssiges Lesen ermöglicht hat und die Ereignisse eindrucksvoll dargestellt hat. Außerdem wurden noch Begriffe eingebunden, die aus der Zeit des Mittelalters stammen und dem ganzen Roman viel Authentizität verliehen haben. Alle Begriffe, die heutzutage nicht mehr umgangssprachlich sind, wurden im Glossar erklärt, welches sich am Ende des Romans befindet.

Meine Erwartungen an dem Roman waren andere. Ich hatte erwartet, dass man als Leser Maria in einem jugendlichen und für die damalige Zeit heiratsfähigen Alter kennenlernt und während dieser Zeit ihren Kampf gegen die gesellschaftlichen Konventionen miterlebt. Doch die Geschichte war anders und hat mich positiv überrascht. Man lernt Maria als kleines Kind von fünf Jahren kennen und kann ihr beim auwachsen und erwachsen werden zusehen. Dabei fand ich es sehr gelungen dargestellt, wie sich das Mädchen verändert hat und reifer geworden ist. Ein Stück lernt man den ersten Teil von Marias Lebensgeschichte kennen, von einem zarten Alter von fünf Jahren, bis zu ihrem 18 Lebensjahr.

Die Protagonisten fand ich alle sehr lebendig und einzigartig, besonders gefallen hat mir der Einblick in das Leben einer Henkersfamilie mit allen positiven, aber auch negativen Aspekten. Die Dynamik, welche in der Familie von Maria geherrscht hat, empfand ich als authentisch und eindrucksvoll dargestellt. Es wirkte sehr natürlich und nicht gestellt oder zu erfunden.
Besonders die erwachsenen Charakter sind sich selbst treu geblieben und haben ihre Prinzipien verfolgt. Die kindlichen Personen, allen voran Maria und ihre beiden Brüder haben eine Wandlung vollzogen und verschiedene Phasen durchgemacht, eh sie sich am Ende selbst gefunden haben.

Astrid Fritz ist es gelungen, das Schicksal einer Henkersfamilie eindringlich wiederzugeben und nicht zu beschönigen. Mir war schon vor dem Lesen des Romans bewusst, dass die Familien gemieden und von dem Volk gefürchtet wurden. Jedoch waren auch viele Aspekte dabei, die mir unbekannt waren, u.a. dass die Henker auch noch diverse andere Aufgaben hatten, u.a. hatten sie die Aufsicht über die Prostituierten in der Stadt und waren dafür zuständig, um tote Tiere zu entsorgen. Auch von der Gesellschaft wurden sie gemieden, durften die Kirchen erst betreten, wenn alle anderen Bürger ihren Platz eingenommen hatten oder durften bestimmte Kneipen gar nicht erst betreten oder mussten viel Abstand zu den anderen Bürgern halten. Hierbei gab es immer wieder Erwähnungen dessen, dass sich kein Henker sein Amt aussuchte, sondern dies vererbt wurde. Diesen Fakt finde ich unglaublich wichtig und musste ihn mir während des Lesens immer wieder selbst vor Augen führen.

Fazit:
Meine hohen Erwartungen an den Roman wurden vollkommen erfüllt. Er hat mich nicht nur wunderbar unterhalten, sondern mir gleichzeitig auch neue Fakten vermittelt, die mir vorher unbekannt waren. Ein toller Roman, der eindrucksvoll das Leben einer Scharfrichterfamilie wiedergibt!

Veröffentlicht am 08.10.2017

Spannende Lebensgeschichte von Marie und ihrer Henkersfamilie. Toll recherchiert und unterhaltsam.

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Henkersmarie hat mir sehr gut gefallen.
Das Cover zu diesem Buch ist toll entworfen passt zur Geschichte und der Titel passt wie die Faust aufs Auge

Der Schreibstil ist gut verständlich und lässt sich ...

Henkersmarie hat mir sehr gut gefallen.
Das Cover zu diesem Buch ist toll entworfen passt zur Geschichte und der Titel passt wie die Faust aufs Auge

Der Schreibstil ist gut verständlich und lässt sich flüssig und angenehm lesen.

Mit Henkersmarie hat Astrid Fritz einen gut recherchierten Historienroman geschrieben.
Man lernt die Familie um Marie die Henkerstochter kennen und verfolgt ihr Leben und fühlt sich als wäre man ein Teil davon.
Die Protagonisten sind sympathisch und authentisch und man fiebert mit.
Die Familie hatte es nicht leicht und wurde immer ausgegrenzt das hat Astrid gut transportiert.

So ist ein eindrucksvoller historischer Roman um Henkersarbeit- und kunst entstanden.
Im Buch erfährt viel von der Vielfältigkeit des Henkerberufs.
Das wird hier sehr detailliert in den Roman eingebaut .
Es hat toll unterhalten und man hat viel interessantes Input gehabt.
Auch habe ich neue Dinge dazugelernt und die Augen geöffnet für die Menschen hinter den Aufgaben und des Berufs.

Ich empfehle dieses Buch jedem der Geschichtsinteressiert ist und dabei gut unterhalten werden möchte.
Gute Recherche und Fakten mit Fiktion verwoben sucht.

Von mir gibt es 5 Sterne für einen spannenden Blick hinter die Kulissen der Henkerszunft.

Veröffentlicht am 10.07.2017

spannend und eindrucksvoll

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Klappentext: Eine Henkerstochter auf der Flucht vor ihrem Schicksal

Rothenburg ob der Tauber, um 1540. Maria wächst als Henkerstochter in einer schäbigen Gasse heran. Dem Mädchen ist der Beruf des Vaters ...

Klappentext: Eine Henkerstochter auf der Flucht vor ihrem Schicksal

Rothenburg ob der Tauber, um 1540. Maria wächst als Henkerstochter in einer schäbigen Gasse heran. Dem Mädchen ist der Beruf des Vaters eine fremde Welt. Nur zu deutlich spürt sie, dass sie gemieden wird - gelten Henker und ihre Familien doch als "Unehrliche", mit denen man nicht in Berührung kommen soll. Als sie alt genug ist, nimmt ihr Vater sie zum ersten Mal zu einer Hinrichtung mit. Danach schwört sie sich, die Henkerswelt für immer hinter sich zu lassen, sobald sie erwachsen ist. Aber ihre Eltern haben andere Pläne: Sie soll den Sohn und baldigen Nachfolger des Freiburger Henkers heiraten. Bleibt ihr nur die Flucht?

Der Prolog im Roman beginnt mit dem Jahr 1525. In Nürnberg soll ein junges Mädchen als Kindsmörderin hingerichtet werden. Der Henker bringt in letzter Minute die Bitte vorn, das Mädchen los zu bitten, also zu heiraten, damit sie dem Tod entgeht. Der Rat entspricht der Bitte, allerdings müssen beide unterschreiben, die Stadt Nürnberg nie wieder zu betreten.

Die Protagonistin des Romans Marie, lebt mit ihren Eltern in Rothenburg anno 1533 im Klingenviertel, einem speziellen Viertel, da der Henker damals zu den ausgegrenzten der Gesellschaft gehörte. Im Mittelpunkt der Handlung steht die Familie des Henkers. Sehr detailliert werden die vielfältigen Aufgaben des Henkers zu damaligen Zeit wiedergegeben, denn er ist nicht nur Henker, er muss zum Beispiel auch die Kloakengruben leeren. Oft zogen die Henker mit ihren Familien nach einigen Jahren an einen anderen Ort und überall war es das Gleiche, der Henker und auch seine Familie galten als ehr-und rechtlos, durften nicht berührt werde, mussten auffällige Kleidung tragen. Das Auftreten des Henkers und seiner Familie in der Öffentlichkeit war streng reglementiert. Dieser Roman schildert sehr anschaulich die unterschiedlichen Lebensverhältnisse und Arbeitsaufgaben.

Astrid Fritz versteht es meisterhaft, dem Leser vor Augen zu führen, wie die Protagonistin Marie empfindet und auch ihre Geschwister, ihre Emotionen, als Ausgestoßene nicht zur Gesellschaft zu gehören, ihre Ausgrenzung in der Schule, unter der sie sehr leidet. Während Marie sich zurückzieht geht ihr Bruder Veit mit der Situation völlig anders um, er möchte den Beruf des Vaters ergreifen und geht emotional mit der Situation völlig anders um. Jonathan der jüngste der Geschwister, ebenso sensibel wie intelligent, wird noch einen anderen Weg einschlagen.

Der Schreibstil ist leicht und flüssig, aber ebenso spannend. Die ängstliche Zurückhaltung der Mutter, das Verständnis des Vaters für die Probleme seiner Kinder, Marias nicht nur geheime Wünsche nach einem Leben ohne Ausgrenzung und Veits Prügellust und unterschwellige Aggressivität sind nur ein paar der Themen. Zu den emotionalen Momenten gehören für mich die innigen und offenen Gespräche zwischen Maria und ihren Vater, der als sehr liebevoller Vater behutsam mit den Ängsten und Wünschen seiner Kinder umgeht.

Ein ausgezeichnet recherchierter Roman von Astrid Fritz. Viele doch eher nicht bekannte Informationen über den im Mittelalter verachten, vielschichtigen aber auch recht gut bezahlten Beruf des Henkers. Der Roman ist mir sehr unter die Haut gegangen und hat mich berührt.

Im Glossar am Ende des Romans werden die mittelalterlichen Begriffe sehr gut erklärt.

Eine klare Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 19.03.2017

Sehr gut!

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Meine Meinung:

Ich hatte mal wieder unglaublich Lust auf einen historischen Roman und habe dann gestöbert, was es dann aktuell so gibt und bin dabei auf dieses Buch gestoßen. Es hat mich total angesprochen, ...

Meine Meinung:

Ich hatte mal wieder unglaublich Lust auf einen historischen Roman und habe dann gestöbert, was es dann aktuell so gibt und bin dabei auf dieses Buch gestoßen. Es hat mich total angesprochen, weil es zwar um Henker geht, aber nicht um die die gejagt werden, sondern um die Tochter des Henkers und das hörte sich unglaublich gut an, weswegen ich sehr gespannt auf das Buch war.

Der Schreibstil von Astrid Fritz hat mir sehr gut gefallen. Sie schreibt für einen historischen Roman sehr locker und daher lässt sich das Buch sehr angenehm lesen. Sie schreibt sehr bildhaft und bringt viele Informationen rein, ohne dass es anstrengend oder ähnliches wird.

Man erfährt hier viel über die Geschichte der Henker. Ich fand dies unglaublich interessant, da ich immer dachte, dass es Henker böse Menschen waren. Aber dies stimmt überhaupt nicht, da sie sich den Beruf nicht aussuchen konnten. Man erfährt außerdem was noch hinter dem Beruf steckt und wie das Leben eines Henkers aussieht. Ich fand dies spannender, als gedacht.

Die Protagonistin Maria hat mir gut gefallen, sie ist sehr authentisch dargestellt und ich fand sie von Anfang an sympathisch. Im Laufe der Geschichte macht sie eine unglaubliche Entwicklung durch und sie wächst über sich hinaus.

Zum Ende des Buches findet man noch ein Glossar, damit kann man sich gut orientieren und ggf. das ein oder andere nachschlagen. Außerdem gibt es ein sehr interessantes Nachwort, in dem die Autorin Astrid Fritz einiges erklärt.

Fazit:

“Henkersmarie” ist ein richtig guter historischer Roman. Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen, das Buch ist spannend, hat eine tolle Protagonistin und man erfährt viel über das Leben des Henker. Für Fans des historischen Romans oder für alle die es noch werden möchten ein absolutes Muss!

Veröffentlicht am 11.02.2017

Auf der Flucht vor dem Schicksal

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Inhalt:

Maria, die Tochter eines Henkers wächst in fürchterlichen Verhältnissen auf. Anno 1540 werden Henkersfamilien verschmäht und jeder geht ihnen aus dem Weg. Das macht es nicht gerade leicht für ...

Inhalt:

Maria, die Tochter eines Henkers wächst in fürchterlichen Verhältnissen auf. Anno 1540 werden Henkersfamilien verschmäht und jeder geht ihnen aus dem Weg. Das macht es nicht gerade leicht für Maria, die gerne Freunde hätte, gerne ein Leben führen würde wie alle anderen Familien auch. Auf dem Weg vom einem Ort zum anderen und auf der Flucht vor einem geheimnisvollen Mann trifft sie irgendwann auf Caspar, den sie gerne für sich gewinnen würde. Doch wie soll sie das anstellen und welchen weiteren Weg ist für Maria wohl vorgesehen?


Meine Meinung:

Mit ihrem zarten, aber doch sehr detaillierten Schreibstil hat Astrid Fritz es geschafft, Maria vollends als ein Mädchen darzustellen, welche man nur in sein Herz schließen kann. Wenn Maria weint, weint man mit. Wenn Maria lacht, lacht man mit. Ich finde es grandios, wenn mir eine Autorin genau dies vermitteln kann. Wenn man glaubt, selbst mitten im Geschehen zu sein. Wenn man glaubt, ein Teil der Familie gehöre zu einem selbst. Dies macht ein Lesevergnügen aus und das hab ich bei "Henkersmarie" empfinden können.

Es war sehr interessant den Weg mit der kleinen Maria gehen zu dürfen. Vom Kleinkind zur reifen heranwachsenden Frau, begleitet von ihren Bedürfnissen, Ängsten, Bedenken, Freuden und Leiden.

Sehr anschaulich wird dargestellt, wie schrecklich man sich gegenüber Henkersfamilien benahm, oft wurden ihre Kinder verschmäht, gemobbt, verprügelt und wie Pestopfer behandelt. Solch ein Leben kann man sich gar nicht wirklich vorstellen und umso mehr hat man hier mal die Möglichkeit dorthin ab zu tauchen und das Gefühl derjenigen verspüren zu können. Für mich hat es die Autorin vorzüglich gemeistert.


Fazit:

Ich sehe die Familien, die viel mitgemacht haben, ich sehe die Menschen von früher nun mit ganz anderen Augen. Denn Astrid Fritz hat es geschafft, mir einen authentischen Einblick in die Zeit um 1540 nahe zu bringen und die Leiden, Freuden derer zu vermitteln, die zu diesen Zeiten gelebt haben. Maria ist eine wundervolle junge Dame, die man einfach ins Herz schließen muss und es macht einfach nur große Freude sie aufwachsen zu sehen. Der Schreibstil, die Art und Weise der Sprache, die zarten Gefühle, die die Autorin vermitteln konnte haben dazu beigetragen, dass ich hier ein Werk lesen durfte, dass mich nachhaltig noch faszinieren wird. Deswegen muss ich auch ganze

4 Sterne

vergeben !