Der neue Roman von Bestsellerautorin Christelle Dabos («Die Spiegelreisende») über Individualität und erste Liebe in einem dystopischen Setting, das kein «Ich» erlaubt.
Claire und Goliath leben in einer Welt, in der das «Wir» über allem steht. In der jeder Mensch den Instinkt besitzt, dem Allgemeinwohl zu dienen. Individualität existiert nicht. Doch was passiert, wenn sie doch an die Oberfläche kommt?
Goliath bleiben nur noch wenige Wochen, um das Leben eines anderen Menschen zu retten und damit ein «Tugendhafter» zu werden. Claire steht vor ihrem Abschluss an der Schule der Vertrauten. Claire weiß, was sie riskiert, wenn sie von diesem Weg abkommt. Doch dann verschwindet ein Schüler und niemand außer Claire scheint es zu bemerken. Wie soll man im Schatten bleiben, während man ermittelt?
Claire und Goliath tun sich zusammen, um den Vermisstenfällen in ihrem Sektor auf den Grund zu gehen. Doch der Fall ist viel größer, als sie sich beide vorstellen können. Und dann beschäftigt Claire noch ein ganz anderes Geheimnis - eines, das sie in Lebensgefahr bringen könnte ...
Brillant und vielschichtig geschrieben: Spannung bis zur letzten Seite
Eine bewegende Dystopie und ein wahrer Pageturner für Leser*innen ab 14 Jahren!
Ein Kontinent auf dem alle Menschen einen Instinkt haben, der sie zum Beispiel alles reparieren lässt oder sie dazu zwingt, anderen Menschen zuzuhören, obwohl sie es nicht wollen und dazwischen Claire, ...
Ein Kontinent auf dem alle Menschen einen Instinkt haben, der sie zum Beispiel alles reparieren lässt oder sie dazu zwingt, anderen Menschen zuzuhören, obwohl sie es nicht wollen und dazwischen Claire, die es eigentlich nicht geben dürfte, da sie anders ist...
Mich hat dieses Buch leider nur wenig überzeugt, da es zwar ansich eine gute Idee ist, in der Umsetzung aber schon daran scheitert, da es nicht erklärt wird und dadurch viele fragen aufwirft die nicht geklärt werden, was ich frustrierend finde. Dazu kommt, dass aus vielen Perspektiven erzählt wird und dadurch sehr verwirrend ist und man ständig neu in die Geschichte reinfinden muss. Außerdem zieht sich das buch ziemlich, so dass ich irgendwann Mühe hatte weiterzulesen.
Also, für mich ist es nichts, aber vielleicht findet sich ja auch für dieses Buch ein Liebhaber!
Die Geschichte handelt von Claire und Goliath, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Während Goliath um jeden Preis ein Tugendhafter werden will, möchte Claire am liebsten im Verborgenen bleiben. Denn ...
Die Geschichte handelt von Claire und Goliath, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Während Goliath um jeden Preis ein Tugendhafter werden will, möchte Claire am liebsten im Verborgenen bleiben. Denn tritt sie auf den Bildschirm der Erhabenen, so könnte das ihr Ende bedeuten. Doch als ein Schüler verschwindet, sind die Beiden neugierig und wollen wissen, was es damit auf sich hat. Scheinbar interessiert es Niemanden so richtig, daher nehmen die Beiden es selbst in die Hand und schließen sich zusammen. Doch was sie zu diesem Zeitpunkt nicht wissen, ist, dass sie etwas auf der Spur sind, was viel komplexer und größer ist als die Beiden je für möglich gehalten haben.
Das Cover würde auf den ersten Blick nicht meine Aufmerksamkeit erregen. Eher im Gegenteil. Ich finde es doch etwas eintönig und langweilig. Erst auf den zweiten Blick würde es mein Interesse wecken. Allein das Labyrinth macht mich neugierig. Und der Klappentext hat dann das übrige getan. Aber in der Buchhandlung hätte ich vermutlich nicht direkt danach gegriffen. Der Schreibstil von Christelle konnte mich bei der Reihe „Die Spiegelreisende“ überzeugen. Doch bei diesem Buch muss ich gestehen, dass ich meine Schwierigkeiten hatte. Die Autorin schreibt sehr nüchtern und trocken. Die Charaktere wirken emotionslos und ein Stück weit autistisch. Die Autorin schreibt in einer eher deprimierenden Atmosphäre, was aber zum Setting eindeutig passt. Jedoch hatte ich persönlich Depri-Vibes beim Lesen, was mir eher weniger gefallen hat.
Claire finde ich als Charakter spannend. Sie hatte keine leichte Kindheit und ihr Schicksal ist auch nicht unbedingt leicht. Sie versucht im Verborgenen zu bleiben und ist durch ihre Kopfhörer im Grunde von der Außenwelt abgeschottet. Auch wenn die Umstände kein angenehmes Leben hergeben, hat sie ihr Herz am rechten Fleck. Goliath hingegen ist verbissen und möchte unbedingt ein Tugendhafter werden. Dabei sind ihm alle Mittel recht, was ich unglaublich traurig finde. Beide wirken auf mich emotionslos, wodurch ich ihre Gedankenwelt auch wenig nachvollziehen konnte. Gefühlt gibt es keinen Sonnschein und kein Aufatmen in deren Leben.
Grundsätzlich ist die Stimmung sehr gedrückt. Die einzelnen Instinkte, die die Charaktere haben, sind weniger ein Instinkt als vielmehr ein Zwang. Das machte die Gesellschaft für mich auch so schwierig, denn ich hatte das Gefühl, dass Niemand einen eigenen Willen hatte. Für mich ist es ein trostloses Setting und eine trostlose Atmosphäre, die mir mehr Depri-Vibes gegeben hat, als alles andere.
Auch der gesamte Geschichtsverlauf ist aus meiner Sicht merkwürdig. Es hätten durchaus zwei Bücher sein können. Das Verschwinden des Schülers wird sehr schnell aufgeklärt, wodurch dann wieder eine neue Thematik aufgegriffen wird. Zum Ende hin überschlagen sich dann die Ereignisse. Für mich war auch die Auflösung zum Schluss zu einfach, wenn man die komplexe Thematik der Geschichte betrachtet.
Für mich war dieses Buch bzw. diese Geschichte unglaublich komplex. Ein Buch für zwischendurch ist es definitiv nicht. Man muss dranbleiben und genau lesen, sonst verpasst man wichtige Details und findet keinen Anschluss mehr. Angenehme Lesestunden hat es mir leider auch nicht beschert. Eher im Gegenteil. Ich war regelrecht nach dem Lesen deprimiert von der Geschichte und den Charakteren. Ich muss der Autorin jedoch zu Gute halten, dass mich die Geschichte zum Nachdenken bewegt hat. Und vor allem lässt mich diese Geschichte dankbar für mein Leben sein, in dem ich selbst entscheiden kann.
Die Welt in der Claire und Goliath leben bestimmt das "Wir" oder wenn man sich den Originaltitel übersetzt: NOUS - was eben "wir" bedeutet. Es gibt keine ...
Ich habe das Buch auf Seite 200 abgebrochen.
Die Welt in der Claire und Goliath leben bestimmt das "Wir" oder wenn man sich den Originaltitel übersetzt: NOUS - was eben "wir" bedeutet. Es gibt keine Individualität, sondern das Gemeinwohl ist bestimmend. Mit ihren angeborenen Instinkten sorgen die Menschen dafür, dass die Gesellschaft reibungslos verläuft. Doch ist das wirklich so?
Man wird direkt in die Geschichte geworfen, wobei das Worldbuilding komplex und verwirrend ist. Es wird nicht wirklich erklärt. Der Schreibstil ist anspruchsvoll. Die Sätze sind oftmals verschachtelt und lange. Das Lesen ist anstrengend und als Kinder- oder Jugendbuch kann ich die Geschichte nicht wirklich empfehlen. Außerdem gab es auch bis zu meinem Abbruch eine etwas brutale Szene für die ein Erzengel zuständig war, der ohne Grund jemand ermordete. Er ist bereits in die höchsten Kreise aufgestiegen und hat seine Aufgabe erfüllt, die daraus bestand 1001 Leben zu retten. Warum mordet er plötzlich?
Hier wird bereits angedeutet, dass zwar vom großen WIR gesprochen wird, aber es wie überall in Gemeinschaften Menschen gibt, die andere kontrollieren wollen.
Die Handlung wird aus verschiedenen Sichtweisen erzählt, wobei Claire und Goliath die Hauptfiguren sind - soweit ich eben gelesen habe. Claire scheint etwas zu verbergen und ein Geheimnis in sich zu tragen. Außerdem will sie gemeinsam mit Goliath nachforschen, wohin manche Menschen verschwinden. Hier hätte ich mir eine spannende Suche erwartet, aber bis Seite 200 hatte die noch gar nicht begonnen...
Nachdem ich einige Rezensionen überflogen habe und viel bemängelten, dass sie die Geschichte am Ende etwas ratlos zurückgelassen hat, wollte ich mich nicht noch durch weitere 460 Seiten quälen!