Cover-Bild Terrorland

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15,00
inkl. MwSt
  • Verlag: C. Bertelsmann
  • Genre: Krimis & Thriller / Sonstige Spannungsromane
  • Seitenzahl: 448
  • Ersterscheinung: 31.08.2020
  • ISBN: 9783570103944
Christian v. Ditfurth

Terrorland

Ein De-Bodt-Thriller -
Politische Anschläge in Berlin – und das kurz vor dem Staatsbesuch des amerikanischen Präsidenten ...

Eine Anschlagsserie erschüttert Berlin. Ein Touristenbus fliegt in die Luft. Ein Flugzeug wird vom Himmel gesprengt. Der russische Botschafter kommt um, sein Nachfolger wird mitsamt Frau und Kind ermordet. Während die deutschen Sicherheitsorgane keinen Schritt weiter kommen, geht Kommissar de Bodt, eigensinnigster Ermittler der Berliner Polizei, der Sache mit ungewöhnlichen Methoden auf den Grund. Hat es einen Geheimnisverrat in Moskau gegeben? Ermordet ein russischer Geheimdienst Mitwisser? Und was wird erst passieren, wenn US-Präsident Ronald Dump kurz vor den amerikanischen Wahlen bei der Kanzlerin zu Gast ist?

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.11.2020

Aktueller Politthriller mit Niveau und Witz

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REZENSION – In Aktualität kaum noch steigerungsfähig scheint die Politthriller-Reihe des Historikers Christian v. Ditfurth. Obwohl „Terrorland“, der im August veröffentlichte sechste Roman um den eigenwilligen ...

REZENSION – In Aktualität kaum noch steigerungsfähig scheint die Politthriller-Reihe des Historikers Christian v. Ditfurth. Obwohl „Terrorland“, der im August veröffentlichte sechste Roman um den eigenwilligen Berliner Hauptkommissar Eugen de Bodt bereits im Vorjahr geschrieben wurde, wirkt er jetzt nach der Wahlniederlage Donald Trumps und unter dem Eindruck seines Kampfes um das Weiße Haus noch realistischer. Man könnte leicht vergessen, dass es sich nur um Fiktion handelt.
Wieder hat es Hauptkommissar Eugen de Bodt – wegen seiner unorthodoxen Arbeitsweise unbeliebt bei Vorgesetzten und Kollegen, aber Schützling der Kanzlerin – mit einer Reihe von Terrorakten in Berlin zu tun: Ein Touristenbus fliegt ausgerechnet vor der russischen Botschaft in die Luft, wobei auch der russische Botschafter ums Leben kommt. Ein Flugzeug explodiert bald nach dem Start am Berliner Himmel. Der neue Botschafter Russlands und dessen Familie werden ebenfalls ermordet. Steckt der Islamische Staat dahinter? Die deutschen Sicherheitsorgane sind ratlos. Kommissar de Bodt, der nichts von Vorschriften hält und gern selbst entscheidet, wann er vom Dienst suspendiert und wieder eingesetzt wird, vermutet bald, dass ein russischer Geheimdienst die Mitwisser einer groß angelegten Auslandsmission ausschaltet. Geht es um den amerikanischen Präsidenten Ronald Dump?
Vor sechs Jahren lernten wir in „Heldenfabrik“, dem ersten Band dieser wohl besten Politthriller-Reihe eines deutschen Autors, den ungewöhnlichen Kommissar de Bodt kennen. Er löst seine Kriminalfälle statt nach Lehrbuch lieber mit Hegel und Nietzsche, mit deren Zitaten er seine Mitmenschen ebenso nervt wie seine Mitarbeiter Silvia Salinger und den türkischstämmigen Computerfreak Yussuf. Die überlegene Weisheit der Philosophen macht es de Bodt möglich, sich über das Augenscheinliche zu erheben, um mittels Spekulation die die Wahrheit zu finden. „Spekulation ist eine Philosophie, welche die Ganzheit einer Sache betrachtet“, erklärt er es mit Hegel.
In Ditfurths neuem Roman dreht sich letztlich alles um den US-Präsidenten Ronald Dump. Allein schon die Namenswahl offenbart, wie der Autor zu Donald Trump steht, bedeutet doch das englische „dump“ so viel wie „Müllplatz“, umgangssprachlich sogar „Scheiße“. Mehrere Textstellen machen dies deutlicher: „Dump war ein unreifes Großmaul. Der auf dem Schulhof am Ende allein in der Ecke stünde, weil die Kameraden seiner überdrüssig wären.“ Bedenkt man, dass Ditfurth seinen Roman schon Monate vor Trumps Wahlniederlage abgeschlossen hat, erscheinen solche Textstellen fast prophetisch: „Wenn Dump die Wahlen verliert, gehen seine Anhänger auf die Straße. … Man muss das nur anheizen, Wahlfälschung und so weiter.“
In seiner Aktualität ist dieser Politthriller unübertroffen – nach der US-Wahl fast noch stärker als am Erscheinungstag. Der Roman kann es mit seiner in kurze Kapitel gegliederten und durch schnelle Szenenwechsel aktions- und temporeichen Handlung mit internationalen Bestsellern aufnehmen. Doch was diese niveauvolle Thrillerreihe zum besonderen Lesevergnügen macht, sind deren Ironie und Sarkasmus. Amüsant wie immer sind die in ihrer Schnoddrigkeit schon fast zu Kult gewordenen Dialoge zwischen Salinger und Yussuf oder die sich steigernde Wut des französischen Kommissars Lebranc auf seinen jungen, ihm geistig und kriminalistisch überlegenen Assistenten Floire. Nur Ditfurths allzu häufige Verächtlichmachung des US-Präsidenten stört in ihrer Übertreibung.

Veröffentlicht am 30.10.2020

Wer zieht hier die Strippen?

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Terroranschläge erschüttern das sonnige Berlin. Vor der russischen Botschaft explodiert ein Touristenbus und Flugzeuge fallen vom Himmel. De Bodt ist alarmiert.

Reihenweise sterben russische Diplomaten. ...

Terroranschläge erschüttern das sonnige Berlin. Vor der russischen Botschaft explodiert ein Touristenbus und Flugzeuge fallen vom Himmel. De Bodt ist alarmiert.

Reihenweise sterben russische Diplomaten. Ein blutiger roter Faden spannt sich quer über den Globus.

Während Yussuf und Salinger versuchen, Zusammenhänge unter den Opfern ans Tageslicht zu fördern, hat ihr Chef eine ganz andere Idee. Doch die schüttelt er erst einmal ab. So hanebüchen die Idee auch daherkommen mag, lässt diese sich vorerst auch nicht mit Hilfe Hegels belegen.

Merkow und seine Kollegin Katt werden vom russischen Präsidenten nach Berlin abkommandiert, nur um dort festzustellen, dass weder De Bodt, noch die eigenen Reihen sich die blutige Spur erklären können.

Alle Spuren führen zu einem russischen Killerkommando, auf das die ebenfalls abgeordneten französischen Ermittlerfreunde Leblanc und Floire per Zufall stoßen.

Es knirscht im Getriebe der Regierung. Die Nachrichten überschlagen sich als De Bodt bei einer Sondersitzung auf höchster Ebene, natürlich unter dem Schutz der Kanzlerin, seine Vermutung offenbart.

Die Offenbarung De Bodts führt zu großen Unruhen im Weißen Haus. Dort steht die nächste Präsidentschaftswahl bevor und nimmt Russland irgendwie darauf Einfluss?

Mit von der Partie sind zu meiner Freude wieder Bob, der Meisterverbrecher sowie die üblichen Postenhocker, die De Bodts Ermittlungsstrategien und Hegelzitate nur schwer ertragen.

Fazit:

Gewohnt spannend und mit etlichen Strippen versehen, folgt man De Bodts Ermittlungen. Dieses Mal greift De Bodt auf russische Ermittlungsmethoden zurück und schafft sich natürlich auf höchster Ebene Feine wie auch neue Freunde.

Dithfurth versteht es ausgezeichnet, Action nach Berlin zu bringen. Mit Freude schlagen wir uns mit grünem Tee, zischenden Kaffeeautomaten und unerwiderter Liebe durch die kriminelle Welt. Dank der Unterstützung muffiger Franzosen, glühenden Tauchsiedern aus Moskau, Hegel, Hobbs und Marx fällt es leicht, das rasante Geschehen zu verfolgen.

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Veröffentlicht am 29.09.2020

Höchst kompliziert und satirisch

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In Berlin wird ein Sightseeing-Bus während eines kurzen Stopps vor der russischen Botschaft in die Luft gesprengt. Zufällig befand sich der russische Botschafter im Vorgarten. Er wird von einem Trümmerteil ...

In Berlin wird ein Sightseeing-Bus während eines kurzen Stopps vor der russischen Botschaft in die Luft gesprengt. Zufällig befand sich der russische Botschafter im Vorgarten. Er wird von einem Trümmerteil getötet. Unter den Touristen im Bus befanden sich auch ein französisches Geheimdienstpärchen und ein CIA-Agent.

Auf dem Flug von Berlin nach London wird ein Flugzeug durch eine Bombe zum Absturz gebracht. Ministerialdirektor Max Solms, Chef der Spionageabwehr, war auf dem Weg zu einem Treffen mit dem Chef des MI5.

Deutscher, russischer und französischer Geheimdienst stehen vor einem Rätsel.

Kann Kommissar De-Bodt da noch helfen?




Ich liebe Thriller und ich weiß, dass Politthriller immer Vorwissen und Konzentration bedürfen, aber dieser Thriller hat mich weder begeistert noch überzeugt. Ich habe mich schwergetan die 442 Seiten zu lesen.

Unter Berufung vieler Geheimdienste, deren Abkürzungen und Bedeutungen nicht immer geklärt wurden, und vieler Regierungsbeamten wird ein Konstrukt gebastelt, das allgemeinen Befürchtungen und Mutmaßungen entspricht. Die Namensänderungen tatsächlicher Personen könnten simpler nicht sein. Es werden schnöde Verschwörungstheorien auf perfide Weise weitergesponnen und unglaubwürdig lächerlich gemacht. Auch wenn ich vielleicht einige Anfangstheorien für glaubwürdig halte, wurde das Ganze dann doch pervertiert und ins Absurde geführt.

Der Kriminalkommissar Eugen de Bodt, den ich aus vorherigen Thrillern noch nicht kannte, wurde von Herrn von Ditforth kreiert , Zitat: „hat mit Eugen de Bodt einen Ermittler kreiert, der aus der Masse der literarischen Kommissare heraussticht.“

Sorry, aber mit de Bodt hatte ich so meine Schwierigkeiten, auch die Toleranz, die seine Mitarbeiter für ihn aufbrachten, sowie die Komik ihrer Dispute und Diskussionen, haben mich ziemlich genervt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Kriminalkommissar auf diese Art und Weise mit Beamten und Ministern umgehen könnte.

Eigentlich war es verlorene Zeit dieses Buch zu lesen. Es war viel zum kompliziert, mit den vielen Geheimdiensten und deren Agenten, um als unterhaltsame Satire gehalten zu werden.

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Veröffentlicht am 05.09.2020

In diesem Fall wäre weniger mehr gewesen.

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Der sechste Fall für den Kommissar de Bodt und sein Team ist in erster Linie laut, explosiv und leider übertrieben.

"Christian v. Ditfurth ist mit seinen Actionthrillern den sonst vielgerühmten amerikanischen ...

Der sechste Fall für den Kommissar de Bodt und sein Team ist in erster Linie laut, explosiv und leider übertrieben.

"Christian v. Ditfurth ist mit seinen Actionthrillern den sonst vielgerühmten amerikanischen Autoren dieses Genres mindestens ebenbürtig" (Hessischer Rundfunk)

Dieses Zitat hätte mich hellhörig machen müssen, denn amerikanische Actionthriller meide ich. Sie sprechen mich nicht an. Und nun das. Christian von Ditfurth auf den Pfaden der amerikanischen Action-Autoren. Ich hoffte auf eine Übertreibung, aber nein, es war keine. Es knallte und explodierte, es wurde entführt und geschossen und es wurde immer verworrener und unglaubwürdiger. Frankreich, Russland, USA und Deutschland - alle sind dabei. Alle rühren in einem Topf, aber keiner vertraut irgendwem. Bei manchen Szenen hatte ich ein Déjà-vu, da sie mich an die vorherigen Fälle erinnert haben. Und warum nur hat der Autor Bob wieder herausgekramt?

Es war diesmal etwas anstrengend und je weiter die Geschichte voran ging, desto schwerer fiel es mir dem Autoren die Geschichte abzunehmen. Einzige Hoffnungsschimmer waren der grummelige und zynische Lebranc und sein junger Kollege Floire sowie die Teamkollegen von de Bodt Silvia Salinger und Ali Yussuf und deren ständiger verbaler Schlagabtausch.

In diesem Fall wäre weniger mehr gewesen.