Cover-Bild Spiegelberg
Band 3 der Reihe "Cora Johannis"
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18,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Emons Verlag
  • Themenbereich: Belletristik
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 352
  • Ersterscheinung: 22.10.2024
  • ISBN: 9783740821098
Christof Gasser

Spiegelberg

Kriminalroman
Düstere Schluchten, windige Höhen und tödliche Geheimnisse.

Während eines schweizerisch-französischen Festakts in Solothurn wird Journalistin Cora Johannis Zeugin, wie die ehemalige Botschafterin Frankreichs von einem Mann angegriffen wird. Wenig später erleidet die Diplomatin bei einem Unfall schwere Verletzungen. Bevor sie das Bewusstsein verliert, bittet sie Cora, »Camille zu schützen«. Die Suche nach der ihr unbekannten Frau führt Cora in die Freiberge. Doch statt auf Camille stößt sie dort auf menschliche Abgründe und eine düstere Intrige, die weit in die Vergangenheit reicht.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.10.2024

Mörderisch spannend, Komplex, Lesenswert!

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Den Kriminalroman “Spiegelberg” hat Christof Gasser im September 2024 gemeinsam mit dem Verlag emons: herausgebracht. Das Cover passt hervorragend zur Geschichte und zum Genre. Im hilfreichen Anhang finde ...

Den Kriminalroman “Spiegelberg” hat Christof Gasser im September 2024 gemeinsam mit dem Verlag emons: herausgebracht. Das Cover passt hervorragend zur Geschichte und zum Genre. Im hilfreichen Anhang finde ich unter der Rubrik “Anmerkung und Dank” Hintergrundinformationen über die Schweizer Region Jura und den Jura-Konflikt.
Die Journalistin Cora Johannis wird Zeuge, wie die ehemalige Botschafterin Frankreichs angegriffen wird. Kurz darauf erleidet die Diplomatin bei einem Unfall schwere Verletzungen und bittet Cora, Camille zu beschützen. Doch Cora hat nicht die leiseste Idee, wer oder was Camille ist und beginnt zu ermitteln. Statt Camille trifft sie auf menschliche Abgründe, eine Intrige und jede Menge Vergangenheit.
Es hat nur ein paar Sätze gedauert, da war ich tief in diesen Regionalkrimi versunken. Einmal mit dem Lesen angefangen, war es nahezu kaum möglich, das Buch aus der Hand zu legen. Immer wollte ich wissen, wie es denn nun weitergeht. Christof Gasser fordert mich als Schnellleser zum langsamen Lesen auf und die ganze Zeit bin ich hellwach. Die Vielzahl an Fakten und Daten in der Geschichte weisen auf umfangreiche Recherchen hin. Die ca. 350 Seiten habe ich in drei Abschnitten durchgelesen.
Die Journalistin Cora mochte ich gleich. Sie ist mir auf Anhieb sympathisch. Während ich mit ihr auf der Suche nach Camille und der Wahrheit bin, lerne ich einige Protagonisten kennen. Christof Gasser zeigt mir ihre Facetten nach und nach. Regelmäßig überrascht er mich mit Zügen, die ich von ihnen nicht erwartet hätte und so kommt vieles anders, als ich mir das beim Lesen so gedacht habe. Die Spannung könnte kaum höher sein. Immer wenn ich eine gute Idee habe, lässt mich der Autor wieder alles über den Haufen werfen und neu denken. Zwischenzeitlich verfalle ich in Schnappatmung. Dies ist einer der ganz besonderen Krimis. Davon möchte ich gerne mehr lesen.
Alles in allem hat Christof Gasser mit “Spiegelberg” einen ausgezeichneten Regionalkrimi auf den Büchermarkt gebracht, den ich sehr gerne weiterempfehle. Er ist von der ersten bis zur letzten Seite unglaublich spannend. Gerne empfehle ich ihn uneingeschränkt weiter. Von mir bekommt der Autor fünf verdiente und polierte Lesesterne.

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Veröffentlicht am 10.10.2024

Packend, wendungsreich und überraschend

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Ein Festakt ist zum Feiern da, doch hier scheint jemand nicht in Feierlaune zu sein. Es häufen sich die Unglücksfälle und das ruft Cora Johannis auf den Pan. Ein Gespräch am Krankenbett der ehemaligen ...

Ein Festakt ist zum Feiern da, doch hier scheint jemand nicht in Feierlaune zu sein. Es häufen sich die Unglücksfälle und das ruft Cora Johannis auf den Pan. Ein Gespräch am Krankenbett der ehemaligen Botschafterin Frankreichs stachelt die Neugier der Journalistin noch mehr an, denn die kryptische Botschaft, die ihr die Verletzte zuflüstert, führt zu einem Rätsel, das unbedingt entschlüsselt werden will. Noch ahnt Cora nicht, dass sie zu einer Schachfigur in einem bitterbösen Spiel wird....


"Spiegelberg", der neueste Krimi von Christof Gasser, ist ein fesselndes Werk, das die Leser:innen vom ersten Kapitel an wie ein Magnet an den Seiten kleben lässt. Mit einem wechselvollen Spiel von großen Gefühlen und einer packenden Handlung schafft Gasser es, eine Atmosphäre der Spannung und des Ungewissen zu erzeugen, die einen nicht mehr loslässt. Die Angst wird zum ständigen Begleiter und das ungute Gefühl einer unterschwelligen Bedrohung schwingt beim Umblättern immer mit.

Der Schreibende wechselt geschickt zwischen zwei Zeitsträngen, die zunächst unabhängig erscheinen, aber randvoll mit regionalen als auch geschichtlichen Hintergründen sowie überraschenden Wendungen sind und in einem furiosen Showdown münden. Dieser Aufbau sorgt dafür, dass die Leserschaft ständig auf der Hut ist und sich fragt, wie die Puzzlestücke zusammenpassen werden. Die Charaktere sind vielschichtig und gut ausgearbeitet, was sie sowohl nachvollziehbar als auch unberechenbar macht. Die Protagonist:innen befinden sich in einem Wettlauf auf Leben und Tod, der nicht nur die Spannung steigert, sondern auch tiefere emotionale Ebenen anspricht. Cora ist immer mittendrin und wird so zur menschlichen Zielscheibe.

Gassers Schreibstil ist prägnant und bildhaft, wodurch die Szenen lebendig werden. Die Beschreibungen sind so eindringlich, dass man das Gefühl hat, selbst Teil der Handlung zu sein - da zischt dann au schon mal ein Projektil knapp am Ohr vorbei und lässt die Leser:innen unfreiwillig zusammenzucken. Die Dialoge sind authentisch und tragen zur Entwicklung der Charaktere und der Handlung bei. Man spürt die Dramatik und das Unheil, das sich anbahnt, während die Geschichte voranschreitet.

Das geschickte Verweben von Themen wie Liebe,Gier und Rache regt die Lesenden dazu an, über die moralischen Entscheidungen der Charaktere nachzudenken. Gasser gelingt es, die Leser:innen auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle mitzunehmen, die sowohl fesselnd als auch erschütternd ist.

Insgesamt ist "Spiegelberg" ein beeindruckender Krimi, der sowohl durch seine packende Handlung als auch durch die tiefgründigen Charaktere besticht. Christof Gasser hat mit diesem Werk einen echten Seitenfresser geschaffen, der die Leser:innen bis zur letzten Seite fesselt. Nach "Blutlauenen" war die Messlatte schon richtig hoch und die Erwartungen entsprechend - "Spiegelberg" toppt alles und ist der bisher beste Krimi aus dieser nervenaufreibenden Reihe um die Journalistin Cora Johannis, die scheinbar zufällig mit dem Verbrechen auf Du und Du steht.

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Veröffentlicht am 01.02.2025

Spannend und lehrreich

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Dies ist bereits der dritte Teil um die Journalistin Cora Johannis, die sich anscheinend immer wieder in Gefahr bringt. Für mich war es das erste Buch sowohl der Reihe als auch des Autors, aber sicherlich ...

Dies ist bereits der dritte Teil um die Journalistin Cora Johannis, die sich anscheinend immer wieder in Gefahr bringt. Für mich war es das erste Buch sowohl der Reihe als auch des Autors, aber sicherlich nicht das letzte Buch des Autors, denn die Geschichte und der Schreibstil haben mir sehr gut gefallen.
Eine zentrale Rolle in diesem Buch spielt der Jurakonflikt und deshalb springt die Geschichte immer wieder zurück in die Vergangenheit. Ich habe hier viel gelernt.
Cora Johannis ist eine starke Frau, die allerdings in der Vergangenheit so einige Tiefs hatte und nun gerade aus der Klinik entlassen wurde. Da trifft sie auf Françoise Gravier, die sie vor vielen Jahren das letzte Mal getroffen hat. Die beiden Frauen knüpfen an ihre alte Freundschaft an, aber dann wird Gravier schwer verletzt und bittet Cora um Hilfe. Sie solle Camille finden - aber wer ist das?
Camille lernen wir in Rückblenden besser kennen und wissen somit mehr als Cora. Diese Abschnitte und auch die Ermittlungen von Cora sind beide sehr spannend.
Ich habe ein wenig gebraucht, um die Personen kennen zu lernen, vor allem die Familiengeschichte von Cora, aber das hat meine Lesefreude nicht geschmälert.
Zum Ende hin wird der Krimi immer komplexer und die Auflösung hat mir sehr gefallen.

Veröffentlicht am 26.01.2025

anders als erwartet - anspruchsvoll und interessant

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Hinter dem farbenfrohen Buchcover mit dem tollen Blick auf Berg, Wald und Landschaft verbirgt sich kein leichter Krimi sondern eine gut abgestimmte, mit viel Detailwissen ausgestaltete Geschichte.
Für ...

Hinter dem farbenfrohen Buchcover mit dem tollen Blick auf Berg, Wald und Landschaft verbirgt sich kein leichter Krimi sondern eine gut abgestimmte, mit viel Detailwissen ausgestaltete Geschichte.
Für mich war es das erste Buch des Autors und zu Beginn hatte ich doch ein paar Schwierigkeiten in die Geschichte reinzufinden und u.a. die Örtlichkeiten zuzuordnen.
Das Buch war keines von der Sorte, was ich mal "schnell nebenbei" oder nach einem anstrengenden Tag lesen konnte, denn es erforderte meine ganze Aufmerksamkeit. Das lag einerseits an der Geschichte selbst, andererseits aber auch an dem vielen und vom Autor großartig dargestellten Wissen, das er seinen Lesern zuteil werden lässt u.a. über den Jurakonflikt, von dem ich bis dato (als Nicht-Schweizer) noch nichts gehört hatte. Man merkt wie intensiv Christof Gasser sich mit der Materie auseinandergesetzt hat und erzählt das zusammen mit einer spannenden Geschichte: Journalistin Cora Johannis trifft auf ihrer frühere Freundin, die Ex-Botschafterin Frankreichs Françoise Gravier, doch das Wiedersehen währt nur kurz, denn Françoise wird schwer verletzt und bittet Cora sich um Camille zu kümmern, bevor sie ins Koma fällt. Doch wer ist Camille? Cora begibt sich auf Spurensuche und stößt auf den Jurakonflikt aus vergangenen Zeiten.
Der Autor verbindet sehr geschickt die Erzählungen in zwei verschiedenen Zeitzonen mit unterschiedlichen Protagonisten, dem zu folgen mir sehr einfach gefallen ist. Gekonnt baut er immer wieder unerwartete Wendungen ein, die mich oft wieder von neuem nach Motiv und Täter haben suchen lassen. Einzelne Szenen waren fast schon gruselig und haben mich noch einige Zeit beschäftigt. Die Landschaftsbeschreibungen waren großartig, obwohl ich noch nie bisher in der Schweiz war, hatte ich das Gefühl die Orte bildlich vor mir zu haben.

Fazit: anspruchsvoller Krimi mit geschichtlichem Background

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Veröffentlicht am 12.11.2024

Komplexer Krimi um den Jurakonflikt

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Neben der Solothurn-Reihe des Autors lese ich auch diese um Cora Johannis, einer freischaffenden Journalistin, die früher in Krisengebieten unterwegs war. Der Vorgängerband "Blutlauenen" gehört zu einen ...

Neben der Solothurn-Reihe des Autors lese ich auch diese um Cora Johannis, einer freischaffenden Journalistin, die früher in Krisengebieten unterwegs war. Der Vorgängerband "Blutlauenen" gehört zu einen meiner absoluten Lieblings-Krimis.
"Spiegelberg" ist nun der dritte Band der Reihe, der allerdings auch alleinstehend gelesen werden kann.

Bereits mit dem starken Prolog sind wir mitten drin im Geschehen, auch wenn dieser in der Vergangenheit spielt. Diese Szene ist im Endeffekt eine der Schlüsselszenen und wird erst ganz am Ende aufgelöst.
Danach sind wir in der Gegenwart in der Cora Johannis soeben ihre Therapie beendet hat und auf eine ehemalige Freundin aus ihrer Zeit in Marokko trifft. Francois Gravier ist die ehemalige Botschafterin Frankreichs und wird demnächst, während eines schweizerisch-französischen Festaktes, in Solothurn weilen. Cora und Francois verabreden sich, doch kurz nach der Feier wird die Diplomatin schwer verletzt am Fuße einer Treppe gefunden. Bevor sie das Bewusstsein verliert, spricht sie mit Cora und bittet sie "Camille zu schützen". Cora hat keine Ahnung, wer diese Camille sein soll und beginnt nachzuforschen. Sie ist erstmals verwirrt, als sie erfährt, dass Camille vor zwanzig Jahren verstorben ist. Ihr Versprechen will sie jedoch halten und ihre berufliche Neugierde lässt sie zusätzlich nicht los.

Cora hat jedoch bei ihren Nachforschungen, die sie in den Kanton Jura und die Freiberge führen, bald das Gefühl verfolgt zu werden. Sie entdeckt einige undurchsichtige Begebenheiten, die in der Vergangenheit passiert sind und die alle mit dem Jurakonflikt zu tun haben. Dabei stößt sie in ein Wespennest.
Bald überschlagen sich die Ereignisse und Cora ist immer mitten drin, was bei der Polizei nicht wirklich gut ankommt.

Christof Gasser erzählt im Vergangenheitsstrang über die Spannungen und Konflikte der Eidgenossen, dem Jurakonflikt, der in den Achtziger Jahren nochmals aufgeflammt ist. Es gelingt ihm sehr anschaulich die Ereignisse aus den beiden Zeitsträngen miteinander zu verknüpfen. Daraus entsteht ein spannender Krimi mit geschichtlichen und politischen Hintergründen, die den roten Faden bilden. Dazu kommt eine turbulente Familiengeschichte und ein Erbstreit.

Christof Gassers Schreibstil ist rasant, ausdrucksstark und lässt sich sehr flüssig lesen. Interessante und authentische Figuren geben dem Krimi zusätzliches Potential. Der Spannungsbogen ist konstant hoch. Die bildhafte Beschreibung bringt uns auch diese Region näher, die rau und unwirtlich wirkt, wie seine Einwohner.

Fazit:
"Spiegelberg" ist der dritte Teil um Cora Johannis und genauso spannend, wie die beiden Vorgänger, wobei "Blutlauenen" noch immer meine Favorit bleibt. Nebenbei erfährt man mehr über die Konflikte der Jurafrage. Wieder großartig umgesetzt!

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