Cover-Bild Das Hotel
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13,00
inkl. MwSt
  • Verlag: btb
  • Themenbereich: Belletristik - Horror: Zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 160
  • Ersterscheinung: 08.10.2025
  • ISBN: 9783442775040
Daisy Johnson

Das Hotel

Das Hotel weiß alles über dich. Das Hotel kannte dich schon, bevor du angekommen bist.
Birgit Maria Pfaffinger (Übersetzer)

Ein abgelegenes Hotel in der englischen Moorlandschaft: »Eine beeindruckende Sammlung schauriger und eleganter Geschichten, die die glühende Frage nach der Rolle von Frauen im Horror stellt.« The Observer. 15 zusammenhängende Horrorgeschichten mit einem literarischen und feministischen Twist.

Mit seinen langen Schornsteinen und hohen Glasfenstern erhebt sich das Hotel über die Moorlandschaft. Es war nicht immer ein Hotel. Früher einmal war es nur eine Idee, in der Erde vergraben. Dann war es ein Bauernhof, ein See, ein Fluch. Auch heute ist es nicht immer ein Hotel: Es sieht für jeden und jede anders aus, tritt auf als Ort der Erinnerungen und Geheimnisse, als Spukhaus für die Lebenden und die Toten.

»Das Hotel« erzählt fünfzehn miteinander zusammenhängende Geschichten über wiederkehrende Protagonistinnen, aber nur eine Geschichte über ein Gebäude, von der Geburt bis zum Tod. Wir begegnen Kindern und Müttern, Konferenzteilnehmerinnen, Gästinnen eines Junggesellinnenabschieds, Angestellten. Sie alle fühlen sich zum Hotel hingezogen, suchen Abenteuer, aber auch Versöhnung, Selbsterkenntnis, Absolution.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.03.2026

Augen auf beim Grundstückskauf

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𝐃𝐚𝐬 𝐇𝐨𝐭𝐞𝐥 schwirrte immer wieder durch meinen Feed und auch wenn die meisten Rezensionen nicht allzu begeistert klangen, fand ich die Idee zu diesem nicht mal 200 Seiten schmalen Roman unheimlich interessant.

Hier ...

𝐃𝐚𝐬 𝐇𝐨𝐭𝐞𝐥 schwirrte immer wieder durch meinen Feed und auch wenn die meisten Rezensionen nicht allzu begeistert klangen, fand ich die Idee zu diesem nicht mal 200 Seiten schmalen Roman unheimlich interessant.

Hier geht es um ein Hotel, welches auf verfluchtem Boden errichtet wurde und somit von bösen Mächten heimgesucht wird. Die Geschichte des klassischen Spukhotels ist das hier allerdings auch nicht.

Zunächst erläutert der Prolog einem in Kurzfassung den Werdegang des Hotels. Danach geht es in Kapiteln weiter, die in einem Zeitraum von mindestens über 100 Jahren linear fortgeführt werden.

Im ersten Kapitel erfahren wir, warum das Grundstück verflucht sein könnte. Im letzten, wie das Hotel sein Ende fand. Dazwischen kommen Personen zu Wort, die vorübergehend mit dem Hotel zu tun hatten, dort arbeiteten oder übernachteten. Manche Personen tauchen später noch einmal auf oder sind miteinander verwandt. Auch der „Präsenz“ des Hotels ist ein Kapitel zugedacht.

Der Roman enthält einige skurrile Horror-Elemente, die ich richtig schön unheimlich fand. Trotzdem bleibt vieles rätselhaft, die Geschichte wird nicht vollends aufgeklärt und lässt viel Spielraum für Interpretationen. Ein bisschen wie bei „The Autopsy of Jane Doe“ oder „The Blair Witch Project“ und das Ende erinnert auch sehr an den Film.
Einerseits möchte man mehr wissen, man möchte klare Antworten. Aber gerade dieses Unerklärbare macht bei Horror doch diesen besonderen Thrill aus.

„Das Hotel“ weicht von der Norm ab und ich verstehe, warum viele nichts damit anfangen können. Aber es liest sich gut und man ist schnell damit durch. Für mich war es eine gelungene Abwechslung von all den stereotypischen Spukhaus Geschichten die ich sonst lese.

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Veröffentlicht am 28.12.2025

Horrorkurzgeschichten mit Atmosphäre

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Das Hotel ist eine Sammlung von kurzen Geschichten, die teilweise zusammenhängen und chronologisch erzählt sind. Die Einleitung schildert bereits, was in den Geschichten dann wieder anhand von verschiedenen ...

Das Hotel ist eine Sammlung von kurzen Geschichten, die teilweise zusammenhängen und chronologisch erzählt sind. Die Einleitung schildert bereits, was in den Geschichten dann wieder anhand von verschiedenen Personen und Sichtweisen erzählt wird - die Geschichte des Hotels.
Beginnend damit, dass eine Frau, die die Gabe der Hellsichtigkeit besaß von den Dorfbewohnern im Teich ertränkt wird, auf dem später Das Hotel (immer mit groß geschriebenem Artikel) erbaut wird, über die Menschen, die bei der Trockenlegung dieses Teiches mitarbeiten und Geschichten, die in der Blütezeit des Hotels geschehen bis zu seinem Ende, werden immer wieder verschiedene Zeiten und Personen in den Fokus gestellt. Die Geschichten sind immer offen und lassen den Lesenden mit einem leichten und manchmal nicht ganz greifbaren Grauen zurück...
Das Buch ist wirklich sehr schnell lesbar, schon, weil es recht kurz ist mit etwas über 150 Seiten. Ich lese gerne Horrorgeschichten und das Setting ist eindeutig sehr gut gewählt gerade in Verbindung mit dem gut gestalteten gruseligen Cover. Als Horror-Fan sind mir viele Geschehnisse auf jeden Fall so ähnlich bereits in Film und Literatur vorgekommen, was aber eindeutig den Charme des Buches nur verstärkt.
Klare Leseempfehlung für eine gut geschriebene atmosphärische Geschichte, die sich in Kurzgeschichten aufblättert und sehr gut in die düstere und gruselige Zeit jetzt im Winter passt!

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Veröffentlicht am 17.12.2025

Der etwas andere Gruselroman!

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. Hast du Lust auf eine besondere Gruselgeschichte?
„Das Hotel“ lässt vielleicht nicht das Blut in deinen Adern gefrieren…
hält aber dafür jede Menge Überraschungen für dich bereit!
Eine moderne „Poe“- ...

. Hast du Lust auf eine besondere Gruselgeschichte?
„Das Hotel“ lässt vielleicht nicht das Blut in deinen Adern gefrieren…
hält aber dafür jede Menge Überraschungen für dich bereit!
Eine moderne „Poe“- Erzählung,
die, wenn du dich auf sie einlässt…
eine kleine Zeitreise für dich bereithält! 4/5 ⭐️

. Aber worum geht es genau…
Ein abgelegenes Hotel in der englischen Moorlandschaft lädt mit seinen langen Schornsteinen und hohen Glasfenster zum Besuch ein. Doch es war nicht immer ein Hotel und es war/ist nicht immer friedlich dort! Was dort genau vor sich geht…
Nun,
das ist eine gute Frage… 🥀

. In „Das Hotel“ verfolgen wir in zusammenhängenden Kurzgeschichten den „Lebenszyklus“ des Hotels.
Beginnend bei der Geschichte des Landes auf dem „Das Hotel“ erbaut wurde, dem Baus selbst bis hin zum Brand des Hotels, der ein vermeintliches Ende bedeutet. Wir begegnen in dieser zum Teil magischen, grauenvolle, eleganten, imposanten, verwirrenden und lehrreichen Kurzgeschichtensammlung Kindern und Müttern, Konferenzteilnehmerinnen, Gästinnen eines Junggesellinnenabschieds und Angestellten. Ein jeder von ihnen hat sein Päckchen zu tragen und „Das Hotel“ weiß über alle Bescheid und verwendet die Geheimnisse und Wahrheiten für sich.
Das Setting und die Atmosphäre haben klassischen Gruselcharakter, düster und schaurig schön werden wir als Leser in „Das Hotel“ gezogen und ich persönlich hätte gerne noch mehr Geschichten über „Das Hotel“ gelesen, bzw. sie hätten gerne an einigen Stellen noch detaillierter sein können. Das hätte den Kurzgeschichten ihre Kürze nicht genommen.
Eine Melancholie, die an klassische Gruselromane erinnert ist ebenso in dem modernen Werk von Johnson zu finden.
Neugierig geworden?
Dann mach einen Abstecher in „Das Hotel“ 🥀

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Veröffentlicht am 30.10.2025

Düster

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Manche Geschichten erscheinen als Tagebucheinträge, die anderen als Volkslegenden. Man findet in denen eine Konstante, die als ein Schlüsselelement fungiert - nämlich das Hotel an sich oder das Gelände, ...

Manche Geschichten erscheinen als Tagebucheinträge, die anderen als Volkslegenden. Man findet in denen eine Konstante, die als ein Schlüsselelement fungiert - nämlich das Hotel an sich oder das Gelände, bevor es überhaupt gebaut wurde. In allen kurzen Geschichten spielen immer wieder weibliche Charaktere eine Hauptrolle. Jede Hauptfigur empfindet das Hotel anders, jede Person macht ihre eigenen Erfahrungen dadurch und erlebt ganz unterschiedliche Dinge.
Der Schreibstil hat etwas eigenartiges an sich, etwas hypnotisches. Die Erzählung verläuft langsam und man kann das Geschriebene als einen Traum wahrnehmen.
„Das Hotel“ eignet sich als eine passende Lektüre für diese Jahreszeit mit ihrer unheimlichen Atmosphäre und einem düsteren Setting.

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Veröffentlicht am 25.11.2025

Erwarteter Grusel blieb aus

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Das Hotel lebt – doch das wahre Grauen bleibt seltsam stumm

Es steht in den englischen Mooren wie eine offene Wunde in der Landschaft. Es atmet. Es wartet. Das Hotel ist kein bloßes Gebäude aus Stein ...

Das Hotel lebt – doch das wahre Grauen bleibt seltsam stumm

Es steht in den englischen Mooren wie eine offene Wunde in der Landschaft. Es atmet. Es wartet. Das Hotel ist kein bloßes Gebäude aus Stein und Glas; es ist ein uraltes Wesen, das schon da war, als es noch ein Bauernhof, ein See oder ein bloßer Fluch in der Erde war. Wer Zimmer 63 betritt oder durch die endlosen Korridore wandert, spürt schnell: Dieser Ort hat ein Gedächtnis, und er ist hungrig.

Daisy Johnson webt in dieser Anthologie ein hypnotisches, fast schon erdrückendes Netz aus 15 miteinander verknüpften Schicksalen. Es ist ein literarisches Mosaik, das den Leser in die Fens entführt – jenes Land der Geister und des weiten Himmels –, wo die Grenzen zwischen Leben und Tod verschwimmen. Die Sprache ist von einer bedrückenden Melancholie, lyrisch und komplex, sodass man fast gezwungen ist, das Buch in einem Zug zu verschlingen, um den roten Faden in diesem Labyrinth aus Zeit und Raum nicht zu verlieren.

Doch Vorsicht: Wer hier den klassischen Nervenkitzel sucht, läuft Gefahr, bitter enttäuscht zu werden.

So meisterhaft die düstere Atmosphäre auch konstruiert ist, so sehr lässt der versprochene Horror auf sich warten. Die Geschichten sind klug, sie sind ernst, aber sie sind nicht wirklich gruselig. Wer sich nach wohligen Schauern sehnt, wird hier eher auf eine graue Wand aus Schwermut treffen als auf echten Terror. Obwohl die Handlungen das Potenzial für Albträume hätten, bleibt der Puls beim Lesen unbefriedigend ruhig.

Zudem ist dieses Buch ein radikales feministisches Manifest – vielleicht zu radikal für manche Geschmäcker. Das Hotel scheint fast ausschließlich nach Frauen zu greifen. Wir begegnen Müttern, Töchtern, Suchenden. Männer werden, wenn überhaupt, zu reinen Statisten degradiert. Dieser Fokus schafft zwar eine interessante Mythologie der Weiblichkeit und Mutterschaft, führt aber auch zu einem Ungleichgewicht, das irritieren kann. Es fehlt der Gegenpol, der männliche Ausgleich in dieser hermetisch abgeriegelten Welt.

Fazit: „Das Hotel“ ist ein zweischneidiges Schwert. Auf der einen Seite ein sprachgewaltiger, atmosphärischer Roman voller Schwermut und dunkler Geheimnisse. Auf der anderen Seite eine Mogelpackung für Horror-Fans, denen hier statt Gänsehaut nur ein melancholisches Kammerspiel geboten wird. Ein Buch für Liebhaber düsterer Literatur, aber nicht für jene, die sich wirklich fürchten wollen.

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