Cover-Bild Leuchtfeuer
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13,00
inkl. MwSt
  • Verlag: hanserblau in Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 288
  • Ersterscheinung: 15.04.2025
  • ISBN: 9783446282810
Dani Shapiro

Leuchtfeuer

Roman
Ulrike Wasel (Übersetzer), Klaus Timmermann (Übersetzer)

Eine Sommernacht 1985: In einem Vorort von New York steigen drei betrunkene Teenager in ein Auto – und nichts ist mehr wie zuvor.
Die Geschwister Sarah und Theo zerbrechen fast an der Last des Geheimnisses, das sie seitdem teilen, und selbst 20 Jahre später bestimmt es ihr Leben. Auch ihr Vater Ben, ein pensionierter Arzt, hadert mit seiner Rolle in jener denkwürdigen Nacht. Doch als Bens Begegnung mit dem zehnjährigen Nachbarsjungen Waldo eine Kette von Ereignissen in Gang setzt, droht das Geheimnis zu platzen und ihrer aller Leben in ungeahnte Bahnen zu lenken.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.01.2026

Sehr tolles Buch

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Ich bin ohne große Erwartungen an Leuchtfeuer herangegangen und habe schnell gemerkt, dass es kein Buch ist, das man einfach so wegliest.

Das Buch ist keine spannungsgeladene Geschichte im klassischen ...

Ich bin ohne große Erwartungen an Leuchtfeuer herangegangen und habe schnell gemerkt, dass es kein Buch ist, das man einfach so wegliest.

Das Buch ist keine spannungsgeladene Geschichte im klassischen Sinn, sondern ein tiefgründiger, berührender Roman über zwei Familien. Eine Nacht verändert alles und prägt das Leben der Beteiligten über viele Jahre hinweg.

Die Charaktere haben mir sehr gut gefallen. Vor allem Waldo ist mir im Gedächtnis geblieben, da seine besondere Wahrnehmung der Welt und seine Sensibilität mich sehr berührt haben. Aber auch Sarah und Theo wirkten auf mich authentisch. Ihr innerer Kampf mit der Vergangenheit war für mich gut nachvollziehbar. Man spürt, wie sehr Schuld und Schweigen ihr Leben beeinflussen.

Der Roman spielt auf mehreren Zeitebenen und springt zwischen Vergangenheit und Zukunft. Das hat für mich gut funktioniert, weil sich nach und nach ein Gesamtbild zusammensetzt.

Beim Lesen habe ich mich immer wieder gefragt, ob man mit seiner Vergangenheit wirklich Frieden schließen kann oder ob man lediglich lernt, mit ihr zu leben?

Auch wenn meine Erwartungen zunächst in eine andere Richtung gingen, hat mich das Buch total gepackt. Daher gibt es eine Leseempfehlung von mir 🫶

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Veröffentlicht am 26.12.2025

Familiendrama in der Division Street

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Dieses Buch wurde mir im letzten Jahr von einer Bloggerin, der ich aufmerksam folge, empfohlen. Nun habe ich es endlich gelesen. Die Bewertungen sind ja auch durchaus positiv.

Ich muss vorweg sagen, dass ...

Dieses Buch wurde mir im letzten Jahr von einer Bloggerin, der ich aufmerksam folge, empfohlen. Nun habe ich es endlich gelesen. Die Bewertungen sind ja auch durchaus positiv.

Ich muss vorweg sagen, dass ich es sehr gut geschrieben fand, auch wenn hier immer aus Sicht des auktorialen Erzählers geschildert wurde. Ich persönlich hätte es gut gefunden, wenn einer der Charaktere eine Ich-Perspektive bekommen hätte.

Es geht hier um die Familie Wilf: Vater Ben (Arzt), seine Frau Mimi, die Tochter Sarah (17 Jahre bei Start der Erzählung) und Sohn Theo (15 Jahre zu Beginn der Geschichte).

Sarah und Theo sitzen mit Theos Freundin Misty im Auto und bauen einen Unfall. Theo fährt und Sarah nimmt die Schuld auf sich. Die Wahrheit wird nie enthüllt und die Familie lebt mit der Lüge.

Fortan sind die Kapitel in einzelne Daten unterteilt, die mal in der Gegenwart und mal in der Vergangenheit spielen, allerdings zu immer unterschiedlichen Daten, was ich etwas verwirrend fand. Manchmal gab es verschiedene Tage im selben Jahr, aber zwischendurch war die Gegenwart wieder aktuell. Nach und nach findet der Leser heraus, dass jeder einzelne der Familie Wilf den Verlust des Mädchens bei dem Autounfall und die Lüge, die damit einherging, nicht verkraftet hat. Jeder bekommt andere Probleme und im Grunde ist die Familie zerrüttet.

Auf der anderen Straßenseite ziehen die Shenkmans ein. Die Frau Alice ist schwanger und bekommt ihr Kind zu früh. Durch einen Zufall ist der Arzt Ben vor Ort und entbindet den Sohn von Alice Shenkman. Fortan sind die Familien irgendwie miteinander verbunden.

Mehr will ich gar nicht sagen, um nicht zu spoilern, aber: Wirklich positiv fand ich den Schreibstil - es war dramatisch, leicht poetisch, tief grübelnd und jeder einzelne Charakter hat wirklich Bedeutung bekommen und war für den Leser absolut realistisch.

Was mich dazu veranlasst, dennoch "nur" 3 Sterne zu geben, ist, dass ich nicht verstehe, wozu anfangs das junge Mädchen sterben musste. Es spielt lediglich für die Entwicklung der Familienmitglieder eine Rolle, wobei bei Sarah schon vorher Anzeichen dafür existierten. Familie Shenkman hat nichts damit zu tun. Und auch, wenn beide Familien sich durch zwei schicksalshafte Ereignisse verbunden fühlen, sind sie dennoch nicht die ganze Zeit zusammen und die Distanziertheit ist für mich greifbarer gewesen als die Verbundenheit. Die Freundschaft zwischen Ben und Waldo fand ich eigentlich am schönsten in der Geschichte. Allein daraus hätte man vielleicht auch eine eigenständige Geschichte machen können.

Theo, der am Anfang ja das Auto fuhr, hatte für mich am wenigsten Charakter. Da kam für mich zu wenig rüber, obwohl er doch eigentlich im Zentrum der Geschichte hätte stehen müssen.

Ich glaube, viele Leser stören sich nicht daran, dass es keinen Zusammenhang vom Beginn der Geschichte und dem Verlauf gibt, aber ich fand es total fragwürdig.

Dennoch würde ich aber auch wieder ein Buch von der Autorin lesen, da ich es wirklich gut geschrieben fand und sie es versteht mit Wörtern Bilder in unserer Vorstellung zu malen.

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Veröffentlicht am 08.09.2025

Schwierig zu lesen

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Jeder Mensch ist geprägt durch das, was er erlebt und getan hat. Hier gibt es zwei solcher Ereignisse: Drei Teenager verunglücken in einem Auto. Die Fragen von Schuld und der Umgang damit werden nicht ...

Jeder Mensch ist geprägt durch das, was er erlebt und getan hat. Hier gibt es zwei solcher Ereignisse: Drei Teenager verunglücken in einem Auto. Die Fragen von Schuld und der Umgang damit werden nicht thematisiert und belasten die Familien ein Leben lang. Ein Kind kommt zur Welt und überlebt, weil zufällig ein benachbarter Arzt anwesend ist. Viele Jahre später bekommt dieses Kind eine besondere Bedeutung für den Arzt.
Detailreich und emotional spürt die Autorin den Auswirkungen dieser Ereignisse im Leben der Beteiligten nach. Die Protagonisten sind ganz normale Menschen von heute. Metaphorisch geht es ins Universum: Sterne und Galaxien haben ebenfalls Auswirkungen auf einander. Hier sind physikalische Kräfte am Werk, viele davon kennen wir heute gut. Aber welche Kräfte wirken zwischen Menschen?
Ich habe selten so viel geblättert beim Lesen. Dieses Buch ist voller Zeitsprünge. Zwar ist sind sie immer genau angegeben, aber es geht mal vor, mal zurück, mal noch weiter nach in die Zukunft und wieder irgendwo mitten hinein. Das ist schwierig zu lesen. Kaum ist man in eine Lebensphase der Menschen eingestiegen, geht es schon wieder weiter in irgend eine andere. Aber so erhalten wir Schlaglichter auf die Lebensgeschichten der Beteiligten. Hier sollten Auswirkungen der „Leuchtfeuer“-Ereignisse erkennbar werden.
Mir haben sie sich nicht so recht erschlossen. Deshalb nur drei Sterne.

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Veröffentlicht am 26.11.2024

keine zeitliche Reihenfolge des Geschehens

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„Alles ist miteinander verbunden. Kein Anfang und kein Ende.“

Puuuuh, schwiiiiiierig. Ich hatte hohe Erwartungen an das Buch. Beim Lesen hat sich herausgestellt, dass diese nicht erfüllt werden konnten. ...

„Alles ist miteinander verbunden. Kein Anfang und kein Ende.“

Puuuuh, schwiiiiiierig. Ich hatte hohe Erwartungen an das Buch. Beim Lesen hat sich herausgestellt, dass diese nicht erfüllt werden konnten.

Die Message ist aber klar: Es geht um Familiengeheimnisse und um ihre Auswirkungen. Die Schicksale der einzelnen Personen sind miteinander verwoben und hinterlassen einen bitteren Beigeschmack. Ich konnte mich leider nicht wirklich mit den Geschehnissen auseinandersetzen. Ich war damit beschäftigt zu verstehen, wer nochmal wer ist und worum es gerade geht.

Die Erzählung erfolgt auf verschiedenen Zeitebenen, wobei sie nicht in der zeitlichen Reihenfolge des Geschehens geschildert ist. Man springt ständig vor und wieder zurück. Das hat mich verwirrt und meinen Lesefluss eingeschränkt.

Das Buch konnte meine Erwartungen nicht erfüllen. Ich war überfordert und hatte Mühe, den Überblick zu behalten. Die Grundidee gefällt mir sehr gut und ich hätte gerne mehr Sterne vergeben, aber an der Umsetzung hat es schlussendlich gehapert.

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Veröffentlicht am 24.10.2024

Ein vielversprechendes Buch, welches meinen persönlichen Geschmack leider nicht getroffen hat.

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Der spannende Einstieg hat sofort mein Interesse geweckt. Man wurde als Leser, ohne viele Erklärungen, direkt in eine Situation hineingeworfen. Das hat mir sehr gefallen. Das Buch hat einen interessanten ...

Der spannende Einstieg hat sofort mein Interesse geweckt. Man wurde als Leser, ohne viele Erklärungen, direkt in eine Situation hineingeworfen. Das hat mir sehr gefallen. Das Buch hat einen interessanten Ansatz, da es aus der Perspektive verschiedener, handelnder Personen geschrieben ist. So konnte man die Gedanken und Gefühle der Charaktere sehr gut nachvollziehen und sie wirkten auf mich sehr authentisch.

Jedoch gestaltete sich der Leseprozess als herausfordernder als erwartet. Der Schreibstil erforderte bei mir eine gewisse Eingewöhnungszeit, da er von vielen komplizierten Begriffen und verschachtelten Sätzen geprägt war. Dies hat es mir schwer gemacht, in einen angenehmen Lesefluss zu gelangen und hat auch mein Verständnis der Geschichte beeinflusst. Häufig musste ich Sätze mehrmals hintereinander lesen, bevor ich sie verstanden habe.

Die zahlreichen Zeitsprünge erschwerten mir zusätzlich das Verfolgen des roten Fadens und haben mich oft verwirrt zurück gelassen, da ich mich gefragt habe, worauf alle Ereignisse hinauslaufen sollen.

Zudem muss ich erwähnen, dass das Buch eine traurige Stimmung verbreitete und der Leser mit unangenehmen Themen konfrontiert wird, die mir persönlich Unbehagen bereitet haben. Auch das Ende enttäuschte mich, da es keine befriedigende Problemlösung gab und offene Fragen zurückblieben.

Insgesamt war "Leuchtfeuer" leider nicht das richtige Buch für mich

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