Cover-Bild Der Geheimbund
Band 20 der Reihe "Gabriel Allon"
(14)
  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
16,00
inkl. MwSt
  • Verlag: HarperCollins
  • Themenbereich: Belletristik - Thriller: Spionage
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 448
  • Ersterscheinung: 26.10.2021
  • ISBN: 9783749901593
Daniel Silva

Der Geheimbund

Ein Gabriel-Allon-Thriller
Wulf Bergner (Übersetzer)

Mord und Verrat im Vatikan – und Gabriel Allon mittendrin!

Der Papst ist tot! Gabriel Allon, legendärer Agent und inzwischen Direktor des israelischen Geheimdienstes, hält sich gerade in Venedig auf, als ihn die Nachricht erreicht. Kurze Zeit später kontaktiert ihn ein alter Freund, Luigi Donati, der Privatsekretär des verstorbenen Pontifex. Donati hegt Zweifel an der offiziellen Darstellung vom Herzinfarkt in der päpstlichen Privatkapelle. Grund dafür liefert der Umstand, dass der Schweizergardist, der in der Todesnacht Wache hielt, verschwunden ist – ebenso wie ein Brief unbekannten Inhalts, der vom Papst für Allon bestimmt war. Gabriel verspricht, seinem Freund zu helfen. Die Spuren führen ihn zu einem mysteriösen Orden von religiösen Hardlinern, der einen unheilvollen Bund mit Europas aufstrebender politischen Rechten eingegangen ist.

»Daniel Silva ist die Ausnahme von der Ausnahme: Ein Autor, dessen Bücher immer besser werden.«
The Huffington Post

Weitere Formate

Dieses Produkt bei deinem lokalen Buchhändler bestellen

Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.01.2022

Auch der 20. Teil ist einfach grandios

0

Geheimbund ist der mittlerweile 20. Band der Gabriel-Allon-Thriller. Ein in sich abgeschlossener Teil, den man durchaus eigenständig lesen kann. Ich empfehle jedoch die ganze Reihe in Folge zu lesen, da ...

Geheimbund ist der mittlerweile 20. Band der Gabriel-Allon-Thriller. Ein in sich abgeschlossener Teil, den man durchaus eigenständig lesen kann. Ich empfehle jedoch die ganze Reihe in Folge zu lesen, da es sich definitiv lohnt.

Gabriel Allon ist mittlerweile kein Agent sondern der Chef des israelischen Geheimdienst. Als solcher arbeitet er ganauso viel, wie in seiner aktiven Laufbahn. Aus diesem Grund besteht seine Frau Chiara auf einen gemeinsamen Urlaub mit ihren Kindern in Venedig. Kaum in Italien angekommen, trifft Allon auf einen guten Bekannten, der ihn aus Rom um Hilfe bittet.
Denn der Papst ist tot und die Umstände sind sehr mysteriös.

Daniel Silva ist für mich ein Meister seines Fachs. Der Schreibstil ist grandios, fesselnd und der Lesefluß extrem mitreißend.
Die Begebenheiten überschlagen sich. Es geht rasant zur Sache und ist dermaßen spannend, dass man innerhalb kürzester Zeit die knapp 440 Seiten inhaliert hat.

Anfangs gibt es einen relativ trockenen Teil, in dem die kirchliche Geschichte sehr detailliert erklärt wird.
Doch da muss man durch, denn diese Informationen sind für den weiteren Verlauf der Geschichte unverzichtbar um die Zusammenhänge herzustellen.

Mir hat sehr gut gefallen, dass Allon diesmal nicht direkt als Spion, sondern als Freund auf Spurensuche geht. Natürlich kann er als Geheimdienstchef auf sein Team zurückgreifen und bekommt die beste Unterstützung.
Auch erfährt man als Leser viel von der katholischen Kirche, den Abläufen im Vatikan sowie vom Konklave.
Der Verlauf der Geschichte bringt eine riesige Überraschung, die wirklich gut gelungen ist.

Alles in allem bin ich wiedereinmal sehr begeistert. Ich hätte nicht gedacht, dass der Autor auch beim 20. Teil eine so dermaßen spannende Story bringt, die tatsächlich anders und trotzdem rasant erzählt ist.
Sehr gute Unterhaltung und damit eine große Leseempfehlung!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.12.2021

Sehr gute Unterhaltung

0

Zum Inhalt:
Der Papst ist tot, doch es gibt Zweifel daran, dass er eines natürlichen Todes gestorben ist so wie die offizielle Darstellung es glauben machen will. Grund ist unter anderem für den Verdacht, ...

Zum Inhalt:
Der Papst ist tot, doch es gibt Zweifel daran, dass er eines natürlichen Todes gestorben ist so wie die offizielle Darstellung es glauben machen will. Grund ist unter anderem für den Verdacht, dass der Schweizer, der in der Todesnacht Wache hielt, verschwunden ist. Auch ist ein Brief vom Papst verschwunden. Die Spuren führen zu einem Geheimbund von religiösen Hardlinern.
Meine Meinung:
Das Hörbuch hat mir gut gefallen, es war so eine Mischung aus historischem Roman und Krimi, der einfach ein richtig gute Story hatte. Klar, fühlte man sich an der ein oder anderen Stelle an das ein oder andere Werl über Geheimbünde erinnert, aber am Ende war es doch ein selbständiges Werk , dass eine durch das Nachwort noch besondere Note bekommt. Ich fand das Buch auch sehr gut gelesen. Für mich steht und fällt ein Hörbuch ganz oft mit der Art des Lesens und das war hier sehr gut.
Fazit:
Sehr gute Unterhaltung

Veröffentlicht am 16.11.2021

Aktuell und fesselnd

0

Kurz und oberflächlich, aber dennoch im Kern zutreffend, könnte man sagen: Wer Dan Browns “Illuminati” mochte, wird auch “Der Geheimbund” gerne lesen. Gabriel Allon ist eine Art Robert Langdon auf seinem ...

Kurz und oberflächlich, aber dennoch im Kern zutreffend, könnte man sagen: Wer Dan Browns “Illuminati” mochte, wird auch “Der Geheimbund” gerne lesen. Gabriel Allon ist eine Art Robert Langdon auf seinem Gebiet, ganz nebenbei Direktor des israelischen Geheimdienstes und daher mit unglaublich mächtigen Helfern ausgestattet.

Nichts scheint unmöglich für diese Agenten und Experten. Auch wenn es immer mal wieder abenteuerlich klingt, erklärt Daniel Silva sehr gut wie der Dienst an die Informationen kommt oder wie bestimmte Abläufe funktionieren. Und wenn ein Körnchen Fiktion dabei ist, macht das gar nichts, wenn sie so gut eingebunden wird wie hier.

Der Papst ist tot. Und Gabriel, der ihn gut kannte, wird vom Privatsekretär des Verstorbenen auf Ungereimtheiten aufmerksam gemacht. Bald erwacht sein Instinkt und er findet nicht nur heraus was mit dem Papst passiert ist.

Das spannenden Thriller-Story rund um Verschwörungen im Vatikan und der katholischen Kirche verknüpft Daniel Silva außerdem gekonnt mit katholischer wie jüdischer Kirchengeschichte und politischer Historie. Er spannt den Bogen von Jesu Tod bis zu rechtsextremen Tendenzen in der heutigen Politik. Die Figuren haben natürlich erfundene Namen, aber vieles was sie tun oder antreibt, finden wir heute in den Medien.

Wie in seinen Büchern üblich, gibt der Autor auch hier am Ende des Buches noch Anmerkungen zu Teilen der Geschichte, die auf Tatsachen beruht.

Die fiktive Geschichte zeigt uns anhand der realen Ereignisse auch eines auf: Schon immer war es nur allzu einfach, die Menschheit aufgrund von Religion zu spalten. Missverständnisse, Fehlinterpretation oder schlicht Ignoranz befeuerten grundlosen Hass über Jahrhunderte. Und was diesen Aspekt der Weltgeschichte betrifft, scheinen wir leider nichts gelernt zu haben.

Veröffentlicht am 29.10.2021

Warum starb der Papst?

0


“Der Geheimbund“ ist Daniel Silvas 20. Roman in der Serie um den Spion Gabriel Allon. Allon will sich ein paar Tage im Urlaub entspannen, als er erfährt, dass sein Freund gestorben ist. Es handelt sich ...


“Der Geheimbund“ ist Daniel Silvas 20. Roman in der Serie um den Spion Gabriel Allon. Allon will sich ein paar Tage im Urlaub entspannen, als er erfährt, dass sein Freund gestorben ist. Es handelt sich um den fiktiven Papst Paul VII., der zuvor schon in drei Romanen der Serie auftauchte. Erzbischof Luigi Donati bittet Allon, in den Vatikan zu kommen, weil er nicht glaubt, dass Paul VII. eines natürlichen Todes gestorben ist. Allon beginnt mit den Nachforschungen, ermittelt in Florenz und später in einem Haus in der Nähe von Freiburg, wo ein aus einem Bilderrahmen gefallener angefangener Brief auf ein Buch verweist, das der Papst im Vatikanischen Geheimarchiv entdeckt hatte.
In diesem Roman geht es also nicht um islamischen Terror oder russische Oligarchen, sondern um die Wurzeln von Xenophobie, wie wir sie gegenwärtig sehen, wenn Flüchtlinge aus Afrika, Arabien oder Asien nach Europa drängen, um frühe Zeugnisse von Antisemitismus, wie sie auch im Neuen Testament zu finden sind, um einen fiktiven Bibeltext, den die katholische Kirche angeblich unterdrückt hat. In diesem Zusammenhang ist es ganz nützlich zu wissen, dass der Autor zum jüdischen Glauben konvertiert ist und einmal geäußert hat, dass die Beziehung zwischen der Römisch-katholischen Kirche und den Juden eine andere gewesen wäre, wenn 1939 ein Mann wie Franziskus Papst gewesen wäre. Ein weiteres Thema ist die schwindende Bedeutung der USA als Weltmacht – auch nicht zum ersten Mal in dieser Serie.
Obwohl Intrigen im Vatikan nicht typisch sind für den Autor und seine Reihe um Gabriel Allon, ist der Roman so unterhaltsam und spannend, wie ich es von Silva kenne. Mir hat das Buch gut gefallen.

Veröffentlicht am 24.10.2021

Daniel Silva - Der Geheimbund

0

Ein paar Tage Urlaub in Venedig hat Chiara ihrem Mann Gabriel Allon, dem Chef des israelischen Geheimdienstes, abgetrotzt. Doch kaum sind sie in der Lagunenstadt angekommen, überschlagen sich die Ereignisse. ...

Ein paar Tage Urlaub in Venedig hat Chiara ihrem Mann Gabriel Allon, dem Chef des israelischen Geheimdienstes, abgetrotzt. Doch kaum sind sie in der Lagunenstadt angekommen, überschlagen sich die Ereignisse. Der Papst ist tot und sein Privatsekretär Luigi Donati hat berechtigte Zweifel an der offiziellen Darstellung der Ereignisse, weshalb er Gabriel, einen alten Freund des gerade Verstorbenen, um Hilfe bittet. Das Verschwinden des wachhabenden Schweizergardisten befeuert die Befürchtungen, dass der Pontifex ermordet worden sein könnte und bald schon stoßen Gabriel und Donati auch auf den Grund: der Papst hat offenbar das Evangelium nach Pilatus gefunden, das die Geschichte um Jesus‘ Kreuzigung neu erzählt. Ein mächtiger Orden jedoch, der schon lange Bande mit Europas Rechtsextremen flicht, will die Entdeckung verheimlichen und nicht nur das: die Mitglieder des Helenenordens greifen nach dem Pontifikat.

Im zwanzigsten Fall für den jüdischen Chefagenten geht es ans Eingemacht der religiösen Geschichte. Nicht nur spielt die Handlung im Herzen der katholischen Kirche, die schicksalhafte Verbindung zwischen Christentum und Judentum, die schwärzesten Zeiten der Geschichte sind das Leitmotiv des Romans. Daniel Silva hat mit „Der Geheimbund“ einmal mehr einen spannenden wie anspruchsvollen Thriller geschrieben, der einen actionreichen Plot mit Geschichte kombiniert und bestens unterhält.

Es sind die klassischen Zutaten, die Silva verwendet: ein mysteriöser Mord, eine geheimnisvolle Untergrundorganisation, die verschwiegenen Mauern des Vatikans, eine alte Schrift, die die Geschichte neu schreiben könnte. Zeitdruck durch das angesetzte Konklave und die Befürchtung, dass die höchste Position auf Erden an Rechtsextreme fallen könnte, befeuern das hohe Tempo der Erzählung.

Die Verflechtungen und Unterwanderung der Kirche – bei denen man sich schon fragt, inwieweit hier überhaupt Fiktion vorliegt – wird clever konstruiert und wirkt authentisch. Interessanter jedoch waren für mich die Empfindungen der jüdischen Agenten beispielsweise in München, Ort einer der schlimmsten Nachkriegstragödien, die so einfach hätte verhindert werden können. Oder auch die Frage, wie die beiden Weltreligionen zueinander stehen; einerseits der Vorwurf, dass die Juden den christlichen Messias getötet haben, andererseits das Schweigen des Vatikans zur Zeit des Holocaust.

Für mich vielleicht bislang der gelungenste Roman der Reihe, da er insbesondere den feinen Humor und Ironie des Protagonisten immer wieder Raum für realweltliche Anspielungen bietet:
« Was wäre schlimmer, als erleben zu müssen, wie die Ersparnisse meines Lebens in Rauch aufgehen?»
« Wie wär’s mit einer globalen Pandemie? Mit einem neuartigen Grippevirus, dem wir Menschen hilflos ausgeliefert sind? »
« Eine Plage? »
« Lachen Sie nicht, Cesare. Das ist nur eine Frage der Zeit. »