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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.08.2019

Dieser zweite Teil ist noch besser...

EXTENDED hope
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Hayley ist Singel und der Meinung, dass der Familienfluch auf ihr lastet. Sie soll einfach keinen Mann haben! Selbst Hayleys Kollegen halten sie für eine Lesbe, da sie nie auf deren Flirtversuche eingeht. ...

Hayley ist Singel und der Meinung, dass der Familienfluch auf ihr lastet. Sie soll einfach keinen Mann haben! Selbst Hayleys Kollegen halten sie für eine Lesbe, da sie nie auf deren Flirtversuche eingeht. Doch Aaron, der beste Kumpel ihres Chefs, will das erst glauben wenn er sich selbst davon überzeugt hat.
Dass sein bestes Stück längst als Sexspielzeug in ihrer Nachttischschublade liegt, und dort definitiv keinen Staub ansetzt, ahnt er nicht. Doch Hayley will sich, trotz aller Faszination die Aaron auf sie ausübt, nicht aus ihrer Deckung wagen. Warum sollte sich dieser Schwarm aller Frauen auch genau für sie interessieren?

Dieser zweite Teil der Extended Reihe startet gleich in die Vollen. Schon auf den ersten Seiten geht es grandios zur Sache als Hayleys Mom, überzeugte Feministin, ihren pinken Glitzerdildo findet und einen hitzigen Vortrag über die Vorteile von Vibratoren beginnt.
Das ganze Buch hat sich unheimlich leicht und schnell lesen lassen, da der Schreibstil von Sarah wunderbar flüssig ist.
Die Handlung ist nachvollziehbar, spannend und auch das Setting genial.
Aaron hat eine Vergangenheit die Hayley verständlicher Weise einige Kopfschmerzen bereitet. Und Hayleys Erlebnisse führen auch nicht gerade zu einer Verbesserung der Situation. Die Entwicklung der beiden ist jedoch sehr glaubwürdig und authentisch.

Extended Hope konnte mich überzeugen und hat den schon sehr guten ersten Teil (Extended Trust) bei weitem übertroffen. Allein das Setting und einige wichtige Schauplätze haben dieses Buch sehr spannend und interessant gemacht. Der Arbeitsplatz und die Aufgaben von Hayley sind nämlich sehr speziell. Und auch Aarons Geschäftszweig als Gastgeber exklusiver Partys sorgt für Turbulenzen.
Insgesamt hat mir dieses Buch richtig gut und noch um einiges besser als der erste Teil gefallen. Hier wird es nicht langweilig sondern stellenweise sehr Detailreich.
Also nichts wie ran, lest es selbst.

Veröffentlicht am 14.08.2019

Ein weiterer Teil der Gansett Reihe

Festtage auf Gansett Island
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Es ist der 40. Hochzeitstag von Mac und Linda McCarthy. Ihre fünf Kinder haben eine Überraschungs-Hochzeitstags-Party organisiert von der Linda und ihr Mann natürlich "offiziell" nichts ahnen. Bevor die ...

Es ist der 40. Hochzeitstag von Mac und Linda McCarthy. Ihre fünf Kinder haben eine Überraschungs-Hochzeitstags-Party organisiert von der Linda und ihr Mann natürlich "offiziell" nichts ahnen. Bevor die große Party steigt und der Tag zu seinem Höhepunkt findet, erinnern Mac und Linda sich an ihr Kennenlernen. Sie waren 20 Jahre alt und es war Liebe auf den ersten Blick. Damals kaufte Mac die Marina auf Gansett Island und das gemeinsame, glückliche Leben der Beiden begann.

"Festtage auf Gansett Island" startet kurz vor den Weihnachtsfeiertagen. Neben den Geschehnissen am Hochzeitstag, gibt es in diesem Buch viele Rückblenden in die Vergangenheit. Es wird quasi die Lebens- oder besser der Beginn der Liebesgeschichte von Mac und Linda erzählt. Immer wieder schwelgen die Beiden in Erinnerungen und der Leser erfährt von den Anfängen auf Gansett Island. Auch einer ihrer Söhne samt seiner neuen Partnerin findet in diesem Teil mit seiner Geschichte Raum. Die Gefühle der Protagonisten waren nachvollziehbar und die Story ziemlich interessant. Gerade die Probleme des Sohns machten das Ganze spannend.

Diesen 14. Teil der Gansett Reihe habe ich als Hörbuch gehört. Mit knapp 6 Hörstunden war es ein eher kürzeres Hörvergnügen. Sehr aufschlussreich war es von den Anfängen auf der Insel zu erfahren, auf der es damals vermutlich noch ziemlich einsam war. Auch das mehrere Handlungen parallel erzählt wurden fand ich sehr ansprechend. Insgesamt sind wieder viele Namen gefallen, deren Zuordnung mir noch relativ schwer fällt. Allerdings habe ich auch schon ein paar "alte Bekannte" ausfindig machen können. Wenn man sich für Reihen interessiert und erleben möchte wie viele Figuren sich weiter entwickeln, ist man bei der Gansett-Reihe genau richtig. Man kann die Bände natürlich einzeln lesen, ein richtiges Vergnügen wird es jedoch dann wenn man der Reihenfolge nach liest oder hört.

Veröffentlicht am 26.07.2019

September auf Gansett Island

Sternenhimmel über Gansett Island
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Paul Martinez Mutter leidet an fortschreitender Demenz. Um ihr die bestmögliche Pflege zuteil werden zu lassen, stellt er Hope als Hilfe ein. Vom ersten Moment an ist Paul von Hope verzaubert. Jedoch erinnert ...

Paul Martinez Mutter leidet an fortschreitender Demenz. Um ihr die bestmögliche Pflege zuteil werden zu lassen, stellt er Hope als Hilfe ein. Vom ersten Moment an ist Paul von Hope verzaubert. Jedoch erinnert er sich an die Worte seines Vaters unter keinen Umständen mit dem Personal eine Liaison einzugehen.
Hope und ihr Sohn Ethan starten auf Gansett Island, nach einer unschönen Scheidung, einen Neuanfang und werden von den Inselbewohnern herzlich aufgenommen. Geduldig und fürsorglich kümmert sich Hope um die alte Mrs. Martinez. Deren Erkrankung schreitet jedoch zunehmend voran, so dass Paul und Hope mit Mrs. Martinez für eine Untersuchung mehrere Tage aufs Festland müssen.
Dabei knistert es gewaltig.

Dieser 13. Teil der Gansett Island Reihe startet direkt los. Es wird sich nicht groß mit Nebensächlichkeiten aufgehalten. Da man in der Regel die Inselbewohner schon kennt, widmet Marie Force der Beschreibung der einzelnen Personen auch nicht mehr allzu viel Zeit.
Da "Sterne über Gansett Island" mein erstes Buch aus dieser Reihe war, hatte ich schon ein paar Probleme die ganzen Namen und Pärchen auseinander zu halten. Dies gelingt mit voranschreiten der Geschichte jedoch immer besser.
Neben Paul und Hope geht es auch noch um einige andere Charaktere. Allen voran Paul's Bruder Alex der in Kürze seine Verlobte Jenny heiraten will.
Diese parallel erzählten Handlungen machen das Buch sehr interessant und geben tatsächlich das Gefühl alle ein Stück ihres Lebens zu begleiten.
Die Liebesgeschichte selbst war relativ einfach und für meinen Geschmack fast ein wenig zu schnell. Insgesamt ziemlich vorhersehbar aber trotzdem schön.
Ausgelöst durch das Verhalten der alten Mrs. Martinez konnte man die Gefühle von Paul gut verstehen und Hope für ihre Stärke bewundern.

Da ich die Geschichte als Hörbuch gehört habe, fiel mir als erstes die Sprecherin auf, deren Stimme nicht ganz meinen Nerv getroffen hat. Für mich war sie etwas zu "schrill". Gelesen und betont hat sie hingegen wirklich gut.
Nachdem ich für mich die ganzen Personen und Charaktere sortiert hatte, machte das Hörbuch aber richtig Spaß. Ich denke wenn man nicht mitten drin, sondern mit dem ersten Teil anfängt, hat man eine Buchserie in der sich Teil für Teil das Leben und die Geschichte der einzelnen Inselbewohner aufbaut. Trotzdem ist natürlich jeder Teil in sich abgeschlossen.
Das Handeln und Tun der Protagonisten und Nebencharaktere war sehr amerikanisch. Wer das mag, wird von dieser Reihe im Ganzen und diesem Teil im Besonderen, begeistert sein.

Veröffentlicht am 18.07.2019

Kein oberflächlicher Sommerroman

Das kleine Sommerhaus am Meer
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Ava und ihr Bruder Rory erben von ihrer Großmutter ein Haus an der spanischen Küste. Anfangs drängt Rory auf einen schnellen Verkauf der Immobilie, doch Ava ist davon nicht überzeugt.
Im Gegenteil. Kurz ...

Ava und ihr Bruder Rory erben von ihrer Großmutter ein Haus an der spanischen Küste. Anfangs drängt Rory auf einen schnellen Verkauf der Immobilie, doch Ava ist davon nicht überzeugt.
Im Gegenteil. Kurz entschlossen nimmt sie sich eine Auszeit um den Sommer in Mariposa zu verbringen.
Als auch Rory nach einem beruflichen Fiasko einem Shitstorm zu entfliehen versucht, verdonnert ihn seine Frau zu einer "digitalen Nulldiät" und schickt Rory samt gemeinsamem Sohn Max nach Spanien.
Dort treffen die Geschwister auf alte Bekannte ihrer Großmutter, entdecken Schätze, lüften verborgenes aus der Vergangenheit und durchleben eine Vielzahl an Gefühlen.

"Das kleine Sommerhaus am Meer" verzaubert mit seinem mediterranen Flair. Jenny Oliver schafft es den Schauplatz Mariposa ausgesprochen bildlich zu beschreiben. Man kann den Sommer Spaniens förmlich spüren.
Der Schreibstil ist angenehm und leicht zu lesen. Erzählt wird die Geschichte in der dritten Person.
Überraschender Weise ist der Roman sehr tiefgründig und setzt sich intensiv mit den Gefühlen und Empfindung der Protagonisten auseinander.
Die Entwicklung von Ava und Rory ist nachvollziehbar, inspirierend und regt dazu an die eigenen Gedanken fließen zu lassen bzw. Handlungen zu hinterfragen.

Da ich mit einer oberflächlichen Sommerschmonzette gerechnet habe, war ich sehr überrascht wie tiefgehend dieses Buch geschrieben ist. Fast schon einen Tick mehr als ich bei einem Sommerroman mag. Trotzdem hat mich das sommerliche Setting sofort eingefangen und mitgenommen.
Die Geschichte war stellenweise witzig, ließ mich aber auch über eine Reduzierung der digitalen Medien nachdenken.... so rein theoretisch. ?
Wer ein bisschen mehr als nur "Oberflächlichkeiten" lesen möchte, wird hier fündig.

Veröffentlicht am 05.07.2019

Lustig und sehr unterhaltsam

Mein Mann, der Rentner, auf Tour statt Kur
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Rosa Schmidt ist 64 und die Ehefrau von Günther. Sie schreibt Tagebuch und berichtet darin über alle Geschehnisse aus dem Leben der beiden Rentner.
Nachdem ein befreundetes Paar auf einer spektakutlären ...

Rosa Schmidt ist 64 und die Ehefrau von Günther. Sie schreibt Tagebuch und berichtet darin über alle Geschehnisse aus dem Leben der beiden Rentner.
Nachdem ein befreundetes Paar auf einer spektakutlären Reise durch Patagonien war, beschließen die beiden ebenfalls reif für einen Urlaub zu sein.
Leider können sie sich nicht einigen. Günther möchte gern campen und Rosa lieber kreuzfahren. Tochter Julia hat die rettende Idee und motiviert die beiden zu einer Urlaubswette. Es werden beide Reisen angetreten um am Ende zu entscheiden welche besser war. Also geht es im Wohnmobil nach Italien und mit der Queen Mary Richtung Norwegen.

Der Tagebuchstil in dem das Buch geschrieben ist, ist herrlich erfrischend. Kurz und auf den Punkt gebracht erzähl Protagonistin Rosa die Erlebnisse aus ihrer Sicht.
Die Dialoge mit ihrem Mann Günther sowie ihre eigenen Gedanken sind stellenweise so lustig und teils auch ironisch, dass das Lesen richtig Spaß macht.
Die beschriebenen Orte in Italien und auf der Queen Mary kann man sich dabei wunderbar vorstellen und in die erlebten Situationen hineinversetzen.
Der Wandel den beide Charaktere im Laufe des Buches vollziehen ist glaubwürdig und oft sehr belustigend.

"Mein Mann, der Rentner, auf Tour statt Kur" hat mich restlos beeindruckt. Ich habe Tränen gelacht und viel geschmunzelt. Ein solches Buch wünsche ich mir sehr viel öfter. Weil es so witzig geschrieben ist, habe ich mich einfach köstlich unterhalten gefühlt. Der Teils trockene Humor Rosas war richtig klasse.
Es gab eine Situation im Wohnmobil "den Abgang betreffend", die hat mich brüllen lassen vor lachen.
Wer sich also mal wieder richtig amüsieren möchte, muss dieses Buch lesen!
Eine klare Empfehlung!!!