Cover-Bild Brown Girls
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20,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Luchterhand
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: allgemein und literarisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Erzählende Literatur
  • Seitenzahl: 240
  • Ersterscheinung: 12.06.2024
  • ISBN: 9783630876771
Daphne Palasi Andreades

Brown Girls

Roman
Cornelius Reiber (Übersetzer)

»Als würde sie über jedes Brown Girl sprechen, das im letzten Jahrhundert gelebt hat… Furchtlos!« The New York Times

»Wenn ihr es genau wissen wollt, hat unsere Haut die Farbe von 7-Eleven-Root-Beer. Die Farbe vom Sand am Rockaway Beach, von dem wir Blasen an den Fußsohlen bekommen. Die Farbe der Kajalstifte, mit denen unsere Schwestern ihre Augen umranden. Die Farbe von Erdnussbutter.«

Queens, New York. Hier kämpft eine Gruppe von Mädchen darum, die Migrationsgeschichten ihrer Familie mit der amerikanischen Kultur in Einklang zu bringen. Rastlos durchstreifen sie die Stadt, die niemals schläft, singen aus voller Kehle Mariah Carey, sehnen sich nach Jungs, die unerreichbar sind, und brechen den erreichbaren die Herzen. Eins ist für sie klar: Sie wollen für immer Freundinnen bleiben. Doch das Älterwerden macht auch vor ihnen keinen Halt und all die neuen Wünsche und Träume stellen die Freundschaft vor ungeahnte Herausforderungen.

In entwaffnend lyrischer Sprache zeichnet »Brown Girls« ein kollektives Porträt vom Erwachsenwerden und weiblicher Freundschaft vor dem Hintergrund von Rassismus, Klassenzugehörigkeit und Ausgrenzung im gegenwärtigen Amerika.

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.07.2025

Daphne Palasi Andreades: Brown Girls

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Brown Girls hat mich auf eine Reise durch die Straßen von Queens, New York, mitgenommen – und was für eine Reise das war! Die Geschichte erzählt vom Leben einer Gruppe Mädchen, die sich zwischen der Kultur ...

Brown Girls hat mich auf eine Reise durch die Straßen von Queens, New York, mitgenommen – und was für eine Reise das war! Die Geschichte erzählt vom Leben einer Gruppe Mädchen, die sich zwischen der Kultur ihrer Migrationsfamilien und der amerikanischen Lebensweise wiederfinden. Ich fühlte mich sofort in ihre Welt hineingezogen, denn wer kennt das Gefühl nicht, zwischen verschiedenen Erwartungen zu stecken und sich irgendwie in beiden Welten fremd zu fühlen?

Die Autorin hat einen unglaublich poetischen Stil, der sich fast wie ein langer, fließender Poetry Slam liest. Die Worte sind kraftvoll, manchmal hart, und treffen direkt ins Herz. Dabei gibt es viele Momente, in denen ich dachte: „Oh ja, das kenne ich!“ Besonders die Szenen über das Erwachsenwerden und das Jonglieren mit Freundschaften und familiären Erwartungen waren so treffend. Man kann nicht anders, als sich in der einen oder anderen Episode wiederzuerkennen, besonders wenn man sich je in einer Lebensphase irgendwo zwischen jugendlicher Rebellion und den Erwartungen der Eltern gefühlt hat.

Allerdings muss ich zugeben, dass der Stil auch seine Schattenseiten hatte. Manchmal fühlte es sich an, als ob die Geschichte nicht richtig in die Tiefe gehen würde. Es bleibt viel an der Oberfläche, und einige Themen wurden so schnell angerissen, dass sie eher wie ein Best-of der „Brown Girl“-Erfahrungen wirkten, statt uns wirklich in die komplexen Gefühle und Lebenswelten eintauchen zu lassen. Ein bisschen mehr emotionale Tiefe hätte dem Buch gutgetan, um den Leser noch stärker mit den Charakteren zu verbinden.

Was mir aber besonders gefallen hat, war die Darstellung von Queens als multikulturelles Zentrum. Die unterschiedlichen kulturellen Einflüsse, die Nachbarschaften, die Musik, das Essen – all das kommt wunderbar rüber und gibt dem Buch eine lebendige Kulisse. Ich konnte die Straßen fast vor mir sehen und hörte im Kopf den Soundtrack, den die Mädchen wahrscheinlich den ganzen Tag hören.

Unterm Strich ist Brown Girls ein starkes Buch, das mit seinen poetischen, kraftvollen Worten beeindruckt, aber vielleicht ein wenig zu sehr auf den großen Themen des Lebens herumtanzt, ohne sie richtig auszuloten. Trotzdem habe ich die Reise mit diesen Mädchen genossen und gebe gerne 3 von 5 Sternen. Es war gut – mit Raum nach oben!

Veröffentlicht am 21.09.2024

Identität und Zugehörigkeit

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Ein vielversprechender Debütroman, der sich mit den Herausforderungen von Mädchen mit Migrationshintergrund im multikulturellen Queens, New York, auseinandersetzt. Das Buch hat jedoch einige Schwächen. ...

Ein vielversprechender Debütroman, der sich mit den Herausforderungen von Mädchen mit Migrationshintergrund im multikulturellen Queens, New York, auseinandersetzt. Das Buch hat jedoch einige Schwächen. Die Erzählung ist oft fragmentarisch und wirkt an einigen Stellen zu episodisch. Die Figuren wirken manchmal wie Stereotypen: das klassische Bild der rebellischen Teenagerin, die sich gegen kulturelle Erwartungen auflehnt. Zwar wird die Erfahrung als migrantische Amerikanerin thematisiert, doch bleibt diese Erfahrung in vielen Teilen zu stark verallgemeinert. Trotzdem fängt das Buch gekonnt die intensiven, manchmal schmerzhaften Emotionen der jugendlichen Mädchen ein, die sich nach Zugehörigkeit und Anerkennung sehnen. Insgesamt bietet der Roman einen wichtigen Beitrag zur Repräsentation von Migrantenerfahrungen und wirft interessante Fragen über Identität und Zugehörigkeit für eine oft unterrepräsentierte Gruppe auf.
Danke an das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar.

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Veröffentlicht am 29.06.2024

Alles auf einmal - leider zu viel

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Eine Geschichte in zig kleinen Kapiteln und die Worte schießen wie aus einem Maschinengewehr auf den Lesenden. Gefühlt werden in rasender Geschwindigkeit die einzelnen Szenen heruntergerasselt und alles ...

Eine Geschichte in zig kleinen Kapiteln und die Worte schießen wie aus einem Maschinengewehr auf den Lesenden. Gefühlt werden in rasender Geschwindigkeit die einzelnen Szenen heruntergerasselt und alles in die kleinen Kapitel gesteckt, was zu den Themen Migration, Gender, Mobbing, Rassismus und Vorurteile zur Zeit besprochen wird. Zusätzlich baut sie noch weitere Themen wie schwierige Familienverhältnisse, die Unterschiede zwischen brown und white boys, die Politik und Karriere und Kind oder Nicht-Kind und die Pandemie in die wenigen Seiten.

Die Autorin rennt durch die Leben der einzelnen Charaktere und feuert den Lesenden die schwierigen Umstände, die Missstände und den Frust um die Ohren. Viele der angesprochenen Probleme kennt man, hat man gelesen oder gehört. Sie (die Probleme) sind nicht neu, schon seit Jahren präsent und doch leider bis heute nicht behoben.

Die Geschichte liest sich, trotz oder vielleicht gerade wegen den vielen Kapiteln flüssig und schnell. Für mich waren aber die Charaktere leider zu oberflächlich geblieben. Für die wenigen Seiten war die Gruppe an Mädchen und die Themenvielfalt zu groß, um wirklich einen Tiefgang zu erreichen.