Cover-Bild Bevor wir verschwinden

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19,90
inkl. MwSt
  • Verlag: Haymon Verlag
  • Genre: Romane & Erzählungen / Erzählende Literatur
  • Seitenzahl: 216
  • Ersterscheinung: 20.11.2018
  • ISBN: 9783709934333
David Fuchs

Bevor wir verschwinden

Roman
EINE ZÄRTLICHE LIEBE UNTER UNGEWÖHNLICHEN UMSTÄNDEN
Als angehender Arzt absolviert Benjamin ein PRAKTIKUM AUF DER KREBSSTATION. Dass er dort ausgerechnet auf seine JUGENDLIEBE AMBROS trifft, hätte er sich nicht träumen lassen. Ambros wird als Patient behandelt, sein Körper ist voller Metastasen. Inmitten des Krankenhausalltags NÄHERN SICH DIE BEIDEN BEHUTSAM WIEDER ANEINANDER AN. Zwischen resoluten Krankenschwestern und röchelnden Zimmernachbarn, jovialen Oberärzten und unbelehrbaren Notfallskandidaten ist ihnen bewusst, dass es DIE AUGENBLICKE SIND, DIE IHNEN BLEIBEN ...

EINE HOMMAGE AN DEN AUGENBLICK: BERÜHREND UND LEBENSNAH, MITUNTER AUCH ZUM SCHMUNZELN
David Fuchs, SELBST ONKOLOGE, erzählt die Geschichte der jungen Männer ohne jegliche Rührseligkeit, dafür MIT FEINEM SINN FÜR DAS VERSCHROBENE IM ZWISCHENMENSCHLICHEN - und berührt damit umso mehr. Mühelos birgt er die SCHÖNHEIT UND LEICHTIGKEIT DES LEBENS im Angesicht eines Abschieds. Der FM4-WORTLAUT-GEWINNER legt damit ein STARKES DEBÜT vor, gewürzt mit ein bisschen NEUNZIGERJAHRE-FEELING, in dem er zeigt, dass die großen Gefühle in den kleinen Gesten stecken.

"Beeindruckend und auch sehr berührend - ein Kondensat von ein paar wirklich sehr starken kleinen Anekdoten und Bildern, die zu einer ganz großen Lebens- und Liebesgeschichte werden."
Jurybegründung zum FM4-Wortlaut 2016

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.08.2018

Kondensstreifen am Firmament

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Inhalt/ Klappentext:


DIE GESCHICHTE EINER WIEDERBEGEGNUNG IM ANGESICHT DES ABSCHIEDS - ZÄRTLICH UND LANGE NACHHALLEND.

EINE ZÄRTLICHE LIEBE UNTER UNGEWÖHNLICHEN UMSTÄNDEN
Als angehender Arzt absolviert ...

Inhalt/ Klappentext:


DIE GESCHICHTE EINER WIEDERBEGEGNUNG IM ANGESICHT DES ABSCHIEDS - ZÄRTLICH UND LANGE NACHHALLEND.

EINE ZÄRTLICHE LIEBE UNTER UNGEWÖHNLICHEN UMSTÄNDEN
Als angehender Arzt absolviert Benjamin ein PRAKTIKUM AUF DER KREBSSTATION. Dass er dort ausgerechnet auf seine JUGENDLIEBE AMBROS trifft, hätte er sich nicht träumen lassen. Ambros wird als Patient behandelt, sein Körper ist voller Metastasen. Inmitten des Krankenhausalltags NÄHERN SICH DIE BEIDEN BEHUTSAM WIEDER ANEINANDER AN. Zwischen resoluten Krankenschwestern und röchelnden Zimmernachbarn, jovialen Oberärzten und unbelehrbaren Notfallskandidaten ist ihnen bewusst, dass es DIE AUGENBLICKE SIND, DIE IHNEN BLEIBEN ...

EINE HOMMAGE AN DEN AUGENBLICK: BERÜHREND UND LEBENSNAH, MITUNTER AUCH ZUM SCHMUNZELN
David Fuchs, SELBST ONKOLOGE, erzählt die Geschichte der jungen Männer ohne jegliche Rührseligkeit, dafür MIT FEINEM SINN FÜR DAS VERSCHROBENE IM ZWISCHENMENSCHLICHEN - und berührt damit umso mehr. Mühelos birgt er die SCHÖNHEIT UND LEICHTIGKEIT DES LEBENS im Angesicht eines Abschieds. Der FM4-WORTLAUT-GEWINNER legt damit ein STARKES DEBÜT vor, gewürzt mit ein bisschen NEUNZIGERJAHRE-FEELING, in dem er zeigt, dass die großen Gefühle in den kleinen Gesten stecken.

"Beeindruckend und auch sehr berührend - ein Kondensat von ein paar wirklich sehr starken kleinen Anekdoten und Bildern, die zu einer ganz großen Lebens- und Liebesgeschichte werden."
Jurybegründung zum FM4-Wortlaut 2016.


persönliche Meinung:

Ein tief bewegendes Buch, in dem alle Emotionen angesprochen werden. Was bleibt uns, was ist und was wird wohl sein. Wieviel wird von uns bleiben und ist das alles so wichtig? Was ist wann wichtig ?
Ein Buch zum Nachdenken, weinen, schmunzeln und mit leisen Tönen, einer Sprache, die dem Leser noch seine eigenen Bilder und eigene Interpretationen zulässt- unabhängig des eigenen Glaubens und Vorstellungen. Der Autor spürt Schwingungen und lässt diese Schwingungen auf jeder Seite spüren. Eines dieser Bücher, das einen einen Schritt nach vorne bringt und das man nicht vergisst, weil es kein austauschbarer Einheitsbrei ist. Der Onkologe David Fuchs hat mir wieder ein wenig bewiesen, es gibt Ärzte die wahrnehmen, beobachten und intuitiv spüren können- denn sonst könnte man so nicht schreiben...
Es ist für mich eine Aufforderung noch mehr nach diesen kleinen Gesten zu schauen- auf die kommt es im Leben an..
Bevor etwas verschwindet, ist es da, wir können es sehen wahrnehmen und hinschauen- verschwindet es, bleibt ein gedanklicher Kondensstreifen am Firmament- wie schnell er verblasst, liegt an und in uns selbst...

Veröffentlicht am 25.01.2019

Totgesagte leben länger

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David Fuchs erzählt mit „Bevor wir verschwinden“ eine anfangs distanziert wirkende, im weiteren Verlauf durchaus berührende Geschichte eines angehenden Arztes während dessen Praktikum in der Onkologie. ...

David Fuchs erzählt mit „Bevor wir verschwinden“ eine anfangs distanziert wirkende, im weiteren Verlauf durchaus berührende Geschichte eines angehenden Arztes während dessen Praktikum in der Onkologie. Sie lässt bewusst einige Fragestellungen offen, schafft damit Interpretationsspielräume für den Leser. So erzeugt das Buch beim Empfänger indirekt je nach Wahrnehmung ganz unterschiedliche Wahrheiten.

„Bevor wir verschwinden“ offenbart am Beispiel von verschiedenen Einzelschicksalen, wie Patienten auf schwere Krankheiten und den drohenden Tod und auch wie die ihnen nahestehenden Personen reagieren. Es wird zudem deutlich, wie unberechenbar eine Krebserkrankung sein kann.

Benjamin Marius Maier, Ben, ist angehender Arzt, dem nur noch das Praktikum und ein paar Prüfungen fehlen. Er verdient sich etwas Geld dazu, indem er in einem Labor Schweine für studentische Übungen am Leben erhält. Ich habe Ben als sehr empathischen Menschen empfunden. Er wirkte in all seinen Reaktionen noch „sehr menschlich“ und nicht medizinisch abgestumpft. Im Laufe des Buches ist er mir immer mehr ans Herz gewachsen.

Ambros Wegener, ist Patient in der Onkologie mit einer desaströsen Diagnose. Trotzdem wirkt er überwiegend normal. Erst am Ende des Buches erscheint Ambros zunehmend nervöser, so als ob er ahnen würde, was noch kommt. Ambros ist allerdings nicht nur Bens Patient, sondern auch sein Ex-Freund, was natürlich Konfliktpotential mit sich bringt. In die Beziehung der Beiden hätte ich mir mehr Einblicke gewünscht. Nur einige wenige Erinnerungen wurden ans Tageslicht gebracht. Die Intensität der Beziehung und auch die Gründe für die Trennung bleiben im Nebel.

Edna, die Stationsschwester, genannt Ed, und der Oberarzt der Onkologie Wendelin Pomp geben dem Buch eine charmante Komik. Schon ihre Namen haben für mich einen gewissen Witz. Ed, ist die heimliche Chefin der Station. Sogar Dr. Pomp trinkt seinen Kaffee lieber wo anders, damit sie nicht merkt, wie lange er Pause macht. Hin und wieder erlaubt sie sich einen Scherz auf Kosten der Kollegen. Wendelin Pomp muss ein sehr erfahrener Arzt sein. Er ist durchgehend tiefenentspannt. Den Patienten auf der Station geben sie liebevolle Spitznamen, die einem zunächst irgendwie gemein vorkommen, es aber nicht wirklich sind.

Der Schreibstil ist so, wie in meiner Wahrnehmung als Frau Männer reden. Sie brauchen einfach nicht so viele Worte, um eine Sache auf den Punkt zu bringen. Das erscheint oftmals nicht angemessen gefühlvoll. In den Momenten, wo es allerdings darauf ankam, wurde dennoch die gesamte Emotionslage transportiert, was mich tief berührt hat.

Weil es das lebensbedrohende Thema Krebserkrankung sehr sympathisch verarbeitet, hat mir „Bevor wir verschwinden“ sehr gut gefallen.

Veröffentlicht am 25.09.2018

Wirklich mal was anderes

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Als angehender Arzt absolviert Benjamin ein Praktikum auf der Krebsstation. Dass er dort ausgerechnet auf seine Jugendliebe Ambros trifft, hätte er sich nicht träumen lassen. Ambros wird als Patient behandelt, ...


Als angehender Arzt absolviert Benjamin ein Praktikum auf der Krebsstation. Dass er dort ausgerechnet auf seine Jugendliebe Ambros trifft, hätte er sich nicht träumen lassen. Ambros wird als Patient behandelt, sein Körper ist voller Metastasen. Inmitten des Krankenhausalltags nähern sich die beiden behutsam wieder aneinander an. Zwischen resoluten Krankenschwestern und röchelnden Zimmernachbarn, jovialen Oberärzten und unbelehrbaren Notfallkandidaten ist ihnen bewusst, dass es die Augenblicke sind, die ihnen bleiben.

Ich habe mich für dieses Buch entschieden, da mich das Thema sehr angesprochen hat. Auch wenn es immer mehr wird, sind schwule Pärchen noch nicht so häufig vertreten, wie sie es sein könnten. Dazu noch das Thema Krebs und ich wollte wissen, wie gut man so etwas zusammen verpacken kann.
Ich wurde direkt auf den ersten Seiten überrascht, ohne sicher zu sein, ob ich das gut oder schlecht finde. Der Autor pflegt einen ganz eigenen Schreibstil und eine ganz eigene Erzählweise. Der Text muss ohne Anführungszeichen und wirkliche Unterhaltungen auskommen. Alles wird aus Benjamins Sicht und Gedankenebene geschildert. Gespräche werden mit „sagt er“ oder „sagt sie“ etc. geschildert. Alles ist sehr umgangssprachlich und distanziert formuliert. Verspricht der Roman zwar ohne „Rührseligkeit“ auszukommen, fehlte mir aber insgesamt eindeutig die Emotion und ein wenig die Farbe. Ich konnte keinen Funken Nähe zum Protagonisten aufbauen und das ganze Buch hatte irgendwie ein trostloses Feeling. Durch die sehr umgangssprachlichen Formulierungen und die oft falsche Satzbauweise hat Ben irgendwann in meinem Kopf ein etwas beschränktes Bild eingenommen, obwohl dies vom Autor bestimmt nicht gewollt war.
Trotz dieser recht großen Makel hat mich das Buch doch in seinen Bann geschlagen, so dass ich es zumindest zu Ende lesen wollte. Wenn man sich einmal an den Schreibstil gewöhnt hat, gehen die Seiten schnell von der Hand. Das Thema hat der Autor auch wirklich gut verpackt, nur fehlten mir wirklich oben genannte Sachen, damit das Buch mich umhaut.
Ich denke aber, dass das Buch für jeden Leser etwas ist, der gerne mal außergewöhnliche Schreibstile entdeckt und besondere Autoren kennen lernt. Denn schlecht ist das Buch auf keinen Fall aber es ist so speziell, dass es hier wirklich Geschmackssache ist, ob man es mag.

Veröffentlicht am 09.09.2018

Gesichter des Todes

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Der angehende Arzt Benjamin muss ein Praktikum auf der Krebsstation im Krankenhaus absolvieren. Dort trifft er auf seine erste Liebe. Ambros hat metastasierenden Krebs. Fortan verbringen die beiden Zeit ...

Der angehende Arzt Benjamin muss ein Praktikum auf der Krebsstation im Krankenhaus absolvieren. Dort trifft er auf seine erste Liebe. Ambros hat metastasierenden Krebs. Fortan verbringen die beiden Zeit miteinander, in der der Alltag im Krankenhaus um sie herum passiert.

Der Schreibstil ist erst mal gewöhnungsbedürftig. Es gibt keine als solche gekennzeichnete wörtliche Rede, so dass der Text in einem Fluss erzählt. Auch die Sprünge innerhalb der Geschichte sind nicht klar gegliedert, so dass ich oft verwirrt war, wenn die Geschichte plötzlich in die Vergangenheit ging, um von Bens und Ambros‘ Beziehung von damals zu erzählen. Doch ich gewöhnte mich schnell daran und konnte mich gut mit dem Buch auseinandersetzen. Die Erzählungen über die anderen Patienten auf der Station haben mich schon mitgenommen, auch weil man mitbekommt, wie mit den sterbenden Menschen umgegangen wird. Da im Klappentext erwähnt wird, dass der Autor auch Arzt ist, werden diese Passagen wohl eng an der Realität angelehnt sein.

Insgesamt hat mir das Buch gefallen, auch wenn ich mir mehr Emotionen gewünscht hätte. Gerade am Schluss ist mir alles ein bisschen zu mechanisch und technisch, so dass das Buch bei mir keine Gefühle auslöste. Anders, aber nicht schlecht.

Veröffentlicht am 08.09.2018

Impulsiv, gefühlsbetont, schmerzhaft, aber wahrhaftig wie das Leben

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Dieses Buch hat mich gefesselt.

Es wird einfühlsam, mit leisen Tönen, der Abschied von der Welt beschrieben.

Zwei Jugendfreunde treffen sich wieder: als Patient und (angehender) Arzt im Krankenhaus auf ...

Dieses Buch hat mich gefesselt.

Es wird einfühlsam, mit leisen Tönen, der Abschied von der Welt beschrieben.

Zwei Jugendfreunde treffen sich wieder: als Patient und (angehender) Arzt im Krankenhaus auf der onkologischen Station.
Sie erinnern sich an Ihre gemeinsame Zeit und nutzen die ihnen nur noch kurze verbleibende umso intensiver.

Nicht nur das Leben im Krankenhaus, auch das Miteinander des Personals und der Patienten sowie die Beziehung der beiden Protagonisten wird sehr gut beschrieben. Fast schon zu gut. Gänsehaut und auch die ein oder andere Träne sind vorprogrammiert.

Von mir 5 von 5 Sternen