Cover-Bild Und in mir ein Ozean
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16,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Querverlag
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 304
  • Ersterscheinung: 02.09.2019
  • ISBN: 9783896562814
Dennis Stephan

Und in mir ein Ozean

Roman
Der zartbesaitete Arthur wächst bei seiner alleinerziehenden Mutter an der deutschen Ostseeküste auf. Seinen Vater kennt er nicht, Freunde hat er kaum.
Von den Nachbarn geächtet, leben Mutter und Sohn in ihrer eigenen Welt, in der Träume so wirklich scheinen wie die unkontrollierte Wirkung leise geflüsterter Zaubersprüche. Dann verschwindet die Mutter ohne Worte des Abschieds und die Unschuld zerbricht.
Für Arthur beginnt eine lange Reise des Erwachsenwerdens, die er antritt, um all jene Rätsel seiner Kindheit zu lösen.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.05.2020

Der süsse Schmerz des Erwachsenwerdens

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Arthur lebt mit seiner Mutter auf Rügen, in einem kleinen Haus, direkt am Strand, in der Nähe des Wassers. Nicht nur Arthur ist besonders, sondern auch seine Mutter, denn auch wenn sie im Dorf als Hexe ...

Arthur lebt mit seiner Mutter auf Rügen, in einem kleinen Haus, direkt am Strand, in der Nähe des Wassers. Nicht nur Arthur ist besonders, sondern auch seine Mutter, denn auch wenn sie im Dorf als Hexe geschimpft wird, so stehen doch nachts oft kummer geplagte Seelen bei ihr vor der Türe und erhoffen sich Hilfe durch Rat oder einen Trank aus Blüten, oder durch das Karten legen. Doch als Arthur in die Pubertät kommt sieht er nicht mehr alles so uneingenommen, das Verhältnis Arthur – Mutter erhält Risse und als Arthur volljährig wird ist seine Mutter spurlos verschwunden...und Arthur weiß nicht was er mit seinem Leben anfangen soll....

Ich danke Lovelybooks.de sowie dem Autor für das Rezensionsexemplar und die dazu stattgefundene Leserunde.

Was soll ich über dieses Buch sagen? Es ist gewaltig, in seiner Wirkung, in seiner Geschichte, in seinem Erzählstil.
Und es berührt wohl wirklich jeden der es lesen wird denn jeder war mal an der ein oder anderen Stelle an der auch Arthur steht/stand und somit kann man diese Gefühlswelt immer wieder nachvollziehen.

Schon mit den ersten Seiten konnte mich der Autor packen, alleine wie er das Meer, seine Umgebung, das Haus am Strand, die Möwen den Geruch beschreibt - man fühlt den Sand zwischen den Zehen, riecht und schmeckt das Meer in der Luft und hört die Möwen rufen. Dies zieht sich durch das ganze Buch, denn wir reisen mit Arthur nach Hamburg, Amsterdam und Berlin, und immer hat man Land, Leute und das volle Leben um Arthur auch um sich herum.

In diesem Buch spielt Arthur die Hauptrolle, aber auch seine Mutter begleitet ihn immer wieder in der Geschichte.

Beide waren mir sehr sympathisch, auf ihre Art in ihrem Wesen gefangen und irgendwann kam dann der Versuch mit einem Neustart, mit einem anderen Weg, mit dem Ausbrechen.

Die Mutter fand ich von ihren Denkweisen und ihren Fähigkeiten unheimlich interessant, ja fast mystisch. Sie hat ein großes Wissen was hilft oder eben nicht, sie hat die Eigenschaft Menschen zuhören zu können und mit Wissen und Feingefühl Ratschläge zu erteilen. Man muss hier aber keine Angst haben dass der Autor in das Esoterische abrutscht sondern Menschen mit einer Leidenschaft und dem Gefühl für das Richtige beschreibt.

Auch die Sprüche und ja, den Glauben der Mutter geht mehr in die Richtung Naturglauben, sie betet keinen Gott oder Religion an sondern glaubt an die Veränderung die von der Natur aus von sich geht.

Da hat sie meine große Unterstützung.

Arthur, ein Junge der ohne Vater aufwächst, liebt und verehrt seine Mutter, nimmt viel von ihrem Glauben und Ansichten an und kann diese nicht oder sehr ungern ablegen. Mit der Pubertät beginnt sich aber Arthur zu verändern, er eckt immer mehr mit seiner Mutter zusammen und mag auch ihre Ansichten nicht mehr bedingungslos teilen.
Ihn stört es dass sie so abseits leben und handeln, schon von vorne rein als „anders“ und komisch gelten. Für Arthur bricht die Welt zusammen als seine Mutter ihn über Nacht verlässt und er alleine mit seinem jungen Leben dasteht.

Warum das Buch lesen?

Hier geht es um einen Mann der im jungen Leben zum Erwachsenen steht und eigentlich keine Ahnung hat was er mit diesem neuen Lebensabschnitt anfangen soll, wie soll es mit ihm weitergehen, welche Pläne hat er für sich gemacht, was will er in Zukunft machen, sein Leben wie gestalten?

Arthur ist von einer inneren Leere erfüllt und diese versucht er zu füllen.

Er versucht sein Glück in Hamburg, Amsterdam und Berlin, er trifft viele neue Leute, bunte und interessante Gestalten, Menschen die ihn interessant finden, die ihn und seine Abstürze unterstützen, manchmal auch fördern, nicht jeder schaut und hört genau hin was Arthur bewegt.

Arthur selbst ist ein sehr sensibler Mensch der mit der lauten, schnellen Welt nicht mithalten kann, mithalten will und seinen Platz einfach nicht finden kann.

Was bedeutet es erwachsen zu werden?

Wie leicht ist es seinen Platz in dieser Welt zu finden, seine Leidenschaft zu entdecken mit der man sein restliches Leben „arbeiten“ kann und möchte?
Soll man im Stillstand verharren oder immer mal wieder den Ausbruch wagen und Neues beginnen? Wie wichtig ist der Beistand der Eltern?

Welche Fehler können Eltern machen? Ist es so leicht ein Kind zu einem selbstständigen Menschen erziehen zu können?
Hat man nicht auch als Mutter/Vater das Recht irgendwann wieder sein eigenes Leben zu beginnen, aufzunehmen und Neues zu wagen? Mit welchen Verlusten und Taten geht dies auf beiden Seiten einher?

Ein Buch über den süßen Schmerz des Erwachsenwerden, man erkennt sich in vielen Dingen womöglich wieder selbst, macht sich seine Gedanken und fühlt sich in die eigene Erwachsenwerden Zeit zurückversetzt.

Arthur besticht durch seine besondere Art, man fühlt und leidet mit ihm, die innere Leere war jederzeit spürbar und nachvollziehbar, ich bin von Arthur sehr angetan und er als Protagonist ist einfach nur wunderbar umgesetzt.

Und mir ein Ozean ist ein Buch über das Wachsen in die Erwachsenenwelt, über Liebe und Hass, über Vertrauen und Schmerz, Schuld und Unschuld, die innere Leere zu füllen und den eigenen Weg zu finden.

Vor allem aber ist es ein Buch über die Liebe und das Vertrauen in einen Selbst.

Ich bin mir sicher dass jeder sich, in diesem Buch, zeitweise, wiederfinden wird und von daher spreche ich für dieses Buch eine klare Leseempfehlung aus.


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Veröffentlicht am 04.03.2020

Im Strom des Lebens treiben

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Arthur erzählt hier seine Lebensgeschichte im Rückblick. Mit seiner Mutter verbringt er seine Kindheit auf der Insel Rügen an der Ostsee. Beide sind Außenseiter in ihrem Ort, jedoch verbringen sie eine ...

Arthur erzählt hier seine Lebensgeschichte im Rückblick. Mit seiner Mutter verbringt er seine Kindheit auf der Insel Rügen an der Ostsee. Beide sind Außenseiter in ihrem Ort, jedoch verbringen sie eine magische Zeit miteinander und viele der Erlebnisse finden sich auch in den späteren Ereignissen wieder. Arthurs Mutter verschwindet aber irgendwann einfach so und für ihren Sohn beginnt eine lange Reise des Erwachsenwerdens, ohne zu verstehen, warum er verlassen wurde.

Episodenhaft lotst uns Arthur durch sein Leben und die verschiedenen Stationen, an denen er Halt macht. Er beschreibt seine Tablettensucht, seine immer wieder missglückenden Beziehungen, die Auseinandersetzung mit sich selbst. Ich konnte leider keine so richtige Beziehung zu ihm aufbauen, mir war er oft sehr unsympathisch und er blieb mir zu distanziert.

Arthurs Mutter war wirklich interessant und ich mochte die Geschichten über sie. Der Rest verliert sich ein bisschen in Belanglosigkeiten, die es mir schwer gemacht haben, meine Aufmerksamkeit beim Lesen zu behalten. Ich brauchte viel Durchhaltevermögen zwischendurch, da es mich teilweise einfach nicht interessiert hat im Schnelldurchlauf zehn Jahre zu erfahren und nur manchmal auf einzelne Situationen einzugehen. Die anderen Nebencharaktere und die Themen, die durch diese Personen aufgegriffen wurden, waren für mich jedoch schon interessant und spannend. Da gab es Fleur, die mit einem männlichen Körper geboren wurde, aber eigentlich eine Frau sein möchte, Danielle und Ruben, mit denen Arthur eine Dreierbeziehung führt, und die Männer, in die sich Arthur verliebt

Den Schreibstil fand ich stellenweise sehr schön, da der Autor sehr poetisch und philosophisch schreiben kann. Die Geschichte ist dadurch irgendwie sehr melancholisch angehaucht, was bei mir leider oft einen bitteren Nachgeschmack hinterlassen hat. Das Ende wiederum hat mich mit dem ganzen Buch versöhnt, somit hat sich das Durchhalten zum Glück ausgezahlt. Im Großen und Ganzen betrachtet, ist die Geschichte nämlich in sich schlüssig und auch bereichernd.

Fazit

Diese Geschichte ist schwere, bittere Kost, die zwar aus der Menge hervorsticht, mich jedoch nicht ganz überzeugen konnte. Es war mir zu episodenhaft, um wirklich einen Bezug zu den Charakteren oder selbst zur ganzen Geschichte aufbauen zu können. Was mir gefallen hat, waren die Themen, Menschen und Situationen, die abseits vom Mainstream existieren und passieren, und die das Buch lesenswert machen.

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Veröffentlicht am 07.10.2019

Ein unglaublich berührender, wunderschön geschriebener, feinfühliger und melancholischer Roman

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„Und in mir ein Ozean“ von Dennis Stephan ist 2019 im Querverlag erschienen. Der Roman umfasst in der Taschenbuchausgabe 304 Seiten.

Arthur wächst mit seiner Mutter etwas abseits der Gesellschaft auf. ...

„Und in mir ein Ozean“ von Dennis Stephan ist 2019 im Querverlag erschienen. Der Roman umfasst in der Taschenbuchausgabe 304 Seiten.

Arthur wächst mit seiner Mutter etwas abseits der Gesellschaft auf. Beide führen ein freies, unangepasstes Leben, doch an Arthurs 18. Geburtstag verlässt ihn seine Mutter plötzlich ohne ein Wort des Abschieds. Arthurs Leben gerät aus den Fugen. Er ist von heute auf morgen auf sich allein gestellt. Er begibt sich auf die große Reise nach dem Sinn des Lebens, nach der Liebe, probiert vieles aus, sieht hinter den Spiegel, erforscht die Grautöne des Lebens, ist auf der Suche nach sich selbst, seinen Werten, seinen Gefühlen, seinen Ängsten, seinen Stärken…

Dennis Stephan gelingt es in seinem Roman den Leser durch seinen feinfühligen und eindrücklichen Schreibstil in den Bann zu ziehen. Sein Schreibstil macht diesen Roman zu etwas ganz Besonderem. Für mich sticht er aus der Masse heraus und ich konnte regelrecht darin versinken. Das Kopfkino ging beim Lesen bei mir an, ich konnte in die Geschichte fallen und fühlte so ab der ersten Seite sowohl was die Höhen als auch die Tiefen von Arthur anbelangt mit und konnte mich völlig in den Protagonisten hineinversetzen und seine Gefühle und Gedanken nachvollziehen.
Ich habe dies voller Faszination gelesen und habe dies so sehr genossen. Was für ein tolles Leseerlebnis!

Fazit: Ein feinfühliger und sehr lesenswerter Roman.
Es war für mich ein Erlebnis, dieses Buch zu lesen und in die Welt von Arthur einzutauchen.
Es hat mich sehr berührt und bereichert und klingt stark in mir nach. Ich empfehle es absolut und uneingeschränkt weiter!

Veröffentlicht am 29.09.2019

Wenn der Ozean in dir wütet……………. Versuche dich über Wasser zu halten, und nicht zu ertrinken.

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Und in mir ein Ozean von Dennis Stephan

„Who is the man I see?...... Where I'm supposed to be?..... I lost my heart, I buried it too deep.
Under the iron sea.“

Lieber Dennis Stephan. Du hast in einem ...

Und in mir ein Ozean von Dennis Stephan

„Who is the man I see?...... Where I'm supposed to be?..... I lost my heart, I buried it too deep.
Under the iron sea.“

Lieber Dennis Stephan. Du hast in einem Text zum Buch mal gesagt, und nun zitiere ich…..“soll eine Boje sein, wenn das Meer in uns stürmt und wir drohen in Worten oder Gefühlen zu ertrinken…..“ ……………..Aber wie bitte soll man denn in diesem Buch nicht in Emotionen und Gefühlen versinken? Ich habe versucht, die Boje zu ergreifen, ertrunken bin ich nicht. Aber es war wirklich haarscharf.

Wo soll ich bitte anfangen?! Dieses Buch hat geschafft, was Wenige schaffen. Mich sprach – bzw. wortlos zu machen. Also räusper, dann mal los. Ihr werdet die nächste Zeit einiges an Lob hören, mal mehr, mal weniger geschwollen. Aber ich kann es nicht ändern. Diese Rezension ist aus meinen Notizen entstanden, und die habe ich während des Lesens aufgeschrieben. Und während des Lesens war ich wohl nicht mehr Herr über meine Sinne. Hier also meine Gedanken, Gefühle, und noch so einiges, was in Gehirnen entsteht……….. also seht, was dieses Buch aus mir gemacht hat.

Ich habe geweint und getobt, und gelacht…. Ob dieses Buches. Nicht nur beim Lesen, sondern auch der Tatsache wegen, dass ich hilflos dagesessen bin, und nicht wusste, wie um Himmels Willen ich meine Rezension schreiben soll, um damit auszudrücken, was hier während des Lesens beim Buch passiert ist. Ein bisschen verrückt. Ich weiß. Aber es ist eine unabänderliche Tatsache. Später wurde mir dann klar, dass ich wohl an Wortfindungsstörungen leide, ob der Vielfalt an Worten und Umschreibungen, ja fast Umschmeichelungen der Worte, die der Autor im Buch benutzt. Hätte Arthur als Mensch neben mir gestanden, wäre ich wahrscheinlich aufgrund seiner Worte in eine Hypnose gefallen, so schön und berührend, und gleichzeitig magisch waren sie. Und schon wieder finde ich nicht die richtigen Worte. Lest das Buch am besten selber :). Der Sprachstil ist wie ein Gemälde, in das man reinrutscht, während man gleichzeitig die Geschichte erlebt, und sich in einem Gedicht wähnt. Danach würde man am liebsten zu je dem Menschen rennen, und ihm sagen „Lies dieses Buch, und dann rede nur noch so mit mir“. Was für ein schöner Ort die Welt wäre :D

-Das Buch als Buch:

Dies ist der zweite Roman vom Autor, und….. Heute vergebe ich…………. Sagen wir mal………..10 von 5 Sternen :).Das Buch passt in kein bestimmtes Genre. Keine Mystik, keine Liebe….. obwohl alles vorkommt. Man würde es am besten mit Coming of Age vergleichen, aber auch das kommt dem nicht annähernd nahe. Es ist eher ein Suchen, und sich finden, was man natürlich mit dem Wachstum, dem in sich selbst wachsen, beschreiben könnte. Ich würde einfach mal ein neues Genre beanspruchen, und es „Grandiose Literatur“ nennen.

Das Buch ist bildhaft beschrieben, so dass man beim Lesen eigentlich dauerhaft mit Kopfkino in Berührung kommt. Es ist schwer nach der Lektüre wieder in der Realität anzukommen, und das, obwohl das Buch ja gar nicht so unrealistisch ist, in keiner Fantasiewelt spielt, sondern direkt vor unseren Haustüren. Und trotzdem haftet ihm etwas an, dass einen die Wirklichkeit beim Lesen vergessen lässt. Danach ist es wie ein Jetlag. Man braucht erstmal wieder ein wenig Realitätseingewöhnungszeit. Und vielleicht, aber nur vielleicht ein kleines bisschen, habe ich mich……… ein klein wenig…. Hals über Kopf……… in dieses Buch verliebt :D. Das Buch hängt nach, begleitet einen im Alltag, und lässt einen irgendwie nicht mehr los, egal was man tut.

Ein Roman wie aus einem Traum, verwoben mit der Wirklichkeit, der guten und der schlechten, einer Menge Mystik, und Magie…….. und wunderschönen poetischen Worten, die einem nach und nach eine Gänsehaut bereiten, und einen einlullen, und zufrieden, aber auch ängstlich, schwankend…. Und manchmal atemlos zurücklassen. Der einen aussaugt, aber der Leere auch wieder Hoffnung gibt, und mit einem ungeheuren Durchhaltevermögen dafür sorgt, dass man sich am Ende erwachsen fühlt. Mal mehr, und mal weniger. Auf jeden Fall bleibt man zurück und allein mit seinem Gedankenallerlei. Doch worum geht es überhaupt? Arthurs Kindheit endet mit seinem 18. Lebensjahr, so wie bei uns allen. Aber zusätzlich ist dieser Tag verbunden mit einem richtigen Anfang des Weges zum Erwachsenwerden, ist es doch just der Tag, an dem seine Mutter ihn verlässt. Und wer jetzt meint, er könne sich in seinen Kokon aus Sicherheit einwickeln, und für immer und ewig in der Einsamkeit verweilen, wo einen niemand verletzen kann, und wo jedermanns Anderssein nicht auffällt, der irrt. Arthur muss wohl oder übel in die Welt hinaus, da er von seiner Mutter ja verlassen wurde. Wie ein Vogelküken, das von seiner Mutter am Tag des ersten Ausflugs einfach verlassen wurde, wird er ebenfalls aus dem Nest gestoßen, allein mit den Erinnerungen und den maßgebenden Regelungen, wie man sein Leben zu bestreiten hat. Und auch wenn sie nicht immer einer Meinung waren, zumindest ab den Jugend – und Pubertätsjahren, so kommt es einem vor, als ob er seine Kindheit und Jugend im Schutze einer Meeresblase gelebt hätte, zusammen mit seiner Mutter auf Rügen. Und zwar nur mit seiner Mutter, denn seinen Vater kennt er nicht. Dieser ist schon recht früh aus dem Leben der beiden verschwunden. Später, nach dem Verlassen der Mutter, geht er nach Hamburg, und ist zum ersten Mal im Leben in der Großstadt. Da Arthur nur die Ruhe und Stille des Meeres und die Einsamkeit seines Heims gewohnt ist, kommt er erst nicht so gut zurecht. Er meidet Menschen und Ansammlungen und Gespräche. Später ändert sich das. Die Irrfahrt beginnt. Und damit ein langer Weg zum Erwachsenwerden. Arthurs Versuch einer Reise zu sich selbst, um sein eigenes Selbst zu finden, führt von Rügen nach Hamburg, kurzzeitig nach Las Vegas, Amsterdam und Berlin, um schließlich den Kreislauf zu beenden, und an den Anfang des Geschehens nach Rügen zurückzukehren. Eine Irrfahrt und Odyssee beginnt. Und wie der griechische Held meistert er Aufgaben, Tests, und wächst daran. Doch Odysseus hatte seine Mannschaft. Arthur Niemanden, außer den Menschen, die ihm auf seinem Lebensweg immer wieder begegnen. Die Personen die was mit ihm zu tun haben wollen, an die klammert er sich, wie an einen rettenden Strohhalm, aber auch wieder nicht, weil er dieses Festhalten und Zusammenbleiben nie gelernt hat, und das löst in ihm Ängste aus. Bindungsängste entstehen, bei denen, die ihn wirklich wollen, weil seine Mutter ihm die wichtigen Dinge im Leben nicht beigebracht hat, aber die Info, dass nichts beständig ist, und irgendwann jeder verlassen wird, die war dabei. Sobald also jemand näher in Arthurs Dunstkreis aus Gefühlen eindringt, kommt die Panik des Verlassenwerdens. Und bevor jemand verlasen wird, verlässt er lieber selbst. Es ist paradox. Aber auch irgendwie verständlich. So verletzt Arthur die Leute um ihn herum, und wird gegenverletzt. Er hat keine Orientierung, weiß nicht, was er wirklich will. Hatte ja sein ganzes Leben Niemanden, der ihm wirklich relevante Dinge gelehrt hat. Er musste sich also alles selber beibringen. Learning by doing. Aber dadurch sind Vertrauen und Liebe auf der Strecke geblieben, das konnte ihm seine Mutter nie vermitteln, bevor sie gegangen ist. Ich würde ihm ja nach dem Buch gerne adoptieren, und ihm sagen, wo es im Leben langgeht, wenn ich es halt selber genau wüsste :D.

Und wie Gedankensplitter, Erinnerungssplitter, und Bruchstücke der Erinnerungen kommen das ganze Buch über Phasen, in denen Arthur sich in den Teilen seines Erwachsenwerdens daran erinnert, was seine Mutter damals in seiner Kindheit oder Jugend gesagt oder getan hat. Arthurs Mutter ist das ganze Buch über präsent und dominant, und das obwohl sie ja ziemlich am Anfang verschwindet. Und trotzdem ist sie fast immer da, oder in den Situationen dabei, als Geist, Phantom, als Traum, oder Erinnerung. Arthur macht ein Loslösen durch, und das in verschiedenen Schritten. Ein erwachsen werdendes Loslösen von seinem alten Leben. Aber, sein wir mal ehrlich, Die Entscheidung wurde ihm ja von seiner Mutter auch abgenommen. Niemand sollte von seiner Mutter einfach verlassen werden, und damit hineingeworfen werden in ein eigenes Leben, ohne das Kind darauf vorbereitet zu haben. Erwachsenwerden hin oder her. Das muss jedes Kind tun. Jedes Kind muss erwachsen werden, zumindest mehr oder weniger, und sich selbst finden, damit es weiß, wer es im Leben ist. Aber jemanden alleine lassen ist, meiner Meinung nach, dafür nicht die richtige Methode. Rein nach dem Motto „Raus mit dir kleines Vögelchen und flieg, aber erst, nachdem ich dich vorher verlassen habe, und dir nicht beigebracht habe, wie man fliegen muss, um ein erwachsener Vogel zu werden. Nun könnte man sagen, der kleine Arthur wurde von seiner Mutter geformt. Später, als sie ihn verließ, wurde er vom Leben geformt, und von allen Dingen, die er erlebt hat, auch den sehr schlechten, und die haben ihn zu dem gemacht, der er nun ist. War die Maßnahme von Arthurs Mutter, ihn allein zu lassen, also völlig in Ordnung, weil sie ihn in die richtige Richtung geschoben hat, mit ganz vielen schlechten Umwegen? Vielleicht wollt ihr das Buch ja selbst lesen, und euch dieselben Fragen stellen, statt meine Gedanken dazu zu lesen (meine Antwort lautet übrigens nein, sie hätte ihn nicht alleine lassen dürfen. Freiheit hin oder her. Sowohl das Freiheiten lassen, als auch das sich selbst Freiheiten nehmen. Kinder sollten nicht alles alleine durchmachen müssen). Aber lasst euch trotzdem von mir gesagt sein…………. Ich lasse euch nicht allein in der Entscheidung, so wie Arthurs Mutter. Nein. Ich gebe euch den Tipp und die Empfehlung, das Buch zu lesen. Denn jeder ist für sein eigenes Glück verantwortlich.

Und genau wie König Arthus selbst, nach dem er anscheinend von seiner Mutter benannt wurde, lassen Arthur und seine Mutter die Welten verschwimmen. Eine Mischwelt aus Realität und Magie. Und manchmal meint man sich wirklich in Avalon zu befinden, statt in Rügen. Denn die Magie, die Arthurs Mutter betreibt ist keinesfalls die Zauberei, die in den Fantasien allgegenwärtig ist, besinnt sie sich doch ehe rauf Naturmagie und die Einheit mit der Erde…………. So wie eben in Avalon. Wenn ich wollte, könnte ich noch weitere Parallelen ziehen, zur Herrin des Sees, und dass Avalon nur durch die Nebel zu erreichen ist, über das Wasser, es einsam und verborgen gelegen ist, versteckt vor der Welt. So wie Arthurs Heim auch am Wasser liegt, in einer Welt voller Einsamkeit, und Leute, die ihn und seine Mutter meiden. Auf jeden Fall kann man das natürlich nicht vergleichen, aber irgendwie ist beim Lesen in mir dieses Gefühl aufgekommen. Und bei Arthurs Mutter musste ich unsinniger Weise an Morgaine Le Fay denken.

-Cover:

Ich gebe heute mal gar keine großen Erklärungen dazu ab, und sage einfach. Es gefällt mir sehr gut, und passt super zum Buch und zum Inhalt, und hat eine schöne Symbolik. Still, rau, blau, grau……..wie ein Ozean.
-Titel des Buches:

Darüber zu reden, ist diesmal gar nicht so einfach. Denn zu beschreiben geht es nicht. Also. Geht in euch selbst, und findet selbst heraus, welcher Ozean und welche Gezeiten wann in euch fließen, geflossen sind, und was die Zukunft in eurem eigenen inneren Meer birgt. Denn Arthurs Geschichte mag zwar seine ganz eigene sein. Aber irgendwie ist sie auch ein Teil von uns allen.
-Gedankenkopfsalat und Fazit (falls ich mich wiederhole, möge man mir das verzeihen):

Wir haben Ozeane, Illusionen, Desillusion, Verlust, Einsamkeit, Ängste, Magie, Verlassen, fehlendes Vertrauen, und natürlich die Liebe.…. Und wenn wir schon bei Ozeanen sind, die in uns entstehen und wüten, dann reden wir doch auch mal über meinen Ozean, der sich während des Lesens ab und an entladen hat, in einer Flut aus salzigen Tränen. So ganz kalt lässt einen das Buch nicht.

Ich weiß nicht, wie ich es beschreiben soll. Manchmal habe ich eine Gänsehaut beim Lesen bekommen, ob der Atmosphäre im Roman. Es ist sehr poetisch und sehnsuchtsvoll geschrieben. Im ersten Teil meint man fast aus einem Traum aufzuwachen. Man fühlt sich gleich hineinversetzt in Arthur, den Hauptprotagonisten. Das Buch saugt einen irgendwie ein, und hinfort aus der Realität, und wenn man dann wieder eine Lesepause macht, muss man erstmal den Kopf durchschütteln, und seine Gedanken ordnen. Es ist fast magisch, und das obwohl die Thematik durchaus gar nicht in den Fantasybereich anzusiedeln ist. Trotzdem hat es einen Hauch von Magie und Schicksal an sich, und bietet einen kleinen Touch der beiden Dinge. Fast wie Ahnungen. Ja ja. Das Buch ist eben zauberhaft.

Es ist wie ein Aufeinanderprallen der realen Welt mit all ihren Facetten und Problemen, und auf der anderen Seite die behütete Kindheit von Außenseitern, die zwar wenig mit der Gesellschaft der Menschen zu tun hatten, aber deren Leben aus bedeutungsschweren Träumen und Zaubersprüchen bestanden hat, welche zu ihrer Realität wurden. Doch wie es so mit Träumen ist, sowohl bei den schlimmen als auch bei den guten. Irgendwann wacht man auf, und steht da, einsam, allein……. In der Realität.

Das Buch ist wie ein Gemälde, manchmal in kräftigen Farben und bunt. Manchmal blass, und mit zarterer Bleistiftspitze gezeichnet. Wie ein Gedicht, poetisch, sich aber eben nicht reimend. Aber wer hat denn eigentlich bestimmt, dass Gedichte sich reimen müssen? Jeder Satz für sich ist ein Kunstwerk, und man muss aufpassen, dass man keines dieser Kunstwerke überliest, und genau in sich aufnimmt und versteht. Alles ist ineinander stimmig. Die Naturreligion der alten Germanen, die Denkweisen, die heutigen Lebensweisen der Menschen. Man ist nach dem Buch wie benebelt, fast wie bei einer Droge. Das Buch ist einlullend und verführerisch, fast so, als ob man sich zu ihm hingezogen fühlen würde. Ist man einmal in der Geschichte, kann man schwer widerstehen. Es ist fast ein wenig magisch (ich weiß, ich hab‘s schon mal erwähnt), wie Zauberei (auch hier weiß ich‘s ;)).

Ich habe bei dieser Rezension wirklich Angst, dass meine Worte nicht ausreichen. Dass sie nicht umschreiben können, was dieses Buch in einem auslöst. Dass sie nicht genügen, oder nur bruchstückhaft das wiedergeben, was man beim Lesen empfindet.

Immer wieder findet man im Text Andeutungen auf die Entwicklung Arthurs, mal wird es als ein Rohdiamant zum Strahlenden Klunker beschrieben, mal als Ausschlüpfender, wie eine Raupe aus einem Kokon, die dann zum Schmetterling wird. Er wird in der realen Welt sozusagen geformt, um am Ende zu dem zu werden, der er am Ende eben ist. Denn manchmal kommt es einem vor, als ob Arthur sich immer mehr verliert, bevor er sich finden kann.

Denn es erscheint, als seien seine Lebenskapitel nicht abgeschlossen und unvollständig.

-Arthur als Person (er ist einfach so präsent als Hauptprotagonist, dass man ihn extra erwähnen muss):

Müsste ich es beschreiben, so würde ich sagen, Arthurs Leben folgt den Gezeiten des Meeres, welche symbolisch dafür stehen, wie es in den Leben der Menschen aussieht. Aber was rede ich da? Tut das nicht jedes Leben irgendwie? Stürmische Zeiten, sonnige Zeiten, ruhige Zeiten, aufwühlende Zeiten, wunderschöne reflektierende Zeiten, sich spiegelnde Zeiten. Zeiten der Trockenheit und Ebbe, und Zeiten der Flut. Das Meer ist Arthurs Lebensbasis. Seine Kindheit. Ein fester Untergrund und sein Zu Hause. Die Zeit nach dem Verschwinden seiner Mutter ist geprägt von Wankelmütigkeit und Unsicherheit. Von einem Dahinfließen aber ohne Rettungsboot. Die rettende Sicherheit ist Arthurs Zu Hause. Nur eben OHNE Sicherheit und Vertrauen und Zuversicht, denn die hat ihm seine Mutter genommen. Ist das irgendwie verständlich? Das Meer ist es auch, welches Arthur bis in seine Träume folgt, obwohl er räumlich getrennt von ihm ist. Eine Verbindung, die bleibt. Arthur sucht lange in verschiedenen Lebensabschnitten nach genau dem Abschnitt, der ihm passt. Die anderen passen nicht so richtig, wie Klamotten, die zwicken und drücken. Alles läuft darauf hinaus, das Kleidungsstück zu finden, was am besten passt. Auf seiner Reise zu sich selbst begegnet Arthur vielen Personen. Dabei verletzt Arthur die Menschen um sich herum, und in seinem Umfeld, so wie er verletzt wurde. Arthur wird verlassen, und er verlässt selber. Er ist auf der Suche nach Liebe, oder zumindest nach dem, was er denkt, dass es Liebe sein könnte. Denn eines hat er in der Erziehung seiner Mutter nicht mitbekommen. Vertrauen. Und ohne Vertrauen gibt es keine Liebe. Dies ist eine wichtige Grundlage und Basis dafür. Kleine Lehrstunde am Rande :D. ab und an erscheint es, als sei sein Lebenskapitel nicht abgeschlossen und unvollständig. Alles fängt mit dem Ozean an, dann kommen die Lichter, die Großstadt, Lärm, der die Stille verdrängt, zwischendurch kurze Wüste, die Arthur mag, weil sie ihm die Erinnerung an das Meer nimmt. Diese schmerzliche Zeit und Erinnerung, als seine Mutter ihn verlassen hat. Doch dies alles sind nur Ablenkungen und Betäubung, und nicht sein wahres Ich. Das Universum sendet Zufälle auf Arthurs Weg, und sorgt dafür, dass er verschiedene Menschen in verschiedenen Stationen seines Lebens trifft. Ebenfalls ein Kreislauf der Natur.

-Noch mehr Gedanken ( die nehmen irgendwie kein Ende):

Und der Ozean in uns ist nichts Anderes als unser Blut, unser Herz, was das Blut durch die Adern pumpt. Mal mehr, mal weniger, stürmisch wie die See, wie unser Leben selbst, in einem ständigen Kreislauf, dem auch der Ozean folgt.

Am Ende bleiben wir als Leser mit unserer eigenen Imagination zurück, und wissen nicht, ob alles im Leben bloßer Zufall ist, alles einem Reigen der Natur, oder gar des Universums folgt, ob es Menschen gibt, die magische Dinge tun, und in unser Schicksal eingreifen können……. Oder ob das Leben einfach das ist, was wir daraus machen, als ob wir unsere eigenen Zügel in der Hand hätten. Und die Frage, ob wir für die da zu sein haben, die uns im Leben verlassen haben, ob wir ihnen vergeben können, oder nicht. Man fragt sich, ob Gerechtigkeit, oder auch Unrecht, nur eine Illusion sind. Ob es nicht eher im Leben so ist, wie im Kreislauf der Natur. Das Gesetz des Stärkeren. Fressen und gefressen werden. Sind die ganzen Gespräche über Gerechtigkeit und Toleranz nicht nur ein Deckmantel der Menschen, die sie eh nicht im Stande sind einzuhalten, weil alles nur eine Illusion ist, und wir uns im Leben trotz allem an die Naturgesetze angleichen? Und das in allen Rängen unserer Menschheit? Machen wir uns also nichts vor: ES gibt eine Rangfolge der Menschen in der Welt, welche gruppiert ist nach mächtig, arm, reich…. Mächtiger, ärmer und reicher. Ebenso nachdenklich lässt einen das Buch zurück, darüber, was Glauben eigentlich ist. Für den Menschen. Und was Gott ist, ob es Gott gibt, ob alle Schöpfung von Gott kommt, oder man in ihr ihn sogar erkennt. Oder ob die Natur einfach nur die Natur ist, und vom wem wurde sie dann erschaffen? Und wer hat den Erschaffer von allem was erschafft wurde überhaupt erschaffen? Fragen über Fragen.

Sicherlich kommt einem beim Lesen mehrmals die Frage in den Sinn, wer man ist. Wer bin ich? Was ist meine Identität? Identitätsfindung, ob die Identität mit der Vergangenheit zusammenhängt, ist man nur jemand, wenn man seine Vergangenheit vollständig kennt, und weiß, von wem man abstammt, oder ist man jemand, wenn man alleine ist, und für sich selbst sorgt, und aus sich genau das macht, was man immer sein wollte? Werden wir durch andere ´Menschen wie Eltern beeinflusst? Und was ist, wenn diese nicht existent sind, oder uns einfach verlassen? Welche Art von Mensch entsteht dann? Für mich sind das zentrale Fragen des Buches, die anhand von Arthurs Beispiel besprochen und angezeigt werden. Ein tiefes Sehnen. Und die Frage, was mit unserem Sehnen geschieht, und welche Konsequenzen es hat. Ist das Sehnen wirklich da, oder ersehnen wir Dinge, weil andere sie ersehnen, und wir es nur nicht erkennen oder kennen? Wen verletzen wir damit? Wie beeinflusst es unser Tun? Und wissen wir wirklich schon mit 14, oder 16 oder 18 was gut für uns ist, und sind eigenständige Menschen, oder sind wir in dieser Phase unseres Lebens noch auch darauf angewiesen, jemanden zu haben, der uns leitet durch diese Phase des Sturms, der erst Jahre später windstill wird? Arthur hatte nie das Vorbild einer geliebten Beziehung seiner Eltern. Also wusste er nie, was gelebte Liebe ist. Das Thema Verlust und das Sehnen nach dem Verlorenen ist im gesamten Roman allgegenwärtig. Wenn man im Buch drin war, ist man quasi in der Geschichte versunken, wie in einem Ozean, und hat erstmal alles um einen herum vergessen. Das Buch ist gar nicht so einfach zu beschreiben, weil es einen ganz besonderen Schreibstil hat, der mich vollauf begeistert hat. Wobei diese Worte eigentlich derer viel zu wenig sind. Die Atmosphäre im Buch hat einen ab und an einen Schauer über den Rücken gejagt, so wundervoll, war die Erzählweise. Überhaupt ist alles sehr atmosphärisch. Und menschlich, mit allen menschlichen Fehlern. Alles ist im Einklang der Natur, der Kraft der Natur und der Elemente. Manchmal hat man das Salz des Meeres regelrecht auf seiner Haut gespürt. Die Beschreibungen der Landschaft sind großartig, und regen zum Nachdenken an. Das Buch ist mystisch. Aber nicht so, wie ihr es euch nun denken mögt. Es besitzt eine ganz eigene, mystische und bildlich wunderschöne Sprache, die einem wirklich ab und an vorkam wie erzähltes Meeresrauschen.

Jaja, die Melancholie. Das Buch macht definitiv melancholisch, zumindest mich. Und am Ende muss man entscheiden, ob man seinen Frieden mit den Dingen macht, die passiert sind, oder es lässt.

Lasst euch von der Welle des Ozeans mit ins Buch ziehen…………. Aber passt auf, dass ihr nicht darin ertrinkt ;)

Und auch diesmal möchte ich meine Rezension, wie immer, mit einem Lied beenden, welches mir irgendwie beim Lesen die ganze Zeit durch den Kopf gespukt ist. Und ich hoffe, ihr stellt diesmal nichts Böses damit an. Ich gebe ungerne kleine Schätze aus meiner kleinen Gehirnschatzkiste voller Lieder her, und besonders nicht, wenn sie mir was bedeuten, diesmal ist es wirklich eines meiner liebsten Schätze. Und für ein „10 Sterne-Buch“ gebe ich mein Geheimnis gerne mal her. Wisset das zu schätzen :)

"Lie where I land………. let my bones turn to sand……… I was born on the lake…… and I don't want to leave. Every eye on the coast ever more………. Will remember the sight of the ghost on the shore.

Under the waves…… and the earth of an age………. lie a thousand old northerner's graves.Deep in the night …..when the moon's glowing bright…….. they come rising up into the night.Die if I must let my bones turn to dust….. I'm the Lord of the lake ……and I don't want to leave it. All who sail off….. the coast ever more………….. will remember the tale of the ghost on the shore."