Düster. Blutig. Immer noch romantisch
Da sind wir nun. Schon Teil 3 der Romantasy Reihe von Elise Kova. Diesmal düster. Blutig und bei Nacht geschrieben. Etwas brutaler.
Aber nicht weniger romantisch.
» I might be the forge maiden, but I ...
Da sind wir nun. Schon Teil 3 der Romantasy Reihe von Elise Kova. Diesmal düster. Blutig und bei Nacht geschrieben. Etwas brutaler.
Aber nicht weniger romantisch.
» I might be the forge maiden, but I am no delicate flower. «
Und genau mit dieser Haltung beginnt Floriane ihre Geschichte. Kühl wie Silber, hart wie Eisen, bereit alles aufs Spiel zu setzen um ihre Lieben zu beschützen.
Der dritte Band der Married-into-Magic-Reihe führt uns in eine deutlich düsterere Ecke von Elise Kovas Welt. Nächte statt Kerzenlicht, Blut statt höfischer Romantik, Vampire statt Feen. Nach dem starken zweiten Teil wollte ich unbedingt weiterlesen.
Der Ton ist rauer, brutaler und melancholischer.
Aber nicht weniger romantisch und mir bekommen tolle Stellen, Zitate voller Woman Power.
Floriane ist Schmiedin. Geachtet, gebraucht, aber auch fest eingebettet in patriarchale Strukturen, denen sie sich fügen muss. Als ihr Bruder durch den Vampyrfürsten Ruvan tödlich verletzt wird, greift sie selbst zur Waffe, zum Gebräu … und wird, nunja - verschleppt.
Nicht, um zu sterben, sondern um Teil eines Blutschwurs zu werden.
Die Lösung auf den Fluch.
Denn Ruvan zeigt ihr eine andere Geschichte.
Die Vampyr sind keine Monster, sondern ein verfluchtes Volk.
Und Floriane ist der Schlüssel zur Wahrheit.
Die Idee dahinter, fast zu bekannt.
Fluch, Vampirfürst, menschliche Frau, langsames Annähern. Romantik.Elise Kova erzählt diese Geschichte nicht zum ersten Mal, jedoch mit anderen Figuren an einem neuen dunkleren Ort.
Und ja, man merkt es. Man kennt es.
Vieles fühlt sich vertraut an.
Was es für mich etwas weniger attraktiv machte.
Was für mich aber heraus stach war die wieder mal gut ausgearbeitete Welt. Die Vampire … ihre Entstehung, ihre Magie, ihre Geschichte, der Fluch selbst.
Die deutlichen Beauty and the Beast Vibes mit einem Hauch Snow White, sind geschickt in die Handlung eingewoben. Besonders die Wahrheit hinter dem Fluch und Florianes Visionen aus der Vergangenheit gehören zu den stärksten Momenten des Buches.
Auch der Schreibstil war wieder zauberhaft und kreativ.
Zum Ende hin, empfand ich die Geschehnisse etwas zu konstituiert. Statt Geheimnisse gemeinsam mit Floriane zu entdecken, werden viele Erkenntnisse nur noch zusammengefasst oder "serviert"
Es war einfach - aber schade.
Die ganze Geschichte ist im allgemeinen schnell erzählt. Es hätte keine 500+ Seiten gebraucht. Viele Szenen drehen sich im Kreis: das Suchen nach Antworten, Diskussionen über Florianes Menschsein, ihr innerer Widerstand gegen ihre Gefühle für Ruvan. Das wurde leider schnell langweilig.
Die Romance selbst war für mich… schwierig.
Schwer zu greifen. Manchmal zu schnell, manchmal nicht vorhanden. Anfangs genoss ich die Blicke, die Gedanken bis hin zu den ersten Berührungen sehr. Nach und nach verlor ich leider auch hier das Interesse.
Zuerst mochte ich Floriane und Ruvan auch wirklich gern. Die Spannung ist da, die Leidenschaft ebenfalls – sogar mit einem kleinen Plus an Spice. Aber je weiter die Geschichte fortschritt, desto weniger hat es mich emotional erreicht. Ruvan blieb für mich zu blass, zu wenig greifbar, um wirklich mitzufühlen. Mit Floriane wurde ich nicht warm. Ach ja … vielleicht sollte es mit diesen beiden und mit nicht sein.
Schade, denn Sie ist eine starke aber manchmal auch eine etwas Begriffsstutzige Protagonsitin ( Vampyr oder Vampir ? )
Die Nebenfiguren ..besonders Ruvans Freunde sind durchweg großartige, liebenswerte Badasses.
Fazit:
A Duel with the Vampire Lord ist ein atmosphärisch düsterer, solider dritter Band mit hervorragendem Worldbuilding und einer guten Grundidee. Die einzigartigen Vampyr und der Fluch tragen die Geschichte, während Wiederholungen und eine für mich nicht ganz überzeugende Romance sie ausbremsen. Auch wenn Die Protagonisten stark waren, habe ich keine Verbindung zu ihnen gefunden und konnte mich daher leider nicht richtig einfühlen.
Nicht schlecht, nicht herausragend aber genug, um dranzubleiben und die Reihe weiter zu verfolgen.