Cover-Bild All the Way to the River
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22,99
inkl. MwSt
  • Verlag: FISCHER E-Books
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Ersterscheinung: 10.09.2025
  • ISBN: 9783104916705
Elizabeth Gilbert

All the Way to the River

Deutschsprachige Ausgabe
Britt Somann-Jung (Übersetzer)

»Ich schreibe für alle, die das Gefühl haben, dass es mehr im Leben geben muss. Dieses Buch erzählt davon, wie man auf der Suche nach Liebe und Glück verloren gehen kann. Und wie man aus dieser Verlorenheit wieder zurückfindet.« Elizabeth Gilbert
Im Jahr 2000 lernt Elizabeth Rayya kennen. Erst sind sie Freundinnen, dann Seelenverwandte. Die beiden werden ein Paar, leben ihre einzigartige Liebe. Aber sie sind auch zwei Süchtige auf Kollisionskurs in Richtung Katastrophe – und müssen nach einer verheerenden Diagnose den gemeinsamen Weg des Abschieds gehen. 
»All the Way to the River« ist eine existenzielle Offenbarung, eine bahnbrechende Erzählung von Liebe, Sucht und unermesslichem Verlust – sowie von der unbedingten Sehnsucht nach Befreiung und Heilung. Wie in »Eat Pray Love« erzählt die Nr. 1-Spiegel-Bestseller-Autorin Elizabeth Gilbert zutiefst persönlich und dabei bewegend universell ihre vielleicht wichtigste Geschichte und davon, was im Leben wirklich zählt.

- Was im Leben wirklich zählt – die Nr. 1-Spiegel-Bestseller-Autorin erzählt ihre wichtigste Geschichte
- Wie in »Eat Pray Love« erzählt Gilbert zutiefst persönlich und dabei bewegend universell

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.01.2026

Sehr wärmemd

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„All the Way to the River“ hat mich tief berührt, auf eine leise, nachhaltige Weise. Elizabeth Gilbert schreibt mit einer Offenheit, die mutig ist, weil sie nichts glättet und nichts entschuldigt. Sie ...

„All the Way to the River“ hat mich tief berührt, auf eine leise, nachhaltige Weise. Elizabeth Gilbert schreibt mit einer Offenheit, die mutig ist, weil sie nichts glättet und nichts entschuldigt. Sie erzählt von der Beziehung zu Rayya nicht als idealisierte Liebesgeschichte, sondern als ehrlichen, manchmal schmerzhaften Weg durch Nähe, Abhängigkeit, Verantwortung und Verlust. Gerade diese Unbequemlichkeit macht das Buch so stark.

Besonders berührend ist, wie Gilbert weibliche Liebe, Freundschaft und Begehren jenseits von Klischees beschreibt. Sie erlaubt sich, widersprüchlich zu sein, verletzlich, manchmal auch fehlbar. In einer patriarchalen Erzählkultur, die Frauen oft entweder moralisch überlegen oder emotional kontrolliert sehen will, ist das ein zutiefst feministischer Akt. Dieses Buch sagt nicht: So sollte Liebe sein. Es sagt: So kann Liebe sich anfühlen, und das darf erzählt werden.

Die Sprache ist feinfühlig, klar und getragen von großer Selbstreflexion. Gilbert schaut sich selbst schonungslos an, ohne sich zu verurteilen. Sie schreibt über Co-Abhängigkeit, über das Verwechseln von Rettung und Liebe, über die schwierige Frage, wo Mitgefühl endet und Selbstaufgabe beginnt. Dabei entsteht eine Nähe, die nicht voyeuristisch ist, sondern solidarisch. Als Leserin hatte ich oft das Gefühl, gesehen zu werden, auch in eigenen Erfahrungen, für die es sonst wenig Worte gibt.

Dieses Buch ist kein Trostbuch im klassischen Sinn, aber es ist ein ehrliches. Es macht Mut, die eigenen Beziehungen und Bindungen neu zu betrachten, Grenzen ernst zu nehmen und die eigene Stimme nicht zu verlieren, selbst wenn Liebe groß ist. „All the Way to the River“ ist eine leise, kraftvolle Erinnerung daran, dass Selbstbestimmung und Mitgefühl keine Gegensätze sind. Ein Buch, das bleibt, weil es nichts behauptet, sondern etwas Wahres teilt.

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Veröffentlicht am 10.10.2025

Ehrlich, traurig und mutmachend zugleich

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„Wie in vielen Beziehungen zeigten sich unsere besten Eigenschaften und unsere Charakterfehler gleichzeitig“, schreibt Elizabeth Gilbert über ihre Freundin und spätere Geliebte Rayya und sich selbst. Ich ...

„Wie in vielen Beziehungen zeigten sich unsere besten Eigenschaften und unsere Charakterfehler gleichzeitig“, schreibt Elizabeth Gilbert über ihre Freundin und spätere Geliebte Rayya und sich selbst. Ich liebe die Bücher von Elizabeth Gilbert und dieses Buch ist wirklich besonders.

Sie schreibt mit einer Mischung aus schonungsloser Ehrlichkeit, leiser Ironie und einer tiefen Menschlichkeit, die mich gleichzeitig lachen, schlucken und nachdenken ließ. Mehrfach kam mir beim Lesen der Gedanke: „Das hat sie nicht wirklich gedacht / gesagt / getan.“ Gilbert seziert die dysfunktionalen Dynamiken zwischen sich und Rayya mit einer unglaublichen Klarheit und Selbstreflexion. Selten habe ich erlebt, dass jemand so mutig über die eigenen Fehler, Muster und Verletzlichkeiten schreibt, ohne sich dabei zu verstecken

Ich habe das Buch in vier Tagen verschlungen, mitten im Umzugschaos.
Am Ende bleibt nichts als Bewunderung für diesen Mut, sich vor der eigenen Leserschaft quasi so nackt zu machen und so bedingungslos die eigenen Verfehlungen und Schwächen zu reflektieren.

Das Buch ist keine leichte Kost und dennoch in meinen Augen eine absolute Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 29.10.2025

Ungefiltert und ungeschönt: Eine Reise durch Verlust und Abhängigkeit

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Ich weiß noch, dass mich „Eat, Pray, Love“ sehr beeindruckt und berührt hat, was auf jedem Fall meinem damaligen Alter und meiner Lebenssituation geschuldet war. Ich möchte damit nicht behaupten, dass ...

Ich weiß noch, dass mich „Eat, Pray, Love“ sehr beeindruckt und berührt hat, was auf jedem Fall meinem damaligen Alter und meiner Lebenssituation geschuldet war. Ich möchte damit nicht behaupten, dass es kein gutes Buch ist, aber ein weiterer Leseversuch einige Jahre später wurde recht schnell abgebrochen. „Das Ja-Wort“, das damals als Fortsetzung zu Gilberts Welterfolg angepriesen wurde, habe ich auch noch gelesen und sehr interessant gefunden, es konnte mich aber nicht mehr so begeistern. Danach war die Autorin von meiner Bildfläche verschwunden.
Bis jetzt wieder ein autobiographisches Werk erschienen ist und irgendetwas in mir schrie, dass ich es unbedingt lesen/hören muss. Also gab ich der Stimme nach, begann mit dem Hörbuch und wenige Zeit später habe ich es abgebrochen und erst einmal etwas anderes gehört. Ganz vergessen konnte ich das Buch aber nicht und gab Elizabeth Gilbert noch eine Chance.
Autobiographische Bücher zu bewerten, empfinde ich immer als besonders schwierig. Wäre dies eine fiktionale Geschichte würde ich der Autorin vorwerfen, dass die Geschichte übertrieben ist, die Charaktere phasenweise unglaubwürdig und der Handlungsverlauf unrealistisch. Doch dies ist eine wahre Geschichte oder zumindest entspricht sie Elizabeth Gilberts Wahrheit. Rayya Elias kann sich ja leider nicht mehr zu den Geschehnissen äußern.
Gewisse Passagen des Buches haben auf mich sehr unstrukturiert und chaotisch gewirkt, andere Teile erzählt die Autorin dann aber wieder chronologisch. Gespickt ist all das dann noch mit Gedichten und kleine lyrische Texte, welche zwischen den verschiedenen Kapiteln eingestreut sind. Bei mir erweckte all dies oft das Gefühl, als würde ich im Tagebuch der Autorin lesen. Viele der Aussagen und Berichte sind roh, unausgegoren, brutal, aber ehrlich. Elizabeth Gilbert beschönigt nichts, sie gibt sogar zu, dass sie daran gedacht hat ihr geliebten Partnerin das Leben zu nehmen. Ihre Überforderung mit der Gesamtsituation aus Abhängigkeit, Co-Abhängigkeit, Drogen, Alkohol, Krankheit und Pflege war für mich wirklich spürbar.
Das Spiritualität in Elizabeth Gilberts Leben eine große Rolle spielt, sollte den Leser: innen von „Eat, Pray, Love“ bereits bekannt sein. Daher ist es wenig verwunderlich, dass diese Themen einen großen Raum in dieser Geschichte einnehmen. So berichtet Gilbert an vielen Stellen, dass sie Zwiegespräche mit Gott geführt hat und er ihr den richtigen Weg gewiesen hat. Dies möchte ich eigentlich gar nicht weiter diskutieren, denn dies ist einfach eine Frage des Glaubens. Bedenklich fand ich aber an vielen Stellen, dass dieses Göttliche als Erklärung für so vieles herangezogen wird. Gott wollte es so, Gott hat einen Plan, Gott hat mich auf den richtigen Weg geführt.
Äußerst spannend fand ich die Widersprüchlichkeit und wie zwiegespalten Elizabeth Gilbert über Rayya, ihre jeweiligen Süchte und ihr Zusammenleben schreibt. Man merkt das Gilbert probiert die Vergangenheit mit einem offenen und ehrlichen Auge zu betrachten und zu beschreiben, an vielen Stellen wirkt sie reflektiert und dann wieder völlig verblendet.
Cathlen Gawlich ist die Stimme hinter dem Hörbuch und hat meiner Meinung nach eine hervorragende Arbeit abgeliefert. Ihre Stimme passt einfach perfekt zum dem Buch und es war ein angenehmes Erlebnis ihrer Stimme zu lauschen.
Dieses Buch ist definitiv keine leichte Lektüre und möglicherweise ist es nicht einmal gutgeschrieben. Dennoch hat es mich berührt, aufgewühlt und zum Nachdenken angeregt. Elizabeth Gilbert nimmt sich kein Blatt vor den Mund und stellt sich selbst an den Pranger. Allein dafür ziehe ich meinen imaginären Hut vor ihr.

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Veröffentlicht am 13.10.2025

Die Liebe nach dem Glück

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„All the Way to the River“ ist ein weiteres schonungslos ehrliches Werk aus der Feder der Autorin von „Eat, Pray, Love“. Beide Bücher sind zutiefst biografisch, und während mich ihr früheres Werk restlos ...

„All the Way to the River“ ist ein weiteres schonungslos ehrliches Werk aus der Feder der Autorin von „Eat, Pray, Love“. Beide Bücher sind zutiefst biografisch, und während mich ihr früheres Werk restlos begeisterte, ließ mich dieses nun sprach- und fassungslos zurück.

Kennt ihr die Debatten darüber, ob es nach einem Happy End überhaupt eine Fortsetzung geben sollte? Oder ob man sie besser weglässt, weil niemand lesen will, was nach dem Glück kommt? Genau so erging es mir mit „All the Way to the River“ und meine „Eat, Pray, Love“-Blase ist dabei endgültig zerplatzt.

Elizabeth Gilbert findet auf ihrer Reise zu sich selbst, schlägt einen spirituellen Weg ein und begegnet einem Mann, den sie aufrichtig liebt. Daran zweifle ich nicht. Doch Jahre später tritt eine Frau in ihr Leben, die alles verändert. Gilbert verdrängt lange ihre Gefühle, bis diese Frau – Rayya – an Krebs erkrankt. Erst dann wagt sie den Schritt aus ihrem sicheren Leben, und der wilde Ritt beginnt.

Mehrmals überlegte ich, das Buch abzubrechen. Rayya, jahrzehntelang drogensüchtig und getrieben vom Moment, wirkt wie das Gegenstück zu Gilbert, die ihre Süchte in Anerkennung und körperlicher Nähe suchte. Das Buch zeigt eindrucksvoll die zwei Gesichter der Abhängigkeit – durch Substanzen und durch Menschen. So zärtlich Gilbert über ihre große Liebe schreibt, so erschütternd ist die Wirkung dieser Beziehung. Beide rasen unaufhaltsam auf einen Abgrund zu, und Rayya fällt mit ihrer Diagnose in alte Muster zurück.

Was Sucht aus einem Menschen machen kann, wird hier beklemmend deutlich. Keine Seite las ich ohne Kopfschütteln. Der Begriff Spiritualität dehnt sich in diesem Buch ins Grenzenlose, manchmal bis ins Unbegreifliche. „All the Way to the River“ ist schwer zu fassen. Man muss sich darauf einlassen. Am Ende liest man die Geschichte zweier zutiefst verletzter Menschen, deren Botschaft für Gesunde kaum greifbar ist. Es öffnet den Blick in tiefe Abgründe – und bleibt doch dank Gilberts unverkennbar emotionalem Stil berührend.

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Veröffentlicht am 29.09.2025

Sucht und Befreiung

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Elizabeth Gilbert weiß genau, wie man erzählt. Diesmal erzählt sie aus ihrem eigenen Leben, ihrer Sucht und den Auswirkungen auf ihr Leben. Ein zentraler Punkt in dieser Geschichte ist Gilbert's Freundin, ...

Elizabeth Gilbert weiß genau, wie man erzählt. Diesmal erzählt sie aus ihrem eigenen Leben, ihrer Sucht und den Auswirkungen auf ihr Leben. Ein zentraler Punkt in dieser Geschichte ist Gilbert's Freundin, spätere Partnerin Rayya. Auch Rayya bringt ein ordentliches Päckchen mit sich und die Gemeinde Zeit ist geprägt von vielen Ereignissen, nicht zuletzt dem Tod.
Obwohl mein Leben persönlich wenig Überschneidungen mit dem Erzählten hat, hat das Buch mich gepackt. Ich wollte wissen, was passiert ist, die ganze Geschichte hören. Mit der Autorin mitfühlen und verarbeiten. Und das war wahnsinnig schön, sicherlich auch an der ein oder anderen Stelle lehrreich. Auch habe ich keinen Bezug zu Gott, fand das aber hier nicht wirklich störend. An einigen Stellen hat Gott mir dann aber doch eine etwas zu große Rolle gespielt...
Auch die ganze Aufmachung des Buches hat mir gut gefallen, relativ kurze Kapitel, dazwischen immer mal wieder Gedichte und kleine Illustrationen.

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