Roman. Die perfekte herzerwärmende Romance für kalte Wintertage – Neues von der Bestsellerautorin
Juliane Zaubitzer (Übersetzer)
Kannst du ihn in dein Leben lassen, selbst wenn dein Herz gebrochen ist?
Schon eine halbe Ewigkeit begleitet Lexie ihr Glas der Wünsche, das ihre tief verborgenen Sehnsüchte enthält. Und fast genauso lange hat sie ihren Vater weder gesehen noch gesprochen. Als sie unerwartet die Nachricht seines plötzlichen Todes erreicht, ist sie zunächst am Boden zerstört. Doch Lexies Vater hat ihr ein Vermächtnis hinterlassen: Ein Jahr lang soll sie gemeinsam mit Theo sein florierendes Reiseunternehmen in Bath leiten. Theo, der nicht nur unfassbar gutaussehend, sondern auch unwiderstehlich ist … Er könnte Lexies Herz aus Eis zum Schmelzen bringen. Was sie jedoch nicht weiß: Ihr Vater hat nicht nur sein Erbe, sondern auch ein großes Geheimnis vor ihr verborgen.
Lexie hat seit vielen Jahren keinen Kontakt mehr zu ihrem Vater. Er hat die Familie damals wegen einer anderen Frau verlassen und eine neue Familie gegründet. Als sie von seinem plötzlichen Tod erfährt, ...
Lexie hat seit vielen Jahren keinen Kontakt mehr zu ihrem Vater. Er hat die Familie damals wegen einer anderen Frau verlassen und eine neue Familie gegründet. Als sie von seinem plötzlichen Tod erfährt, ist sie am Boden zerstört. Kurz nach der Beerdigung ist die Testamentseröffnung und sie erfährt, dass sie zusammen mit Theo, dem ehemaligen Partner ihres Vaters, ein Jahr lang das Reisebüro weiterführen soll. Er hat ihr seine Anteile vererbt. Doch sie gehört zu den Menschen, die nie lange an einem Ort bleiben, immer reisen müssen und immer mehrere Monate woanders arbeiten. Jetzt soll sie an einem Platz bleiben? Angestellte haben und ein Geschäft führen? Zunächst undenkbar, denn auch das Verhältnis zu Theo ist alles andere als gut. Doch je mehr Zeit sie mit ihm verbringt, desto mehr erfährt sie über ihren Vater und ihr schlechtes Gewissen wiegt schwer. Es dauert nicht lange, bis sie die Reisleine zieht und in ein anderes Land flüchtet. Doch das Jahr der gemeinsamen Arbeit ist noch nicht vorbei....
Ich bin bis jetzt noch von keinem Buch von Emily enttäuscht worden. Auch hier sind ein paar Tränen geflossen, denn neben dem Tod fand ich es auch schlimm zu lesen, was Lexie sich für Vorwürfe gemacht hat. Theo, ihre Mama und ihre Schwester konnten zwar etwas helfen, aber ich finde es wichtig, dass man sowas thematisiert. Denn verlorene Zeit kann man nicht rückgängig machen. Theo war für mich ein Charakter, den Lexie gebraucht hat. Die anfängliche Abneigung hat sich schnell in Mitleid und dann in Zuneigung verwandelt. Er hat ihr beigestanden und sie unterstützt.
Schon beim ersten Blick hat mich das Cover sofort in eine winterliche Wohlfühlstimmung versetzt. Besonders der perlmuttfarbene Überzug, der im Licht zart schimmert und die Farben lebendig wirken ...
Zum Cover:
Schon beim ersten Blick hat mich das Cover sofort in eine winterliche Wohlfühlstimmung versetzt. Besonders der perlmuttfarbene Überzug, der im Licht zart schimmert und die Farben lebendig wirken lässt, macht das Buch zu einem echten Blickfang. Das sanfte Grün, durchzogen von funkelnden Lichtpunkten, Schneeflocken und einem Hauch von Magie, erinnert an einen leuchtenden Dezemberhimmel. Wunderschön harmoniert dazu der weiße, geschwungene Titelschriftzug, der sich elegant und weich in diese Farbwelt einfügt.
Im unteren Bereich öffnet sich eine romantische Winterkulisse: eine verschneite Brücke, ein alter Laternenmast und ein Paar, das sich liebevoll in den Armen hält. Dieser ruhige Moment voller Nähe verstärkt das warme, verträumte Gesamtgefühl des Covers.
Ein stimmiges, atmosphärisches Cover, das mich mit seinem perlmuttfarbenen Glanz und der winterlichen Gestaltung sofort angesprochen hat.
Meine Meinung:
“Mein Dezember mit dir” von Emily Stone hat mein Herz tief berührt – von der ersten Seite an wusste ich, dass mich hier eine ganz besondere Reise erwartet.
Lexie war mir von Beginn an sehr sympathisch. Ihre offene, mutige Art zieht einen sofort hinein – auch wenn ich ihre kleinen Notlügen gegenüber ihrer Mutter und ihrer Freundin nicht immer ganz nachvollziehen konnte. Besonders ihr Schmerz über die Trennung ihrer Eltern war greifbar und sehr berührend. Ebenso ihre innere Zerissenheit gegenüber ihrer Halbschwester Rachel, die eine ganz andere Version ihres gemeinsamen Vaters erlebt hat. Dies zu akzeptieren, fiel Lexie sichtlich schwer – und genau das machte sie menschlich.
Wunderschön zu beobachten war, wie zwischen den Schwestern Stück für Stück ein zartes Band entsteht. Ein Band, das aus Unsicherheit wächst, durch Verständnis stärker wird und irgendwann zu echter Nähe führt.
Rachel selbst ist eine sehr emotionale Figur, deren Trauer tief unter die Haut geht. Auch sie trägt ihr eigenes Päckchen mit sich herum und hofft zugleich – vielleicht sogar unbewusst – auf Unterstützung von Lexie. Die Dynamik zwischen den beiden hat mich oft bewegt.
Theo hingegen steht als engagierter Mitarbeiter mitten im Druck der Firma. Er möchte Richards Erbe bewahren – koste es, was es wolle – und fühlt sich verpflichtet, seinen Platz gut auszufüllen. Lexies anfängliche Ablehnung gegenüber der Firma macht es ihm nicht leicht, und doch wächst zwischen ihnen langsam ein zarter Funken der Zuneigung. Die Liebesgeschichte entwickelt sich ruhig, natürlich und mit wunderbaren prickelnden Momenten.
Ein echter Herzenscharakter war für mich Ange – die gute Seele von R+L Travels. Sie hält alles zusammen, unterstützt jeden, und ohne es zu erzwingen, bringt sie Lexie und Theo durch liebevolle Schubs-Momente immer wieder auf den richtigen Weg.
Besonders gefallen haben mir die gemeinsamen Reisen nach Frankreich, Madrid und Island. Die Beschreibungen waren so bildhaft, dass ich das Gefühl hatte, gemeinsam mit Lexie durch kleine Gassen zu schlendern, neue Kulturen zu entdecken oder in einem Café innezuhalten. Diese Reiseelemente haben der Geschichte eine unglaublich lebendige Tiefe gegeben.
Auch das Treiben in der Firma selbst war spannend zu verfolgen. Zu sehen, wie Lexie sich immer mehr darauf einlässt, Verantwortung übernimmt und beginnt, sich um die Mitarbeiter zu sorgen, fand ich sehr authentisch. Ihre Entwicklung war nicht immer glatt, sondern geprägt von Ecken und Kanten – doch genau das macht sie so überzeugend.
Besonders berührt hat mich das Wunschglas, eine liebevolle Tradition zwischen Lexie und ihrem Vater Richard. So einfach, und doch so zauberhaft. Ein Glas voller kleiner Wünsche, Erinnerungen und Hoffnungen – ich kann mir gut vorstellen, selbst so ein Glas zu führen.
Das Buch ist kein klassischer Weihnachts- oder Winterroman, sondern begleitet seine Figuren über ein ganzes Jahr hinweg. Dadurch entsteht ein intensiver, natürlicher Verlauf, der Themen wie zweite Chancen, Trauer, Abschiednehmen und Neuanfänge sehr feinfühlig miteinander verbindet.
Der Schreibstil ist flüssig, bildhaft und vor allem emotional. Ich war beim Lesen komplett drin, habe mitgefiebert, mitgefühlt und an vielen Stellen innegehalten. Die Nebenfiguren fügen sich stimmig ein und geben der Geschichte zusätzlichen Tiefgang.
Diese Story hat mein Herz wirklich berührt – und ich denke, sie wird noch lange in mir nachklingen. Ich habe mich unglaublich wohl und angekommen in dieser Welt gefühlt und möchte definitiv mehr von der Autorin lesen.
Fazit:
Ein emotionaler Roman voller Wärme, Hoffnung und innerem Wachstum. Mit authentischen Charakteren, wunderschönen Reiseszenen und einer berührenden Familiengeschichte, die lange nachhallt. Das Wunschglas ist das besondere i-Tüpfelchen, das dieser Geschichte eine magische Note verleiht. Ein Buch, das mich tief berührt hat und das ich von Herzen weiterempfehlen kann.
Lexie ist stolz darauf, dass all ihre Habe in zwei Taschen verstaut werden kann. Denn nur so gelingt es ihr, regelmäßig ihre Arbeit und die dazugehörigen Wohnorte zu wechseln. So lebt sie momentan in den ...
Lexie ist stolz darauf, dass all ihre Habe in zwei Taschen verstaut werden kann. Denn nur so gelingt es ihr, regelmäßig ihre Arbeit und die dazugehörigen Wohnorte zu wechseln. So lebt sie momentan in den Alpen in Österreich und betreut zwei Kinder im Chalet der Familie. Doch als sie die Nachricht bekommt, dass ihr Vater verstorben ist, holt die Vergangenheit sie ein. Denn sie hat ihren Vater in den letzten Jahren nie gesehen, hat er die Familie doch verlassen als sie erst sieben Jahre alt war, um mit einer neuen Frau neuanzufangen. Auch zu ihrer Halbschwester Rachel pflegt sie keinen Kontakt. Umso überraschender ist das Erbe, das ihr Vater ihr hinterlässt. Gemeinsam mit Theo, einem treuen Angestellten seines Reiseunternehmens in Bath, erbt sie die Firma zur Hälfte. Allerdings nur unter der Bedingung, dass sie ein Jahr gemeinsam die Leitung übernehmen und Gewinne erzielen. Erst dann ist es möglich, das Unternehmen zu verkaufen. Lexie lässt sich zähneknirschend darauf ein, denn das Testament lässt ihr keine andere Wahl. Auch mit Theo ist alles sehr kompliziert, ist er doch alles andere als freundlich zu ihr. Aber ihre Beziehung ändert sich und Lexie kann plötzlich nur noch an Theo denken...
Emily Stone hat einen kurzweiligen und unterhaltsamen Erzählstil, der auf keiner Seite Langeweile aufkommen lässt. Ihre beiden Protagonisten Lexie und Theo sind sehr sympathisch und stehlen sich mit ihren kleinen Wortgefechten in die Herzen der Leser. Natürlich ist dann schnell absehbar, wie das Ende des Romans sein wird, was aber gar nicht stört. Neben dieser romantischen Story kommt auch die Reiselust nicht zu kurz und die Trips in fremde Städte sind interessant und entfachen Fernweh.
Ich mochte den Roman total gerne und haben die romantischen und unterhaltsamen, wie auch die ernsten Szenen begeistert gelesen. Die Mischung aus Romantik, Trauer, Reisen und Selbstfindung ist perfekt gelungen und hat mir wunderbare Lesestunden beschert. Obwohl das Cover und der Titel auf einen Winterroman hindeuten, finde ich, dass der Roman nicht unbedingt in diese Kategorie einzuordnen ist, sondern ganzjährig eine schöne Lesezeit schenkt.
Herzenswärme für die kalte Jahreszeit
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Dieses Jahr hat es bisher irgendwie noch gar kein Herbst- oder Winterbuch auf meine vorgemerkte Leseliste geschafft. Einzige Ausnahme: MEIN DEZEMBER MIT DIR von ...
Herzenswärme für die kalte Jahreszeit
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Dieses Jahr hat es bisher irgendwie noch gar kein Herbst- oder Winterbuch auf meine vorgemerkte Leseliste geschafft. Einzige Ausnahme: MEIN DEZEMBER MIT DIR von Emily Stone. Das ihr neues Buch auf meiner Leseliste landet, hat im vierten Jahr in Folge schon Tradition.
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Darum geht’s: Lexie hat schon lange keinen Kontakt mehr zu ihrem Vater. Als er stirbt, hinterlässt er ihr die Aufgabe, ein Jahr lang sein Reiseunternehmen in Bath zu leiten und dann zu entscheiden, wie es mit ihrem Leben und der Firma weitergeht. Auf der Arbeit hat Lexie es mit Theo zu tun, den sie spontan nicht ausstehen kann, aber zusehends anziehender findet…
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Emily Stone ist für mich einfach die Queen der gefühlvollen Winter-Romance. Dem wird sie auch diesmal wieder gerecht. Ich mag einfach ihren Schreibstil und die Art, wie sie Atmosphäre schafft und Charaktere entwickelt. Ihre Stories haben immer Tiefgang und einen gewissen Mehrwert. Das gilt auch diesmal wieder. Emily Stone hat erneut mein Herz berührt … auch wenn ich sagen muss, dass mich die Geschichte diesmal emotional nicht ganz so erreicht hat, wie die vorangegangenen Bücher. Vielleicht liegt es daran, dass ich eben mittlerweile weiß, was mich hier erwartet und konkrete Vorstellungen und Erwartungen habe. Auch wenn diese erfüllt werden, geht darüber natürlich der Überraschungseffekt verloren. Insofern habe ich MEIN DEZEMBER MIT DIR zwar wieder geliebt, zum absoluten Lese-Highlight hat es aber nicht gereicht.
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Wichtig zu erwähnen: Die Bücher von Emily Stone spielen nicht durchgängig im weihnachtlichen Setting. Das ist zwar immer der Ausgangspunkt, aber dann begleiten wir die Entwicklung der Protagonisten auch durch andere Jahreszeiten. In MEIN DEZEMBER MIT DIR bin ich zudem auf Reisen gegangen. Madrid, Wien… Ach, das war schön und hat einfach ganz besondere Vibes versprüht.
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Die Geschichte an sich fand ich diesmal recht vorhersehbar. MEIN DEZEMBER MIT DIR konnte mich im Verlauf kaum überraschen. Da hat mir im Vergleich zu Emily Stones anderen Romanen doch ein bisschen was gefehlt. Nichtsdestotrotz hat die Autorin in Sachen Lesefreude und emotionale Momente wieder verlässlich abgeliefert. Wer gefühlvolle Bücher mit saisonalem Touch mag, sollte sich die Bücher von Emily Stone auf jeden Fall mal näher anschauen. Ich kann sie euch jedenfalls nur wärmstens ans Herz legen.
Nach einer herben Enttäuschung hat Lexie in den letzten zehn Jahren den Kontakt zu ihrem Vater, der die Familie verlassen hatte, als Lexie noch ein kleines Mädchen war, gemieden. Auch seine letzten Annäherungsversuche ...
Nach einer herben Enttäuschung hat Lexie in den letzten zehn Jahren den Kontakt zu ihrem Vater, der die Familie verlassen hatte, als Lexie noch ein kleines Mädchen war, gemieden. Auch seine letzten Annäherungsversuche hat sie zurückgewiesen, ohne zu wissen, dass Richard schwer krank ist. Umso überraschter ist sie, als sie nach seinem Tod die Hälfte seines Reiseunternehmens in Bath erbt. Die andere Hälfte erhält Theo, Richards Geschäftsführer, mit dem ihn auch eine Freundschaft verband. Lexie, die am liebsten auf Reisen ist, sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser hält und bislang nicht daran gedacht hat, sesshaft zu werden, möchte die Firma am liebsten verkaufen. Das Testament sieht jedoch vor, dass Lexie und Theo das Reiseunternehmen ein Jahr gewinnbringend weiterführen müssen, bis sie eine Entscheidung treffen dürfen.
"Mein Dezember mit dir" ist kein klassischer Winter-/ Weihnachtsroman, denn man verfolgt die Entwicklung Lexies im Verlauf eines Jahres, wobei Ende und Anfang zeitlich im Dezember angesiedelt sind. Der Titel im englischen Original "A Winter Wish" trifft die Handlung deshalb besser, denn Lexies Wunschglas, das sie seit ihrer Kindheit überallhin mit sich führt, spielt eine nicht unerhebliche Rolle.
Lexie, die selbst am liebsten unterwegs ist und ein ungebundenes Leben führt, erbt ein Reiseunternehmen, das sie an einen Ort bindet. Reisen ist in dem Roman nicht nur im wörtlichen Sinn gemeint, sondern auch als Symbol für Lexies persönliche Reise. Lexie wurde von ihrem Vater als junges Mädchen verlassen und auch später vor den Kopf gestoßen, was Narben hinterlassen hat. Aus Angst vor Schmerz und Enttäuschungen kann sich Lexie nicht fest binden und führt deshalb lieber ein Nomadenleben. Durch das Erbe erhält sie allerdings die Chance, auch eine andere Seite ihres Vaters kennenzulernen, was ihr den Weg eröffnet, sich mit der Vergangenheit auszusöhnen.
Der Roman handelt von Trauer, Abschiednehmen, zweiten Chancen und einem Neuanfang. Lexies widerstreitende Gefühle hinsichtlich ihres Vaters sind dabei authentisch und nachvollziehbar geschildert. Ihre Rolle als vermeintlich zweite Geige hinter Richards neuer Familie ist nur allzu verständlich. Romantische Gefühle bleiben hingegen aus, denn die Funken zwischen Lexie und Theo wollten schon nach der anfänglich eher aufgesetzten Rivalität nicht wirklich überspringen.
"Mein Dezember mit dir" ist der dünnste der bisher vier erschienenen Romane von Emily Stone und gleichzeitig der einfallsloseste. Die Geschichte ist sowohl in Bezug auf den Fortgang des Reiseunternehmens als auch die Liebesgeschichte zwischen Lexie und Theo vorhersehbar. Es gibt die erwartbaren Höhen und Tiefen, Erfolge und Misserfolge sowie Missverständnisse bis zum Happy End. Das erfolgt dann geballt für alle handelnden Charaktere, was jedoch gerade in Bezug auf Weihnachten und einen friedlichen Jahresabschluss ein anheimelndes Gefühl hinterlässt.