Cover-Bild Ostseedämmerung
Band 20 der Reihe "Kommissarin Pia Korittki"
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11,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Lübbe
  • Themenbereich: Belletristik - Krimi: Weibliche Ermittler
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Ersterscheinung: 28.03.2025
  • ISBN: 9783751774536
  • Empfohlenes Alter: ab 16 Jahren
Eva Almstädt

Ostseedämmerung

Pia Korittki ermittelt

Beim Spielen an einem Dorfteich finden Kinder ein Schmuckstück aus der Wikingerzeit. Das Artefakt hatte sich zuletzt in Obhut einer Archäologiestudentin befunden, die kurz darauf vermisst gemeldet wurde. Kommissarin Pia Korittki und ihre Kollegen vom Lübecker K1 rollen den Cold Case wieder auf: Der furchtbare Verdacht bestätigt sich, als die Leiche der jungen Frau in einem Grab im Wald gefunden wird. Nun stehen die Dorfbewohner und die Mitarbeiter der Ausgrabung unter Mordverdacht. Dann verschwindet auch noch Pias Kollege Broders ...

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Veröffentlicht am 28.03.2025

Spannender Ostsee-Krimi

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Der Teich, der zum Gut Hövelau gehört, ist für Trine und Vito ihr Abenteuerspielplatz. Trine meint, auf eine Glasscherbe getreten zu sein. Bei näherer Betrachtung sieht die etwa zwei mal drei cm große, ...

Der Teich, der zum Gut Hövelau gehört, ist für Trine und Vito ihr Abenteuerspielplatz. Trine meint, auf eine Glasscherbe getreten zu sein. Bei näherer Betrachtung sieht die etwa zwei mal drei cm große, bronzefarbene Scheibe mit vier Löcher und goldenen Verzierungen dann doch nach einem alten Schmuckstück aus. Wie sich bald herausstellt, wurde dieses Artefakt zuletzt bei Mira Schneider gesehen, einer Archäologiestudentin, die in einer renovierten Kate auf dem Grundstück von Hubertus von Steben gewohnt hat, bis sie vor eineinhalb Jahren spurlos verschwunden ist. Diesen Vermisstenfall bekommt Pia Korittki auf den Tisch. Nach Miras Verschwinden hatten andere Kollegen ihre Spur verfolgt, die jedoch im Sande verlaufen ist. Und nun wird dieser Fall wieder aufgerollt, Pia ermittelt in ihrem nunmehr zwanzigsten Fall.

Nicht jeden dieser zwanzig Bände habe ich gelesen, irgendwann bin ich eingestiegen und nun verfolge ich gespannt Pia Korittkis weitere Ermittlungen. Sie ist Kriminalhauptkommissarin im K1 der Bezirkskriminalinspektion Lübeck, ihr Freund Marten Unruh arbeitet beim LKA Kiel, ihr Sohn Felix verbringt so manches Wochenende bei Pias Ex-Freund Hinnerk. Auch wenn es von außen betrachtet nicht so aussieht, so hat sie ihr Privatleben ganz gut im Griff, wenngleich sie schon an Felix denkt, wenn sie einer gefährlichen Situation ausgesetzt ist.

Der Vermisstenfall Mira Schneider führt Pia zu deren nächstem Umfeld, zu ihren Eltern, zu ihrem Noch-Ehemann. Miras letzter Wohnsitz mitsamt den Bewohnern von Gut Hövelau wird unter die Lupe genommen, dabei scheint mir so mancher verdächtig. Ebenso sind es so einige der Dorfbewohner, die bei näherer Betrachtung dem Anschein nach doch einiges zu verbergen haben.

Zunächst gilt es, den vielen Personen nachzuspüren, denn meinem ersten Verdacht folgen so einige nach. Mias Leiche wird gefunden, die Dorfbewohner und neue Zeugen werden befragt. Die Ermittlungen weiten sich aus, es gibt immer wieder überraschende neue Erkenntnisse und auch meine Verdächtigen werden zahlreicher. Hatte ich anfangs eine klare Linie zu einer gewissen Person, so ging mir der Durchblick mehr und mehr verloren. Eva Almstädt versteht es bestens, falsche und durchaus glaubhafte Fährten zu legen, bis sich dann doch eine heiße Spur herauskristallisiert. Bis dahin dauert es allerdings, um gegen Ende nochmal so richtig dramatisch zu werden.

Mich hat die „Ostseedämmerung“ gut unterhalten, mein Spürsinn war gefordert, zwischendurch gab es einige Längen, die Ermittlung kam nicht recht vorwärts. Und doch hätte ich das Buch nicht weglegen wollen und letztendlich hatte Pia die richtigen im Verdacht. Die Handlung war logisch aufgebaut, die Charaktere waren allesamt überzeugend, der Schreibstil mitreißend, es war ein wiederum spannender Ostsee-Krimi und nun bin ich auf Pias nächsten Fall gespannt, auch wenn es bis dahin noch etwas dauern mag.

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Veröffentlicht am 25.03.2025

der Jubiläumsband

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Bereits zum 20. Mal erfreut uns Eva Almstädt mit einem Ostseekrimi
Und der hat es wieder in sich. Als Vito und Trine beim Spielen ein altes Artefakt finden, können sie nicht ahnen, was das auslöst. Pia ...

Bereits zum 20. Mal erfreut uns Eva Almstädt mit einem Ostseekrimi
Und der hat es wieder in sich. Als Vito und Trine beim Spielen ein altes Artefakt finden, können sie nicht ahnen, was das auslöst. Pia Korittki bekommt es mit einem Cold Case zu tun, der dazu noch von einem Mord in der Gegenwart begleitet wird. Pia ermittelt in dem kleinen Dorf, aber alle Einwohner haben entweder ein Alibi oder kein Motiv. Doch Pia lässt nicht locker…
Wieder entführt uns Almstädt an die Ostsee und lässt Pia einen kniffligen Fall lösen. Diese hat ihre Entführung noch nicht ganz verdaut (hierzu ist es praktisch, wenn man die Vorgängerbände kennt) und das fließt immer wieder in die Handlung mit ein, macht sie authentisch und miterlebbar. Auch Pias Privatleben kommt nicht zu kurz, wobei eine Sache mir etwas zu lapidar abgehandelt wurde. Zwar einfühlsam, aber nachdem in den letzten Bänden so viel Spannung drumherum aufgebaut wurde, war mir das etwas zu dünn.
Die Handlung beginnt mit dem Fund der Kinder und der Spannungsbogen braucht eine Weile, bis er sich aufgebaut hat. Sehr gut fand ich den Teil mit Broders‘ Verschwinden und die Szene im Stall.
Der Fall selbst ist sehr vielschichtig. Es gibt zahlreiche Wendungen und überraschende Enthüllungen, die den Leser immer wieder in die Irre führen und ihn bis zum Schluss miträtseln lassen. Ich hatte zwar irgendwann einen Verdacht auf den Täter, aber bis zur Enthüllung dauerte es dann doch recht lange.
Fazit: schöner, ruhiger Küstenkrimi mit durchdachter Handlung, präzise und mitreißend geschrieben.