Cover-Bild Katzentage
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22,00
inkl. MwSt
  • Verlag: DuMont Buchverlag
  • Themenbereich: Belletristik - Kurzgeschichten
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 128
  • Ersterscheinung: 16.09.2025
  • ISBN: 9783755800569
Ewald Arenz

Katzentage

Illustrierte Erzählung
Florian Bayer (Zeichner)

Paula und Peter sind schon seit Langem Kollegen. Sie ist Ärztin, er arbeitet als Jurist in der Klinikverwaltung. Ein Interesse der beiden aneinander war schon immer da. Nach einem mehrtägigen Seminar verbringen sie die letzte Nacht miteinander.
Auf der Rückfahrt nach Hause kommen die beiden mit der Bahn nur bis Würzburg: Streik. Was sollen sie tun mit ihrer ungeklärten Geschichte und den unerwartet freien Tagen? Während sie Stadt und Umgebung erkunden, nähern sich die beiden einander vorsichtig. Peter hält die Ungewissheit, wie es mit ihnen weitergehen wird, nur schwer aus. Sein Drängen nimmt Paula mal spielerisch, mal verärgert. Sie will das Jetzt genießen und weicht den Fragen nach dem Morgen aus. Als eine Katze zu ihrer Begleitung wird, sehen sie an deren Beispiel, wie schwer sich Menschen damit tun, den Moment zu leben, ohne Plan zu sein und sich der Freiheit hinzugeben.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.01.2026

Ein leises Buch für zwischendurch

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Inhaltlich passiert nicht viel und genau das ist Programm. Arenz interessiert sich weniger für Handlung als für das, was zwischen zwei Menschen entsteht, wenn der Alltag kurz ausgesetzt ist. Die Beziehung ...

Inhaltlich passiert nicht viel und genau das ist Programm. Arenz interessiert sich weniger für Handlung als für das, was zwischen zwei Menschen entsteht, wenn der Alltag kurz ausgesetzt ist. Die Beziehung der von Peter und Paula steht in einem Schwebezustand: offen, vorsichtig, nie ganz sicher, ob sie Bestand haben kann oder nur ein Moment bleibt. Das Buch liest sich schnell und flüssig, was vor allem an Arenz’ klarer, ruhiger Sprache liegt. Er kann Stimmungen sehr gut einfangen: Herbstlicht, leere Straßen, das Gefühl von Zeit, die plötzlich keine Rolle mehr spielt. Die Atmosphäre ist definitiv die größte Stärke von Katzentage. Die Illustrationen von Florian Bayer untermauern diese außergewöhnliche Stimmung. Er bleibt seinem Schreibstil, den ich in all seinen anderen Werken so gerne mag, treu. Mit den beiden Hauptfiguren bin ich allerdings nicht ganz warm geworden. Trotz der Nähe, die zwischen ihnen entsteht, blieben Paula und Peter für mich seltsam unnahbar. Ihre Gedanken und Gespräche wirken oft zurückhaltend, fast vorsichtig kalkuliert, sodass ich sie eher aus der Distanz beobachtet habe, statt mich ihnen wirklich verbunden zu fühlen. Gerade weil das Buch stark auf Stimmung und Beziehung setzt, hätte ich mir hier mehr emotionale Tiefe gewünscht. Die Katze zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte. Sie taucht immer wieder auf, und beobachtet die Figuren. Dabei wird sie fast selbst zu einem Charakter.


Das Buch ist für all diejenigen, die ruhige Geschichten schätzen und sich gern auf Stimmungen statt auf Handlung einlassen. Katzentage überzeugt vor allem durch die großartige Atmosphäre. Ein leises Buch für zwischendurch, das einen den Alltag kurz ausblenden lässt. Ich habe das Buch innerhalb kürzester Zeit weggelesen und mochte gerade, dass es sich gut nebenher lesen lässt. Der gewohnte Ewald-Arenz-Stil ist sofort wieder da, hier allerdings in einer deutlich kürzeren Form. Das tut dem Schreibstil keinen Abbruch, im Gegenteil. Katzentage liest sich sehr angenehm und leicht. Trotzdem freue ich mich nach dieser kleinen Zwischenlektüre wieder auf den nächsten großen Roman.

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Veröffentlicht am 15.10.2025

Kurzweilig

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Katzentage, ist ein ganz netter Roman von Ewald Arenz.
Er ist ganz witzig aufgemacht. Das man wegen eines Streiks 3 Tage in Würzburg festsitzen kann, habe ich noch nicht gehört. Gott sei Dank.
Wie die ...



Katzentage, ist ein ganz netter Roman von Ewald Arenz.
Er ist ganz witzig aufgemacht. Das man wegen eines Streiks 3 Tage in Würzburg festsitzen kann, habe ich noch nicht gehört. Gott sei Dank.
Wie die Ärztin Paula und der Jurist Peter die Zeit verbringen, ist unterhaltsam. Das sich dann noch eine Katze an sie hängt ist mit einigen lustigen Begebenheiten erzählt.
Der Roman lies sich flott und hat mich gut unterhalten.

Veröffentlicht am 12.10.2025

Drei unverhoffte Tage in Würzburg

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Paula und Peter arbeiten bei derselben Firma und haben nach einer Fortbildung die Nacht gemeinsam verbracht. Jetzt sind sie mit dem Zug auf dem Rückweg in die Heimat, doch ein Streik lässt sie in Würzburg ...

Paula und Peter arbeiten bei derselben Firma und haben nach einer Fortbildung die Nacht gemeinsam verbracht. Jetzt sind sie mit dem Zug auf dem Rückweg in die Heimat, doch ein Streik lässt sie in Würzburg stranden. Die beiden beschließen, aus der Not eine Tugend zu machen. Sie buchen sich eine romantische Unterkunft und lassen sich drei verzauberte Tage lang durch die Stadt treiben. Doch während Paula noch nicht daran denken möchte, was danach aus ihnen wird, erhofft Peter sich Klarheit, was die Zukunft angeht.

Paula und Peter kennen sich bislang nur aus dem beruflichen Alltag: Sie ist Ärztin, er arbeitet als Jurist in der Klinikverwaltung. Während es bei der gemeinsamen Nacht nach der Fortbildung nur um Sex ging, beginnen die beiden in Würzburg, sich wirklich wahrzunehmen. In einer ruhigen und poetischen Sprache beschreibt Ewald Arenz die Streifzüge der beiden durch die Stadt, während derer sie miteinander scherzen und mehr übereinander herausfinden. Ich fand es schade, nicht mehr Hintergrundinformationen über die beiden zu erhalten, das Buch bleibt im Moment und gibt darüber hinaus nur wenig preis. Zudem war das Touristenprogramm, das die beiden in Würzburg absolvieren, für meinen Geschmack zu ereignislos.

Die Illustrationen von Florian Bayer sind stimmungsvoll und vermitteln eine herbstliche Stimmung. Einige sind jedoch sehr dunkel, mir haben die helleren besser gefallen. Insgesamt ist „Katzentage“ ein leiser Roman über das Innehalten und Zueinander finden. Auch wenn er mich nicht gänzlich überzeugen konnte, bietet er eine schöne Flucht aus dem Alltag und lädt Leser:innen ein, sich mit Paula und Peter durch Würzburg treiben zu lassen.

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Veröffentlicht am 03.01.2026

Wunderschön illustriert

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Als die Bahn streikt, stranden die Kollegen Paula und Peter in einer fremden Stadt. Seit längerer Zeit gibt es eine Anziehungskraft zwischen ihnen, nun wird sich zeigen, ob diese bei der unfreiwilligen ...

Als die Bahn streikt, stranden die Kollegen Paula und Peter in einer fremden Stadt. Seit längerer Zeit gibt es eine Anziehungskraft zwischen ihnen, nun wird sich zeigen, ob diese bei der unfreiwilligen Auszeit weiterhin Bestand haben wird.

»Es prickelte, so zu tun, als seien sie ein Paar. Als hätten sie gemeinsame Rituale. Auf der einen Seite sich darüber lustig zu machen und auf der anderen Seite auszuprobieren, wie es sich anfühlte. Mit dir, Paula. Mit dir, Peter.« (Seite 25)

Ich muss zugeben, ich bin ein wenig enttäuscht von der Geschichte, die überwiegend ein fast schon peinlicher Balz-Tanz zwei erwachsener Menschen voller Selbstzweifel ist. Sie möchte am liebsten die Devise von Harald Juhnke umsetzen, der einst sagte: »Meine Definition von Glück? Keine Termine und leicht einen sitzen«. Er hingegen nach einer miteinander verbrachten Nacht das Eheversprechen erhalten. Es gibt zwar einige vielversprechende Ansätze, die aber letztendlich nicht umgesetzt werden. Die Illustrationen von Florian Bayer hingegen sind eine Augenweide und der Grund dafür, dass meine Bewertung nicht ins bodenlose fällt. Die wunderschönen Bilder ergänzen die Erzählung und bereichern diese. Insgesamt eine nette Kurzgeschichte für zwischendurch, passend und perfekt bebildert.

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