Cover-Bild Niemand hat es kommen sehen
(8)
  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
17,90
inkl. MwSt
  • Verlag: Haymon Verlag
  • Themenbereich: Belletristik - Kriminalromane und Mystery
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 284
  • Ersterscheinung: 27.02.2025
  • ISBN: 9783709982549
Gudrun Lerchbaum

Niemand hat es kommen sehen

Kriminalroman
Wenn aus einer Frau wie du und ich die „Waldviertler Elektra“ wird. Ihre Geschichte macht Schlagzeilen, die grell und laut sind. Maria bleibt leise.

Erst bemerkt sie niemand, dann haben alle ein Bild von ihr.
Die dörfliche Gerüchteküche brodelt in Eichschlag, auch durch die Medien zieht sich die wundersame Geschichte: Eine Frau, die ein Jahr verschwunden war, ist wieder aufgetaucht. Leidet aber an Amnesie – behauptet jedenfalls sie selbst. Was in den letzten Monaten passiert ist, wo sie war, weiß sie nicht. Was sollen da bloß die Leute denken? Vor allem, da kurz vor Marias Verschwinden ihre pflegebedürftige Mutter gestorben ist. Der Hausarzt spricht es schließlich laut aus: Hat sie ihre Mutter umgebracht? Doch selbst als weitere Vorwürfe auftauchen, bleibt Maria stumm. Was soll sie ohne Erinnerung denn sagen?
Je ausgiebiger sie schweigt, desto maßloser sprechen die anderen. Maria wird zur Projektionsfläche: Hure, Muttermörderin. Aber ist sie auch wirklich Täterin – jetzt, wo sogar das Landeskriminalamt gegen sie ermittelt?

Was würde eine wie Maria tun, wenn es nötig ist?
Wer ist Maria wirklich? Und, viel wichtiger: Was hat sie getan? Diese Frage beschäftigt die Ermittler*innen ebenso wie die Medien und die Menschen im Dorf. Besonders Marias Schulfreundin Rafaela kann die Anschuldigungen nicht glauben – das passt doch nicht zu der Person, die sie zu kennen glaubt. Aber auch der junge Journalist Lando interessiert sich für Maria und ihre Geschichte: Hat sie doch in den ausbeuterischen Strukturen gearbeitet, über die er recherchiert. Alle versuchen, die Wahrheit ans Licht zu bringen. Oder zumindest Teile davon. Was sie dabei ausheben, hat Potenzial: Indem Maria nicht spricht, sagt sie etwas über andere. Und diese anderen Frauen schlagen zurück – können sie ihre Solidarität zu einer Waffe machen?

Dingfestmachung der Identitäten-Jongleur*innen?
Egal was ihr Umfeld, die Kolleg*innen, das Dorf, der Boulevard – die anderen eben – über sie sagen: Die unscheinbare Maria, die ruppige Chefinspektorin Mel oder auch Lando, der als Wiener Journalist für eine deutsche Zeitung schreibt, bleiben sich nicht nur treu. Sie erfinden sich darüber hinaus auch immer wieder neu, anders. Verbergen sie so Brüche und Risse, Unrecht oder Kummer? Oder haben sie einfach Lust am Spiel mit verschiedenen Versionen ihrer selbst? Gudrun Lerchbaum schreibt ihre Charaktere nicht fest: Sie bleiben wandelbar, wendig und in Bewegung. Ihr Spiel mit Perspektivenwechseln, Innensichten und Blicken von außen zieht uns in den Bann, ihre Charaktere begleiten uns auch über die letzte Seite hinaus. Denn so eine wie Maria, so eine sind wir doch alle irgendwie. Die Pflege der kranken Mutter, prekäre Arbeitsbedingungen, eine von Gewalt geprägte Beziehung – Marias Geschichte kommt uns schnell bekannt vor. Umso mehr lässt sie uns hoffen: auf die Stärke von Freundinnenschaft und vielleicht auch auf Gerechtigkeit.

Weitere Formate

Dieses Produkt bei deinem lokalen Buchhändler bestellen

Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.04.2025

Ungelöste Fragen

0

So, nun habe ich seit langem mal wieder einen Krimi beendet, und zwar 'Niemand hat es kommen sehen' von Gudrun Lerchbaum.
Ich lese ja sehr gerne querbeet durch diverse Genres, außer Science-Fiction und ...

So, nun habe ich seit langem mal wieder einen Krimi beendet, und zwar 'Niemand hat es kommen sehen' von Gudrun Lerchbaum.
Ich lese ja sehr gerne querbeet durch diverse Genres, außer Science-Fiction und Krimis.
Bei Krimis sind mir immer zu viele Kommissarinnen Chefinnen, Reporter*innen, LKA, BKA, SEK usw. involviert und ich komme durcheinander 😅🙈.
Dieses mir bekannte Problem hatte ich auch hier und noch dazu hab ich die Story nicht verstanden und wusste am Ende gar nicht mehr, wer worin involviert war und ist und wer die einzelnen Personen überhaupt sind.
Tatsächlich war es diesmal aber so, weil ich hier einen zweiten Teil gelesen habe und das unbewusst. Da hat mir, glaube, viel Vorwissen gefehlt. Dies war leider erst im Nachwort ersichtlich.
Die Erzählung dreht sich um Maria, die nach dem Tod ihrer pflegebedürftigen Mutter verschwunden war und plötzlich still und leise wieder da ist.
Und da, wo sie eventuell war, ist ein Mord geschehen
Dies wirft viele Fragen auf und ich war gespannt, ob Maria nun Täterin oder Opfer ist.
Es gibt den typischen Dorffunk und kritische Stimmen werden laut, aber auch Fürrednerinnen tun sich auf, nur Maria bleibt leise. Kann sie sich doch an nichts erinnern.
Die Ermittler Mel und Theo ermitteln und ebenso der Journalist Lando versucht zu verstehen, was passiert ist.
Die Story an sich ist gut, aber ich gebe zu, ich hatte durchgehend Fragezeichen im Kopf und diese haben sich auch am Ende nicht aufgelöst.
Also meine Empfehlung wäre auf jeden Fall erst den ersten Teil zu lesen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.03.2025

Doch Maria schweigt

0



Mit ‚Niemand hat es kommen sehen’ hat die Autorin Gudrun Lerchbaum einen Kriminalroman um das rätselhafte Verschwinden der Maria Arnold geschrieben.

Maria Arnold ist nach dem Tod ihrer Mutter, die sie ...



Mit ‚Niemand hat es kommen sehen’ hat die Autorin Gudrun Lerchbaum einen Kriminalroman um das rätselhafte Verschwinden der Maria Arnold geschrieben.

Maria Arnold ist nach dem Tod ihrer Mutter, die sie jahrelang aufopfernd gepflegt hat, unauffindbar verschwunden. Nach einem Jahr taucht sie plötzlich wieder in ihrem Heimatdorf im Waldviertel auf. Angeblich leidet Maria an Amnesie. Sie kann sich an nichts erinnern, was in den letzten Monaten passiert ist. Die Gerüchteküche in kleinen Dorf Eichschlag brodelt. Maria wird angefeindet. Man unterstellt ihr, ihre Mutter umgebracht zu haben.

Das Ermittlerteam Theo Nebel und Melanie Ramsauer stellen in einem Mordfall an der Pensionswirtin Brigitte Herzog, bei dem der Sohn als Täter bereits verurteilt wurde, eine Verbindung zu Maria hergestellt. Hier nannte sie sich Mia Burger. Aber Maria schweigt. Sie kann sich an nichts erinnern.

So sehr mich der Anfang der Geschichte zu fesseln verstand, so baute sich dies im Verlauf der Handlung immer mehr ab. Ich konnte auch leider keine Verbindung zu Maria, als Protagonistin aufbauen und auch die anderen Charaktere blieben mir fern. Zum Schluss des Buches fragte ich mich schließlich: Und nun …

Um weitere Aufklärung zu erhalten wird auf den Vorgängerband mit dem Titel ‚Zwischen euch verschwinden‘ verwiesen.

Fazit: Gut lesbar, aber leider konnte mich die Geschichte nicht wirklich erreichen.



  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.03.2025

Das Schweigen der Maria Arnold

0

Ein Jahr lang war Maria Arnold aus ihrem Heimatdorf verschwunden, als sie plötzlich zurückkehrt und scheinbar keine Erinnerung an die Zeit ihres Verschwindens hat. Doch warum ist sie nach dem Tod ihrer ...

Ein Jahr lang war Maria Arnold aus ihrem Heimatdorf verschwunden, als sie plötzlich zurückkehrt und scheinbar keine Erinnerung an die Zeit ihres Verschwindens hat. Doch warum ist sie nach dem Tod ihrer Mutter, die sie jahrelang aufopferungsvoll gepflegt hat, so plötzlich verschwunden und was ist in der Zeit ihres Fernbleibens tatsächlich geschehen?
Als das Ermittlerteam Theo Nebel und Melanie Ramsauer versuchen einen Mordfall aufzuklären, bei dem eine Verbindung zu Maria hergestellt werden kann, kommen immer mehr Fragen auf, doch Maria bleibt weiterhin stumm. Kann sie sich wirklich nicht erinnern oder würde sie sich selber belasten, wenn sie etwas sagt? Ist Maria Täterin oder Opfer?
Mit dem Kriminalroman „Niemand hat es kommen sehen“ von Gudrun Lerchbaum erscheint der Nachfolgeband zu „Zwischen euch verschwinden“.
Nach dem Lesen des vorliegenden Romans bin ich der Meinung, dass man den Vorgänger durchaus vorab lesen sollte, um die hier nur angedeuteten Vorfälle etwas näher in Erfahrung zu bringen und damit gegebenenfalls Zusammenhänge und Hintergründe besser zu verstehen, die somit teilweise nur oberflächlich und damit auch lückenhaft dargestellt werden.
Mit dem Schreibstil der Autorin bin ich von Anfang an nicht ganz warm geworden. Die Protagonistin blieb mir leider fremd, da die verwendete Sprache teilweise sehr hochgestochen war und gerade in der ersten Hälfte des Romans in meinen Augen viel zu viele aktuelle Themen fast zwanghaft thematisiert wurden, die für den Fortgang der Handlung keinerlei Rolle spielten.
Die Figur der Maria und deren Bedeutung für das Frauenbild wurde für mich ebenfalls nicht ganz klar. Da Maria selber sich nie wirklich zu ihrer Zeit geäußert hat und man somit immer nur andeutungsweise ihre Rolle erahnen konnte, bleibt bis zum Schluss unklar, ob sie nun nur die aufopferungsvolle pflegende und nie gesehene stille Frau war oder sich doch gewehrt hat.
Manch einer mag diese Art der Erzählung, mich hat es leider nicht ganz abgeholt.
Während der Anfang für mich eher zusammenhanglos war, wurde es in der zweiten Hälfte besser und die einzelnen Erzählstränge haben sich zu einem Ganzen gefügt. Das Ende war ganz nett, sodass ich diesen Roman für mich im Mittelfeld einordnen würde.
Von mir gibt es 3 Sterne, da der Ansatz sicher Potential für mehr Tiefgang und eine bessere Umsetzung hätte, die mich mehr mitreißen würde. Hängenbleiben wird die Geschichte wohl leider nicht sehr lange in meinem Kopf.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere