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Veröffentlicht am 21.03.2026

Wenn die Welt kippt...

EDEN - Wenn das Sterben beginnt
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„Eden – Wenn das Sterben beginnt“ ist der neue Umweltthriller aus der Feder von Marc Elsberg.
Der 766 Seiten starke Thriller hat mir zunächst richtig Respekt eingeflößt, da es für mich das erste Buch des ...

„Eden – Wenn das Sterben beginnt“ ist der neue Umweltthriller aus der Feder von Marc Elsberg.
Der 766 Seiten starke Thriller hat mir zunächst richtig Respekt eingeflößt, da es für mich das erste Buch des Autors war und ich vermutet hatte, dass aufgrund der Thematik einiges eher kompliziert dargestellt werden könnte. Doch das Gegenteil war der Fall.
Die Story hat mich von Anfang an abgeholt und durch den sehr flüssigen Schreibstil, der mich auch bildlich in die Situationen hineingezogen hat, konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen.
Geschildert werden die unterschiedlichsten Szenarien, in denen ungewöhnliche Naturereignisse auftreten-ein Riesenkalmar greift in der Karibik vor den Augen von Touristen einen Walhai an; in einer Bucht vor Trier kippt das Wasser und tote Fische sorgen für Entsetzen und üblen Gestank. Zunächst könnte man vermuten, es handle sich um ungewöhnliche Einzelfälle, doch immer mehr Ereignisse treten weltweit auf.
Die Menschen geraten in Existenznot, Unruhe entsteht und die Frage – kann man diese negative Entwicklungsspirale noch aufhalten?
Mitten im Geschehen trifft man auf Piero Manzano – bereits bekannt aus dem Thriller „Blackout“. Dieser hat ein KI-Programm entwickelt, welches anstehende Phänomene fast korrekt vorhersagt und für die Welt keine guten Prognosen vorweist. Doch wer nimmt ihn ernst?
Politiker verfangen sich in endlosen Diskussionen und zielen eher auf die nächsten Wahlen, als die Prognosen als Anlass zu nehmen, ihre Handlungen und Entscheidungen zu ändern oder gar zu beschleunigen.
Victor Brennar, ein reicher Investor – will das Programm gern für eigenen Zwecke verwenden – aus reiner Profitgier.
Am meisten interessiert hat mich jedoch der Weg von Linus, Reiseinfluencer mit Content, der den Menschen ein Lächeln ins Gesicht zaubern soll. Als dieser auf die Meeresbiologin Sarah trifft und mit den Veränderungen konfrontiert wird, ändert er Stück für Stück seine Sicht auf die Welt und nutzt seinen Content, um aufzuklären.
Der Aspekt der sozialen Medien und deren Macht im Bezug auf die Meinungsbildung der breiten Masse war in diesem Thriller richtig gut ausgearbeitet.
Generell ist es dem Autor gelungen, eine erschreckend realistische Szenerie zu erschaffen, die mich beim Lesen nicht nur zum Nachdenken angeregt, sondern mir auch öfter eine Gänsehaut verursacht hat.
Durch kurze Kapitel und schnelle Perspektivwechsel bleibt man am Ball und möchte unbedingt wissen, wie es weitergeht.
Die erzeugte Spannung ist angenehm. Man hat den gesamten Thriller über das Gefühl, dass Unheil naht.
Sehr eindrücklich ist bei mir der Satz hängen geblieben: „Wenn die Tiere verstummen und die Bäume keine Lieder mehr singen, steht eine große Veränderung bevor.“
Leider muss man feststellen, dass dieser Thriller mehr Realität aufweist als wir uns wünschen sollten.
Insgesamt hat mir dieses Buch richtig gut gefallen. Ich kann es jedem empfehlen, der Spannung und Realitätsbezug liebt und vergebe klare 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 15.03.2026

Emotionslose Geschichte, die so viel mehr Potential gehabt hätte!

Real Americans
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„Real Americans“ von Rachel Khong – ein Roman, der als herausragender New-York-Times-Bestseller beworben wird.
Mich konnte er leider nicht überzeugen.
Das Cover und den Einband finde ich insgesamt recht ...

„Real Americans“ von Rachel Khong – ein Roman, der als herausragender New-York-Times-Bestseller beworben wird.
Mich konnte er leider nicht überzeugen.
Das Cover und den Einband finde ich insgesamt recht nichtssagend; die gezeigte Auster findet sich jedoch als Motiv im Buch wieder und somit ist es dann wieder stimmig.
Das Buch ist in 3 Teile gegliedert, die jeweils eine andere Sicht aufzeigen.
Zunächst begleitet man Lilly, Tochter von chinesischen Auswanderern, die in Amerika lebt und deren Eltern sehr viel Wert darauf legen, ein „richtiges“ amerikanisches Leben zu leben und der Tochter möglichst keine chinesischen Werte und Traditionen vorzuleben. Sie ist als unbezahlte Praktikantin tätig und lernt bei einer Feier Matthew Maier kennen – einen sehr reichen Sohn und Erbe eines multinationalen Pharmaunternehmens. Die Liebe zwischen den beiden ist von Anfang an unausgeglichen und es hat mich sehr gestört, dass Lilly sich förmlich in die Abhängigkeit begeben hat ohne jeglichen Widerstand.
Gefühle und tiefe Gespräche finden zwischen den beiden nicht statt. Der Schreibstil ist distanziert und man hat das Gefühl, dass Alltagssituationen einfach abgespult werden. Teilweise hatte ich sogar beim Lesen das Gefühl, dass ich etwas verpasst habe, da man plötzlich in einer anderen Situation war ohne weitere Begründung oder Nachvollziehbarkeit.
Im 2. Teil begleitet man Nick, Sohn von Lilly und Matthew. Lilly und er wohnen auf einer kleinen Insel in ärmlichen Verhältnissen und Nick hat immer mehr die Frage im Kopf, wer eigentlich sein Vater ist.
Grundsätzlich konnte ich mich in die Gedankenwelt von Nick etwas besser hineinversetzen als in die seiner Mutter. Aber auch hier wurde das Leben einfach abgespult.
Im 3. Teil des Buches kommt dann die Großmutter May/Mei zu Wort, die als junge Frau aus Peking geflohen ist und in Amerika ihren Traum vom Arbeiten in der Wissenschaft erfüllen konnte. Ihre Sichtweise hat viele Situationen aus der Vergangenheit erklärt, war mir aber zu spät. Den Blick auf ihre Kindheit in China, die dortigen Traditionen und die Entwicklungen unter Mao Zedong fand ich sehr interessant, konnten aber den Rest des Buches für mich nicht mehr aufwiegen.
Grundsätzlich hatte ich mit dem Schreibstil keine Probleme – es ließ sich leicht und flüssig lesen.
Meine Erwartungen auf eine große Familiengeschichte mit tieferen Emotionen und Entwicklungen wurden leider enttäuscht.
Der Roman beinhaltet unglaublich viele wichtige Themen wie Herkunft, Identität, aber auch offenen und versteckten Rassismus in so vielen Lebenslagen. An sich sind dies alles Themen, die einen tiefgründigen Roman erwarten lassen und hier leider nicht das bestehende Potential ausgeschöpft wurde.
Die über allem schwebende Frage der Genetik und welches Recht der Mensch hat, an dieser herumzudoktern, wurde immer mal wieder angerissen und zog sich als roter Faden durch das Buch. Die Auflösung der Geheimnisse kam für mich jedoch viel zu schnell und oberflächlich.
Insgesamt hatte ich mit diesem Buch leider keine große Freude. Für mich war es eher eine Enttäuschung und ich würde es somit auch nicht weiterempfehlen. 2 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 28.02.2026

Lost Places - lost people

Giftiger Grund
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Jaron, ein junger Mann, der nach knapp 7 Jahren aus dem Gefängnis entlassen wurde und versucht in ein neues Leben zu starten.
Charu, eine junge Frau, die als Influencerin Videos an „Lost Places“ dreht ...

Jaron, ein junger Mann, der nach knapp 7 Jahren aus dem Gefängnis entlassen wurde und versucht in ein neues Leben zu starten.
Charu, eine junge Frau, die als Influencerin Videos an „Lost Places“ dreht und versucht, ihre Followerzahl zu erweitern und gutes Geld zu verdienen.
Edda, ein kleines Mädchen in Schlafanzug und Gummistiefeln.
Im Kriminalroman „Giftiger Grund“ von Thomas Knüwer treffen die drei an einer verlassenen Tankstelle aufeinander – jeder mit seinen eigenen Geheimnissen. Drei Menschen, die vor etwas fliehen, die etwas suchen.
Das Cover des Romans mit seiner giftgrünen Farbe ist ein absoluter Hingucker.
Die Geschichte wird jeweils aus verschiedenen Perspektiven im Ich-Erzählermodus erzählt. So lernt man die Protagonist
innen alle ganz individuell mit ihren eigenen Gedanken und Hintergründen kennen.
Der Schreibstil ist flüssig und leicht lesbar. Durch die Perspektivwechsel bekommt man ein authentisches Bild und kann sich in die handelnden Personen gut hineinversetzen.
Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, da ich mit allen dreien mitgefiebert habe.
Die unterschwellige Bedrohung, die düstere Atmosphäre und der Perspektivwechsel steigern die Spannung bis zum Finale.
Die angesprochenen Themen wie Erwachsenwerden, Kindesmisshandlung, aber auch das Problem: „Wer glaubt einem Straftäter und wer gibt neue Chancen?“ fand ich sehr gut eingebaut.
So ist dieser Roman nicht nur eine spannende Lektüre, sondern regt auch zum Nachdenken an.
Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung und 5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 24.02.2026

Anwältin der Toten - Macht der Worte!

Die Totenklägerin
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„Die Totenklägerin – Nichts ist vergessen“ ist ein Kriminalroman von Greta Jung.

Matilda Rizzo, ehemalige Anwältin, ist Trauerrednerin. Doch sie bezieht sich nicht nur auf Informationen, die sie von Angehörigen ...

„Die Totenklägerin – Nichts ist vergessen“ ist ein Kriminalroman von Greta Jung.

Matilda Rizzo, ehemalige Anwältin, ist Trauerrednerin. Doch sie bezieht sich nicht nur auf Informationen, die sie von Angehörigen erhält, sondern ermittelt selbst im Fall der Toten, um der Wahrheit auf die Spur zu kommen.
Im bayerischen Reuth stirbt Oma Resi. Die 12-jährige Jackie bekommt die letzten Minuten der alten Dame mit und schöpft den Verdacht, dass etwas nicht mit rechten Dingen zuging. Somit beauftragt sie mutig Matilda, den „Fall“ zu übernehmen und im Rahmen ihrer Trauerrede den Hintergründen auf die Spur zu kommen. War es ein natürlicher Todesfall oder doch Mord?
Jackie und Matilda beginnen nachzuforschen und decken dabei alte Wunden auf.

Der Schreibstil der Autorin hat mich trotz eher leisen Tönen sofort gepackt. Bereits der Prolog zog mich in seinen Bann.
Insgesamt ist das Buch in mehrere Abschnitte unterteilt, die jeweils zu Beginn ein Kapitel aus der Ich-Perspektive aufweisen. Der Rest des Romans ist aus Erzählerperspektive geschrieben.

Matilda ist eine eher zurückgezogene stille Person, die sich als Anwältin der Toten versteht und dabei auch kein Blatt vor den Mund nimmt. Sie hat keine Angst sich schweren Herausforderungen zu stellen und Geheimnisse ans Tageslicht zu befördern, schafft sich dabei aber auch Feinde. Stück für Stück erfährt man auch Einzelheiten aus ihrer eigenen Vergangenheit, was Matilda für mich als Persönlichkeit nahbarer gemacht hat.

Jackie ist ein Mädchen, welches sehr oft auf sich allein gestellt ist und um Anerkennung kämpfen muss. Ihre Mutter arbeitet viel und lässt das Mädchen sehr oft allein. Jackie findet in Matilda eine Person, der sie vertrauen kann und die zu ihr hält.

Die sich entwickelnde Beziehung zwischen den beiden habe ich sehr gern verfolgt.

Die Ermittlungen waren für mich sehr spannend. Ich konnte miträtseln und Vermutungen aufstellen. Vieles kommt ans Tageslicht und die Trauerrede, die Matilda zum Schluss hält, war für mich der perfekte Abschluss.

Angesprochene Themen in diesem Roman empfinde ich als sehr wichtig. Worum es tatsächlich geht, sollte jede*r selber herausfinden.

Fazit:
Von mir gibt es für diesen sehr angenehm zu lesenden und spannenden Roman 5 von 5 Sternen.
Gern würde ich Matilda bei weiteren Ermittlungen als Anwältin der Toten folgen. Potential hat sie auf jeden Fall. Von mir eine ganz klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 24.02.2026

Spannende Lektüre über Handel, Politik und tödliche Feinde

Im Auftrag der Fugger - Teufelsreigen
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„Im Auftrag der Fugger – Teufelsreigen“ ist ein historischer Roman aus der Feder von Peter Dempf. Es handelt sich hierbei um Band 2 nach „Im Auftrag der Fugger – Der Burgunderschatz“. Es handelt sich um ...

„Im Auftrag der Fugger – Teufelsreigen“ ist ein historischer Roman aus der Feder von Peter Dempf. Es handelt sich hierbei um Band 2 nach „Im Auftrag der Fugger – Der Burgunderschatz“. Es handelt sich um 2 unabhängig voneinander lesbare Romane. Die Vorkenntnisse aus Band 1 sind jedoch hilfreich.

Jakob Fugger ist ein sehr erfolgreicher Kaufmann und Finanzberater des Königs. Doch 1505 sieht er sich Anschlägen auf seine Warentransporte sowie seine Warenhäuser gegenüber; seine Boten werden getötet und auch er muss um sein Leben fürchten. Er beauftragt Afra und Herwart damit, den Ursprung der Anschläge herauszufinden. Die Spur führt die beiden über Venedig und Füssen wieder zurück nach Augsburg und sie müssen erkennen, dass nicht nur das Leben von Jakob Fugger, sondern auch ihr eigenes auf dem Spiel steht.
Das Cover des Romans passt zu Band 1 und zeigt die Stadtsilhouette von Augsburg.

Der Schreibstil von Peter Dempf ist von Beginn an fesselnd. Man taucht direkt in die Geschichte ein und begleitet Afra und Herwart auf der Suche nach der Verschwörung hinter den Geschehnissen.

Auf gefühlt jeder Seite passiert etwas Unvorhergesehenes, sodass der Spannungsbogen stetig aufrecht gehalten wird und man kaum durchatmen kann. Dadurch kann man das Buch auch kaum aus der Hand legen. In meinen Augen kann man diesen Roman daher auch als historischen Krimi bezeichnen.

Leider kamen mir mit der Zeit viele Situationen, in denen sich Afra und Herwart befinden, sehr konstruiert vor und aufgrund des immer wieder unbeschädigten Auflösens der Geschehnisse auch wenig glaubwürdig. Aufgrund der schnellen Erzählweise fällt einem das zu Beginn nicht auf, doch je mehr der Roman voranschreitet, desto offensichtlicher wird es.
Afra und Herwart sind zwei Boten, die ihre Aufgabe ernst nehmen und diese auch zielorientiert verfolgen. Oft habe ich jedoch an ihrem Verstand gezweifelt, da sie sich wiederholt sehr naiv in Situationen begeben, die gefährlich werden könnten und dies, obwohl sie mittlerweile wissen mussten, dass auch ihr eigenes Leben in Gefahr ist.

Der Albino Zeno ist ein eher undurchsichtiger Charakter. Immer wieder habe ich mich gefragt, auf welcher Seite er nun steht und mit welcher Aufgabe er bedacht ist. Grundsätzlich mag ich solche Charaktere sehr gern, aber Zeno ist hier zu oft aufgetaucht und wieder verschwunden, sodass mir das beim Lesen irgendwann auf die Nerven ging.
Der Schluss war für mich leider etwas verwirrend und die gesamte Gefahrensituation wird mir zu schnell abgearbeitet.

Das Nachwort des Autors fand ich wie sehr oft in historischen Romanen sehr interessant und aufschlussreich. Tatsache und Fiktion wird hier nochmal sehr gut erläutert.

Fazit:
Ein rasanter historischer Roman mit spannender Grundstruktur, die ich sehr gern gelesen habe. Aufgrund der genannten Schwächen kann ich jedoch nur 3,5 Sterne vergeben.

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