Cover-Bild Blutige Beichte
10,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Piper
  • Themenbereich: Belletristik - Krimi: Klassisch
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 336
  • Ersterscheinung: 02.05.2018
  • ISBN: 9783492311359
Jörg Steinleitner

Blutige Beichte

Der LKA-Präsident ermittelt

Ein heißer Abend im Sommer. In einer Blutlache auf der Münchner Schillerstraße liegt eine Leiche. Gleich daneben die Tatwaffe: ein Dönermesser. LKA-Präsident Karl Zimmerschied ist beunruhigt – bei dem Toten handelt es sich um einen Vertrauten des Ministerpräsidenten! Kurz darauf kommt es zu weiteren Verbrechen, stets mit derselben DNA-Spur am Tatort. Doch die Taten passen nicht zusammen. Als im Beichtstuhl von Zimmerschieds Heimatdorf auch noch drei Handgranaten und ein Maschinengewehr auftauchen, wird dem LKA-Chef klar, dass dieser Fall gefährlich weite Kreise zieht ...

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.08.2018

Blutige Beichte

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Richtig blutig beginnt der Krimi gleich. Und die Verbrechen häufen sich. An jedem Tatort findet sich die gleiche DNA. Wäre eigentlich eine super Spur, doch die Ermittlungen kommen lange nicht voran. Zusammenhänge, ...

Richtig blutig beginnt der Krimi gleich. Und die Verbrechen häufen sich. An jedem Tatort findet sich die gleiche DNA. Wäre eigentlich eine super Spur, doch die Ermittlungen kommen lange nicht voran. Zusammenhänge, die dem Leser fast unmöglich erscheinen und doch gibt es sie.
Ein spannender Krimi mit dem recht fähigen Ermittler Karl Zimmerschied, der hier dem Leser geboten wird. Ganz nebenbei führt er seinen eigenen kleinen Bauernhof und vermisst seine Frau, die ihn eben grade erst verlassen hat. Und dann ist noch der Pfarrer, der einen ganzen Batzen Waffen hat, doch darüber sich ausschweigt. Doch die größte Herausforderung ist hier wohl, dass Zimmermann ein Sicherheitskonzept ausarbeiten soll, weil der amerikanische Präsident München zu einem Kurzbesuch beehrt. Unbedingte Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 08.05.2018

Der LKA-Präsident auf Verbrecherjagd

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Der Freund des Bayerischen Ministerpräsidenten, der Landtagsabgeordnete Roland Mai, liegt mit einem Dönermesser masakriert in seiner Blutlache in der Münchner Schillerstraße. Der Fall wird durch den Innenminister ...

Der Freund des Bayerischen Ministerpräsidenten, der Landtagsabgeordnete Roland Mai, liegt mit einem Dönermesser masakriert in seiner Blutlache in der Münchner Schillerstraße. Der Fall wird durch den Innenminister zur Chefsache erklärt und LKA-Präsident Karl Zimmerschied mischt neuerdings fleißig in der Polizeiarbeit mit. Was den Kommisaren Barbara Veltroni und Hannes Södlinger gar nicht passt. Denn der Chef kann ganz schön nerven.

So fängt die Geschichte an. Dabei hat der Polizeipräsident gerade sowieso alle Hände voll zutun. Seine Gattin hat auf Bali eine Oben-Ohne-Bar aufgemacht; zuhause auf dem Land soll er sich auf dem kleinen Bauernhof um seine Tiere kümmern; sein Freund der Pfarrer übergibt ihm eine Tasche mit Kriegswaffen, die jemand im Beichtstuhl hinterlassen hat und beruft sich auf das Beichtgeheimnis; mystiöse Drohungen an den LKA-Chef machen die Sache auch nicht leichter. Und als wäre das alles nicht schon genug, kündigt sich auch noch der amerikanische Präsident an und will bespaßt werden. Zimmerschied raucht der Kopf. Aber er wäre nicht der Präsident, wenn er nicht auch diese Herausforderung meistern würde.

Die Ermittlungen, egal in welchem der vielen anstehenden Fälle, gestalten sich schwierig. Aber ganz langsam, manchesmal mit nicht ganz legalen Methoden, lichten sich die Schatten und die Ergebnisse stellen sich ein.

Im Laufe der Ermittlungen treffe ich auf interessante, teils aussergewöhnliche Personen, die in ihren Eigenarten sehr lebendig und vorstellbar beschrieben sind. Am allerbesten, neben dem Präsidenten, gefällt mir der junge Tommy Hensch, ein blinder Computernerd mit seinem Hund Benno Berghammer, den sich Zimmerschied in sein Team holt. Aber auch die Präsidentengattin auf Bali und das Reichsbürger-Ehepaar passen perfekt ins Bild. Schmunzeln musste ich immer dann, wenn der amerikanische Präsident, dessen Bild ich genau im Kopf habe, auftaucht. Einfach herrlich.

Jörg Steinleitner schafft es mit seinem leichten, spannenden, aber auch humorigen Schreibstil grandios alle Fälle nacheinander aufzudröseln, miteinander zu verbinden und schließlich aufzulösen. Ich hatte bis zum Schluss keinen Schimmer, wer hinter den ganzen Machenschaften stecken könnte. So hat mich der eigentliche Täter gut überraschen können.
Trotz der bierernsten Kriminalfälle bleibt Raum zum Schmunzeln, was der Spannung keinen Abbruch tut. Aber es gibt auch einige Szenen, die mir zu überdreht und einfach unrealistisch erscheinen. Trotzdem hat mir die Lektüre einige spannende und humorvolle Stunden geschenkt.
Da am Schluss einige Fragen offen bleiben, hoffe ich auf weitere Fälle für den rührigen LKA-Präsidenten und seine Truppe.

Veröffentlicht am 14.06.2018

Fein aufeinander abgestimmte Mischung aus Krimispannung und Humor

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Mit dem LKA-Präsidenten Karl Zimmerschied schickt der Autor Jörg Steinleitner einen neuen Ermittler ins Rennen, der mich bei seinem ersten Auftritt insgesamt überzeugen konnte und durchaus das Zeug zu ...

Mit dem LKA-Präsidenten Karl Zimmerschied schickt der Autor Jörg Steinleitner einen neuen Ermittler ins Rennen, der mich bei seinem ersten Auftritt insgesamt überzeugen konnte und durchaus das Zeug zu einer Serienfigur hat.

In München wird an den Schauplätzen einiger völlig unterschiedlcher Verbrechen immer wieder die gleiche DNA-Spur sichergestellt. Eines der Opfer ist zudem auch noch ein Vertrauter des bayrischen Ministerpräsidenten. Der daraus resultierende politische Druck treibt den LKA-Präsidenten zum Verdruß der eigentlich zuständigen Beamten zurück an die vorderste Ermittlerfront.
Das er darüber hinaus auch noch den Staatsbesuch des amerikanischen Präsidenten organisieren soll, ihm der Pfarrer seines Heimatortes eine Tasche mit Handgranaten und einem Maschinengewehr übergibt, die er in seinem Beichtstuhl gefunden hat, und sich seine Frau Roswitha zu allem Überfluß im Baliurlaub in einen Alt-Hippie verliebt hat, macht die ganze Angelegenheit für Zimmerschied nicht wirklich einfacher.

Jörg Steinleitner bietet in diesem Buch eine fein aufeinander abgestimmte Mischung aus Krimispannung und Humor, der es dabei gelingt, beiden Genres absolut gerecht zu werden. Der flotte Schreibstil passt hervorragend zur gut aufgebauten Geschichte, die mit einigen überraschenden Wendungen aufwartet und deren Spannungsbogen vom Anfang bis zum Ende trägt.
Auch die Charakterisierung der Protagonisten ist absolut gelungen, die einzelnen Figuren geraten dabei zuweilen schon ziemlich skurril, ohne dabei aber zu einer bloßen Parodie zu verkommen.

Auch wenn der Autor an der einen oder anderen Stelle vielleicht doch etwas zu dick aufträgt, konnte mich dieses Buch unter dem Strich doch sehr gut unterhalten und auf eine mögliche Fortsetzung neugierig machen.

Veröffentlicht am 16.05.2018

wenn der chef ermittelt

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Auf der Münchner Schillerstraße liegt in einer großen Blutlache eine Leiche. Die Tatwaffe, ein Dönermesser, liegt gleich daneben. LKA-Präsident Karl Zimmerschied ist sehr beunruhigt, denn bei dem Toten ...

Auf der Münchner Schillerstraße liegt in einer großen Blutlache eine Leiche. Die Tatwaffe, ein Dönermesser, liegt gleich daneben. LKA-Präsident Karl Zimmerschied ist sehr beunruhigt, denn bei dem Toten handelt es sich um einen Vertrauten des Ministerpräsidenten. An der Tatwaffe wird die DNA einer Frau gefunden. Das seltsame daran ist, die DNA wird auch bei weiteren ganz unterschiedlichen Verbrechen gefunden. Was haben ein Mord, eine versuchte Vergewaltigung und ein Einbruch gemeinsam? Zimmerschied gerät immer mehr unter Druck und klinkt sich mit in die Ermittlungen ein. Dann kommt auch noch der Pfarrer aus Zimmerschieds Heimatort zu ihm. Im Beichtstuhl wurden drei Handgranaten und ein Maschinengewehr gefunden. All dem nicht genug, kündigt sich auch noch der Präsident der Vereinigten Staaten an und Zimmerschied soll sich um seine Sicherheit und seine „Bespaßung“ kümmern.

Mir hat das Buch gut gefallen. Es war gut und flüssig zu lesen. Ebenso war es sehr spannend. Wie passen die einzelnen Fälle zusammen? Wurde im Labor etwa geschlampt? Ich fand es sehr unterhaltsam wie sich Zimmerschied in die Ermittlung gestürzt hat. Seine „Untergebenen“ die den Fall eigentlich bearbeitet haben, haben mir richtig Leid getan, aber sie wussten ja nicht alles, da Zimmerschied ihnen ja einiges verschwiegen hat. Wenn man bedenkt was er alles ertragen musste, kann man ihn ein wenig verstehen. Bin schon sehr auf einen neuen Fall des LKA-Chef´s gespannt. 4 von 5*

Veröffentlicht am 14.05.2018

Kampf an allen Fronten

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Schauplatz München: Der Landtagsabgeordnete Roland Mai wird mit einem Dönermesser auf offener Straße ermordet. Da er ein guter Freund des Bayrischen Ministerpräsidenten war, hat die Aufklärung der Tat ...

Schauplatz München: Der Landtagsabgeordnete Roland Mai wird mit einem Dönermesser auf offener Straße ermordet. Da er ein guter Freund des Bayrischen Ministerpräsidenten war, hat die Aufklärung der Tat Vorrang. LKA-Präsident Zimmerschied bekommt Druck von oben und sieht nur einen Weg: Er muss sich höchstpersönlich um die Ermittlungen kümmern. Dass sich der Chef in die Polizeiarbeit einmischt, finden seine Kommissare allerdings nicht prickelnd.

Doch für Zimmerschied kommt es noch dicker. Er lebt in einer kleinen Gemeinde außerhalb Münchens und betreibt zusammen mit seiner Frau eine kleine Landwirtschaft mit Kühen, Schweinen und Hühnern. Doch seine Angetraute ist zur Selbstfindung auf Bali und hat nicht vor, zurückzukommen. So bleibt die Arbeit an Zimmerschied hängen. Sein Freund, der Pfarrer, bringt ihm Kriegswaffen, die eine Frau im Beichtstuhl hinterlegt hat. Und dann sind da auch noch die Amis: Der POTUS hat seinen Besuch in München angekündigt und Zimmerschied soll das Sicherheitskonzept nebst Bespaßung ausrichten. Für ihn ein Kampf an allen Fronten.

Die Geschichte ist gut geschrieben, kurzweilig und unterhaltsam. Ich war schnell in der Story um Zimmerschied drin, die Personen sind schön gezeichnet und wirken authentisch. Besonders gut fand ich den blinden Ermittler Hensch und seinen Hund Benno.

Zimmerschied hatte mein vollstes Mitgefühl, so überfordert wie er war. Denn es bleibt nicht bei dem Mord, eine versuchte Vergewaltigung und ein Einbruch scheinen auf das Konto desselben Täters zu gehen. Dazu noch der Druck vom Innenminister und der Presse, endlich Erfolge zu verzeichnen. Allerdings waren mir die "Baustellen" sowohl im privaten als auch beruflichen Umfeld etwas zu viel, als noch glaubhaft zu sein. Weniger wäre hier mehr gewesen.

Fazit: Unterhaltsamer Krimi mit Situationskomik, das Ende lässt auf eine Fortsetzung hoffen, auf die ich mich schon freue.