Cover-Bild Irrlichtfeuer
9,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Knaur Taschenbuch
  • Themenbereich: Belletristik - Fantasy: Episch
  • Genre: Fantasy & Science Fiction / Fantasy
  • Seitenzahl: 528
  • Ersterscheinung: 01.09.2016
  • ISBN: 9783426519431
Julia Lange

Irrlichtfeuer

Roman
Ein packender Fantasy-Roman von Debüt-Autorin Julia Lange

Die junge Alba träumt vom Fliegen und arbeitet heimlich an mechanischen Schwingen. Doch dazu benötigt sie das Irrlicht-Gas, ein wertvolles, hoch entzündliches Handelsgut, auf das die Herrschenden des Stadtstaats Ijsstedt ein Monopol haben.
Alba ist nicht die Einzige, die versucht, illegal an das Gas zu gelangen: Große Teile der Bevölkerung Ijsstedts leben in bitterer Armut und werden von Banden regiert, die immer wieder Überfälle auf die Irrlicht-Transporte unternehmen.

Denn neben seinem Wert als Brennstoff kann das Irrlicht einem Menschen magische Fähigkeiten verleihen – wenn man die Vergiftung überlebt. Albas Traum vom Fliegen katapultiert sie schließlich mitten hinein in einen Volks-Aufstand um Macht und Magie und stellt sie vor die Frage, welchen Preis sie zu zahlen bereit ist, um ihr Ziel zu erreichen.

»Mit ›Irrlichtfeuer‹ ist der Autorin ein tolles Fantasy-Abenteuer gelungen, welches vor allem durch viele erfrischende Ideen überzeugt.« Blog Line's Bücherwelt

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.11.2016

Der Traum vom Fliegen

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Alba träumt vom Fliegen und bastelt dafür klammheimlich an einer Apparatur, die ihr dieses Vorhaben ermöglicht. Doch dazu benötigt sie Irrlicht. Auf der Suche danach gerät sie zwischen die Fronten, die ...


Alba träumt vom Fliegen und bastelt dafür klammheimlich an einer Apparatur, die ihr dieses Vorhaben ermöglicht. Doch dazu benötigt sie Irrlicht. Auf der Suche danach gerät sie zwischen die Fronten, die sich in dem Stadtstaat Ijesstedt formieren. Zwischen Irrlichtkindern und Arbeitern muss sie sich nun behaupten.

Die Idee der gesamten Geschichte lockte mich an wie das Licht einer Laterne die Mücken. Ein geheimnisvolles Irrlicht, das als Energiequelle dient und auch sonst ein gewaltiges Potential bietet. „Kinder“, die aus einem Unfall hervorgegangen sind und besondere Fähigkeiten haben und eine Stadt, in der der Groll der Bevölkerung schwelt. Alles Zutaten, die von dem gewöhnlichen Fantasymainstream abweichen und frischen Wind versprechen.
Schon die ersten Seiten zogen mich in ihren Bann. Alba handelt, sie wird nicht erst lange eingeführt, sondern ich lernte sie in ihrem gewohnten Umfeld kennen. Dabei wurde auch noch nicht alles über sie verraten. Die Frage nach ihrer Herkunft trieb mich zu den wildesten Spekulationen und ließ mich Seite um Seite umblättern, um über die Passage zu stolpern, die meine Neugierde befriedigte. Genauso war es mit Kass, einem Irrlichtkind, dessen Anfangsszenen ich besonders beeindruckend finde, da ich die Bilder, die Julia Lange mit ihren Worten in meinen Kopf zu zeichnen vermochte, sehr gern hatte.
Julia Lange jongliert mit einer Hand voll Charakteren und Erzählperspektiven, die sie in der ersten Hälfte auch gut einführt und zu händeln vermag. Jeder Charakter hat Anfangs seine eigene Stimme, gleich ob laut oder leise, und jeder kommt auch mal zu Wort. Anfangs? Auf diese Einschränkung gehe ich später noch ein.
Der Plot entwickelt sich spannend und Julia Lange nimmt auch kein unnötiges Blatt vor den Mund oder schont an der falschen Stelle. Doch ich will nicht all zu viel verraten, da sich die Geheimnisse von Ijesserstedt erst nach und nach entblättern.
Die Sprache der Autorin ist sehr bildhaft, was einem vor allen Dingen zu Beginn hilft, die Charaktere vor sich zu sehen und die Settings einzuordnen, in denen die verschiedenen Figuren agieren. Ich mochte den Stil des Buches auf jeden Fall sehr gerne und war gerade deswegen zu Anfang Feuer und Flamme für diese Welt.
Zu Anfang? Ja, zu Anfang. Meine Euphorie ist in der zweiten Hälfte des Buches ein wenig abgekühlt. Vor allen Dingen da hatte ich manchmal das Gefühl bei den Wechseln der Erzählperspektive, dass sie holprig von statten gingen. Es dauerte immer ein wenig, bis sich die Autorin wieder gefangen hatte und das trübte auch die Lesefreude ein wenig. Zudem weiß man lange nicht, wohin die Reise eigentlich gehen soll. Da hätte ich mir sowohl zum Plot als auch zur Funktionsweise und dem Ursprung des Irrlichtgases ein wenig mehr Input erhofft.

Nichtsdestotrotz habe ich mit den Figuren gelitten und gebangt, war von den Ideen begeistert. Die Autorin hat mich in eine Stadt entführt, in der hinter jeder Ecke ein Geheimnis lauerte und ich habe manchmal mit angehaltenen Atem an der Buchseite geklebt. Deshalb vergebe ich sehr gerne vier Sterne und bin gespannt auf ihr nächstes Werk.

Veröffentlicht am 01.02.2017

Neuartig, aber mit einer eher untätigen Protagonistin

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"Was ist mit deinen Ausflügen nach Rothentor?"
"So schwer es mir auch fällt, ich werde damit aufhören müssen. Eine Gattin meines Standes kann sich nicht mehr heimlich in Männerkleidung fortschleichen."
Ein ...

"Was ist mit deinen Ausflügen nach Rothentor?"
"So schwer es mir auch fällt, ich werde damit aufhören müssen. Eine Gattin meines Standes kann sich nicht mehr heimlich in Männerkleidung fortschleichen."
Ein humorloses Lächeln hing auf seinen Lippen. "Du wirst es nicht schaffen."
"Ich muss." Sie war froh, dass sie es nicht musste - jedenfalls nicht länger als ein paar Tage. Schon jetzt würde sie am liebsten losstürmen und ihre Schwingen anlegen.
Sie sah auf den Muff, in dem sich ihre Hände verkrampft hatten. "Es tut mir Leid", flüsterte sie. Einer der wenigen Sätze, die sie genau so meinte.
Von Sora kam keine Antwort.
Sie blickte auf. Er war weg. Nur die Spuren seiner nackten Füße waren im Schnee zurückgeblieben.
--

INHALT:
Die junge Alba leidet an einer Krankheit, die ihr immer mehr die Kraft aus dem Körper entzieht. Lange hat sie nicht mehr zu leben und jetzt schon schwinden immer wieder ihre Lebensgeister. Doch bevor sie die Welt verlässt, will sie eines getan haben: Fliegen. Daher werkelt sie unermüdlich an ihren selbst gebauten Schwingen - und als sie unverhofft in den Besitz von Irrlicht, der Energiequelle der Stadt, kommt, scheint ihr Traum in greifbare Nähe zu rücken. Allerdings hat sie nicht damit gerechnet, dass sie durch ihre Taten in die Gefahr geraten würde, von zwielichtigen Gestalten als Spielball genutzt zu werden...

MEINE MEINUNG:
Julia Lange hat in ihrem Debüt "Irrlichtfeuer" eine neuartige Fantasy-Welt geschaffen, die mit der Mischung aus altbekannten und frischen Details überzeugen kann. Zwar ist die Gesellschaft und auch die Struktur des Stadtstaats Ijsstedt stark altertümlich angehaucht, die Technologie und besonders die durch Irrlicht gewonnene Elektrik geben dem aber einen ganz neuen Anstrich. Erzählt wird die Geschichte aus vier verschiedenen Sichten, wobei die Figuren etwa gleich oft zu Wort kommen, auch wenn das Augenmerk deutlich auf Alba liegt. Der Schreibstil ist einem Fantasy-Roman angemessen sehr detailreich und beschreibend - gut gefällt aber besonders der gelungene Bruch im Stil je nachdem, ob jemand aus der Unter- oder der Oberschicht erzählt.

Alba ist eine recht willensstarke Heldin, die von einem mitreißenden Traum getrieben wird und einem durch ihre körperliche Schwäche sehr echt erscheint. Allerdings geht mit ihrem Wunsch auch ein gewisser Egoismus einher: Ihr ist so gut wie nichts anderes wichtig. Sie stammt aus der Oberschicht und ist es deshalb nicht anders gewohnt, aber ich fand es doch recht schade, dass sich kaum eine Wandlung ergibt, sondern sie sich bis zum Schluss nicht wirklich für die Belange insbesondere der ärmeren Menschen interessiert. Da gefiel mir das Irrlichtkind Kass besser. Er ist eines von jenen Straßenkindern, das durch einen Unfall viele Jahre zuvor magische Kräfte erhalten hat - und er hasst die damit einhergehenden Pflichten. Er versucht sich aus den Fängen zu befreien, womit er einem sehr sympathisch wird. Interessante Figuren sind aber vor allem der Graf Karel, der versucht, sein Gebiet sauber zu halten, und sein Sohn Rafael, der sich vollkommen in eine Sache verrennt und damit immer weiter in die Dunkelheit abrutscht.

Das Grundgerüst des Romans ist erst einmal nicht neu: Es gibt arm, es gibt reich und es gibt die Revolutionäre, die dies ändern wollen. Dazwischen tummeln sich zwielichtige Gestalten, geborene Anführer und Menschen, die einfach nur ihr Leben leben wollen. Was der Geschichte jedoch das Besondere verleiht, ist das Irrlicht, Segen und Fluch zugleich. Die normalen Bürger leben in Gefahr und arbeiten dafür, während es nur den oberen Schichten zusteht. Dieser Konflikt wird immer wieder angerissen - allerdings geht er in den anderen Problemen der Protagonistin Alba ständig unter. Diese interessiert sich nämlich ganz einfach nicht dafür, sondern einzig und allein für ihren Wunsch nach dem Fliegen. Natürlich muss hier nicht moralisch der Zeigefinger erhoben werden - ein wirkliches Umdenken hätte ich mir aber schon gewünscht.

Stattdessen tut sie nur notgedrungen mal etwas in die richtige Richtung, die restliche Arbeit verrichten im Grunde die anderen Figuren. Immerhin hat Julia Lange mit Rafael Carrasco einen so spannenden Charakter erschaffen, dass man trotzdem gern dran bleibt. Die Art, wie er immer weiter in die Abgründe abdriftet, ist absolut großartig porträtiert. Leider tritt davon abgesehen vieles auf der Stelle und wären nicht einige überraschende Enthüllungen gewesen - das Ganze hätte sich enorm gezogen. Zum Glück zieht das Tempo zum Ende hin wieder an, und während man zwischenzeitlich noch gedacht hatte, es gebe zu viele offene Fäden für einen zufriedenstellenden Schluss, zeigt die Autorin doch noch ihr gesamtes Talent - und führt alles zu einem großen Ganzen zusammen.

FAZIT:
Julia Lange verwebt in "Irrlichtfeuer" gekonnt neue und alte Ideen und präsentiert damit einen Fantasy-Roman der sich durchaus sehen lassen kann - auch wenn mir persönlich die Protagonistin nicht wirklich zugesagt hat. Abgesehen von einigen Längen bietet das Buch aber sehr originelle Lesestunden. Knappe 3,5 Punkte!

Veröffentlicht am 08.01.2017

Wenn der Traum vom Fliegen näher kommt...

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Kurzbeschreibung
Die junge Albertina Katrien Veenstra auch kurz Alba genannt ist aus gutem Hause was sie nicht wirklich interessiert, denn seit sie weiß, träumt sie vom Fliegen.
Den genau dieses Gefühl ...

Kurzbeschreibung
Die junge Albertina Katrien Veenstra auch kurz Alba genannt ist aus gutem Hause was sie nicht wirklich interessiert, denn seit sie weiß, träumt sie vom Fliegen.
Den genau dieses Gefühl der Freiheit und des Loslassens kann sie dabei empfinden, wie sie es sich vorstellt. Denn bei ihr wurde eine Krankheit diagnostiziert die ihr das tägliche Leben mit Schmerzen füllt.
In ihrer geheimen Werkstatt die sie immer wenn es geht aufsucht, verkleidet sie sich als Arbeiter um nicht aufzufallen.
Denn in Ijsstedt sind die Reichen und vor allem die Königin nicht gerne gesehen, zu sehr sind die Leute verdrossen über das Verhalten der Oberen. Denn die kümmern sich nicht wirklich ums Volk, sondern nur um ihr geliebtes Irrlicht auf das der Stadtstaat Ijsstedt ein Monopol hat.

Nur was wäre wenn es zu Unruhen kommen würde, denn ein winziger Funken reicht manches Mal aus, den hier laufen viele Parallele zusammen...



Cover
Das Cover gefällt mir mit dem Schwarz und dem Blauweißen Feuer das um die Person zu lodern scheint. Und wie man sieht steht dieses Person mitten in der Stadt. Nachdem ich das Cover das erste Mal erblickt hatte, war ich Neugierig und wollte wissen was sich dahinter verbirgt und was das Licht genau zu bedeuten hat.



Schreibstil
Die Autorin Julia Lange hat eine sehr interessante Geschichte geschrieben, die mehrere Handlungsstränge hat, die sich zu einem Ganzen verknüpfen.
Allerdings hat mir hier der Funken gefehlt, wo mich an die Geschichte so richtig fesselte. Die Junge Alba ist zwar krank und doch kann ich nicht wirklich einen Bezug zu ihr aufbauen, genauso wenig zu dem Großteil der Personen. Außer manchen, wie die Einheit der Schatten, konnte es mich leider nicht so ganz überzeugen.



Meinung
Wenn der Traum vom Fliegen näher kommt...

Dann sind wir bei der jungen Alba, die sich diesen Traum endlich erfüllen will, dafür arbeitet sie so oft es geht in ihrer geheimen Werkstatt verkleidet als Straßenjunge. Denn keiner darf wissen was die Tochter aus gutem Hause wirklich macht. Denn nicht nur das es sich nicht gehört, ist Alba sehr krank und sollte sich stattdessen ausruhen.
Bei einem Zwischenfall mit einem Irrlicht Unfall rettet sie einer verletzten Krähe das Leben und ist froh endlich jemand zum reden zu bekommen. Denn ihrer älteren Schwester Fiene braucht sie sich nicht anzuvertrauen.

In der Zwischenzeit auf den gefährlichen Straßen Ijsstedt geht es immer hitziger zu und die Diskussionen und der Unmut der Bevölkerung wachsen, den sie fühlen sich vom Staat und der Königin im Stich gelassen, die sich nur noch um sich selbst und ihren Reichtum kümmern. Das einzige was zählt ist das Irrlicht, und ob dann ein paar Menschen ums Leben kommen, ist ihnen egal.

In dieser aufgeheizten Stimmung befinden sich aber nicht nur die, wo jemanden bei den Unfällen verloren haben, oder ihren Träumen nachgehen, sondern auch noch denen die zwar geduldet werden, aber vor denen man eine Heidenangst hat weil sie anders sind. Die Irrlichtkinder, bestehend für die Königin zu arbeiten und gleichzeitig unter Kontrolle gehalten zu werden. Denn Magie, was die Irllichtkinder beherrschen wird nicht gern gesehen, außer zum Nutzen der Königin.

In genau dieser Zeit des Umbruches und der Zeichen, gibt es bald einen großen Knall und jeder muss für sich eine folgenschwere Entscheidung treffen.

Für mich hat die Autorin hier sehr gut erzählt was passieren kann wenn sich ein Volk erhebt und gleichzeitig einzelne Schicksal beleuchtet werden, die trotz allem zu dem ganzen gehören.
Allerdings waren es mir hier nicht zu viele Handlungsstränge, sondern ich konnte mich nicht richtig fallen lassen beim Lesen.
Die Geschichte ist gut, aber leider definitiv nichts für mich.
Wer also mehr aus dieser aufgeladenen Umgebung lesen möchte ist hier mit dieser Fantasy Geschichte sehr gut beraten.


Fazit
Leider für mich nichts, aber vom Ansatz her eine interessante Story.
Verwicklungen, Unmut, Liebe und Intrigen werden hier nicht zu kurz kommen....

3 von 5 Sternen

Veröffentlicht am 29.11.2016

Albas Traum vom Fliegen

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Das Buch "Irrlichtfeuer" der Autorin Julia Lange erschien im September 2016 über den Knaur Verlag. Es handelt sich um ein Taschenbuch mit 528 Seiten. Es ist der Debütroman der Autorin.


Inhalt:


Die ...

Das Buch "Irrlichtfeuer" der Autorin Julia Lange erschien im September 2016 über den Knaur Verlag. Es handelt sich um ein Taschenbuch mit 528 Seiten. Es ist der Debütroman der Autorin.


Inhalt:


Die junge Alba träumt vom Fliegen und arbeitet heimlich an mechanischen Schwingen. Doch dazu benötigt sie das Irrlicht-Gas, ein wertvolles, hoch entzündliches Handelsgut, auf das die Herrschenden des Stadtstaats Ijsstedt ein Monopol haben.
Alba ist nicht die Einzige, die versucht, illegal an das Gas zu gelangen: Große Teile der Bevölkerung Ijsstedts leben in bitterer Armut und werden von Banden regiert, die immer wieder Überfälle auf die Irrlicht-Transporte unternehmen.

Denn neben seinem Wert als Brennstoff kann das Irrlicht einem Menschen magische Fähigkeiten verleihen – wenn man die Vergiftung überlebt. Albas Traum vom Fliegen katapultiert sie schließlich mitten hinein in einen Volks-Aufstand um Macht und Magie und stellt sie vor die Frage, welchen Preis sie zu zahlen bereit ist, um ihr Ziel zu erreichen.




Cover und Gestaltung:
Das Cover ist sehr dunkel gehalten. Es zeigt eine Person, die die Arme zu den Seiten ausstreckt. Um die Person ist eine Art Feuer abgebildet. Dies ist das im Buch beschriebene Irrlicht. Oben findet sich der Name der Autorin und unten der Titel des Buches. Der Titel des Buches und der Name der Autorin haben eine leichte Prägung. Auf den Innenseiten des Einbandes findet sich noch je eine farbige Karte mit den Schauplätzen.qef




Story und Stil:
Schon früh im Buch fällt auf, dass die Autorin sehr viele verschiedene Charaktere einführt, die leider meistens nur grob angerissen und selten ausführlich beschrieben werden. Dies erschwert bereits den Einstieg in das Buch, da man sich schnell verzettelt, auch wenn man das Personenregister auf den hinteren Seiten zu Rate zieht. Der Stil der Autorin ist recht flüssig und leicht zu lesen. Die Fantasyansätze mit dem Irrlicht sind durchaus spannend und interessant, aber es mischen sich immer wieder politische Themen ein, die das Ganze ziemlich in die Länge ziehen. Hierdurch wird auch des Öfteren der Spannungsbogen unterbrochen. Die Kapitel sind ziemlich lang.




Fazit:
Gutes Erstlingswerk, was etwas zu viel will. Die Autorin wäre besser beraten gewesen, sich auf die Fantasyansätze zu konzentrieren und die politischen Bereiche etwas geringer zu halten. Auch kommt man bei der Masse an Charakteren leicht aus dem Tritt.

Veröffentlicht am 26.03.2017

Unstrukturiert und unübersichtlich

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Ijsstedt ist eine gespaltete Stadt. Der Großteil der Bevölkerung lebt in Armut und wird von kriminellen Banden regiert. Diese haben es besonders auf ein Gut abgesehen – das Irrlicht. Es wird für alle Arten ...

Ijsstedt ist eine gespaltete Stadt. Der Großteil der Bevölkerung lebt in Armut und wird von kriminellen Banden regiert. Diese haben es besonders auf ein Gut abgesehen – das Irrlicht. Es wird für alle Arten der Energie benutzt und kann Menschen sogar magische Kräfte verleihen, wenn man die Vergiftung überlebt. Auch für die junge Alba wird das Irrlicht bald eine besondere Bedeutung bekommen.

In diesem Buch gibt es eindeutig zu viele Charaktere, um auf alle ausführlich einzugehen. Eine größere Rolle nimmt aber Alba ein, die zur wohlhabenderen Gesellschaftschicht gehört. Sie träumt davon zu fliegen und gerät dabei mitten in einen Bandenkrieg und einen Bevölkerungsaufstand. Anfangs ist sie recht unsicher, sogar leicht naiv und unbedarft. Doch am Ende zeigt sie eine abgebrühte und skrupellose Seite von sich. An manchen Stellen kann man das Gefühl bekommen, als wäre an Alba eine Schauspielerin verloren gegangen.

Die Irrlichtkinder sind eine Gruppe von Menschen, die in ihrer Kindheit durch einen Irrlichtunfall abhängig davon wurden und gleichzeitig magische Kräfte entwickelten. Die Schatten sind eine spezielle Einheit der Irrlichtkinder und sorgen dafür, dass das Irrlicht nur von der Regierung verarbeitet und damit gehandelt wird.

Es gibt noch viele weitere Gruppierungen, wie die Gerechtigkeit, die gegen die Königin ist und mehr Sicherheit im Umgang mit dem Irrlicht fordert. Oder die Bandenanführer, die alle ihre eigenen, zwielichtigen Ziele verfolgen.

Das ist ein sehr großer Schwachpunkt der Geschichte. Es sind einfach viel zu viele Charaktere, die man vor allem am Anfang kaum auseinander halten kann. Durch diese Fülle lernt man auch keine der Personen wirklich kennen und wecken auch keine Gefühle beim Leser. Die Tode waren mir relativ egal.

Als direkte Konsequenz daraus, gibt es sehr viele Szenen- und Perspektivenwechsel, die meist abrupt und schlecht gekennzeichnet sind. Man wird vollständig aus dem Lesefluss herausgerissen und muss ich erst wieder neu orientieren.

Genauso wie es einfach zu viele Charaktere sind, hat sich die Autorin in zu vielen Handlungssträngen verrannt. Bis zur letzten Seite konnte man nicht den Schwerpunkt oder die Aussage der Autorin herausfinden, da sie so viele Ideen eingebaut hatte. Manchmal schein es, als wollte die Autorin alles, was ihr gerade durch den Kopf ging, unbedingt in ihre Geschichte einbauen. Es war unstrukturiert aufgebaut und zu viele Geschichten in einer, die dadurch nicht gut ausgearbeitet werden konnten. Die Handlungsstränge wurden aufgegriffen, aber nicht wirklich zu Ende geführt und es blieben tausend Fragen offen.

Das Buch hat mich sehr unzufrieden zurückgelassen, da es sich unvollständig anfühlt. Das Potenzial ist definitiv da, aber es wurde hier komplett verschenkt.