Cover-Bild Wild nach einem wilden Traum
Band 3 der Reihe "Biographie einer Frau"
(5)
  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
23,00
inkl. MwSt
  • Verlag: dtv Verlagsgesellschaft
  • Themenbereich: Belletristik - Biografischer Roman
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 176
  • Ersterscheinung: 09.01.2025
  • ISBN: 9783423284257
Julia Schoch

Wild nach einem wilden Traum

Roman | »Eine Liebeserklärung an die Liebe.« (Katja Kraft, Münchner Merkur)

Über eine lang zurückliegende Liebe und das, was die Erinnerung daraus werden lässt

Die Erinnerung an eine Liebe kann intensiver sein als diese Liebe selbst

Eine Frau lernt fern von zu Hause einen Mann kennen, Katalane und Schriftsteller, und hat mit ihm eine Affäre. Diese Liebe bringt alles ins Wanken – nicht nur die Beziehung zu ihrem Ehemann, auch ihre Sicht auf die Dinge, ihre Arbeit. Was sie erlebt, lässt eine Entscheidung in ihr reifen, die mit Risiken verbunden ist: ganz bei sich zu sein und künftig als Schriftstellerin zu leben. Aber kann jemand, der ganz bei sich ist, noch bei anderen sein? Bei einem Ehemann, bei Kindern? Jahre später steht sie erneut an einem Kipppunkt ihres Lebens und begegnet dem Katalanen wieder: Ein Bogen schließt sich zwischen Vergangenheit und Jetzt. Julia Schoch krönt mit diesem Roman einer folgenreichen Begegnung ihre außergewöhnliche Trilogie.

Nach dem großen Erfolg von Julia Schochs Bestsellerroman ›Das Liebespaar des Jahrhunderts‹ nun der krönende Abschluss ihrer Trilogie.

»Was ich in der Trilogie erzähle? Dass wir unterschiedliche Rollen im Leben haben und oft nicht wissen, was wir für andere sind. In den drei Büchern möchte ich Gerechtigkeit walten lassen. Ein Wunschtraum, vielleicht. Aber ein schöner.« Julia Schoch

Weitere Formate

Dieses Produkt bei deinem lokalen Buchhändler bestellen

Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.09.2025

Abschluss der Trilogie

0

»Ich glaube, ich habe in meinem Leben nie vor Kreuzungen gestanden und in aller Ruhe überlegt. Ich bin einfach weiter und weiter gegangen, vielleicht sogar gerast, wie ich auch in die Liebe gerast bin, ...

»Ich glaube, ich habe in meinem Leben nie vor Kreuzungen gestanden und in aller Ruhe überlegt. Ich bin einfach weiter und weiter gegangen, vielleicht sogar gerast, wie ich auch in die Liebe gerast bin, und irgendwann, später, dreht man sich um und ist erstaunt.« (Seite 8)

Nach einem großartigen »Das Vorkommnis« sowie etwas schwächerem »Das Liebespaar des Jahrhunderts« schließt Julia Schoch mit dem vorliegenden Buch ihre Trilogie ab. In der Ich-Perspektive reist die namenlose Erzählerin auch diesmal in die Vergangenheit und seziert bestimmte Begegnungen, Gespräche und Vorkommnisse, wie sie dies schon in den ersten beiden Teilen getan hat.

»Ich will meine Erinnerung nicht abgleichen mit der Gegenwart. Vermutlich, weil ich weiß, dass ich nicht weiterschreiben könnte, wenn ich die Wahrheit kennen würde.«

Ein katalanischer Schriftsteller sowie ein Soldat nehmen den meisten Raum ein, ihre Erinnerungen mal klar, mal verworren, wie Erinnerungen es nun mal sind. Vergessenes kommt zum Vorschein, eine erneute Begegnung könnte Klarheit bringen und wieder kommen Fragen auf nach diesem und jenem, besonders aber nach dem Sinn. Es macht Spaß, der Erzählerin dabei zuzuhören, ihren Gedanken nachzuspüren, zu erfahren, wie sie rückwirkend reflektiert. Mir hat der Abschluss sehr gefallen, ich freue mich auf weitere Bücher der Autorin, will erfahren, welche Irrtümer ihr noch eingefallen sind.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.01.2025

Ganzheitliches und nachdenkliches Leseerlebnis

0

„Das ist alles, was ich erzählen wollte. All diese Sachen sind geschehen. Manches davon war sichtbar, das meiste nicht.“

So steht es auf den letzten Seiten des letzten Teils von Julia Schochs Trilogie ...

„Das ist alles, was ich erzählen wollte. All diese Sachen sind geschehen. Manches davon war sichtbar, das meiste nicht.“

So steht es auf den letzten Seiten des letzten Teils von Julia Schochs Trilogie „Biografie einer Frau“.
All diese Sachen sind geschehen, schreibt Schoch.
Schon als 12-jähriges Mädchen hat sich die Erzählerin in „Wild nach einem wilden Traum“ gewünscht eine Schriftstellerin zu sein. Sie trifft sich öfter in einem nahegelegenen Wald mit einem untauglichen Soldaten, der sie viele viele Jahre später zu dem Titel des Romans inspirieren wird und mit dem sie prägende Gespräche führen wird.

“Dann denk dir was aus, sagt er.
Nein, antworte ich, dazu fehlt mir die Phantasie.
Er sieht mich aufmerksam an. Wenn es so ist, musst du tatsächlich erst alles erleben.”

Schoch beantwortet die Frage, ob sich das Schreiben aus dem Erleben speist, in ihren Romanen mit einem klaren Ja. Ich lese ihre Bücher auch als starke Reflektion über das Schreiben an sich und obwohl ich selber nicht schreibe, empfinde ich das Schreiben auch als Metapher. Denn während sich Schoch als Schrifstellerin fragt, was und in welcher Form, sie ihre Erlebnisse und Gedanken nach außen tragen und manifestieren möchte, überlege auch ich was ich anderen von meinem Inneren und von meiner Persönlichkeit zeigen möchte.

Und genau das ist es was ich an Schochs Romanen so unglaublich schätze und liebe: Sie lädt mich in ihrem Schreiben ein, an ihrer Gedankenwelt teilzuhaben, an ihren erinnerungswürdigsten Momenten, ihren Irrtümern und vor allem an ihrer Hoffnung, dass die Liebe doch keine Unmöglichkeit ist.

Diese Möglichkeit der Liebe nimmt auch im letzten Teil wieder viel Raum ein. Nach dem Beleuchten der langjährigen Liebe unter der Belastung von kleinen Kindern und unterschiedlichen Entwicklungen aus „Das Liebespaar des Jahrhunderts“ geht Schoch jetzt wieder zurück zur Leidenschaft einer jungen, zeitlich begrenzten Beziehung.

In einer Schriftstellerkolonie im Westen der USA, in der sich die Erzählerin für einige Zeit zum Schreiben aufhält, trifft sie auf einen Katalanen, ebenfalls Schriftsteller, mit dem sie umstandslos eine körperliche Beziehung aufnimmt.

“Vielleicht passiert die Liebe, dieses Gefühl, wenn wir uns zu jemandem hingezogen fühlen, immer nur so: stellvertretend für etwas viel Früheres, Älteres, das uns verloren gegangen ist und das wir zurückerlangen wollen. Alle Liebe ist nur ein Ersatz-Haltegriff, habe ich irgendwo gelesen.”

Genauso umstandslos endet die Beziehung auf beiden Seiten mit Ablauf des Aufenthaltes. Und doch bleibt die Erzählerin von dieser Begegnung und dem Katalanen noch einige Zeit fasziniert. In der Kurzbeschreibung wird es eine „folgenreiche Liebesbegegnung“ genannt. Aber ist es Liebe?

Mir gefällt es ganz besonders gut, wie Schoch mit großer Lebensweisheit die Ambivalenzen und Widersprüche des Lebens herausarbeitet, die ich persönlich auch in meinem Lebenslauf und in meinen Beziehungen empfinde. Das macht Schochs Literatur für mich zu einer ganzheitlichen Leseerfahrung, aus der ich viel mitnehmen kann und so über den üblichen Eskapismus hinausgeht, dem ich sonst so gerne beim Lesen fröne.

Darauf was wir nach Abschluss der Trilogie von Schoch lesen werden, bin ich sehr gespannt! Ich möchte die Rezension mit einer Leseempfehlung für Schochs Romane schließen und mit dem Zitat, dass mich aus „Wild nach einem wilden Traum“ vielleicht am allermeisten abgeholt hat:


„Gewisse Bereiche des eigenen Lebens belässt man im Dunkeln, auch vor sich selbst, weil sie einem unlogisch und nicht nachvollziehbar erscheinen, weil man keinen Zugang zu ihnen hat.“

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.04.2025

Leben am Wendepunkt

0


MEINUNG:

Wild nach einem wilden Traum ist der drittel Teil von der Biographie einer Frau. Ich habe die ersten beiden Teilen nicht gelesen. Man kann alles Teile unabhängig voneinander lesen. Ich wollte ...


MEINUNG:

Wild nach einem wilden Traum ist der drittel Teil von der Biographie einer Frau. Ich habe die ersten beiden Teilen nicht gelesen. Man kann alles Teile unabhängig voneinander lesen. Ich wollte allerdings unbedingt einmal etwas von der Autorin lesen.

Die namenlose Protagonistin, die ich mittleren Alters einschätzen würde, nimmt uns mit ihre Gedanken. Dabei erfahren wir so einiges über sie, über ihre Ehe, über ihre Affäre und natürlich auch über Dasein als Schriftstellerin. In der Beziehung zum Katalanen fand ich vor allem den Vergleich interessant, den sie zieht, da er auch Schriftsteller ist. Die Affäre habe ich in keinem großen Mittelpunkte gesehen. Für mich laß sich das Buch wie eine Art Tagebuch, wo die Protagonistin uns immer wieder an ihren Gedanken und Reflexionen teilhaben lässt. Es gibt keine wirklichen Kapitel, sondern man gleiten beim Lesen einfach dahin.  Ich mochte die melancholischen Stil von Julia Schoch. Wir blicken mir gemeinsam zurück, wie sie ihren Mann kennen gelernt hat, wie sie Eltern wurden und wie die Ehe irgendwie auch schwierig wurde. Natürlich ist da das Schreiben, was ihr immer sehr wichtig war, vielleicht wichtiger als ihre Kinder. Es gibt einige Stellen, wo klar wird, dass sie an entscheidenden Punkte im Leben steht, wo sie sich entscheiden muss. Trotz Tagebuchcharakter bleibt sie für mich allerdings distanziert und sie wird in meinem Kopf wohl schnell wieder in Vergessenheit geraten, da es wenig Anknüpfungspunkte/ Identifikationspotential gab von meiner Seite.

FAZIT:

In Wild nach einem wilden Traum begleiten wir eine Protagonistin, die eine Affäre beginnt, aber vielmehr ist es ein Gedankenstrom und eine Reflexion ihrerseits, in die man abtaucht. Ich glaube, dass man dem Buch mehr abgewinnen kann, wenn sich mit der Frau identifizieren kann. Mir ist es nicht gelungen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.02.2025

2,5 neutrale Sterne

0

Klappentext:

„Über eine lang zurückliegende Liebe und das, was die Erinnerung daraus werden lässt

Die Erinnerung an eine Liebe kann intensiver sein als diese Liebe selbst

Eine Frau lernt fern von zu ...

Klappentext:

„Über eine lang zurückliegende Liebe und das, was die Erinnerung daraus werden lässt

Die Erinnerung an eine Liebe kann intensiver sein als diese Liebe selbst

Eine Frau lernt fern von zu Hause einen Mann kennen, Katalane und Schriftsteller, und hat mit ihm eine Affäre. Diese Liebe bringt alles ins Wanken – nicht nur die Beziehung zu ihrem Ehemann, auch ihre Sicht auf die Dinge, ihre Arbeit. Was sie erlebt, lässt eine Entscheidung in ihr reifen, die mit Risiken verbunden ist: ganz bei sich zu sein und künftig als Schriftstellerin zu leben. Aber kann jemand, der ganz bei sich ist, noch bei anderen sein? Bei einem Ehemann, bei Kindern? Jahre später steht sie erneut an einem Kipppunkt ihres Lebens und begegnet dem Katalanen wieder: Ein Bogen schließt sich zwischen Vergangenheit und Jetzt….“



Autorin Julia Schoch beendet mit diesem Werk ihre Trilogie >Biographie einer Frau<. Alle drei Teile habe ich nun gelesen und es gilt nicht nur diesen Band zu bewerten sondern auch das Gesamtbild.

Unsere auch hier namenlose Darstellerin lernt einen Katalanen kennen und auf gewisse Weise auch „lieben“. Persönlich empfand ich diese „Liebe“ als bedingt nutzlos für unsere Erzählerin. Sie vergleicht sich mit ihm, passt sich an und will aus ihrem alten Leben ausbrechen weil sie alles komplett stört, es abschließen und total verändern. Schoch mag damit einen gewissen Nerv der Zeit treffen aber nicht jede Frau denkt so bzw. braucht diese Veränderung. Allein deswegen wird dieses Werk wieder Fans aber auch neutrale Bewertungen erhalten. Kurzum: es ist einfach recht kontrovers. Mich persönlich sprach es wieder nur sehr bedingt an, auch wenn ich den Sprachgebrauch von Schoch gerne gefolgt bin. Im Gesamten wird mit diese Trilogie doch eher blaß in Erinnerung bleiben, was wohl daran liegen mag, dass ich komplett anders denke und fühle rund um das Thema Beziehung, Ehe und um das erfüllte und glückliche Leben als Frau. Sie selbst sagte einmal: »Was ich in der Trilogie erzähle? Dass wir unterschiedliche Rollen im Leben haben und oft nicht wissen, was wir für andere sind. In den drei Büchern möchte ich Gerechtigkeit walten lassen. Ein Wunschtraum, vielleicht. Aber ein schöner.« Julia Schoch

Ja, interessant aber ich fühle mich dabei überhaupt nicht angesprochen, da ich weiß was ich für andere bin. Sie merken schon, es war, ist und bleibt ein Thema von gegensätzlicher Natur.



Da diese Trilogie definitiv von jedem Leser recht persönlich betrachtet werden wird, werden demzufolge auch Bewertungen so ausfallen. Auch hier kurzum: entweder man kann sich mit der Protagonistin identifizieren oder eben nicht. Ich konnte es nicht und deshalb vergebe ich hier 2,5 neutrale Sterne.

Veröffentlicht am 19.03.2025

leider nicht meins

0

Leider war das Buch gar nichts für mich!

Die Sprache war schön, aber es wurde so unecht spannend gemacht.

Leider war das Buch gar nichts für mich!

Die Sprache war schön, aber es wurde so unecht spannend gemacht.