Cover-Bild Askeria: Stadt der Fragmente
Band 3 der Reihe "Askeria"
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16,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Nova MD
  • Themenbereich: Belletristik - Fantasy: Episch
  • Genre: Fantasy & Science Fiction / Fantasy
  • Seitenzahl: 600
  • Ersterscheinung: 23.07.2021
  • ISBN: 9783969668306
Juliet May

Askeria: Stadt der Fragmente

Band 3 der Reihe

Bisher erschienen:
»Askeria: Die letzte Generation« - Band 1 (2019)
»Askeria: Hüter des Seelenfeuers« - Band 2 (2020)

Risse in längst vergessenen Farben überziehen den Himmel über Mitaeria.
Ungläubig müssen die Menschen mitansehen, wie der erste der sieben Souveräne sich in ihrer Mitte niederlässt. Unter dem Schutz der Götter stehend, kann selbst der Orden Corasils ihm nichts anhaben. Der perfekte Nährboden für Unruhen und Gerüchte, die durch das Auftauchen eines unheilverkündenden Barden weiter entfacht werden - und in all diesem Chaos verschwindet ein gezeichnetes Kind.

Getrieben von Schuld flüchten Piara und Souta sich in die Arme des Feindes. Immer häufiger suchen sie seltsame Erinnerungen ihres Bruders heim: kristallene Fragmente, ein Echo der Vergangenheit, das sich auch anderen Mitgliedern Askerias offenbart.

Mit Band 3 der Reihe fügen sich weitere Scherben eines Spiegels zusammen, der uns den dunkelsten Ort einer zerbrochenen Seele zeigt. Zwischen Hoffnung und Schmerz, Sehnsucht und Reue, stellt sich eine Frage:
Für das Schicksal dieser Welt, einen Menschen, den du verloren hast, und die Chance, alles Ungesagte endlich auszusprechen:
Wie weit würdest du gehen?

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.09.2021

Klare Leseempfehlung

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Das Wichtigste zuerst: Lest diese Reihe, wenn ihr Fantasy-Fans seid. Es lohnt sich. Wirklich.

„Die Stadt der Fragmente“ ist bereits der dritte Band rund um die Geschwister Piara, Souta und Ineas. Anders ...

Das Wichtigste zuerst: Lest diese Reihe, wenn ihr Fantasy-Fans seid. Es lohnt sich. Wirklich.

„Die Stadt der Fragmente“ ist bereits der dritte Band rund um die Geschwister Piara, Souta und Ineas. Anders als vielleicht bei manchen anderen Reihen empfiehlt es sich hier dringend, ganz von vorne anzufangen und nicht erst mittendrin einzusteigen – erstens, weil die Geschichte und das Universum, in dem sie spielt, hochkomplex sind, und zweitens einfach deshalb, weil man dann länger daran hat.

In den beiden Vorgängerbänden ist bereits unfassbar viel passiert und das hier nochmal aufzuführen würde definitiv den Rahmen sprengen. Umso besser, dass es zu Beginn des dritten Bandes eine kurze Zusammenfassung der bisherigen Ereignisse gibt. Daher an dieser Stelle nur so viel: Band zwei endete mit dem riesigen Cliffhanger, dass Piara und Souta dazu gezwungen waren, ihren Bruder Ineas zu töten. Die Konsequenzen dieser Tat und die Frage, ob Ineas nicht doch noch irgendwie gerettet werden kann, stehen nun im Mittelpunk des dritten Bandes.

Nach dem kurzen Rückblick zu Beginn taucht man dann auch sofort wieder tief ins Geschehen ein: Piara und Souta müssen mit der Schuld am Tod ihres Bruders zurechtkommen, Askeria, die vor Jahren als verborgener Widerstand gegen die Machenschaften des Ordens von Corasil gegründete Gilde, steht unmittelbar vor der erzwungenen Auflösung, der Souverän Lycenar schmiedet im Hintergrund weiter seine düsteren Pläne. Und über allem liegt weiterhin die Last des leise schwelenden Konflikts zwischen Menschen und Ceri. Als sich dann nach und nach nicht nur Piara und Souta, sondern auch weitere Personen aus ihrem Umfeld plötzlich mit Erinnerungsfetzen aus Ineas’ Vergangenheit konfrontiert sehen, bleibt ihnen keine andere Wahl mehr als das Risiko eines Bündnisses mit dem Feind in Kauf zu nehmen, um so Ineas vielleicht doch noch retten zu können. Doch zu welchem Preis?

Es zeichnet sich recht schnell ab, dass der dritte Band um einiges düsterer und beklemmender wird als seine beiden Vorgänger. Nicht nur die aktuelle Bedrohung durch Orden und Souveräne, auch das Gefühl der Schuld lastet schwer auf den Schultern der Protagonisten und führt sie immer tiefer hinein in das Geflecht aus Lügen und Halbwahrheiten der Gegenwart und Vergangenheit und bringt sie so auch immer näher an die tiefsten Abgründe ihrer selbst. Während die zwischenmenschlichen Beziehungen zwischen den den einzelnen Figuren beleuchtet werden, machen sich neben dem Schmerz einstiger Taten jedoch auch Hoffnung und die unerschütterliche Liebe zwischen den Geschwistern bemerkbar. „Die Stadt der Fragmente“ stürzt einen beim Lesen noch viel mehr in ein Wechselbad der Gefühle, als es die ersten beiden Bände getan haben. Unter anderem daran wird auch auch die enorme Entwicklung deutlich, die Juliet May im Laufe der Geschichte hinsichtlich ihres Schreibstils durchlaufen hat. Wo sich anfangs vielleicht noch die ein oder andere Länge gefunden hat, überschlagen sich jetzt die Ereignisse, die Persönlichkeiten der einzelnen Figuren werden wunderbar differenziert und feinfühlig beschrieben und die Handlung zieht nun auch immer wieder Bögen zu Ereignissen aus den vorherigen Büchern. Dass sich daraus eine gewisse Komplexität ergibt, ist unausweichlich, und so erfordert „Askeria“ manches Mal zwar einiges an Konzentration, ermöglicht dadurch aber auch ein unglaublich tiefes Eintauchen in die Handlung und die Köpfe der Protagonisten.

Aus der Komplexität der Geschichte heraus wird man häufig dazu verleitet, selbst die eine oder andere Theorie über den weiteren Handlungsverlauf aufzustellen; auch hier zeigt sich dann wieder, wie ungeheuer durchdacht die Geschichte ist, denn es gelingt Juliet May immer wieder, einen auf die falsche Fährte zu locken. Immer, wenn man gerade glaubt den nächsten Schritt durchschaut zu haben, kommen eine neue Wendung oder ein neues, kleines Puzzleteil, und beweisen einem das Gegenteil. Fehlende Spannung ist hier also wirklich gar kein Thema.

Wie auch schon Band 1 und 2 ist auch „Die Stadt der Fragmente“ wieder abwechselnd aus den Perspektiven diverser Figuren erzählt. Altbekannte Charaktere treffen hier auf solche, die bisher eher am Rand aufgetreten sind, und, ja, auch Truffles ist natürlich wieder mit dabei.

Als ganz besonderen Zusatz gibt es darüber hinaus an gleich drei Stellen im Buch die Möglichkeit, einen QR-Code einzuscannen und so die jeweilige Szene gleich nochmal viel besser nachempfinden zu können - denn hinter den Codes verbergen sich eigens zu diesem Zweck komponierte Instrumentalstücke, die wirklich sehr gut zu Handlung und Atmosphäre passen. Wann hat man schonmal sowas?


Wer sich also nicht vor dicken Wälzern und komplex ausgearbeiteten Welten und Handlungen abschrecken lässt, der wird in Askeria eine fesselnde Dark-Fantasy-Reihe finden, in die man wunderbar eintauchen kann und die sich von Band zu Band steigert. Selten kann ich so guten Gewissens eine Leseempfehlung aussprechen wie hier.

Veröffentlicht am 09.09.2021

Noch düsterer, bewegender und fesselnder als zuvor

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Ich hatte mich schon lange auf die Fortsetzung der Askeria-Reihe gefreut und ich wurde wieder absolut nicht enttäuscht. Das Cover des ersten Bandes habe ich schon geliebt, aber dieses düstere und blutige ...

Ich hatte mich schon lange auf die Fortsetzung der Askeria-Reihe gefreut und ich wurde wieder absolut nicht enttäuscht. Das Cover des ersten Bandes habe ich schon geliebt, aber dieses düstere und blutige Cover hat die anderen noch einmal um einiges in den Schatten gestellt. Es passt auch einfach unglaublich gut zu der Story dieses Bandes. Juliet Mays Schreibstil hatte sich im Laufe der Bände auf jeden Fall weiterentwickelt und konnte mich von der ersten Seite an komplett in seinen Bann ziehen. Dieses Buch vermittelte die Emotionen der Charaktere, die Dramatik und die Spannung der Handlung einfach total gut. Nachdem ich mich eine Weile eingelesen hatte, wollte ich das Buch kaum noch zur Seite legen, da ich unbedingt wissen wollte, wie es weiter geht. In diesem Band gibt es auch noch ein paar kleine Specials in Form von QR-Codes, die zu für das Buch komponierten Liedern führen. Diese Details haben mir besonders gefallen, da ich so etwas noch nie gesehen hatte und das die Stellen, für die es Lieder gab, umso besonderer machte.
Es sind in diesem Band wieder ein paar Sichtweisen dazugekommen und die neuen Charaktere sind wirklich klasse gewesen. Sie hatten richtig frischen Wind in die Geschichte gebracht und wie sie zu den bereits vorhandenen Charakteren gestoßen sind, mochte ich ebenfalls sehr, da man so vor allem durch die Hintergrundgeschichten der neuen Charaktere noch mehr über Malluma ebenso wie Mitaeria und ihre Bewohnern erfahren konnte. Die einzige Sache, die mich ein bisschen zurückgeworfen hatte, war die Komplexität des Bandes. Es ging nicht einmal um die Handlung, sondern eher um die vielen Charaktere, die mich zwischendurch etwas überfordert hatten, da ich mir absolut keine Namen merken kann. Ansonsten habe ich das Buch allerdings wieder richtig geliebt, wie sich die Handlung weiterentwickelt hatte, fand ich super und das Setting war einfach nur mein absolutes Highlight. Vor allem das Gefühl, das mir die Stadt der Fragmente vermittelt hatte, war einfach nur überwältigend und faszinierend.
Soweit ich das verstanden habe, ist dieser Teil der Höhepunkt um die Geschichte der Geschwister Piara, Souta und Ineas und dieser ist auf jeden Fall gelungen. Diese Reihe wird immer besser und wer sich noch nicht an die Bücher herangewagt hat, sollte dies auf jeden Fall nachholen.

Mein Fazit:

Den dritten Teil der Reihe finde ich sogar noch besser als den zweiten. Er schafft es sogar an den ersten heranzukommen und ist deswegen mitunter eines meiner Jahreshighlights. Ich liebe diese Reihe und kann sie jedem nur ans Herz legen. Die Bücher der Reihe sind spannend, fesselnd und die Charaktere sind alle großartig. Deshalb kriegt das Buch von mir auf jeden Fall, wie die ersten beiden Teile 5 von 5 Sterne.

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