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Veröffentlicht am 15.05.2026

Magisch, atmosphärisch und trotz Vorhersehbarkeit sehr unterhaltsam

Wycherleys - Die Novizin
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Aurelia hat einen schrecklichen Familienfluch geerbt, der ihre Magie fast schon verunstaltet hat und dafür sorgt, dass sich niemand mit ihr binden möchte. Wenn sie ihre Magie behalten will, muss sie herausfinden, ...

Aurelia hat einen schrecklichen Familienfluch geerbt, der ihre Magie fast schon verunstaltet hat und dafür sorgt, dass sich niemand mit ihr binden möchte. Wenn sie ihre Magie behalten will, muss sie herausfinden, wie man als Hexe ohne Pendant seine Kräfte bewahren kann. Jules ist ebenfalls auf der Suche nach einer Lösung für dasselbe Problem. Obwohl die beiden aus rivalisierenden Familien stammen und seine Vorfahren an Aurelias Fluch Schuld tragen, beschließen sie, sich zusammenzutun und gemeinsam nach einer Lösung zu suchen, wobei sie sich vielleicht auch näherkommen, als erwartet …

Die Charaktere:

Aurelia ist eine sympathische Protagonistin, die es durch ihren Fluch nicht leicht hat, jedoch trotzdem selbstbewusst durchs Leben geht und sich von niemandem unterkriegen lässt. Ihr größter Wunsch ist es, ihre Magie behalten zu können, und dafür würde sie wirklich alles versuchen.
Jules ist relativ kühl, gefasst und sehr gut darin, seine Gefühle zu verstecken. Anfangs mochte ich ihn nicht ganz so sehr, aber je besser man ihn kennenlernt, desto sympathischer wird er, und man kann seine Handlungen deutlich besser nachvollziehen.

Die Umsetzung:

Der Schreibstil der Geschichte gefällt mir sehr. Zwar wird alles ausschließlich aus Aurelias Sicht erzählt, weshalb mir persönlich Jules Gefühlswelt etwas verschlossen blieb, aber insgesamt fand ich die Geschichte sehr bildlich und leicht zu lesen.
Was ich an dem Buch besonders mochte, war die Atmosphäre. Dieses Gefühl vergangener Zeiten, kombiniert mit echten Hexen, hatte einen ganz besonderen Charme und dass es sechs Zirkel gibt und wie dies in die Geschichte eingeführt wurde, gefiel mir sehr. Die Charaktere mochte ich ebenfalls unheimlich gerne. Ich fand, dass sie super zusammenpassen und es sehr interessant war, die Entwicklung ihrer Beziehung zu verfolgen. Die Anziehung zwischen ihnen war deutlich spürbar, aber durch die limitierte Sicht auf Jules’ Gefühle konnte ich diese tiefe Verbundenheit, von der die beiden sprechen, nicht immer ganz nachvollziehen.
Die Geschichte an sich mochte ich auch, jedoch fand ich sie leider sehr vorhersehbar, da die Hinweise darauf, was passiert sein könnte, sehr offensichtlich waren. Dadurch war das Geheimnis ungefähr zur Hälfte des Buches schon fast gelüftet. Abgesehen davon mochte ich die Geschichte aber wirklich gerne.

Mein Fazit:

Eine schöne und vor allem atmosphärische Geschichte aus einer früheren Zeit, in der Hexen nicht nur Fabelwesen waren, sondern ein Teil der Gesellschaft. Trotz der etwas vorhersehbaren Entwicklung hat mich das Buch sehr gut unterhalten, weshalb ich ihm 4 von 5 Sterne gebe und mich auf die Fortsetzung freue.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.04.2026

Heiße Wortgefechte und verbotene Gefühle

The Defender
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Brooklyn Armstrong ist Sporternährungsberaterin bei Blackcastle und zudem die Tochter des legendären Fußballcoaches des Vereins. Eigentlich möchte sie nichts mit Fußballspielern zu tun haben. Als jedoch ...

Brooklyn Armstrong ist Sporternährungsberaterin bei Blackcastle und zudem die Tochter des legendären Fußballcoaches des Vereins. Eigentlich möchte sie nichts mit Fußballspielern zu tun haben. Als jedoch jemand den Bruder ihrer besten Freundin, Vincent DuBois, stalkt, lässt sie ihn kurzerhand bei sich einziehen. Das Problem: Vincent lässt sie alles andere als kalt. Und als wäre das nicht genug, lässt sie sich auch noch auf eine ziemlich leichtsinnige Wette mit ihm ein, nämlich darauf, wer wen zuerst küssen wird. Doch sie dürfen der Anziehung nicht nachgeben, denn Beziehungen zwischen Angestellten von Blackcastle sind strengstens verboten …

Die Charaktere:

Brooklyn ist eine selbstständige, sympathische, selbstbewusste und mutige Protagonistin. Sie hat viel durchgemacht, und ihr Leben ist alles andere als leicht, vor allem, weil sie deutlich härter arbeiten muss als andere, da sie als Tochter des Coaches mit vielen Vorurteilen konfrontiert wird.
Vincent ist der wahr gewordene Traummann: gutaussehend, selbstbewusst und schlagfertig, aber gleichzeitig unheimlich fürsorglich und beschützerisch, wenn man ihn besser kennt.
Die Beziehung der beiden zu verfolgen, fand ich super spannend, und die Art, wie ihre Beziehung sich entwickelte, hat mir sehr gefallen.

Die Umsetzung:

Nachdem ich den ersten Band der Reihe schon sehr mochte, musste ich diesen hier unbedingt lesen.
Der Schreibstil war wieder sehr gut, einfach zu lesen, fließend geschrieben, und dass die Geschichte erneut aus der Sicht beider Protagonisten erzählt wird, fand ich großartig.
Auch wenn ich absolut kein Fußballfan bin, muss ich sagen, dass mir Ana Huangs Bücher dieser Reihe unheimlich gut gefallen.
Die Chemie zwischen Brooklyn und Vincent ist einfach großartig, und die Wortgefechte sowie die ständigen Neckereien zwischen den beiden habe ich unheimlich gerne mitverfolgt.
Auch die Interaktionen innerhalb der gesamten Freundesgruppe fand ich sehr gelungen.
Die Handlung selbst hat mir ebenfalls sehr gefallen. Beide Protagonisten kämpfen mit abwesenden Eltern, es gibt zusätzliche Konflikte und einige Plot Twists, die ich nicht habe kommen sehen.
Was mich zwischendurch allerdings ein klein wenig gestört hat, war, dass das Buch ein paar Längen hatte, auch wenn mir die Geschichte insgesamt sehr gefallen hat.

Mein Fazit:

Egal ob Fußballfan oder nicht, wer Wortgefechte, Neckereien, eine tolle Freundesgruppe und Spannung mag, kommt hier trotz kleiner Längen definitiv auf seine Kosten.
Ich habe die Geschichte sehr genossen und gebe dem Buch 4 von 5 Sternen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.04.2026

Farbenfroh, klar strukturiert und überraschend tiefgehend

The Mind Manual
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Ich habe schon relativ viele Ratgeber gelesen, auch in die Richtung, in welche dieses Buch geht, und ich muss sagen, dass ich mir bei keinem Ratgeber bisher so viele Gedanken gemacht habe wie bei diesem. ...

Ich habe schon relativ viele Ratgeber gelesen, auch in die Richtung, in welche dieses Buch geht, und ich muss sagen, dass ich mir bei keinem Ratgeber bisher so viele Gedanken gemacht habe wie bei diesem. Das Buch ist farbenfroh und dadurch sehr ansprechend für mich gestaltet. Zudem sind die einzelnen Kapitel gut strukturiert, und die angesprochenen Themen werden verständlich und überzeugend dargelegt.
Was mich am meisten an dem Buch begeistert hat, war der Aufbau: Es gibt zu jedem Teil verschiedene Kategorien, wie zum Beispiel Beispiele aus seinem eigenen Leben, Tipps, die man im Alltag anwenden kann, Wahrheiten, derer man sich zwar bewusst ist, die man jedoch oft vermeidet und am besten fand ich die Fragen, die man sich selbst stellen soll und zu denen man im hinteren Teil oft auch noch Arbeitsblätter findet.
Die sieben Weisheiten fand ich schön ausgearbeitet, und auch den Fokus, den er darauf gelegt hat, empfand ich als gerechtfertigt. Das Kapitel „Schlafen“ fand ich superinteressant, und nicht nur in diesem, sondern auch in anderen Kapiteln wurden oft Studien zitiert, die hinten im Register erwähnt sind. Das finde ich unheimlich praktisch, falls man die Informationen, die der Autor online abgerufen hat, ebenfalls noch einmal nachschauen möchte.
Das Ziel des Buches ist es nicht, von einem auf den anderen Tag glücklich zu werden, sondern eine Basislinie zu finden, die dafür sorgt, dass man mit sich selbst im Reinen ist. Man soll aufstehen, seine Probleme angehen, jedoch ganz ohne Druck. Genau diesen Teil finde ich sehr gut, da man sich beim Lesen mancher anderer Ratgeber oft etwas dazu genötigt fühlt, direkt sein ganzes Leben umzukrempeln.

Mein Fazit:

Jeder Schritt ist ein Schritt in die richtige Richtung, und dieses Buch konnte mir das gut strukturiert, anschaulich und sehr informativ mitgeben. Ich habe definitiv einen Mehrwert daraus gezogen und gebe ihm deshalb 5 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 29.04.2026

Ein düsterer Romantasy‑Reihenauftakt mit Werwölfen und Hexen

Witch of the Wolves - Halbmond Erbe
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Cordelia ist eine Hexe, die in der übernatürlichen Apotheke ihrer Tante in London arbeitet. Dieses unauffällige Leben endet jedoch schnell, als der gutaussehende Werwolf Bishop sie auf Wunsch ihres ihr ...

Cordelia ist eine Hexe, die in der übernatürlichen Apotheke ihrer Tante in London arbeitet. Dieses unauffällige Leben endet jedoch schnell, als der gutaussehende Werwolf Bishop sie auf Wunsch ihres ihr unbekannten Vaters, dem Alpha eines Wolfsrudels, entführt.
Sie erfährt, dass sie einer mächtigen Linie von Hexen mit Werwolfsmerkmalen entstammt. Da ihr Vater sicherstellen möchte, dass das Rudel familiengeführt bleibt, will er Cordelia mit Bishop verheiraten, damit dieser Alpha wird.
Cordelia findet das allerdings nicht besonders prickelnd und versucht zu fliehen. Doch Bishop ist eigentlich gar nicht so schlimm wie gedacht und vielleicht ist er sogar derjenige, der sie schlussendlich vor all den Gefahren da draußen beschützen kann …

Die Charaktere:

Cordelia fand ich grundsätzlich sympathisch, jedoch hat man an vielen Stellen gemerkt, dass sie sehr naiv und verunsichert ist und unter allen Umständen unabhängig sein möchte.
Bishop fand ich leider stellenweise nicht ganz so greifbar. An sich war er sympathisch, und seine Gesten Cordelia gegenüber waren sehr zuvorkommend. In manchen Situationen konnte ich ihn jedoch absolut nicht einschätzen und wusste nicht genau, was ich nun von ihm halten soll.
Bei den Nebencharakteren gab es tatsächlich ein paar, die mich ein bisschen arg genervt haben, vermutlich war das jedoch beabsichtigt.

Die Umsetzung:

Das Cover finde ich tatsächlich nicht wirklich gelungen und meiner Meinung nach passt es auch nicht ganz zur Geschichte. Den Klappentext fand ich dafür umso besser.
Die Geschichte ist aus Cordelias Sicht geschrieben, und ihre Perspektive mochte ich sehr, unter anderem, weil der Schreibstil fließend und sehr bildlich ist.
Dass das Buch im viktorianischen Zeitalter spielt, merkt man vor allem an den Einstellungen gegenüber Frauen, die oft nur als Besitz und nicht als eigenständige Lebewesen behandelt werden. Dass Cordelia sich dagegen wehrt, fand ich gut.
Die Handlung spielt sich hauptsächlich an zwei Orten ab: dem Haus von Cordelias Tante und dem Herrenhaus des Werwolfrudels. Da es in dieser Hinsicht nicht ganz so viel Abwechslung gab, hoffe ich, dass im Folgeband etwas mehr Vielfalt geboten wird.
Abgesehen davon fand ich die Storyline sehr gut. Es gab immer wieder neue Enthüllungen, sodass es tatsächlich nicht langweilig wurde, und das Buch war perfekt für zwischendurch.
Was man vielleicht noch erwähnen sollte, ist, dass die Geschichte düster und teilweise auch sehr brutal ist.

Mein Fazit:

Für alle, die eine spannende, im viktorianischen Zeitalter spielende Romantasy-Geschichte mit Hexen und Werwölfen suchen, ist dieses Buch definitiv einen Blick wert.
Von mir bekommt der Reihenauftakt 3,5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 22.03.2026

Zwischen Trauma, Rettungseinsätzen und neuen Gefühlen

Anatomy of a Broken Heart
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Seit ihr erster Freund Flynn bei einem Autounfall gestorben ist, hat Gracie nur ein Ziel, und zwar Paramedic zu werden und Leben zu retten. Durch viel Glück bekommt sie einen Praktikumsplatz im Rettungsdienst ...

Seit ihr erster Freund Flynn bei einem Autounfall gestorben ist, hat Gracie nur ein Ziel, und zwar Paramedic zu werden und Leben zu retten. Durch viel Glück bekommt sie einen Praktikumsplatz im Rettungsdienst des Creighton Fire Departments. Mit wem sie dort allerdings nicht gerechnet hätte, ist Flynns bester Freund Holden, mit dem sie damals ebenfalls sehr viel Zeit verbracht hat. Dadurch, dass sich die beiden nun jeden Tag sehen und gemeinsam auf Einsätze gehen, lassen sich die Gefühle, die Gracie unbedingt verdrängen wollte, nur schwer ignorieren. Sie will sich allerdings auf keinen Fall verlieben und erst recht nicht in Holden...

Die Charaktere:

Gracie ist an sich eine sympathische Protagonistin, die sich auch viele Jahre nach dem Unfall ihres ersten Freundes leider nicht wirklich davon erholt hat. Ich fand ihre Geschichte sehr mitreißend, sie fand ich zeitweise allerdings auch unheimlich anstrengend, genau weil sie einfach nicht loslassen kann und lieber vor ihren Problemen wegrennt, als sich ihnen zu stellen.
Holden hingegen fand ich sehr erwachsen, und er ist definitiv ein sympathischer Protagonist, der zu seinen Gefühlen steht und sie nicht versteckt. Was ich bei ihm jedoch etwas schwierig fand, war, das Thema Consent, da er an ein paar sehr wenigen Stellen ignoriert hat, dass Gracie in diesem Moment nicht auf diese Weise von ihm berührt werden wollte.

Die Umsetzung:

Ich mag Grey’s Anatomy richtig gerne und fand, dass das Buch sehr interessant klang. Der Schreibstil gefiel mir sehr, und ich mochte auch, dass die Geschichte aus der Sicht beider Protagonisten erzählt wird.
Das Setting mochte ich sehr, und ich hatte stellenweise das Gefühl, dass dieses Buch ein richtig guter Film sein könnte. Gracies Gründe, warum sie in den Rettungsdienst gehen möchte, fand ich sehr nachvollziehbar, und die Geschichte hat mich emotional auf jeden Fall berührt. Wie sie allerdings versucht, vor ihrer Vergangenheit wegzulaufen, wirkte manchmal etwas kindisch.
Wie sich die Beziehung zwischen den beiden Protagonisten entwickelt und wie immer mehr Details aus ihrer gemeinsamen Vergangenheit ans Licht kommen, fand ich gut umgesetzt. Die Gefühle zwischen den beiden hätten meiner Meinung nach jedoch etwas intensiver sein können, da sie relativ oberflächlich gehalten wurden und genau diese Tiefe hat mir leider gefehlt.
Was ich an diesem Buch jedoch besonders gut fand, war, dass es keinen klassischen Third‑Act‑Breakup gab, der durch irgendeine unnötige Misskommunikation ausgelöst wird. Das Ende hatte jedoch trotzdem Spannungselemente und gefiel mir sehr gut.

Mein Fazit:

Wer Lust auf eine schöne, aber etwas traurige Romance für zwischendurch hat, sollte sich Gracies und Holdens Geschichte auf jeden Fall anschauen. Ich habe das Buch gerne gelesen und gebe ihm 4 von 5 Sterne.

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