Ein verfluchter König, eisige Kälte und eine starke Protagonistin
A Curse of Shadows and IceWenn Arabella den verfluchten Schattenkönig Felix Osiris nicht heiratet, droht dieser, ihre Heimat und damit das Königreich ihrer Familie zu zerstören. Allerdings möchte sie alles andere lieber. Gegen ...
Wenn Arabella den verfluchten Schattenkönig Felix Osiris nicht heiratet, droht dieser, ihre Heimat und damit das Königreich ihrer Familie zu zerstören. Allerdings möchte sie alles andere lieber. Gegen ihren Willen wird sie seine Frau und merkt schnell, dass sein ganzes Königreich verflucht ist und dass sie die Einzige ist, die es noch retten kann. Arabella lässt sich darauf ein, Felix zu helfen, jedoch unter der Bedingung, dass sie anschließend gehen darf. Doch je besser die beiden sich kennenlernen, desto deutlicher wird Arabella, dass Felix gar nicht das Monster ist, das sein Äußeres vermuten lässt …
Die Charaktere:
Arabella ist ein durchweg guter Mensch, und auch wenn sie relativ zart wirkt, hat sie es faustdick hinter den Ohren und lässt sich nicht einfach alles gefallen. Sie ist unheimlich sympathisch, und ich fand die Entwicklung ihres Charakters wirklich toll.
Felix wirkt zunächst wie ein Ungeheuer, und einige seiner Aussagen und Handlungen, vor allem zu Beginn, gefielen mir gar nicht. Allerdings macht er eine ganz gute Charakterwandlung durch, und ich fand es super fesselnd davon zu lesen.
Die Umsetzung:
Das Buch sah nach einer tollen Romantasy aus, und ich wurde tatsächlich überrascht, da es mich sehr stark an „Die Schöne und das Biest“ erinnerte. Die Geschichte wird aus der Sicht beider Protagonisten erzählt, und der Schreibstil ist einfach, fließend und sehr bildlich gehalten.
Das Worldbuilding gefiel mir besonders gut: Auf der einen Seite steht das relativ „normale“ Königreich von Arabellas Familie, auf der anderen das komplett eisige Reich des Schattenkönigs. Auch die unterschiedliche Behandlung von Arabella an diesen beiden Orten war sehr kontrastreich und gut dargestellt.
Mein einziger größerer Kritikpunkt ist tatsächlich, dass Felix teilweise wirklich toxisches Verhalten zeigt, was potenziell triggern könnte. Ich habe mich beim Lesen an manchen Stellen selbst etwas getriggert gefühlt.
Die Vorgeschichten der Protagonisten waren hingegen sehr interessant, und wie die beiden sich unfreiwillig immer näherkommen, hatte einen gewissen Reiz. Ich war richtig gefesselt von der Geschichte und vor allem gegen Ende wollte ich unbedingt wissen, ob das Buch einen Cliffhanger hat. Und nein, hat es tatsächlich nicht, was ich sehr mochte.
Mein Fazit:
Ich habe diese an Die Schöne und das Biest angelehnte Geschichte sehr gerne gelesen. Abgesehen von dem manchmal etwas toxischen Verhalten des Protagonisten fand ich die Story richtig gut und war wie gebannt von der Handlung. Das Buch bekommt 4 von 5 Sterne von mir.