Cover-Bild Bookish Belles – Liebe hat tausend Seiten
Band 1 der Reihe "Bookish Belles-Trilogie"
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16,00
inkl. MwSt
  • Verlag: ROWOHLT Taschenbuch
  • Themenbereich: Belletristik - Liebesroman: Zeitgenössisch
  • Genre: keine Angabe / keine Angabe
  • Seitenzahl: 304
  • Ersterscheinung: 18.02.2025
  • ISBN: 9783499010941
Kelly Moran

Bookish Belles – Liebe hat tausend Seiten

Vanessa Lamatsch (Übersetzer)

Willkommen in Vallantine, Georgia, wo du dein Lächeln findest …

Zehn Jahre ist es her, dass Rebecca Moore das Kleinstadtleben gegen ihren großen Traum eingetauscht hat, eine preisgekrönte Journalistin zu werden – nur um diesen Traum dann zerbrechen zu sehen. Als dann auch noch ihre geliebte Großmutter stirbt, kommt sie wieder nach Hause, nach Vallantine, Georgia, wo sie einst Familie, Freundschaften und ihr Herz zurückgelassen hat. Doch ihre beiden besten Freundinnen aus Kindheitstagen sind entschlossen, sie nicht in Trauer versinken zu lassen. Das Trio hat zusammen die historische Stadtbibliothek geerbt, und sie wollen das marode Gebäude renovieren, um eine Buchhandlung daraus zu machen. Nicht umsonst waren die buchverliebten Freundinnen damals gemeinhin bekannt als die «Bookish Belles». Nur braucht Rebecca in der Zwischenzeit einen Job. Eine Stelle bei der lokalen Zeitung zu bekommen, ist kein Problem. Dummerweise ist der Chefredakteur ein schlecht gelaunter, besserwisserischer Mistkerl. Doch ganz Vallantine scheint zu glauben, dass sie dem sexy Yankee nicht widerstehen könne …

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.03.2025

Ein wenig zu happy, aber mega cozy!

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Schreibstil:
Den Schreibstil von Kelly Moran fand ich total angenehm zu lesen. Sie hat es sehr schön geschafft, die Atmosphäre der Stadt und der Menschen aufzufangen und an uns heranzutragen. Dazu nutzte ...

Schreibstil:
Den Schreibstil von Kelly Moran fand ich total angenehm zu lesen. Sie hat es sehr schön geschafft, die Atmosphäre der Stadt und der Menschen aufzufangen und an uns heranzutragen. Dazu nutzte sie viele Beschreibungen und ließ sich Zeit, jede Situation irgendwie liebevoll zu gestalten und zu beschreiben. Anfangs wirken diese Beschreibungen und Erklärungen vielleicht leicht zäh, da man eigentlich gerne möchte, dass etwas passiert und es endlich losgeht. Sobald dann aber der Grundstock für den Vibe und das Setting gelegt ist, konnte ich es voll genießen. Besonders die eingefügten Südstaatenweisheiten haben einen ganz besonderen Vibe mit reingebracht!

Zur Geschichte allgemein:
Die Idee hinter den Bookish Belles fand ich total super: Drei Mädels, die sich um ein Vermächtnis kümmern, dass sie zusammenbringt und jede Menge andere Menschen bezaubert. I mean, wer von uns Leseratten hätte nicht gerne eine eigene Bibliothek? Los geht’s in diesem Buch mit Rebecca, die nach langer Abwesenheit zurück nach Valentine kommt, weil ihre Grams gestorben ist. Nun muss sie sich ein neues Leben aufbauen. Aber will sie das wirklich? Genau dort Valentine, Georgia? Das Besondere an Rebecca ist, dass sie eine Krankheit hat, mit der sie wirklich sehr offen umgeht, obwohl die nicht ohne ist. Und gleichzeitig hat sie ziemlich was durchgemacht in den letzten Jahren und muss jetzt erstmal wieder Selbstbewusstsein tanken.

Grundsätzlich mochte ich sie sehr gerne. Sie ist äußerst liebevoll, verständnisvoll und reflektiert. Vielleicht war sie mir aber ein klein wenig zu perfekt. Ja, wir lesen hier ein Buch, dass hauptsächlich von seinen happy Vibes und dem cozy Setting lebt. Aber ein wenig mehr Auseinandersetzung mit ihrer Vergangenheit und dem, was sie mit ihrem jetzigen Leben anstellen will, hätte ich mir schon gewünscht. Stattdessen ergibt sich in Valentine alles einfach ganz traumhaft für sie.

Dazu passt Graham perfekt. Anfangs wirkt es erst noch so, als würde er für etwas Aufruhr in dem kleinen Ort sorgen, aber das hat sich sehr schnell ergeben. Stattdessen ist er ein wahrer Schatz und Rebecca und er werden schnell zu einem super Team. Was ich daran etwas schade fand, war, dass die beiden nie unterschiedlicher Meinung sind und auch nicht so wirklich miteinander über ihre Zukunftspläne reden. Mir fehlte da einfach die Reibungsfläche um so richtig echte Emotionen heraufbeschwören zu können.
So haben die beiden sich zwar auch gefunden und waren super süß zusammen (ich habe es besonders geliebt, dass die beiden dem jeweils anderen auch den Erfolg gönnen und den anderen wertschätzen), aber es wirkte durchweg wie die Zeit mit der rosaroten Brille auf der Nase.
Dort, wo es hätte schwierig werden zu können, entsteht erst sehr spät ein Konflikt, der dann auch nicht wirklich einer ist. Einerseits gut, denn ich mag es, wenn das Drama nicht so übertrieben ist und die Figuren auch einfach mal miteinander reden. Andererseits fehlte dadurch auch hier noch wieder die Substanz.
In diesem Abschnitt, in dem man auf den Konflikt wartete, zog sich die Story ein wenig, denn eigentlich war es schon recht früh sehr happy. Da fehlte ein wenig Spannung für mich.

Was ich ebenfalls etwas schade fand war, dass die Bibliothek und die Bookish Belles gar nicht soo viel Platz bekamen, da Rebecca sich vornehmlich auf die Zeitung konzentriert. Da hätte für mich ruhig noch ein Sleepover in dem alten Gebäude dazukommen können.

Jetzt habe ich viel gemeckert, aber vielleicht auch, weil ich persönlich nicht ganz so viel damit anfangen kann, wenn es zu happy ist. Vielleicht ist das aber für euch genau das Richtige. Und dann werdet ihr voll auf eure Kosten kommen. Denn: Das Setting ist ultra schön beschrieben und kann sogar mit einer mythischen Vergangenheit aufwarten, die Bookish Belles (Rebecca, Dorothy & Scarlett) sind sehr sympathisch und die Idee dahinter ist an sich schon cozy, ist aber nochmal extra schön, weil die drei Freundinnen von den Einwohner:innen von Valentine ebenfalls unterstützt werden. Dann die Thematik mit der Zeitung, um die sich Rebeccas und Grahams Leben dreht fand ich ebenfalls ganz cool. So viel Fortschritt und liebevolle Details wachsen zu sehen, war mega schön.

Fazit:
Für mich ein schöner Auftakt für eine Reihe, die sich dem cozy Setting und vielen Glücksgefühlen und guten Vibes verschrieben hat. Die Figuren sind alle sehr sympathisch, der Ort liebevoll beschrieben und die Handlung läuft ohne große Dramatik ab. Allerdings auch ohne großartige Reibungspunkte oder Auseinandersetzungen (gedanklich). Dadurch blieb es mir persönlich etwas zu flach und teilweise auch etwas langatmig. Wer allerdings ein Buch sucht, dass einfach happy ist und sich in dem schönen Ort Valentine verlieren möchte, ist hiermit sehr gut bedient!

3 von 5 Sterne von mir.

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Veröffentlicht am 07.02.2025

Einer fehl am Platz

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Es ist echt schon lange her, dass ich ein Buch von Kelly Moran gelesen habe. Im Grunde muss ich auch gestehen, dass ich kein treuer Fan geworden bin, denn selbst die „Redwood“-Reihe, mit der für mich alles ...

Es ist echt schon lange her, dass ich ein Buch von Kelly Moran gelesen habe. Im Grunde muss ich auch gestehen, dass ich kein treuer Fan geworden bin, denn selbst die „Redwood“-Reihe, mit der für mich alles losging, habe ich nicht bis zum Ende verfolgt. „Bookish Belles“ kam jetzt aber dennoch genau richtig, weil ich weiß, dass Moran für wohlige Gefühle steht und die konnte ich gerade gut gebrauchen.

Wie bei jedem guten Weihnachtsfilm haben wir auch hier die Kleinstadt, die ihren Charme versprüht und das mit Mythen, Zusammenhalt und ganz viel Glaube an Zauber. Die Portion Magie hat hier zu dem Südstaatensetting echt gut gepasst, weil ich mir alles bildlich wunderbar vorstellen konnte. Auch die ganzen Andeutungen zu den drei Bookish Belles sowie den zukünftigen Bänden der Reihen hat für mich gut funktioniert, weil diese tiefe Vertrautheit, der Spaß und doch auch der Ernst haben einfach etwas in der Mischung, wo man gerne im Geschehen dabei ist. Jedoch muss ich tatsächlich sagen, dass mich der erste Band „Liebe hat tausend Seiten“ in der Paarung nicht so abholen konnte, was für mich vor allem an Graham lag. Relativ spät am Ende des Buchs gibt Rebecca eine Personenbeschreibung zu ihm ab und es tut mir leid, aber ich habe die mir präsentierte Figur darin nicht wiedererkannt. Ich fand ihn zwar keinesfalls problematisch, kein Bad Boy, keine Red Flags, aber er war für mich einfach langweilig und nichtssagend. Es kam keine Persönlichkeit rüber und dementsprechend war es schon sehr anstrengend, für das Paar richtig mitzufiebern.

Das ist extrem schade, denn Rebecca hat mir als Figur sehr gut gefallen. Gerade angesichts ihres Schicksals habe ich gut nachvollziehen können, warum sie abseits von Vallentine ihr Glück versuchen wollte und warum sie sich trotz schrecklicher Jahre in der Großstadt lange nicht zur Rückkehr entscheiden konnte. Manchmal muss man eben weggehen, um zu erkennen, was man zurückgelassen hat. Zudem hat mir die Darstellung ihrer Krankheit und wie sie als Figur darüber denkt und damit umgeht, sehr gut gefallen. Es war kein übertrieben dominanter Aspekt, sondern es floss angemessen ein, was für mich auch das unterstrichen hat, was Betroffene oft berichten. Sie wollen von ihrer Krankheit nicht bestimmt werden, aber sie wollen auch Verständnis entgegengebracht bekommen. Im beruflichen Kontext war es dann aus Rebeccas Perspektive auch sehr mitreißend mitzusehen, wie sie die Zeitung ruckzuck zum Leben erweckt hat, weil sie alles mit ihrer Leidenschaft umgerissen hat.

Dieser Teil hat mich anfangs auch etwas skeptisch gemacht, weil alles so leicht und flott ging und ich daher auf die Baustellen in der Geschichte gewartet habe. Die kleinen Teile, in denen man hängen bleibt und nicht mehr mit dem Lesen (oder in meinem Fall Hören) aufhören möchte. Aber es baut sich doch immer besser auf, zumindest was die dramaturgische Entwicklung angeht. Denn an Graham hat sich nichts verbessert. Durch Rebecca als Gegenpol in der Zeitung wurde schnell deutlich, dass das alles nicht seine Leidenschaft ist, auch der Besuch seiner Eltern hat eigentlich gezeigt, was er alles nicht ist und spätestens dann die finale Aktion von Graham hat mir dann gereicht. Auch wenn es ein wohlverdientes Happy End gibt, aber es tut mir leid, Moran hat mich mit Graham überhaupt nicht vom Hocker gerissen.

Da ich „Liebe hat tausend Zeilen“ als Hörbuch hatte, habe ich mit Christiane Marx nur eine Stimme im Ohr gehabt. Das hat mich doch etwas überrascht, denn zuletzt hatten eigentlich alle Liebesgeschichten einen Mann und eine Frau, was ich durchaus auch angenehmer finde. Es ist nicht dramatisch, die männliche Perspektive von einer Frau vorgelesen zu bekommen, aber weil es menschlich schon mit Graham haperte, habe ich hier vielleicht noch deutlicher gemerkt, dass auch die männliche Stimme zur Identifikation fehlte. Unterm Strich ist Marx aber eine tolle Hörbuchsprecherin, die für mich Rebecca sicherlich ein Gesicht gegeben hat. Bei Graham war halt so schon viel verloren.

Fazit: Es hat Spaß gemacht, noch einmal Kelly Moran zu entdecken, diesmal mit dem Auftakt zu den „Bookish Belles“. Leider hat mir Graham als männlicher Protagonist gar nicht gefallen, was schade ist, weil Rebecca eigentlich alles im Gepäck hatte, um eine tolle Liebesgeschichte zu erhalten. Also alle Voraussetzungen top, eine Figur passte aber nicht rein.

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Veröffentlicht am 22.03.2025

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Ich hatte große Erwartungen an das Buch, da der Klappentext sehr vielversprechend klang… aber ich wurde leider SEHR enttäuscht. Die Handlung zieht sich extrem in die Länge, und es passiert gefühlt kaum ...

Ich hatte große Erwartungen an das Buch, da der Klappentext sehr vielversprechend klang… aber ich wurde leider SEHR enttäuscht. Die Handlung zieht sich extrem in die Länge, und es passiert gefühlt kaum etwas. Die Autorin beschreibt unnötige Szenen und Details viel zu ausführlich, was dazu führte, dass ich oft abgeschweift bin und das Interesse verlor.

Trotzdem habe ich versucht, weiterzumachen, aber nach etwa 50 % habe ich das Buch endgültig abgebrochen. Es ist nicht so, dass das Buch kein Potenzial hätte, aber es war einfach nicht mein Geschmack. Ich konnte auch die Charaktere nicht wirklich nachvollziehen oder eine Verbindung zu ihnen aufbauen.

Für mich war es leider ein totaler Reinfall. 1 ⭐️, wenn nicht sogar 0.


Danke and NetGalley für das Rezensionsexemplar!