Regel ist Regel – manchmal gibt es jedoch eine Grau(schnauz)zone
Der Wolf Grauschnauz will in der Vollmondnacht sein Glück herbeisingen, als er ein Weinen hört. Ein kleines Häschen hat sich verlaufen und die Wolfregel besagt, dass alle die nach Einbruch der Dunkelheit ...
Der Wolf Grauschnauz will in der Vollmondnacht sein Glück herbeisingen, als er ein Weinen hört. Ein kleines Häschen hat sich verlaufen und die Wolfregel besagt, dass alle die nach Einbruch der Dunkelheit im Wald gefunden werden, gefressen werden müssen.
Grauschnauz hat aber seine Bedenken, da das Häschen ja wirklich klein und sehr niedlich ist, außerdem hat es einen Zettel bei sich, dass denjenigen, der es zurück nach Hause bringt, ein leckeres Essen erwartet. Hört sich verlockend an für den Wolf und so beschützt er das Häschen auch vor seinem hungrigen Wolfsrudel.
Dieses Buch ist einfach witzig und herzerwärmend erzählt, der Wolf hat ein gutes Herz, auch wenn man seinen Gewissenskonflikt hautnah mitbekommt.
Das Häschen ist einfach nur süß und seine Familie ja sowieso.
Am Ende ist der Wolf froh, dass er das Häschen nicht verspeist hat, er hat einen Ehrenplatz beim tollsten Essen inne, das er je serviert bekommen hat.
Ein Highlight in diesem Bilderbuch sind auch die Illustrationen, die ich wirklich extrem gelungen finde.
Manchmal muss man alte Regeln einfach überdenken, ob sie tatsächlich noch zeitgemäß sind.
Absolute Empfehlung für dieses Bilderbuch, das zeigt, dass nicht alles schwarz oder weiß sein muss, manchmal ist es auch grau!