Grandioses Finale
Ich muss sagen, auch wenn ich beim zweiten Band ein bisschen Angst hatte, dass Rage keine so große Rolle mehr spielen würde – gerade weil er Nai nicht zu den Hochmagiern begleiten durfte –, wurde ich positiv ...
Ich muss sagen, auch wenn ich beim zweiten Band ein bisschen Angst hatte, dass Rage keine so große Rolle mehr spielen würde – gerade weil er Nai nicht zu den Hochmagiern begleiten durfte –, wurde ich positiv überrascht. Er spielt weiterhin eine sehr relevante Rolle, insbesondere durch die vollendete Gedankenübertragung zwischen ihm und Nai (ohne zu viel vorwegzunehmen).
Alles, was mit den Hochmagiern zu tun hatte, war unglaublich interessant. Vor allem hat es noch einmal eine ganz neue Perspektive auf diese Welt und ihr gesamtes magisches Konstrukt eröffnet. Man hat sich vom Fokus auf kleine, einzelne Elemente hin zu einer riesigen Spannbreite an mächtigen magischen Kräften bewegt – es fühlte sich fast so an, als würde man ein ganz neues Buch lesen oder eine völlig neue Welt betreten.
Nais Entwicklung, insbesondere die ihrer Magie, war spektakulär. Diese gewaltige Macht, die sie in sich trägt, und wie sie lernt, damit umzugehen, war einfach schön mitzuverfolgen. Die Beziehung zu ihren Vorfahren – besonders zu ihrer Mutter – war herzzerreißend. Auch das Verhältnis zu ihrem Großvater war sehr berührend. Zunächst dachte Nai, ihre Familie sei klein, doch durch ihr Geisterelement, das ihr viel ermöglicht hat sie sich nicht nur emotional vergrößert. Zusammen mit ihrem Vater, den Harvest-Mädels sowie den Jungs ist ein schönes, großes Gefüge entstanden.
Auch Reyna war eine echte Bereicherung – sowohl als Schild als auch als Freundin. Ein starker, neuer Charakter, genauso wie ihre Tante und ihr Cousin, die ebenfalls frischen Wind in die Geschichte gebracht haben.
Die Sexszene hätte es meiner Meinung nach nicht gebraucht – zumindest nicht an dieser Stelle. Dadurch, dass sie offenbar “passieren musste”, wirkte sie eher hektisch und wenig gefühlvoll. An einer anderen Stelle hätte sie besser gepasst, denke ich.
Honor ist einer meiner liebsten Wölfe geworden. Auch wenn er nur in dieser Gestalt existieren kann, ist er loyal und aufrichtig – ein wahrer Freund und Beschützer. Sein Ende hat mich besonders berührt.
Dass neue Figuren, insbesondere die Blutmagier, dazukamen, fand ich sehr spannend. Sie haben der Geschichte noch einmal eine neue Ebene und zusätzliche Spannung verliehen. Gerade als man dachte, Nai müsse sich nur mit Kian und den Hochmagiern herumschlagen, tauchen diese Wesen auf und machen ihr das Leben zur Hölle.
Das Ende war wirklich stark – ein gelungener Plot und ein schöner Ausblick in die Zukunft. Ein runder, kraftvoller Abschluss dieser Geschichte.