Cover-Bild Das Kind mit den stummen Augen
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14,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Aufbau TB
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: Familienleben
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 335
  • Ersterscheinung: 11.11.2024
  • ISBN: 9783746641287
Lena Rohn

Das Kind mit den stummen Augen

Roman

Eine Geschichte, die erzählt werden muss: der Roman über die Kinderverschickung  

Nachdem ihre Ehe an einem unerfüllten Kinderwunsch zerbrochen ist, stürzt sich Theresa Dormbach in die Arbeit im Teehandelshaus, das sie zusammen mit Mutter und Tante betreibt. Dort tritt der Journalist Jonas von Bergen in ihr Leben. Erst geht es nur um einen Artikel über die Geschichte des Teehauses. Doch bei der Recherche dafür findet Theresa Hinweise auf eine zweite Schwester ihrer Mutter, über die nie jemand gesprochen hat. In einem Kinderkurheim im Teutoburger Wald muss in den 60er Jahren Schreckliches passiert sein. 

Ein berührende und spannende Geschichte über ein dunkles Kapitel der deutschen Nachkriegszeit

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.11.2024

Erschütternde Geschehen

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Erzählt wird die Geschichte von Theresa, die mit ihrer Mutter und ihrer Tante ein Teehandelshaus in Emden betreibt. Um den Umsatz anzukurbeln, soll der Journalist Jonas von Bergen einen Artikel über die ...

Erzählt wird die Geschichte von Theresa, die mit ihrer Mutter und ihrer Tante ein Teehandelshaus in Emden betreibt. Um den Umsatz anzukurbeln, soll der Journalist Jonas von Bergen einen Artikel über die Historie des Hauses schreiben. Dazu beginnt Theresa zu recherchieren und stößt schon bald auf Hinweise, dass ihre Mutter einmal zwei Schwestern gehabt haben muss. Und sie erfährt von einem Kinderkurheim, in dem in den 1960er Jahren dramatisches geschah.
In zwei sich abwechselnden Zeitsträngen begleitet der Leser die Recherche von Theresa. Wobei mich die Geschichte der Vergangenheit wesentlich mehr berührt hat, als die der Gegenwart. Es ist erschütternd, was sich damals, auch in der Realität, in diesen Heimen abgespielt hat, wie man auch in vielen Überlieferungen nachlesen kann. Lena Rohn hat die Erlebnisse der drei noch sehr jungen Schwestern lebendig und nachvollziehbar beschrieben. Mehr als nur einmal liefen mir Schauer über den Rücken und Tränen des Mitgefühls ließen mich beim Lesen innehalten. Es ist eine Geschichte voller Dramatik und Emotionen, die ans Herz geht. 4 Sterne und eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 10.11.2024

trauriges, nachhallendes Schicksal

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In Emden gibt es das Teehaus Drees bereits seit vielen Generationen. Zurzeit führen es Mutter Inga, Tante Martha und Ingas Tochter Theresa. Leider wenig erfolgreich. Es fehlt an neuer Kundschaft und darum ...

In Emden gibt es das Teehaus Drees bereits seit vielen Generationen. Zurzeit führen es Mutter Inga, Tante Martha und Ingas Tochter Theresa. Leider wenig erfolgreich. Es fehlt an neuer Kundschaft und darum hat Theresa nicht nur einen Onlineverkauf ins Leben gerufen, nun will sie auch noch durch einen Zeitungsartikel weitere Kundschaft auf sich aufmerksam machen. Eine Entscheidung hinter der die die beiden Schwestern Inga und Martha nicht stehen. Haben beide doch ein lang gehütetes Geheimnis.
Die Autorin mach es dem Leser leicht in die Geschichte der Familie Drees und deren Sorgen um den Teeladen einzusteigen. Recht schnell lernt man die einschneidenden Erlebnisse der beiden Schwestern aus der Kinderkurverschickung 1964 kennen. Die sind so gravierend für das weitere Leben der beiden damals 9 und 6jährigen Mädchen gewesen, dass sie bis heute nie darüber gesprochen haben. Inga, die Ältere der beiden, hat noch heute nachts Alpträume und Schuldgefühle. Martha hat sich dagegen einen Panzer zugelegt und lässt niemanden so richtig an sie heran. Nach Außen eloquent, ist sie im Inneren jedoch noch immer zutiefst verletzt. Die Schilderungen zu den Abläufen und Maßnahmen im Kinderkurheim waren für mich erschütternd. Ja, eigentlich kaum vorstellbar, hier jedoch so lebendig geschildert, dass man es einfach glauben musste.
Als Theresa wegen des Zeitungsartikels in alten Unterlagen auf Ungereimtheiten in alten Fotos stößt ist ihre Neugier geweckt und gemeinsam mit dem Journalisten Jonas van Bergen deckt sie nicht nur ein sehr dunkles Geheimnis in der Familiengeschichte der Drees, sondern auch der deutschen Geschichte, auf. Ihre Recherchen haben mich sehr kurzweilig unterhalten, haben aber auch Entsetzen bei mir ausgelöst. Ich fand es auch interessant zu lesen, dass erst 1998 jegliche Misshandlung in Schulen verboten wurde und von schwarzer Pädagogik hatte ich bisher noch nie gehört. Es ist ein Buch, das noch einige Zeit in mir nachgewirkt hat. Insgesamt gebe ich 4 Lese-Sterne.

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Veröffentlicht am 01.11.2024

Eine Geschichte um ein Kinderkurheim im Teuteburger Wald.

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Theresa Dormbach arbeitet zusammen mit ihrer Tante Martha und Mutter Inga im eigenen Teeladen in Emden. Nach dem ihre Ehe mit Lukas gerade am unerfülltem Kinderwunsch zerbrochen ist, will sie sich mit ...

Theresa Dormbach arbeitet zusammen mit ihrer Tante Martha und Mutter Inga im eigenen Teeladen in Emden. Nach dem ihre Ehe mit Lukas gerade am unerfülltem Kinderwunsch zerbrochen ist, will sie sich mit aller Kraft dem Teeladen wittmen. Sie beschließt sich mit einem Journalisten zu treffen, der einen Artikel über die Geschichte ihres Teeladens schreiben soll, um das Geschäft anzukurbeln. Doch bei der Recherche der Familiengeschichte findet sie Hinweise auf eine weitere Schwester ihrer Mutter, die nie erwähnt wurde. In einem Kinderkurheim im Teuteburger Wald, das die 3 Schwestern 1962 besucht hatten musste was schreckliches passiert sein. ...
Das Hörbuch "Das Kind mit den stummen Augen" geschrieben von Lena Rohn wird gesprochen von Chris Nonnast. Die Stimme fand ich sehr angenehm und sie passt gut zum Hörbuch. Es wird gefühlvoll und mit der richtigen Betonung vorgelesen. Auch das Sprechtempo war perfekt. Lena Rohns Schreibstil ist locker und man kommt sehr schnell in die Geschichte. Es gibt zwei Zeitstränge, die Gegenwart und die Vergangenheit, diese wurden sehr gelungen miteinander verwoben. Die Vergangenheit hat mich vielmehr interessiert als die Gegenwart Geschichte, die ein bisschen vorhersehbar war. Die Erzählung der Vergangenheit hat mich sehr berührt und entsetzt. Wie in diesem Kurheim mit den Kindern umgegangen wurde ist schrecklich. Dabei wollten die Eltern der Kinder ihnen nur etwas Gutes tun. Ich habe der Geschichte gespannt und gerne gelauscht. Auch das Gedicht von Rainer Maria Rilke passt perfekt dazu. Sowie das Cover, das zwei Mädchen zeigt, die sich fest umarmen und das große Kurheim im Hintergrund. Ich kann das Buch / Hörbuch gut empfehlen.

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Veröffentlicht am 24.06.2025

Verdrängte Wahrheiten!

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Darum geht es:
Inmitten des geschäftigen Alltags im traditionsreichen Teehandelshaus sucht Theresa Dormbach Halt. Ihre Ehe ist zerbrochen und der Wunsch nach einem Kind blieb unerfüllt. Als der Journalist ...

Darum geht es:
Inmitten des geschäftigen Alltags im traditionsreichen Teehandelshaus sucht Theresa Dormbach Halt. Ihre Ehe ist zerbrochen und der Wunsch nach einem Kind blieb unerfüllt. Als der Journalist Jonas für einen Artikel über das Familienunternehmen, welches sie zusammen mit ihrer Mutter und Tante betreibt, recherchiert, stoßen die beiden auf ein gut gehütetes Geheimnis: eine verschwiegene Schwester von Theresas Mutter und ein dunkles Kapitel deutscher Geschichte. Ihre Spur führt in ein Kinderkurheim der 60er Jahre, wo sich Unvorstellbares zugetragen haben muss.
Mein Leseeindruck:
Ich habe eine große Schwäche für Geschichten, in denen alte Familienwunden aufbrechen und ein gut gehütetes Geheimnis ans Licht bringt. Genau das ist der Autorin Lena Rohn in ihrem Roman auf eindrucksvolle Weise gelungen. Solche Geschichten, die tief in Familienstrukturen eintauchen, ziehen mich in ihren Bann. Lena Rohn erzählt auf zwei Zeitebenen, Vergangenheit und Gegenwart, und schafft es, beide Handlungsstränge emotional und atmosphärisch miteinander zu verweben. Ihr Schreibstil ist lebendig, feinfühlig und voller Tiefe. Besonders beeindruckt hat mich die sorgfältige Recherche. Die erschütternden Fakten zur Kinderverschickung sind authentisch und bewegend in die Story eingebettet. Die vielen losen Fäden, die im Laufe des Romans auftauchen, werden am Ende klug und berührend zusammengeführt. Dramatisch, emotional und zugleich leise. Dieses Buch hat mich berührt und gefesselt.
Fazit:
4/5 Sterne! Ganz klare Leseempfehlung für alle, die Geschichten über Familie, Vergangenheit und verdrängte Wahrheiten lieben.

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